Berghütte Österreichischer Alpenklub

Erzherzog Johann Hütte (Großglockner)

3.454m 🇦🇹
47.070, 12.702 Österreich
Betten: 125
Winter Sommer
Mehrbettzimmer Matratzenlager Waschmöglichkeit Duschmöglichkeit Trockenraum Vegetarische Speisen Handyempfang W-LAN Sauna Unterrichtsraum Kletterhalle
Euro Barzahlung Kartenzahlung
Talort: Kals am Großglockner

Höchste Schutzhütte Österreichs am Fuß des Großglockners

Die Erzherzog Johann Hütte (Großglockner) steht auf 3.454 m auf dem Felsen der Adlersruhe – Österreichs höchstgelegene Schutzhütte. An der Landesgrenze zwischen Tirol und Kärnten, die quer durch die Hütte verläuft, dient der Stützpunkt des Österreichischen Alpenklubs als Ausgangsbasis für die Besteigung des Großglockners. Von hier sind es nur noch eineinhalb bis zwei Stunden zum höchsten Gipfel Österreichs.

Die exponierte Lage im Nationalpark Hohe Tauern macht die Hütte zum hochalpinen Stützpunkt zwischen den vergletscherten Dreitausendern. Der Zustieg vom Lucknerhaus über 1.536 Höhenmeter führt in fünf bis fünfeinhalb Stunden durch Gletschergelände – der Mürztaler Steig ist teilweise seilgesichert. Alternative Routen führen von der Franz-Josefs-Höhe über Pasterzengletscher und Hofmannskees oder von der Salmhütte durchs Leitertal. Alle Zustiege erfordern Gletscherausrüstung.

Übernachten auf der Erzherzog Johann Hütte (Großglockner)

Die Schutzhütte hat 125 Schlafplätze. Eine Materialseilbahn – die höchstgelegene Österreichs – verbindet die Hütte über vier Kilometer mit der Lucknerhütte. Die Energieversorgung erfolgt über Blockheizkraftwerk, Solarthermik und Photovoltaik. Außerhalb der Bewirtschaftungszeit steht ein unbeheizter Winterraum zur Verfügung.

Zustieg zur Erzherzog Johann Hütte (Großglockner)

Der Hauptzustieg beginnt beim Lucknerhaus auf 1.918 m und führt über 1.536 Höhenmeter in fünf bis fünfeinhalb Stunden zur Hütte. Die Route führt über Gletschergelände, der Mürztaler Steig ist teilweise mit Seilen gesichert. Von der Franz-Josefs-Höhe erreicht man die Hütte über Pasterzengletscher und Hofmannskees in etwa fünf Stunden – eine anspruchsvolle Gletschertour.

Gut zu wissen:

Die Geschichte der Erzherzog Johann Hütte reicht bis 1880 zurück. Mehrfache Erweiterungen in den Jahren 1891, 1895-1898, 1907, 1926-1930, 1960, 1989/90 und zuletzt 2016 prägten die heutige Gestalt. Bei der letzten Sanierung wurde das Fundament wegen Permafrostschmelze neu verfestigt. Seit 2020 betreibt eine vollautomatische Wetterstation auf 3.465 m kontinuierliche Messungen in dieser extremen Höhenlage.

Hütten in der Umgebung

Ziele in der Region

Gipfel 3.657 m

Großvenediger

Der Großvenediger erhebt sich mit 3.657 m als höchster Berg der Venedigergruppe in den Hohen Tauern. Der vollständig vergletscherte Gipfel thront direkt am Alpenhauptkamm an der Grenze zwischen Osttirol und Salzburg. Seine markanten Grate trennen vier große Gletscher, darunter das Schlatenkees und Obersulzbachkees.

Dorf 1.329 m

Hinterbichl

Hinterbichl liegt auf 1.329 m im Talschluss des Virgentals in Osttirol. Der Bergsteiger-Ort dient als Ausgangspunkt für Touren zum Großvenediger und in die Venedigergruppe. Das Dorf am Zusammenfluss von Isel und Dorferbach zieht Skitourengeher und Hochtourenalpinisten an.

Gletscher

Obersulzbachkees

Das Obersulzbachkees liegt im Obersulzbachtal nördlich des Hauptkamms der Hohen Tauern. Mit 11 km² Fläche und 4 km Länge ist es der größte Gletscher der Venedigergruppe. Der Gletscher besteht aus vier nordexponierten Firnmulden vom Großvenediger bis zu den Maurerkeesköpfen.

Gipfel 3.798 m

Großglockner

Der Großglockner erhebt sich auf 3.798 m als höchster Berg Österreichs in der Glocknergruppe der Hohen Tauern. Mit einer Schartenhöhe von 2.428 m zählt er zu den eigenständigsten Erhebungen der Alpen. Die Erstbesteigung erfolgte 1800 und gilt als Beginn des modernen Alpinismus.

Sattel 3.407 m

Venedigerscharte

Die Venedigerscharte liegt auf 3.407 m zwischen Klein- und Großvenediger in den Hohen Tauern. Der markante Sattel bildet den zentralen Übergangspass auf dem Normalweg zum Großvenediger. Von hier öffnet sich das Panorama über die Glocknergruppe bis zu den Dolomiten.

Gipfel 3.360 m

Großer Geiger

Der Große Geiger (3.360 m) erhebt sich als markante Pyramide am Alpenhauptkamm zwischen Tirol und Salzburg. Der Berg ist rundum von Gletschern umgeben und gilt als beliebtes Hochtourenziel. Die charakteristische Nordwestwand überragt das Obersulzbachkees um 350 m.

Sattel 2.934 m

Granatscharte

Die Granatscharte liegt auf 2.934 m in den Hohen Tauern und verbindet das Amertal mit dem Dorfertal. Der Pass bildet einen wichtigen Übergang im Tauernhöhenweg zwischen St. Pöltner Hütte und Rudolfshütte. Über die Scharte führt die Route auf den Stubacher Sonnblick und zur Granatspitze.

Sattel 3.228 m

Obere Ödenwinkelscharte

Die Obere Ödenwinkelscharte liegt auf 3.228 m in der Glocknergruppe zwischen Hoher Riffl und Johannisberg. Der Pass bildet einen wichtigen Übergang im Bereich des Pasterzengletschers. Von hier führt der Normalweg über die Hohe Riffl zum Johannisberg.

Dorf

Kals am Großglockner

Kals am Großglockner (1.325 m) liegt im Kalser Tal in den Hohen Tauern und gilt als traditionelles Basecamp für Großglockner-Besteigungen. Das Bergdorf in Osttirol ist umgeben von vergletscherten Dreitausendern der Glockner-, Granatspitz- und Schobergruppe. Seit 1855 starten hier Bergsteiger zum Normalweg auf Österreichs höchsten Gipfel.

Gipfel 3.310 m

Kristallwand

Die Kristallwand erhebt sich auf 3.310 m als östlicher Eckpfeiler des Venedigermassivs in den Hohen Tauern. Der markante Gipfel zeigt eine 550 m hohe Nordostwand und sanfte Gletscheranstiege von Süden. Vier Gletscher umgeben den Berg: Schlatenkees, Äußeres Mullwitzkees, Frosnitzkees und Kristallwandkees.

Gletscher

Krimmler Kees

Das Krimmler Kees liegt im Krimmler Tauerntal in den Hohen Tauern. Der Gletscher dient als zentrales Ausbildungsgelände für Hochtourenkurse mit Steigeisen- und Spaltenbergungstraining. Die Warnsdorfer Hütte auf 2.324 m fungiert als nahegelegener Stützpunkt.

Gipfel 2.573 m

Roßkopf

Der Roßkopf erhebt sich auf 2.573 m in den Hohen Tauern nahe der Roßkarscharte. Der Gipfel bietet ein weitreichendes Panorama über die Zillertaler und Venedigergruppe. Als Abstecher von der Roßkarscharte ist er in etwa einer Stunde erreichbar.