Schneeschuhtouren

Mit Schneeschuhen im Bann des Großglockner

Im Bann des Großglockners

Die winterliche Bergwelt des idyllischen Ködnitztals steht im Mittelpunkt dieser Tage. Die beeindruckende Südwand des Großglockners ist dabei stets ein spektakulärer Begleiter. Ob aussichtsreiche Gipfeltouren, gemütliche Wanderungen auf den Naturlehrpfaden zu den Informationsstellen des Nationalparks Hohe Tauern oder der Aufstieg zur herrlich gelegenen Glorer Hütte – unvergessliche Naturerlebnisse und eindrucksvolle Ausblicke sind auf jeder Tour garantiert. Das bestens bewirtschaftete Lucknerhaus verwöhnt mit regionalen Köstlichkeiten und lässt kulinarisch keine Wünsche offen. Nach einem erlebnisreichen Tag in der winterlichen Bergwelt lädt der großzügige Wellnessbereich zum Entspannen und Erholen ein.

Reiseablauf

Tourbeginn:

11.00 Uhr Vor dem Eingang des Lucknerhaus

Tourende:

15.00 Uhr Vor dem Eingang des Lucknerhaus

1. Tag – Durch das idyllische Ködnitztal

Erst unmittelbar vor der Einfahrt zum Lucknerhaus öffnet sich der Blick in das hoch gelegene Ködnitztal - aber dieser Blick raubt einem den Atem! Dominiert von der Südwand des 3.798 m hohen Großglockner - der höchste Berg Österreichs - bezaubert dieses Tal gerade auch im Winter mit seinen Lärchenwäldern. Über dem Talgrund erheben sich links und rechts steile Wände. Vorbei an der Huben- und Jörgnalm dringen wir in das Tal vor, vorbei an der Lucknerhütte zur Schlucht des Ködnitzbaches. Die Informationsstellen des Nationalparks informieren unterwegs über die Besonderheiten des Tals sowie Flora und Fauna.

Zurück am Lucknerhaus genießen wir die hervorragende Bewirtung und die Sauna nach diesem Wintertag auf rund 2.000 Meter Meereshöhe.

Auf- und Abstieg:

400-600 hm

Gehzeit

3 h

2. Tag – Auf das Figerhorn 2.743 m - Hausberg des Lucknerhauses

Direkt von der Hüttenterrasse starten wir den Anstieg auf das Figerhorn. Wir steigen kurz steil über eine Stufe im dichten Wald hinauf, bis wir die sanften Südhänge des Figerhorns erreichen. Schon hier öffnet sich der Blick nach Süden zur Schobergruppe, in die Lienzer Dolomiten und mit zunehmender Höhe auch in die Dolomiten - mit aufmerksamen Augen und bei gutem klaren Winterwetter sind auch die Drei Zinnen zu identifizieren.

Am Gipfel genießen wir den spektakulären Tiefblick ins Ködnitztal zur rechten und ins Teischnitztal zur linken - hier beeidruckt das Teischnitzkees ("Kees" ist der Tiroler Name für Gletscher) mit seinen Abbrüchen über einer Felswand. Blickfang im Norden ist und bleibt aber der Großglockner und die benachbarte Glocknerwand (3.721 m).

Auf dem Aufstiegsweg erreichen wir wieder das Lucknerhaus.

Auf- und Abstieg:

800 hm

Gehzeit

4-5 h

3. Tag – Ins Peischlachtal - mit Option auf das Kasteneck 2.821 oder Böse Weibl 3.119 m

Der Weg zur Nigg- und Oberfigeralm führt durch abwechslungsreiche Wälder und Strauchvegetation, bevor wir ins Peischlachtal eintreten. Je nach den Verhältnissen und konditionellen Fähigkeiten der Gruppe entscheiden wir uns im Peischlachtörl für das Kasteneck oder das Böse Weibl, ein Dreitausender in der Schubergruppe. Für das Böse Weibl müssen die Verhältnisse optimal passen - der Bergführer weiß die Lage hier richtig einzuschätzen und entscheidet in Abstimmung mit der Gruppe über das Ziel. Beide Gipfel sind der Höhepunkt dieser Wintertage und bieten nochmals eine spektakuläre Sicht auf die Gipfel der Glocknergruppe im Norden bis hin zu den Dolomiten im Süden.

Auf- und Abstieg:

900-1100 hm

Gehzeit

4-6 h

4. Tag – Auf die Glorer Hütte - 2.651 m

Die Glorer Hütte liegt im Berger Törl, dem oberen der zwei Pässe, die das Kalser Tal im Süden des Großglockners mit dem Mölltal im Osten verbinden - tief im Tal ist hier das berühmte Heiligenblut der Talort. Die Glorer Hütte ist eine der ganz wenigen hochalpinen Hütten, die auch im Hochwinter geöffnet haben. Der Anstieg führt uns zunächst durch die allgegenwärtigen Lärchenwälder hinauf in das Kar unter dem Kasteneck. Gegenüber bildet das Figerhorn mit seinem Südhang die winterliche Kulisse. Nach der verdienten Stärkung auf der Glorer Hütte steigen wir auf dem Aufstiegsweg wieder hinunter zum Lucknerhaus. Dort verabschieden wir uns vom wunderbaren Ködnitztal und treten die Heimreise an.

Auf- und Abstieg:

700 hm

Gehzeit

4 h

Highlights auf dieser Reise

Gipfel 3.657 m

Großvenediger

Der Großvenediger erhebt sich mit 3.657 m als höchster Berg der Venedigergruppe in den Hohen Tauern. Der vollständig vergletscherte Gipfel thront direkt am Alpenhauptkamm an der Grenze zwischen Osttirol und Salzburg. Seine markanten Grate trennen vier große Gletscher, darunter das Schlatenkees und Obersulzbachkees.

Dorf 1.329 m

Hinterbichl

Hinterbichl liegt auf 1.329 m im Talschluss des Virgentals in Osttirol. Der Bergsteiger-Ort dient als Ausgangspunkt für Touren zum Großvenediger und in die Venedigergruppe. Das Dorf am Zusammenfluss von Isel und Dorferbach zieht Skitourengeher und Hochtourenalpinisten an.

Gletscher

Obersulzbachkees

Das Obersulzbachkees liegt im Obersulzbachtal nördlich des Hauptkamms der Hohen Tauern. Mit 11 km² Fläche und 4 km Länge ist es der größte Gletscher der Venedigergruppe. Der Gletscher besteht aus vier nordexponierten Firnmulden vom Großvenediger bis zu den Maurerkeesköpfen.

Gipfel 3.798 m

Großglockner

Der Großglockner erhebt sich auf 3.798 m als höchster Berg Österreichs in der Glocknergruppe der Hohen Tauern. Mit einer Schartenhöhe von 2.428 m zählt er zu den eigenständigsten Erhebungen der Alpen. Die Erstbesteigung erfolgte 1800 und gilt als Beginn des modernen Alpinismus.

Sattel 3.407 m

Venedigerscharte

Die Venedigerscharte liegt auf 3.407 m zwischen Klein- und Großvenediger in den Hohen Tauern. Der markante Sattel bildet den zentralen Übergangspass auf dem Normalweg zum Großvenediger. Von hier öffnet sich das Panorama über die Glocknergruppe bis zu den Dolomiten.

Gipfel 3.360 m

Großer Geiger

Der Große Geiger (3.360 m) erhebt sich als markante Pyramide am Alpenhauptkamm zwischen Tirol und Salzburg. Der Berg ist rundum von Gletschern umgeben und gilt als beliebtes Hochtourenziel. Die charakteristische Nordwestwand überragt das Obersulzbachkees um 350 m.

Sattel 2.934 m

Granatscharte

Die Granatscharte liegt auf 2.934 m in den Hohen Tauern und verbindet das Amertal mit dem Dorfertal. Der Pass bildet einen wichtigen Übergang im Tauernhöhenweg zwischen St. Pöltner Hütte und Rudolfshütte. Über die Scharte führt die Route auf den Stubacher Sonnblick und zur Granatspitze.

Sattel 3.228 m

Obere Ödenwinkelscharte

Die Obere Ödenwinkelscharte liegt auf 3.228 m in der Glocknergruppe zwischen Hoher Riffl und Johannisberg. Der Pass bildet einen wichtigen Übergang im Bereich des Pasterzengletschers. Von hier führt der Normalweg über die Hohe Riffl zum Johannisberg.

Dorf

Kals am Großglockner

Kals am Großglockner (1.325 m) liegt im Kalser Tal in den Hohen Tauern und gilt als traditionelles Basecamp für Großglockner-Besteigungen. Das Bergdorf in Osttirol ist umgeben von vergletscherten Dreitausendern der Glockner-, Granatspitz- und Schobergruppe. Seit 1855 starten hier Bergsteiger zum Normalweg auf Österreichs höchsten Gipfel.

Gipfel 3.310 m

Kristallwand

Die Kristallwand erhebt sich auf 3.310 m als östlicher Eckpfeiler des Venedigermassivs in den Hohen Tauern. Der markante Gipfel zeigt eine 550 m hohe Nordostwand und sanfte Gletscheranstiege von Süden. Vier Gletscher umgeben den Berg: Schlatenkees, Äußeres Mullwitzkees, Frosnitzkees und Kristallwandkees.

Gletscher

Krimmler Kees

Das Krimmler Kees liegt im Krimmler Tauerntal in den Hohen Tauern. Der Gletscher dient als zentrales Ausbildungsgelände für Hochtourenkurse mit Steigeisen- und Spaltenbergungstraining. Die Warnsdorfer Hütte auf 2.324 m fungiert als nahegelegener Stützpunkt.

Gipfel 2.573 m

Roßkopf

Der Roßkopf erhebt sich auf 2.573 m in den Hohen Tauern nahe der Roßkarscharte. Der Gipfel bietet ein weitreichendes Panorama über die Zillertaler und Venedigergruppe. Als Abstecher von der Roßkarscharte ist er in etwa einer Stunde erreichbar.