Doppelexpedition Ama Dablam (6.856 m) und Lobuche East (6.119 m)
Die Ama Dablam - "Perle des Khumbu" | Traumgipfel für erfahrene Alpinisten
Die Ama Dablam wird von vielen Alpinisten als das Matterhorn Nepals bezeichnet und ist ganz sicher einer der schönsten Berge der Erde. Deshalb gehört eine Expedition zur Ama Dablam auch zu den begehrtesten Zielen von Bergsteigern aus aller Welt. Zehn Tage stehen uns zur Verfügung, um die Ama Dablam über ihren Südwestgrat, die leichteste Aufstiegsroute, zu besteigen. Zudem verbessern wir unsere Höhenanpassung durch die vorherige Besteigung des leichten Lobuche East.
Für wen ist die Reise geeignet
Schwierigkeit
Anforderung
Die Expedition auf die Ama Dablam eignet sich für konditionsstarke und erfahrene Alpinisten mit Westalpenerfahrung. Eine erste Höhenerfahrung auf Bergen bis 6.200 m ist von Vorteil, aber nicht zwingend erforderlich. Im Aufstieg müssen Firnflanken bis 55° selbständig begangen werden und Felspassagen im IV. Schwierigkeitsgrad UIAA unter Zuhilfenahme eines Fixseils sicher überwunden werden können. Unser Bergführer ist für die Gesamtleitung der Expedition und nicht für die Betreuung des Einzelnen vor Ort verantwortlich. Teilnehmer müssen sich daher auch darauf einstellen, zeitweise ohne Bergführer am Berg unterwegs zu sein - Erfahrung in den Westalpen auf Touren der Schwierigkeit ZS, besser noch S ist zwingend notwendig.
Reiseablauf
Reiseablauf
Tourbeginn:
13.00 Uhr Treffpunkt mit dem Bergführer ist am Flughafen Tribhuvan / Ausgang aus dem Sicherheitsbereich
Tourende:
12.00 Uhr Treffpunkt mit dem Bergführer ist am Flughafen Tribhuvan / Ausgang aus dem Sicherheitsbereich
1. Tag – Flug nach Kathmandu, Nepal
Treffpunkt am Flughafen und gemeinsamer Flug nach Kathmandu.
2. Tag – Ankunft in Kathmandu
Nach der Ankunft in Kathmandu hast Du genügend Zeit, um Dir die Stadt anzuschauen und noch einige Einkäufe im Zentrum von Thamel zu tätigen. Dein Expeditionsleiter wird in der Zeit die letzten Formalitäten für die Ama Dablam Expedition erledigen. Übernachtung in einem guten Guesthouse in Kathmandu. Am Abend besuchen wir eines der Restaurants der Stadt und lassen unseren ersten Abend gemütlich ausklingen.
3. Tag – Flug Kathmandu - Lukla - Phakding (2.610 m)
Heute fliegen wir ins Solo Khumbu Gebiet nach Lukla auf 2.834 m. Da der Flugplatz als Herausforderung für jeden Piloten bekannt ist, ist dies nur bei gutem Wetter möglich. Wir reduzieren das Anreiserisiko mit dem Helikopter, der auch bei deutlich schlechterer Sicht fliegen kann, sodass wir nicht von einer Flugverschiebung ausgehen. Nach der Landung wandern wir weiter ins etwas tiefer gelegene Phakding, wo wir die Nacht in einer Lodge verbringen.
Auf- und Abstieg:
220 hm
Gehzeit
3-4 h
4. Tag – Sagarmatha Nationalpark und Namche Bazar (3.440 m)
Taleinwärts wandern wir am Gebirgsfluss Dudh Kosi entlang nach Monjo. Hier betreten wir den Sagarmatha Nationalpark. Unterwegs begleiten uns die Pferde- und Yak-Karawanen, die das Tal und die Gebirgsregion weiter oben mit allem Notwendigen versorgen. Über die weltberühmte Hillarybrücke queren wir ein letztes Mal den Fluss, bevor es nun die nächsten 2 - 3 Stunden steil hinauf nach Namche Bazar (3.440 m) geht. Hier werden wir zur besseren Akklimatisation die nächsten zwei Nächte in einer komfortablen Lodge verbringen. Der Nachmittag bietet sicher noch genügend Zeit für einen Bummel durch die quirlige "Hauptstadt der Sherpas".
Auf- und Abstieg:
1070 hm
Gehzeit
6 h
5. Tag – Ruhetag in Namche Bazar (3.440 m)
Der heutige Tag steht ganz im Zeichen der Anpassung an die Höhenlage. Namche Bazar ist der Hauptumschlagplatz für sämtliche Waren aus und für die Region. Entsprechend bunt geht es in den Gassen zu. Expeditionen zum Mount Everest, Lhotse, Nuptse und anderen Bergen machen hier Halt, Trekkingtouristen aus der ganzen Welt geben sich ein Stelldichein. Mit einer kleinen Wanderung hinauf zum Everest View Hotel oder in Richtung Syangboche setzen wir einen kleinen Akklimatisationsreiz. Abendessen und Übernachtung in der Lodge.
Auf- und Abstieg:
500 hm
Gehzeit
2 h
6. Tag – Ins Khumbu Tal zum Kloster Tengboche (3.860 m)
Über den uns schon bekannten Aussichtspunkt über Namche steuern wir heute das berühmte Kloster Tengboche an. In der Regel verbessern wir hier schon unsere Akklimatisation und nehmen den Höhenweg über die Siedlung Sanasa (3.880 m). Hier haben wir schon die großen Berge der nächsten Tage im Blick: Lhotse, Everest und natürlich die Ama Dablam. Eine Hängebrücke markiert den finalen Anstieg des Tages. Durch dichten Rhododendronwald steigen wir zum bekannten Kloster nach Tengboche auf. Mit etwas Glück findet sogar eine Abendpuja in den heiligen Mauern statt.
Auf- und Abstieg:
880 hm
Gehzeit
7 h
7. Tag – Auf dem Everest Trek nach Dingboche (4.300 m)
Heute steuern wir die Ortschaften Dingboche oder Periche an. Beide liegen am Eingang des Chola Tals, das uns zum Basislager des Lobuche führen wird. Doch nun geht unser Weg noch entlang des klassischen Khumbu Treks. Entlang von Gerstenfeldern und Yakweiden gewinnen wir langsam an Höhe. Inzwischen haben wir die Ama Dablam direkt neben uns und können die eindrucksvollen Grate bewundern. In der örtlichen Bäckerei gönnen wir uns dann noch einen Illy Kaffee und verbringen den Abend in der nahen Lodge mit Blick auf die Ama Dablam.
Auf- und Abstieg:
900 hm
Gehzeit
8 h
8. Tag – Ins Basislager des Lobuche East
Wir starten in das enge Chola Tal mit dem beeindruckenden Gipfel des 6.400 Meter hohen Arakam Tse. Oberhalb des Chola Gletschersee bei den Häusern von Thukla zweigen wir in unser erstes Basislager ab. Der Weg folgt nun einem gut ausgetretenen Pfad, bevor wir auf Geröll wechseln. Hier müssen wir nun aufmerksam steigen. Die Höhe ist zu spüren und wir lassen uns genügend Zeit, um das Basislager an einem kleinen, meist von Eis bedeckten Gletschersee auf rund 5.200 Metern Höhe zu erreichen. Hier beeindruckt nochmals die überragende Aussicht auf das große Ziel der Expedition – die Ama Dablam. Doch morgen gehört unsere Konzentration zunächst dem Lobuche East.
Auf- und Abstieg:
780 hm
Gehzeit
4 h
9. Tag – Besteigung Lobuche East (6.119 m)
Bereits in der Nacht beginnt der Aufstieg. Zunächst steigen wir über Blockgelände mit Geröll und einigen leichten Kletterpassagen auf Felsplatten zu einer mit Fixseilen versicherten Verschneidung auf. Oberhalb dieser Zone kommt der vergletscherte Südostgrat. Wo notwendig erleichtern Fixseile die kurzen, jedoch bis zu 55° steilen Aufschwünge. Entlang des 400 m hohen Ostrückens führt die Route anschließend über weitere kleine und zum Teil mit Fixseilen abgesicherte Steilstufen zum "False Summit". Der eigentliche Gipfel des Lobuche East liegt hinter einer tiefen und oft heiklen Schneescharte sowie einer weiteren steilen Flanke, die vom Vorgipfel trennt. Aufgrund des oft anspruchsvollen Terrains und der objektiven Gefahren enden die meisten Besteigungen am etwas niedrigeren, aber offiziell als Sechstausender anerkannten Vorgipfel, bei guten Bedingungen ist die Besteigung des Hauptgipfels selbstverständlich möglich.
Die Aufstiegsmühen werden beim Blick auf die umliegenden Berge aber mehr als belohnt. Von der Ama Dablam bis zum Mount Everest reicht der Blick. Über die Aufstiegsroute erfolgt anschließend der Abstieg ins Hochlager, wo wir uns bei einem warmen Essen stärken. Später am Tag steigen wir weiter ab und beziehen Quartier in einer Sherpa Lodge in Thukla (4.620 m). Die "Zivilisation" hat uns wieder, liegt der Ort doch an der Aufstiegsroute zum Everest Basislager.
Auf- und Abstieg:
980 hm
Gehzeit
9-10 h
10. Tag – Letzte Etappe auf dem Everest Trek nach Pangboche (3.930 m)
Weiter geht es heute nach Pangboche. Hier befindet sich das älteste Kloster der Khumburegion, in dem viele Bergsteiger den Segen für die Ama Dablam Besteigung holen. Auch wir wollen uns den Segen des Lamas für unser Vorhaben einholen. Dafür haben wir morgen den ganzen Tag Zeit. Jetzt gilt es sich vom fordernden Aufstieg auf den Lobuche zu erholen. Wie geht das besser als in der örtlichen Bäckerei, natürlich mit Blick auf die Ama Dablam.
Auf- und Abstieg:
200 hm
Gehzeit
3 h
11. Tag – Ruhetag und Puja in Pangboche
Der heutige Tag dient der Erholung und einer ausgiebigen Klosterzeremonie, die uns Glück und Erfolg an der Ama Dablam verspricht.
Auf- und Abstieg:
100 hm
Gehzeit
1 h
12. Tag – Ins Basislager der Ama Dablam
Nach einem steilen Aufstieg erreichen wir das Basislager der Ama Dablam. Hier richten wir unser Camp für unsere Ama Dablam Besteigung an einem kleinen See und inmitten einer grünen Wiese auf 4.600 m ein.
Auf- und Abstieg:
780 hm
Gehzeit
4 h
13. bis 22. Tag – Besteigung der Ama Dablam
Zehn Tage stehen uns nun für die Besteigung der Ama Dablam zur Verfügung. Nachdem wir uns ein oder zwei Tage akklimatisieren, beginnen wir mit dem Einrichten der drei Hochlager. Der Expeditionsleiter wird zusammen mit den Sherpas die heiklen Passagen mit Fixseilen versichern. Die Route führt uns vom Lager 1 unter Zuhilfenahme der angebrachten Fixseile zum Gelben Turm. Die Schwierigkeiten auf der ca. 200 m langen Strecke lägen ohne die Fixseile im III. und bei einer kurzen Stelle im V. Grad UIAA. Hier werden die schweren Rucksäcke aber ihr Übriges tun. Daher ist dies auch eine erste Schlüsselstelle. Auf dem Gelben Turm in 6.050 m Höhe errichten wir den Verhältnissen entsprechend das Lager 2. Von hier geht es in kombiniertem Gelände dem Grat entlang zur Mushroom Ridge und zum Lager 3. Eine 45 - 55° steile letzte Firnflanke, die wir ebenfalls mit Fixseilen versichern, führt in einer letzten Etappe auf den Gipfel. Die Rundumsicht auf Lothse, Mount Everest und viele andere bekannte Gipfel ist unglaublich. Volle Konzentration ist für den Abstieg ins Lager 2 und am nächsten Tag weiter ins Basecamp gefordert.
23. bis 25. Tag – Rückmarsch nach Lukla
Über Namche Bazar wandern wir zurück nach Lukla, welches wir nach drei Tagen erreichen. Die Nächte verbringen wir in den bereits bekannten Lodges und wir genießen noch einmal die wunderbare Natur der Khumbu Region an den Abenden.
26. Tag – Rückflug nach Kathmandu
In Lukla angekommen, geht es per Flug zurück nach Kathmandu, wo wir uns wieder der Zivilisation anpassen können. Übernachtung in unserem komfortablen Gästehaus in der Stadt. Am Abend besuchen wir ein gutes Restaurant, wo wir unsere erfolgreiche Expedition noch einmal feiern, bevor wir müde in die Betten fallen.
27. Tag – Das alte Kathmandu Swayambunath
Der heutige Tag steht noch einmal ganz im Zeichen der Kultur Nepals. Den Vormittag nutzen wir für die Besichtigung des Tempels von Swayambunath. Die vergoldete Stupa gilt als größtes Wahrzeichen der newarischen Buddhisten und ist ein absolutes Muss für jeden Touristen. Unzählige Affen und 365 Pilgerstufen (eine Stufe für jeden Tag) führen uns hinauf zum höchsten Punkt des Affentempels. Von hier oben bietet sich dann bei klarer Sicht ein malerischer Blick über das Kathmandutal. Den Nachmittag verbringen wir in den Gassen von Thamel oder besichtigen den Königspalast. Letztes gemeinsames Abendessen in einem der Restaurants in der Stadt.
28. Tag – Rückflug von Kathmandu
Im Laufe des Tages heißt es Abschied nehmen von Nepal. Je nach Flugverbindung werden wir am Nachmittag zum Flughafen fahren und die Rückreise nach Deutschland antreten.
29. Tag – Ankunft in der Heimat
Im Laufe des Tages landen wir wieder in Deutschland. Das Träumen von neuen Zielen kann von vorn beginnen...
Unsere Empfehlungen im Anschluss:
Tierbeobachtungen im Chitwan Nationalpark (3-tägiger Anschluss von Kathmandu aus)