Expedition Pik Lenin (7.134 m)
Auf den Pik Lenin | Zweithöchster Gipfel des Pamir Gebirges
Der Pik Lenin gehört mit seinen 7.134 m und seiner mäßigen technischen Schwierigkeit sicher zu den leichteren 7.000er Expeditionen. Als höchster Berg des Pamirs und auf ehemaligem sowjetischen Hoheitsgebiet gelegen, gehört der Pik Lenin zu den 5 Gipfeln, deren Besteigung mit dem begehrten Schneeleopard Orden ausgezeichnet wird. Die Besteigung erfordert dennoch ordentlich Kondition und eine ausgezeichnete Hochlagertaktik. Den Bedingungen am Berg entsprechend setzen wir deshalb auch 2 - 3 Hochlager ein. Als Besonderheit dieser Expedition, erfolgt der Support durch unsere Begleitmannschaft etwas unüblich bis zum Lager II (6.130 m). Dadurch ergeben sich für alle Teilnehmer weitaus höhere Gipfelchancen.
Für wen ist die Reise geeignet
Schwierigkeit
Anforderung
Wenig schwierige Hochtour (PD und WS nach der Hochtourenbewertung). Die Expedition zum Pik Lenin eignet sich für konditionsstarke und erfahrene Bergsteiger mit Westalpenerfahrung. Technisch gesehen ist der Berg ein leichter Siebentausender. Klettertechnische Fertigkeiten sind nicht notwendig. Im Aufstieg müssen vergletscherte Passagen mit teilweise bis zu 35° steilen Flanken in selbständigen und eigenverantwortlichen Seilschaften begangen werden. Die Gipfeletappe ist lang und erfordert eine große Portion Kondition und Durchhaltewillen. Du verfügst über eine Ausdauer für mehrtägige Aufstiege von 1.000 bis 1.900 Höhenmeter in großer Höhe. Tägliche Gehzeiten von 4 bis 8, am Gipfeltag auch bis zu 14 Stunden liegen im Bereich des Möglichen. Gesundheitlich und physisch bist Du in bester Verfassung. Eine Erfahrung aus vorherigen Expeditionen ist nicht erforderlich, aber natürlich von Vorteil. Du bist neugierig auf fremde Kulturen, anpassungsfähig und bereit auf Komfort zu verzichten. Am Berg ist Teamfähigkeit und Kameradschaft von jedem Teilnehmer gefordert.
Reiseablauf
Reiseablauf
Tourbeginn:
18.00 Uhr ist am Flughafen Bishkek / Ausgang aus dem Sicherheitsbereich
Tourende:
12.00 Uhr ist am Flughafen Bishkek / Ausgang aus dem Sicherheitsbereich
1. Tag – Flug nach Bishkek
Flug von München oder Frankfurt nach Bishkek in Kirgistan.
2. Tag – Anreise über Bishkek
Ankunft in Bishkek und Weiterflug in den Süden an die Grenze zu Usbekistan nach Osh (2.500 m). Hier erwartet uns die größtenteils mongolischen Ursprungs abstammende Bevölkerung. Transfer zum Hotel und nachmittags Besuch des über die Grenzen Kirgisiens hinaus bekannten Bazars. Auf dem Markt tätigen wir letzte Einkäufe für die Expedition und verbringen den Abend in einem gemütlichen Restaurant im Park der Stadt. Übernachtung im Hotel.
3. Tag – Über die Alai Hochebene ins Basislager Achik Tash
Mit unseren Geländefahrzeugen gelangen wir über zwei Pässe in die Alai Hochebene. Unterwegs müssen mehrere Flüsse durchquert werden, dabei sehen wir zum ersten mal das gesamte Pamir Gebirge in seiner Pracht. Gut durchgeschüttelt erreichen wir nach weiteren 3 Stunden durch unwegsames Gelände unser Basislager AchikTash auf 3.700 m. In der privat geführten Anlage erwarten uns die für Kirgisien üblichen Jurtenlager für die Übernachtung.
4. Tag – Akklimatisationstour auf die umliegenden Gipfel
19 Tage stehen nun für die Besteigung des Pik Lenin zur Verfügung und die werden wir voll brauchen. Der heutige Tag steht ganz im Zeichen der Akklimatisation und Vorbereitung für den Aufstieg ins vorgeschobene Basislager. Hierfür besteigen wir die einen der umliegenden bis zu 4.200 m hohen Gipfel, begutachten dabei die Aufstiegsroute zum Pik Lenin und verbringen den Abend wieder im Basislager.
5. Tag – Aufstieg ins ABC am Pik Lenin
Heute beginnt der Aufstieg ins vorgeschobene Basislager des Pik Lenins. Nach dem Frühstück verladen wir das schwere Gepäck auf Pferde und verlassen das Camp. Unser Fahrzeug bringt uns dazu etwas weiter hinauf, so dass wir unweit der "Zwiebelwiese" mit dem langen Marsch beginnen können. Immer näher rückt der Pik Lenin an uns heran, während uns fette Murmeltiere auf dem Weg entlang der Moränenhänge hinauf zum Mehlpass auf rund 4.100 m begleiten. Die auf dem Weg liegende Flussquerung kann je nach Wasserstand nochmals spannend werden, bevor wir in der Ferne das ABC erkennen können. Am Nachmittag richten wir uns im ABC erst einmal ein und entspannen für den Rest des Tages.
6. bis 22. Tag – Gipfelbesteigung Pik Lenin (7.495 m)
Der Weg über den Gletscher ins Lager 1 auf 5.450 m ist lang, aber aufgrund der technischen Schwierigkeiten weitestgehend seilfrei begehbar. Nur in den oberen Spaltenzonen ist ein Seil erforderlich. Am eigentlichen Lager 1, wo die Masse der Expeditionen ihr Zelt aufschlägt, ziehen wir über einen letzten Firnhang noch etwas höher und schlagen unser Camp auf einem Rücken auf. Das hat den Vorteil, dass wir nahezu allein für uns sind und dem gefährlichen Eisschlag aus der Nordwand des Pik Lenins nicht ausgesetzt sind.
Vom Lager 1 erfolgt ein kurzer technisch einfacher Aufstieg ins Lager 2 auf 6.130 m. Von hier ist es nicht mehr weit zum 6.150 m hohen Razdelnaja, den wir sicher ebenfalls besteigen werden.
Die Etappen zum Lager 2 werden wir mehrfach, aber eben auch nur so oft wie nötig unternehmen, um uns optimal an die Höhe anzupassen. Unterstützt werden wir hierbei von Hochträgern, die beim Materialtransport helfen. Zwischendurch erholen wir uns im komfortablen ABC und gönnen uns dort auch einmal eine Sauna.
Jetzt muss das Wetterfenster für den Gipfeltag passen. Vom Lager 2 aus geht es in der Früh auf den langen Weg über weite Firnhänge, je nach Verhältnissen mit kurzen Geröllpassagen abwechselnd rund 1.000 m hinauf zur "Sichel", der Schlüsselstelle auf der Route. Zum Gipfel des Pik Lenin ist es aber noch ein ganzes Stück. 7.134 m sollte der Höhenmesser nun anzeigen, dann erst stehen wir auf dem "Schneeleoparden" und können dem Konterfei der Lenin Statue entgegen blicken. Rundum türmen sich die Giganten des Pamir Gebirges auf, der Blick schweift vom 7.495 m hohen Pik Kommunismus bis zum 7.546 m hohen Mustagh Ata in China und weckt neue Gipfelträume. Doch der Abstieg ist noch lang. Wir versuchen so weit wie möglich abzusteigen und die Nacht in Lager 1 zu verbringen. Am Folgetag steigen wir ins ABC ab.
Auf- und Abstieg:
1900 hm
Gehzeit
14 h
23. bis 24. Tag – Rückreise in die Heimat
Die Rückreise erfolgt wieder über Osh und Bishkek nach Deutschland. Bei einem guten Verlauf der Expedition besteht hier auch noch einmal die Möglichkeit Mitbringsel für Zuhause einzukaufen oder das Leben der quirligen Stadt zu genießen.