Expeditionsartige Reisen

Skitouren in den bolivianischen Anden

Skibergsteigen in der Königskordillere

Die bolivianische Hauptstadt La Paz wird umrahmt von zahlreichen Fünf- und Sechstausendern, die insbesondere im Sommer beliebt bei Bergsteigern sind. Weniger bekannt ist vielen, dass sich darunter auch zahlreiche hohe Berge befinden, die sich perfekt für eine Skibesteigung eignen. Mit dem Acotango, dem Vulkan Parinacota und als krönendem Abschluss dem Huayna Potosi befinden sich darunter drei respektable Sechstausender, die Teil unseres Programms sind. Von unserem malerischen Hotel in La Paz etablieren wir kurze Camps für die einzelnen Besteigungen und kehren nach den Skitouren wieder zurück, um die bolivianische Lebensart zu erleben.

Alles in Allem ein perfekter Abschluss jeder Skitourensaison.

Für wen ist die Reise geeignet

Schwierigkeit

4.0

Anforderung

Kondition
Ernsthaftigkeit

Die Skitourenreise nach Bolivien erfordert den routinierten und erfahrenen Skibergsteiger. Du beherrschst das Gehen in über 35° steilen Flanken mit Harscheisen auf hartgefrorenem Firn in zum Teil vergletschertem Gelände. Kurze Passagen mit Steigeisen und Pickel stellen kein Problem dar. Eine sehr gute Kondition für mittelschwere Skitouren mit Tagesgepäck sowie Gehzeiten von 4 - 8 Stunden und Aufstiegen bis zu 1.200 Höhenmetern in großen Höhen sind erforderlich. In der Skiabfahrt befährst Du 35° bis 40° steile Skihänge souverän und flüssig.

Reiseablauf

Tourbeginn:

09.00 Uhr ist am internationalen Flughafen La Paz | Ausgang aus dem Sicherheitsbereich

Tourende:

13.00 Uhr ist am internationalen Flughafen La Paz | Ausgang aus dem Sicherheitsbereich

1. Tag – Flug nach Bolivien

Mit einem Zwischenstopp geht aus Europa über den Atlantik nach Südamerika. Standardmäßig fliegen wir ab Frankfurt. Gerne ermöglichen wir den Abflug auch von anderen europäischen Flughäfen.

2. Tag – Ankunft in der Hauptstadt La Paz (3.640 m)

Am Morgen landen wir am Flughafen El Alto in Bolivien, mit 4.061 m Höhe der höchstgelegene internationale Flughafen der Welt. Unser lokaler Partner erwartet uns bereits am Flughafen für den Transfer ins rund 40 Minuten entfernte Hotel, welches inmitten der Altstadt und nahe an der Plaza Murillo, dem "Herz der Stadt", gelegen ist. Hier schlagen wir unser Basislager für den Aufenthalt in Bolivien auf. In unmittelbarer Umgebung befinden sich viele Restaurants, Bars und Geschäfte, die zum Verweilen einladen. Zum Abendessen besuchen wir eines der zahlreichen Restaurants, welche typische bolivianische Kost, wie auch internationale Gerichte zur Auswahl anbieten.

3. Tag – Die Stadt erkunden und weiter nach Copacabana (3.840 m)

Die schiere Höhe unserer Skitouren Destination erfordert zunächst eine gute Akklimatisation. Daher lassen wir es erst einmal ruhiger angehen. La Paz mit seinen touristischen Sehenswürdigkeiten macht es uns aber auch einfach. Die Stadt ist nicht nur der höchstgelegene Regierungssitz der Welt, sondern auch das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum Boliviens. In dieser Stadt verschmelzen reiche Geschichte, moderne Architektur und lebhafte Märkte zu einem einzigartigen Erlebnis, das von einem atemberaubenden Bergpanorama umrahmt wird.

Unser Hotel bietet den idealen Ausgangspunkt für die Erkundung von La Paz. Am Plaza Murillo befinden sich bedeutende historische Gebäude wie der Präsidentenpalast und die beeindruckende Kathedrale von La Paz. Ein Spaziergang durch die umliegenden Straßen führt zu zahlreichen Museen, darunter das Museo Nacional de Arqueología und das Museo de la Coca, die tiefere Einblicke in die reiche Geschichte und Kultur Boliviens bieten.

Am Nachmittag fahren wir weiter nach Copacabana an den Titicacasee. Der Ort ist einer der berühmtesten Pilgerorte Lateinamerikas und beherbergt die Statue der "Schwarzen Jungfrau Maria". Während der Fahrt durchqueren wir malerische Anden Dörfer, in denen die Zeit stillzustehen scheint. Die traditionelle Lebensweise der Bewohner und die typischen Adobe-Häuser geben einen tiefen Einblick in das ländliche Bolivien. Auf dem Weg bietet sich auch die Möglichkeit, am Himmel die majestätischen Kondore kreisen zu sehen, die hier heimisch sind.

Von unserer privilegiert gelegenen Unterkunft am Seeufer können wir später noch den 4.011 m hohen Kalvarienberg besteigen. Auf vierzehn Stationen wird der Leidensweg Jesu bis zu seiner Kreuzigung gezeigt. Weil sich die Sonne hier fast senkrecht zum Horizont bewegt, dauert der Sonnenuntergang nur 5 Minuten und stellt daher ein ganz besonderes Erlebnis dar.

4. Tag – Wandern auf der Isla del Sol im Titicacasee

Die Isla del Sol ist weithin für ihre Schönheit und ihre herrliche Umgebung bekannt. Einen ganzen Tag widmen wir uns deshalb der Erkundung dieses Naturwunders. Eine der ersten Fähren bringt uns bereits am frühen Morgen hinüber zur Sonneninsel. Nach der Überlieferung der Inkas befindet sich hier am Titicacasee der Ursprung der Welt. Wir unternehmen eine mehrstündige Wanderung und besuchen die Tempelruinen des Sonnengottes. Am Nachmitag fahren wir zurück nach La Paz.

Auf- und Abstieg:

350 hm

Gehzeit

6 h

5. Tag – Skitour auf den Cerro Charquini (5.250 m)

Unser Skitourenprogramm beginnt mit einer kurzen, leichten Akklimatisierungs-Skitour auf den 5.250 m hohen Cerro Charquini. Der leichte Skitourenberg liegt ganz in der Nähe des Huayna Potosi und ist nur eine Stunde Autofahrt von La Paz entfernt. Unterwegs durchqueren wir das malerische Negruni Tal mit seinen markanten drei großen Seen, von denen jeder eine unterschiedliche Farbe besitzt. Vom Zongo Pass auf 4.700 m beginnen wir den Aufstieg zum Vorgipfel. Die Aussicht hinüber zum Huayna Potosi bietet nicht nur ein exzellentes Fotomotiv, die Vorfreude auf die spätere Besteigung kommt auch schon auf. In der Ferne blickt man in das weite Becken der Laguna Pampalarama bis hin zur Hampaturi-Gruppe und zum Illimani. Mit weiten Schwüngen führt uns unsere erste Skiabfahrt in meist gutem Firn anschließend wieder zurück zu unserem Minibus und weiter zurück nach La Paz, wo wir uns im Hotel erholen können.

Auf- und Abstieg:

400 hm

Gehzeit

4-6 h

6. Tag – Fahrt nach La Rinconada - Aufstieg ins Basecamp

Mit unserem Kleinbus fahren wir ins rund 2 Stunden entfernte La Rinconada. Unterwegs bewundern wir die Landschaft des Altiplano. Diese endlosen Ebenen, auf über 3.500 Metern Höhe gelegen, sind geprägt von kahlen, weitläufigen Flächen, auf denen ab und zu kleine Dörfer und weidende Lamas zu sehen sind. An unserem Ziel angekommen, verpacken wir unsere Hauptgepäck auf Esel und steigen ins Condoriri Basislager auf ca. 4.600 m an der Laguna Chiarkhota auf. Wer möchte kann am Nachmittag noch den felsigen, aber unschwierigen Pico Austria (5.420 m) besteigen. Aber auch das Lagerleben an dem idyllisch gelegenen Bergsee hat sicher seinen Reiz. Den Abend lassen wir in unserem Gruppenzelt ausklingen.

Auf- und Abstieg:

400 hm

Gehzeit

1-2 h

7. Tag – Skitour auf den Pico Tarija (5.350 m) und den Pequeño Alpamayo (5.370 m)

Noch in der Nacht stärken wir uns mit einem, von unserer Kochmannschaft zubereitetem Frühstück. Der Weg führt anschließend zum Beginn des nahe gelegenen Gletschers und ideal ansteigend zum Gipfel des Pico Tarijca. Bei guten Bedingungen können wir zu Fuß noch den nahe gelegenen Pequeño Alpamayo über seine steile Flanke angehen. Zurück am Gipfel des Tarijca schnallen wir anschließend wieder unsere Ski an und rauschen über die Firnflanke hinunter ins Lager. Nach einer kurzen Stärkung geht es hinunter nach La Riconada und mit dem Minibus zurück nach La Paz.

Auf- und Abstieg:

780 hm

Gehzeit

6-7 h

8. Tag – Wandern und Akklimatisieren im Valle de la Luna

Heute erholen wir uns und unternehmen eine kleine Wanderung im Valle de la Luna, nur wenige Kilometer außerhalb von La Paz gelegen. Die bizarren Felsformationen und Schluchten erinnern an eine Mondlandschaft und bieten eine faszinierende Kulisse für Wanderungen und Fototouren. Das Tal, geformt durch jahrtausendelange Erosion, besteht aus lehmigen und sandigen Ablagerungen, die in den unterschiedlichsten Farben von Ocker bis Weiß schimmern.

Die ungewöhnlichen Gesteinsformationen, die durch die Witterung geformt wurden, wirken wie stumme Zeugen einer längst vergangenen Zeit. Besonders beeindruckend sind die tiefen Schluchten und die schmalen Pfade, die sich durch das Tal schlängeln. Der Ausblick von den höher gelegenen Punkten bietet atemberaubende Panoramen über die surreal anmutende Landschaft und die umliegenden Anden.

Für den Abend planen wir in jedem Fall die Fahrt mit der Seilbahn Mi Teleférico, die eine atemberaubende Aussicht auf die Stadt La Paz und die umliegenden Berge bietet. Die Seilbahn verbindet verschiedene Stadtteile und ermöglicht eine schnelle und bequeme Fortbewegung über die steilen Hänge von La Paz. Besonders beeindruckend ist die Fahrt bei Sonnenuntergang, wenn die Stadt in goldenes Licht getaucht wird.

Auf- und Abstieg:

100 hm

Gehzeit

2 h

9. Tag – Aufstieg ins Basecamp des Nevado Mururata (4.820 m)

Der Nevado Mururata gehört zu den schönsten Skigipfeln der Cordillera Real. Unsere rund zweistündige Fahrt führt uns per Jeep in den Norden, über den Cuesta de las Ánimas nach Ventilla und weiter nach Choquequta. Ein paar Kilometer später endet die Schotterpiste. Hier erwartet uns eine Trägermannschaft, die das Hauptgepäck zu unserem Basislager auf rund 4.820 Metern transportiert.

Am Beginn der Gletscherzunge schlagen wir unser Basislager für die Besteigung auf. Die Landschaft hier ist spektakulär, mit weiten Gletschern, schroffen Felsen und atemberaubenden Aussichten. Die klare, dünne Luft und die Ruhe der Berge schaffen eine einzigartige Atmosphäre, die uns auf das bevorstehende Abenteuer einstimmt.

Nach einem frühen Abendessen gehen wir früh zu Bett, um gut ausgeruht zu sein für den nächsten Tag. Die Vorfreude auf den bevorstehenden Aufstieg und die Aussicht auf die majestätische Bergwelt der Cordillera Real lassen uns schnell in einen tiefen, erholsamen Schlaf fallen.

Auf- und Abstieg:

700 hm

Gehzeit

4 h

10. Tag – Skitour auf den Nevado Mururata (5.864 m)

Im Schein der Stirnlampen starten wir frühmorgens mit dem Aufstieg. Unweit des Camps ziehen wir am Beginn des Gletschers die Felle auf und ziehen unsere Spur über den breiten, gleichmäßig ansteigenden Hang hinauf zum Gipfel des Nevado Mururata. Dieser imposante Berg erhebt sich majestätisch über die Landschaft und bietet eine ideale Route für ambitionierte Skibergsteiger.

In unmittelbarer Nachbarschaft thront der zweithöchste Berg Boliviens und der höchste der Cordillera Real, der 6.439 Meter hohe Illimani. Der Illimani, bekannt für seine vier markanten Gipfel, ist ein Wahrzeichen der Region und ein begehrtes Ziel für Bergsteiger aus aller Welt. Von unserem Gipfel bietet sich ein traumhafter Blick auf dieses beeindruckende Bergmassiv und die weiteren Gipfel der Gebirgskette. Die Cordillera Real erstreckt sich über 125 Kilometer und beherbergt mehr als 600 Gletscher, die atemberaubende Landschaften und unvergessliche Ausblicke bieten.

Die nun folgende 1.000 Höhenmeter lange Abfahrt gehört sicher zu den größten Schmankerln dieser Skitourenreise. Die weiten, unberührten Hänge und die gleichmäßige Steilheit machen diese Abfahrt zu einem wahren Genuss für Skifahrer. Vom Basislager steigen wir weiter ab ins Tal und fahren zurück nach La Paz. Dort genießen wir die Annehmlichkeiten unseres Hotels und lassen die Erlebnisse der letzten Tage Revue passieren.

Auf- und Abstieg:

1000 hm

Gehzeit

7-9 h

11. Tag – Fahrt nach Sajama (4.250 m)

Eine weitere beeindruckende Fahrt über das Altiplano steht an. Wir durchqueren wieder malerische Andendörfer, in denen die Zeit stillzustehen scheint. Die traditionelle Lebensweise der Bewohner und die typischen Adobe-Häuser geben einen tiefen Einblick in das ländliche Bolivien.

Nach rund 4 Stunden Fahrzeit erreichen wir den Sajama Nationalpark, der an der Grenze zu Chile und der Atacama-Wüste liegt. Dieser Nationalpark ist berühmt für seine atemberaubende Artenvielfalt und die faszinierende Geologie. Hier leben seltene Tierarten wie der Andenflamingo, das Vicuña und der Kondor, und die Landschaft ist geprägt von glasklaren Lagunen und thermal aktiven Gebieten.

In dem kleinen Ort Sajama beziehen wir eine gemütliche Lodge und richten uns für die nächsten Tage ein. Rund um den Ort erheben sich die beeindruckenden Sechstausender Acotango und Parinacota, sowie der majestätische Sajama, der mit 6.542 Metern der höchste Berg Boliviens ist. Die schneebedeckten Gipfel bieten ein spektakuläres Panorama und sind ein Paradies für Bergsteiger.

Für die Besteigung unserer Gipfelziele müssen wir uns noch vorab bei den Nationalparkbehörden anmelden. Die Registrierung ist notwendig, um die Umwelt zu schützen und die Sicherheit der Bergsteiger zu gewährleisten. Nachdem alle Formalitäten erledigt sind, steht unserem Abenteuer nichts mehr im Weg.

12. Tag – Skitour auf den Acotango (6.050 m)

Am frühen Morgen fahren wir mit unseren Jeeps nach Chachacomani. Hier im Sajama Nationalpark führen zahlreiche Pisten weit hinauf bis an die Schneegrenze der beeindruckenden Gipfel. Auf etwa 5.200 Metern beginnt unser Aufstieg zunächst bis in die Senke unterhalb des steilen Aufschwungs zum Acontango. Über den Kraterrand steigen wir weiter hinauf und genießen von ganz oben ein phantastisches Panorama. Der aktive und fast immer rauchende Vulkan Guallatiri krönt mit seiner Rauchsäule den Ausblick auf die Zwillinge Pomerape und Parinacota. Der riesige Sajama rundet das Bild majestätisch ab.

Mit großen Schwüngen ziehen wir anschließend unsere ganz eigene Spur hinunter. Auf dem Rückweg machen wir Halt bei den für diese vulkanische Region typischen heißen Quellen und gönnen unseren Beinen etwas Erholung im warmen Wasser mit Blick auf diese surreale Landschaft. Anschließend fahren wir zurück nach Sajama in unsere gemütliche Lodge und feiern unseren ersten Sechstausender.

Auf- und Abstieg:

800 hm

Gehzeit

5 h

13. Tag – Skitour auf den Parinacota (6.342 m)

Akklimatisationstechnisch sind wir jetzt bestens vorbereitet für den höchsten Gipfel unserer Skitourenreise. Früh am Morgen brechen wir mit unseren Jeeps auf und fahren zum Paso Payachata auf 5.100 Metern, gelegen zwischen den imposanten Sechstausendern Pomerape und Parinacota. Hier schnallen wir unsere Skier an und beginnen den Aufstieg über die steile Flanke hinauf zum Kraterrand des Parinacota.

Vom Gipfel genießen wir ein letztes Mal den atemberaubenden Blick über diese faszinierende Landschaft bis hin zum kobaltblauen Lago Chungará auf der chilenischen Seite. Die anschließende 1.200 Höhenmeter lange Abfahrt über die steile Flanke ist noch einmal spektakulär. Wäre die Höhe nicht, so könnte man noch einmal aufsteigen. Am selben Tag fahren wir wieder zurück nach La Paz und feiern dort unsere Gipfelerfolge. "Salud".

Auf- und Abstieg:

1200 hm

Gehzeit

6 h

14. Tag – Ruhetag in La Paz oder Biken auf der Carretera de la muerte

Der heutige Tag steht zur freien Verfügung. Wer noch Mitbringsel einkaufen möchte, dem sei der Mercado de las Brujas, der Hexenmarkt empfohlen. Hier können Besucher exotische Kräuter, traditionelle Heilmittel und mystische Artefakte entdecken, die tief in der indigenen Kultur verwurzelt sind. Wer sich aktiv betätigen möchte, dem sei eine Fahrt mit dem Fahrrad auf der "Carretera de la muerte", der Straße des Todes empfohlen. Die einst zur gefährlichsten Straße der Welt erkohrene Straße ist heute für den Fahrverkehr gesperrt: Sie startet mit einem Transfer auf knapp 4.700 Meter Höhe in den Anden und endet auf 1.200 Metern am Rande des Amazonas. Rund vier Stunden lang führt die Route 65 Kilometer downhill und einmal durch alle Klimazonen Südamerikas. Zurück geht es per Minibus nach La Paz.

15. Tag – Aufstieg ins Basislager des Huayna Potosi (5.130 m)

Nach dem Frühstück fahren wir wieder zum bereits bekannten Zongo Pass. Von dort steigen wir zu Fuß die 450 Höhenmeter hinauf zur Hütte Campo Alto Roca, die am Beginn des Gletschers auf etwa 5.130 Metern liegt. Unsere Träger übernehmen wieder das Hauptgepäck, was uns den Aufstieg erleichtert und es uns ermöglicht, die atemberaubende Aussicht auf die schneebedeckten Gipfel und tiefen Täler zu genießen. Die Hütte Campo Alto Roca ist ein idealer Ausgangspunkt für unsere weiteren Besteigungen in der Cordillera Real. Sie liegt strategisch günstig am Rand des Gletschers und bietet einen spektakulären Blick auf die umliegenden Berge.

Auf- und Abstieg:

450 hm

Gehzeit

2-3 h

16. Tag – Krönende Skitour auf den Huayna Potosi (6.088 m)

Der letzte Streich in unserer Sechstausender Sammlung beginnt wieder im Schein der Stirnlampen. Unsere Route führt uns zunächst über das Gletscherplateau und eine mäßig geneigte Gletscherflanke zum Gipfelgrat. Hier legen wir unser Skidepot an und gehen die letzen 150 Höhenmeter zu Fuß mit Steigeisen über den teilweise ausgesetzten und überwächteten Nordgrat zum Gipfel. Hier werden wir ein letztes Mal mit einem phänomenalen Gipfelpanorama auf die Cordillera Real, den Titicacasee und La Paz belohnt. Weit reicht der Blick auf der anderen Seite ins Becken des Amazonas. Noch einmal schnallen wir die Ski an und genießen unsere letzte Firnabfahrt zur Hütte. Von hier steigen wir ins Tal ab und fahren zurück nach La Paz. Am Abend feiern wir unsere Erlebnisse gebührend in einem Restaurant in der Altstadt.

Auf- und Abstieg:

1050 hm

Gehzeit

7-9 h

17. Tag – Rückflug nach Europa

Es wird Zeit Abschied von Bolivien zu nehmen. Mit einem zusätzlichen Rucksack voller Erlebnisse und Eindrücke fahren wir zum Flughafen und treten den Rückflug nach Europa an.

18. Tag – Ankunft in Deutschland

Je nach Flugverbindung kommen wir im Verlauf des Tages wieder in Deutschland an.

Highlights auf dieser Reise

Gipfel

Illimani (6462 m)

Der Illimani erhebt sich auf 6.462 m als höchster Gipfel der bolivianischen Cordillera Real. Das vergletscherte Massiv überragt mit vier Gipfeln über 6.000 m die Hauptstadt La Paz. Eine Prominenz von 2.462 m macht ihn zu einem markanten Orientierungspunkt der Zentralanden.

Gipfel

P'iq'iñ Q'ara

Der P'iq'iñ Q'ara ist ein 5.059 m hoher Berg in der bolivianischen Cordillera Real. Der Gipfel liegt südwestlich des Pupusani und nordwestlich des Illimani. Der Name bedeutet in der Aymara-Sprache "Kahlkopf".

Gipfel

Ch'iyar Qullu

Der Ch'iyar Qullu erhebt sich auf 5.398 m in der Cordillera Real in Bolivien. Der Name bedeutet in der Aymara-Sprache "schwarzer Berg". Der Gipfel liegt südöstlich des P'iq'iñ Q'ara in der Provinz Sud Yungas.

Dorf

Quime

Quime ist eine kleine Ortschaft im Departamento La Paz in Bolivien, südöstlich der Hauptstadt gelegen. Der Ort liegt am Khatu-Fluss und dient als Verwaltungssitz der gleichnamigen Gemeinde in der Provinz Inquisivi. Die strategische Lage macht Quime zu einem wichtigen Ausgangspunkt für Expeditionen in die Cordillera Real.

Dorf

Inquisivi

Inquisivi liegt auf 2.760 m in der bolivianischen Cordillera Real, 262 km südöstlich von La Paz. Das Bergdorf dient als strategischer Ausgangspunkt für Expeditionen zu den vergletscherten Sechstausendern der Königskordillere. Die Region verbindet das bolivianische Altiplano mit den amazonischen Tiefländern.

Gletscher

Cordillera Quimsa Cruz

Die Cordillera Quimsa Cruz ist eine 30 km lange Gebirgskette in der bolivianischen Cordillera Real. Die Gipfel zwischen 4.900 und 5.760 m sind teilweise vergletschert. Der Name stammt aus dem Aymara und bedeutet "drei".

Gipfel

Achuma

Der Achuma erhebt sich etwa 4.960 m hoch im nördlichen Teil der Kimsa Cruz-Bergkette in den bolivianischen Anden. Der Gipfel liegt in der Cordillera Real, nordwestlich des Taruja Umaña und südlich des Janq'u Willk'i. Zwei kleine Seen namens Allqa Quta und Ch'iyar Quta befinden sich nördlich des Berges.

Gipfel

Wayna Khunu Qullu

Der Wayna Khunu Qullu erreicht etwa 5.640 m Höhe in der Kimsa Cruz-Bergkette der bolivianischen Anden. Der Name bedeutet in der Aymara-Sprache "junger Schneeberg". Der Gipfel liegt an der Grenze zwischen den Provinzen Inquisivi und Loayza im Department La Paz.

Gipfel

Jachacunocollo

Der Jachacunocollo erreicht etwa 5.800 m und ist der höchste Gipfel der Quimsa Cruz Range in der bolivianischen Cordillera Real. Der Berg liegt nordwestlich des zweithöchsten Gipfels Wayna Khunu Qullu im Departamento La Paz.

Gipfel

Janq'u Qullu

Der Janq'u Qullu erhebt sich auf 5.460 m in der bolivianischen Cordillera Real. Der Name bedeutet auf Aymara "weißer Berg" und beschreibt das schneeweiße Erscheinungsbild des Gipfels. Er liegt in der Kimsa Cruz-Bergkette nahe dem Wallatani-See.

Gipfel

Quri Ch'uma

Der Quri Ch'uma erhebt sich auf 5.312 m in der Kimsa Cruz-Kette der bolivianischen Anden. Der Berg liegt an der Grenze zwischen den Provinzen Inquisivi und Loayza im Departamento La Paz.

Gipfel

Ch'amak Qullu

Ch'amak Qullu ist ein 5.350 m hoher Gipfel in der bolivianischen Cordillera Real. Der Berg liegt in der Kimsa Cruz-Kette südöstlich des Yaypuri. Der Name stammt aus der Aymara-Sprache und bedeutet "dunkler Berg".