La Haute Route | Alpentraverse Chamonix - Zermatt
Hochtourenklassiker "La Haute Route" von Chamonix nach Zermatt
Auf dieser Hochtourenwoche, die bei Chamonix im Schatten des Mont Blanc beginnt und in Zermatt mit der beeindruckenden Silhouette des Matterhorns endet, säumen etliche Viertausender unseren Weg. Mit Steigeisen queren wir mächtige Gletscher des Wallis und wir genießen einmalige Ausblicke über die hohen Gipfel der Westalpen. Die Berghütten, auf denen wir während dieser Hochtourenwoche übernachten, liegen teils malerisch, teils spektakulär auf Felskanzeln. Traumhafte Sonnenauf- und -untergänge ergänzen die Anstrengungen des Tages. Technisch gesehen ist die Tour einfach und für sportliche Hochtouren-Einsteiger gut geeignet.
Reiseablauf
Reiseablauf
Tourbeginn:
12.00 Uhr ist am Eingang zur Seilbahnstation Charamillon in Le Tour.
Tourende:
19.00 Uhr ist am Eingang zur Seilbahnstation Charamillon in Le Tour.
1. Tag – Die Haute Route beginnt
Gegen Mittag begrüßt Dich unser Bergführer in Le Tour ganz in der Nähe von Chamonix. Nach dem Verteilen der Gletscherausrüstung und einer kurzen Besprechung der heutigen Tagesetappe fahren wir zunächst mit der Seilbahn hinauf zum Col de Balme. Gemütlich geht es über den Wanderweg weiter zum Refuge Albert Premier Hütte (2.702 m). Auf dem nahegelegenen Glacier du Tour machen wir uns anschließend mit der Gletscherausrüstung und den Steigeisen vertraut. Am Abend genießen wir mit etwas Wetterglück einen phantastischen Sonnenuntergang von der Hütte aus und lassen den Tag gemütlich ausklingen. Beim Abendessen sollten wir, wer möchte, auf ein Glas französischen Rotwein nicht verzichten - savoir vivre! Es folgt unsere erste Übernachtung der Woche in der Hütte.
Auf- und Abstieg:
500 hm
Gehzeit
2 h
2. Tag – Zum Col du Tour und weiter in die Schweiz
Die Tage brechen früher an als bei üblichen Alpenüberquerungen. Über den Glacier du Tour wandern wir mit Steigeisen hinauf zum Col du Tour auf 3.281 m. Gegenüber können wir jetzt bereits unser Zwischenziel in der Schweiz, die Cabane du Trient (3.170 m) erkennen. Über den unschwierigen Glacier du Trient wandern wir der Hütte entgegen und genießen beim Mittagessen die traumhafte Aussicht über den Gletscher. Am Nachmittag führt uns die Haute Route dann weiter zur tiefer gelegenen Cabane d'Orny (2.831 m). Abendessen und Übernachtung in der Hütte.
Auf- und Abstieg:
600 hm
Gehzeit
6 h
3. Tag – Ins Herz der Walliser Alpen
Nach dem Frühstück steigen wir über den Wanderweg mit einem Gegenanstieg zum Col de la Breya ab und nehmen von Grands Plans die Seilbahn hinunter nach Champex. Hier erwartet uns dann ein kurzer Taxitransport in die Walliser Alpen. Von der gewaltigen Staumauer des Lac de Mauvoisin führt uns ein malerischer Wanderweg zunächst eben am See entlang und später unschwierig hinauf zur Cabane de Chanrion (2.462 m). Begleitet werden wir dabei von der mächtigen Ostflanke des Grand Combin (4.314 m). Abendessen und Übernachtung in der Hütte.
Auf- und Abstieg:
600 hm
Gehzeit
6 h
4. Tag – Über den Glacier d'Otemma zur Cabane des Vignettes
Heute steht eine gewaltige Etappe an: Der Glacier d'Otemma führt uns lang und flach weiter nach Osten, tief hinein in das hier von jeglicher Infrakstrukur verschonte Herz der Walliser Alpen. Dutzende Dreitausender säumen den Aufstieg, der Blickwinkel und das Panorama auf diese Berge ändert sich jedoch stetig. Am Seil des Bergführers steigen wir zum Col de la Charmotane (3.053 m) auf. Von hier ist es nur noch ein Katzensprung zur Cabane des Vignettes (3.160 m). Die Aussicht und das umgebende Panorama dieser spektakulär gelegenen Hütte kann man nur als phänomenal bezeichnen. Abendessen und Übernachtung in der Hütte.
Auf- und Abstieg:
850 hm
Gehzeit
6 h
5. Tag – Nach Arolla und weiter zur Cabane de Bertol
Das Frühstück auf der Vignettes Hütte ist bekannt. Gut gestärkt geht es also heute über den Glacier de Pièce nach Arolla hinunter. Hier biegen wir wieder ab und wandern am Glacier d'Arolla entlang zu den Plans de Bertol hinauf. Gegenüber ziehen eindrücklich die Hängegletscher vom Mont Collon herunter und sorgen für eine eindrückliche Szenerie. Auf den letzten Metern zur Cabane de Bertol (3.311 m) erwartet uns noch ein leichter Klettersteig mit einigen Eisenleitern. Wie ein Adlernest thront die Hütte auf dem Gipfel und eröffnet nicht nur beeindruckende Aussichten auf den tiefer gelegenen Glacier du Mont Miné, sondern vor allem auch auf die Westwand des gegenüber liegenden gewaltigen Viertausenders Dent Blanche (4.356 m) - ein Berg, der sich in Form und Gestalt vor dem Matterhorn nicht zu verstecken braucht, wegen seiner versteckten Lage im hintersten Val d`Hérens den Massen aber weitgehend unbekannt geblieben ist - zum Glück. Abendessen und Übernachtung in der Hütte.
Auf- und Abstieg:
1250 hm
Gehzeit
6 h
6. Tag – Auf die Tête Blanche und weiter zur Schönbielhütte
Die vorletzte Etappe der Haute Route ist gleichzeitig auch die eindrucksvollste Etappe. Früh brechen wir deshalb auf und wandern zunächst über den Gletscher hinauf zur Tête Blanche (3.710 m). Von hier oben bietet sich ein traumhafter Blick auf das Matterhorn und entschädigt für die Mühen des Aufstiegs. Der höchste Punkt der ganzen Tour ist erreicht und wir können ab hier die wilde Westwand des Matterhorns bestaunen - der Zmuttgrat zur Linken, der historisch bedeutende Liongrat zur Rechten. Anschließend steigen wir über den Stockjigletscher hinab zur Schönbielhütte. Den letzten Abend genießen wir wieder in gemütlicher Runde und lassen die Erlebnisse und Eindrücke der letzten Tage noch einmal Revue passieren.
Auf- und Abstieg:
950 hm
Gehzeit
8 h
7. Tag – Die Haute Route ist geschafft!
Nach dem Frühstück wandern wir von der Nordwand des Matterhorns begleitet hinunter zur Station Furi. Für die letzten Meter nutzen wir die Seilbahn ins Tal nach Zermatt, wo wir noch etwas Zeit haben, das Flair dieses berühmtesten Orts der Alpen in uns aufzunehmen. Die Haute Route ist geschafft und das Taxi bringt uns wieder zurück nach Le Tour. Hier verabschieden wir uns voneinander und treten die Heimreise an.
Auf- und Abstieg:
100 hm
Gehzeit
4 h