Trekking

Kilimanjaro Besteigung | Lemosho Route

Über die Lemosho Route den Kilimanjaro besteigen

Die weniger begangene Lemosho Route startet von Westen her auf den Kilimandscharo. Sie ist eine der längeren Routen auf den höchsten Berg Afrikas und ermöglicht mit unserem optimierten Routenverlauf eine schrittweise Anpassung an die Höhe während der Tour. So sind die Gipfelchancen auch ohne vorherige Akklimatisation gut. In den ersten beiden Tagen durchwandern wir einen dichten Regenwaldgürtel, der in eine Heide- und Moorlandschaft mit Farnen und Erika-Gewächsen mündet. Die Lemosho Route führt schließlich auf das Shira Plateau, das nicht nur eine faszinierende Landschaft, sondern auch phantastische Ausblicke auf das Gipfelmassiv bietet. Der schmale Weg birgt teilweise steile Passagen und trifft am 4. Tag auf die Machame Route, die schließlich zum höchsten Gipfel Afrikas führt. Somit ist auch die Lemosho Route im Vergleich zur Marangu und Rongai Route konditionell fordernder. Die Übernachtungen auf der Lemosho Route erfolgen ausschließlich in Zelten.

Trekkingreise in Kleingruppe bereits ab 2 bis maximal 8 Personen!!!

Für wen ist die Reise geeignet

  • • Akklimatisation durch Routenführung

Schwierigkeit

3.5

Anforderung

Kondition
Ernsthaftigkeit

Durchschnittlich 4 - 6 Stunden Gehzeit pro Tag; am Gipfeltag 12 - 15 Stunden mit ca. 1.250 m Aufstieg und 2.800 m Abstieg. Du bist teamfähig, offen gegenüber fremden Religionen und Kulturen, bereit auf westlichen Komfort zu verzichten; Hilfsbereitschaft und Toleranz in der Gruppe sind selbstverständlich.

Reiseablauf

Tourbeginn:

13.00 Uhr ist am 2. Tag am Kilimanjaro Airport bei Arusha / Ausgang aus dem Sicherheitsbereich.

Tourende:

17.00 Uhr ist am 2. Tag am Kilimanjaro Airport bei Arusha / Ausgang aus dem Sicherheitsbereich.

1. Tag – Anreise zum Kilimanjaro

Über Nacht geht es mit dem Flugzeug von München oder Frankfurt nach Arusha zum Kilimanjaro Airport.

2. Tag – Ankunft in Arusha

Unser einheimischer Partner erwartet uns bereits am Flughafen und bringt uns zu unserer komfortablen Lodge, die uns als Basis in Arusha dient. Hier setzen wir bewusst auf zwei Übernachtungen, bevor wir auf unsere Trekkingtour starten, um die ganzen neuen Eindrücke, die hier auf uns einprasseln, zu verarbeiten und nach der langen Anreise ausgeruht und ohne Hektik auf unser Trekking starten zu können. Je nach Ankunftszeit steht uns der restliche Tag zur freien Verfügung.

3. Tag – Ilboru Safari Lodge

Nach dem Frühstück steht uns der ganze Tag für Unternehmungen zur Verfügung. Wir können Arusha erkunden und letzte Einkäufe für die Kilimandscharo Besteigung tätigen. Gemeinsam mit unserem Partner besuchen wir den Soko Kuu Bazar nahe der Moschee, auf dem sehr gut das bunte Treiben beobachtet werden kann, und den Maasai Markt, wo wir erste Souvenirs erstehen können. Den Ausflug runden wir mit einer guten Tasse Kaffee in einem Café in der Stadt ab, wo wir den Ablauf auf der Lemosho Route besprechen, die am nächsten Tag startet. Zurück in der Lodge, treffen wir schließlich die letzten Vorbereitungen.

4. Tag – Beginn der Lemosho Route - Vom Londorossi Gate zum Big Tree Camp (2.780 m)

Heute geht es los! Am Morgen werden wir im Hotel abgeholt und wir fahren zum Parkeingang des Kilimandscharo Nationalparks am Londorossi Gate auf 2.250 m Höhe. Hier erfolgt die Registrierung bei der Nationalparkbehörde, das Verpacken und Verteilen der Ausrüstung auf unsere Trägermannschaft. Auf der Lemosho Route geht es dann durch dichten, tropischen Regenwald in moderater Steigung hinauf. Unser erstes Ziel ist das Big Tree Camp auf 2.780 m Höhe, welches wir nach etwa vier Stunden erreichen. Unser Camp ist dann bereits errichtet und wir verbringen die erste Nacht im Zelt.

Auf- und Abstieg:

550 hm

Gehzeit

4 h

5. Tag – Aufstieg zum Shira Camp 1 auf 3.500 m

Nach dem ersten Frühstück in unserem Camp packen wir zusammen und wandern weiter bergan. Dabei geht es über einen schmalen Pfad zunächst weiter durch den Regenwald, der sich mit zunehmender Höhe immer weiter lichtet. Die Vegetation ändert sich und mündet in ein ausgedehntes Hochmoorgebiet mit Heidebüschen, Erikas und Lobelien bis hinauf zum Shira Kamm. Von hier geht es hinab ins Shira Camp 1, wo wir heute unser Camp umrahmt von einer traumhaften Landschaft aufschlagen. Das beeindruckende Gipfelmassiv des Kilimandscharo liegt bereits in unserem Blickfeld und die Vorfreude auf die kommenden Tage wächst. Auch den Mount Meru können wir am Horizont bei klarer Sicht entdecken.

Auf- und Abstieg:

850 hm

Gehzeit

5-6 h

6. Tag – Weiter zum Shira Camp 2 auf 3.900 m

"Pole, Pole" (Langsam, Langsam) steht heute auf dem Programm, um unserem Körper die Zeit zu geben, die er für die Höhenanpassung braucht. Die heutige Etappe ist relativ kurz, aber sehr wichtig für unsere Akklimatisierung. Wir überqueren das Shira Plateau und können vor Ort entscheiden, ob wir auf direktem Weg zum Shira 2 Camp gehen oder über die südliche Route und dort den Aussichtspunkt Cathedral Point mitnehmen. Egal für welchen Weg wir uns entscheiden - die karge, vulkanische Wüste aus Lava, Asche, Schluchten und Grotten sowie der spärlichen Heidelandschaft ist beeindruckend! Am Ziel angekommen, können wir den Blick auf den Kibo in der untergehenden Sonne genießen. Ein perfekter Tag, um in idealer Höhe zu akklimatisieren, neigt sich dem Ende zu. Übernachtung im Zelt.

Auf- und Abstieg:

500 hm

Gehzeit

4 h

7. Tag – Zum weniger frequentierten Moir Camp (4.150 m)

Der heutige Tag steht noch einmal im Zeichen einer guten Akklimatisierung für den Gipfel, eröffnet uns aber auch weitere atemberaubende Ausblicke in dieser einzigartigen Berglandschaft. Wir wandern lang und stetig weiter über das Shira Plateau. Die Route verläuft zunächst auf etwa gleich bleibender Höhe. Wir erreichen den Westhang des Kibo Massivs und setzen hier einen weiteren Akklimatisationsreiz, indem wir noch etwa eine Stunde weiter aufsteigen. Unser Lager schlagen wir schließlich im Moir Camp auf 4.150 m auf, welches in der oberen Heidezone mit Blick auf die Western Breach liegt und phantastische Aussicht bietet. Gleichzeitig ist es aufgrund seiner Lage eines der weniger frequentierten Camps. Wer möchte, kann am Nachmittag noch einen Abstecher auf den kleinen Gipfel des Lent Hill (4.375 m) machen. Dieser Aufstieg bietet nicht nur eine schöne Aussicht, sondern trägt wieder einmal mehr zu einer besseren Akklimatisierung bei (zusätzlich + 250 Hm Auf-/Abstieg und 1,5 h Gehzeit).

Auf- und Abstieg:

500 hm

Gehzeit

4 h

8. Tag – Lava Tower (4.600 m) und Barranco Camp (3.965 m)

Wir folgen weiter dem Prinzip "walk high – sleep low" und wandern bis auf Höhen um 4.600 m, übernachten aber auf rund 4.000 m. Wir umrunden dabei einen Teil des mächtigen Kibo Gipfels auf dessen Südseite. Vom Moir Camp ist unser heutiges Höhenziel der Lava Tower mit 4.600 m Höhe. Oben angekommen, gönnen wir uns eine ausgiebige Rast in der Lava-Landschaft mit Blick auf die Gletscher-Felder des Bergs, bevor wir in Richtung Barranco Camp absteigen. Das karge Gelände ist von zahlreichen Geröllblöcken geprägt und der Weg führt vorbei an riesigen Senezien, die hier eine faszinierende Landschaft hinunter zum Barranco Camp bilden. Vom Camp aus kann man bei Dunkelheit und wolkenlosem Himmel die Lichter des 60 km entfernten und rund 3.400 m tiefer liegenden Moshi erkennen. In die andere Richtung thront vor uns die steile Barranco Wall mit dem darüber liegenden Gletschers.

Auf- und Abstieg:

500 hm

Gehzeit

6 h

9. Tag – Aufstieg zum Karanga Valley Camp (4.050 m)

Noch einmal heißt es heute Pole Pole. Über die "Breakfast Wall", wie die Barranco Wall auch genannt wird, führt uns der Weg hinauf zu einem Felskamm auf gut 4.200 m Höhe. Über den Southern Cirquit wandern wir in östlicher Richtung mit herrlichem Ausblick auf die Südgletscher des Kibo über verschiedene Bergrücken "rauf und runter". Zur Linken haben wir dabei immer Sicht auf den Gipfelbereich. Es folgt ein letzter Aufstieg zum Camp, wo wir den Tag entspannt ausklingen lassen und uns weiter auf den Gipfeltag vorbereiten können.

Auf- und Abstieg:

450 hm

Gehzeit

4 h

10. Tag – Kurze Etappe zum Barafucamp (4.600 m)

Eine kurze Etappe führt uns heute zum Barafucamp auf rund 4.600 m. In der nahen Umgebung kommt jetzt der Mawenzi, mit 5.148 m der zweithöchte Gipfel des Massivs, in unser Blickfeld. Nach dem Mittagessen im Camp unternehmen wir noch einen kleinen Akklimatisationsspaziergang auf der bevorstehenden Gipfeletappe und gehen nach unserer Rückkehr ins Camp früh zu Bett.

Auf- und Abstieg:

700 hm

Gehzeit

4 h

11. Tag – Gipfeltag Uhuru Peak | Kilimanjaro (5.895 m)

Der letzte Anstieg beginnt mit einer kleinen Stärkung gegen Mitternacht. Im Anschluss geht es los und im Licht der Stirnlampe zieht der Weg in Serpentinen am Rebmann Gletscher vorbei nach oben. Nach ca. 5 - 6 Stunden erreichen wir zum Morgengrauen den Stella Point am Kraterrand auf 5.745 m. Nur noch eine knappe Stunde trennt uns nun vom Uhuru Peak, dem höchsten Gipfel Afrikas. Ein ganzer Kontinent liegt uns hier zu Füßen. Über eine Abstiegsroute parallel zum Aufstieg wandern wir schließlich in der halben Zeit wieder hinunter zum Camp, wo wir uns eine längere Pause und eine Mahlzeit gönnen. Der weitere Abstieg bringt uns nach 3 Stunden ins Mweka Camp auf 3.100 m, wo bereits wieder das Camp aufgebaut ist.

Auf- und Abstieg:

1250 hm

Gehzeit

12-15 h

12. Tag – Abstieg zum Mweka Gate - Weiter nach Moshi (1.800 m)

Durch den Regenwald steigen wir heute ab nach Moshi zum Mweka Gate, wo wir uns mit einer kleinen Zeremonie von unserer Begleitmannschaft verabschieden und die Gipfelurkunde überreicht bekommen. Wir fahren zur wohlverdienten Dusche in unsere Lodge in Moshi und haben genügend Zeit, um uns am Swimmingpool der Lodge zu erholen, unsere Ausrüstung und Gepäck zu sortieren und den Abend bei einem guten Abendessen im lodgeeigenen Restaurant gemütlich ausklingen zu lassen. Dabei darf ein Gläschen Wein oder Bier natürlich nicht fehlen, um das Erlebte noch einmal Revue passieren zu lassen, bevor wir müde in die Betten fallen. Gäste, die ein Anschlussprogramm gebucht haben, fahren unter Umständen bereits heute zurück nach Arusha und übernachten dort, um am nächsten Morgen früh zu ihrem nächsten Abenteuer starten zu können und eine kürzere Anreise zu haben.

Gehzeit

4 h

13. Tag – Land und Leute, Heimflug oder Anschlussprogramm

Heute heißt es noch einmal Afrika kennenlernen. Am Vormittag besuchen wir ein einheimisches Dorf und erleben hautnah die Gastfreundschaft des Chagga Stamms. Wir besichtigen eine Kirche in Old-Moshi, die während der Kolonialzeit vom deutschen Missionar Bruno Gutmann gebaut wurde, und besuchen eine Grundschule. Wir sind hier abseits der Haupttouristenrouten, bekommen einen ganz authentischen Einblick in das normale Leben und erfahren sehr viel über Land und Leute. Am Mittag lassen wir unsere Reise schließlich in einem Café in Moshi ausklingen und nehmen langsam Abschied von Afrika. Der Landcruiser bringt uns zurück zum Kilimanjaro Airport, von wo wir gegen Abend nach Hause fliegen. Für Gäste, die einen Anschlussaufenthalt mit Safari oder auf Zanzibar gebucht haben, startet heute unter Umständen bereits früh das Programm, so dass der kleine Kulturausflug in dem Fall entfällt.

14. Tag – Zurück in der Heimat

Ankunft je nach Flugverbindung, in der Regel am Vormittag in Deutschland.

Unsere Empfehlungen im Anschluss:

Die schönsten Nationalparks Tansanias (5-tägige Safari mit Serengeti)

Kurzsafari im Norden Tansanias (3-tägige Safari in der Nähe von Arusha)

Sansibar - Trauminsel Ostafrikas (6-tägiger Badeanschluss)

Highlights auf dieser Reise

Sonstige

Moshi

Moshi liegt auf 890 m Höhe am Südhang des Kilimandscharo in Tansania. Die Stadt dient als wichtigster Ausgangspunkt für alle Kilimandscharo-Routen und als logistisches Zentrum für Trekkingtouren zum höchsten Berg Afrikas. Sieben offizielle Routen führen vom Stadtgebiet auf den 5.895 m hohen Uhuru-Gipfel.

Schutzgebiet

Kilimanjaro National Park

Der Kilimandscharo-Nationalpark umfasst das gesamte Kilimandscharo-Massiv mit den drei Vulkanen Kibo, Mawenzi und Shira auf 1.800 bis 5.895 m Höhe. Das 1.668 km² große Schutzgebiet wurde 1987 zum UNESCO-Welterbe erklärt. Ausgangspunkt für Trekkingtouren zum höchsten Gipfel Afrikas über verschiedene Routen wie Machame und Umbwe.

Dorf

Machame

Machame war das größte und mächtigste der historischen Chagga-Königreiche am Kilimandscharo. Das Königreich lag im fruchtbaren Kikafu-Flussbecken an den Südhängen des Berges. Heute ist Machame Ausgangspunkt der gleichnamigen Trekkingroute auf den Gipfel.

Vulkan 5.149 m

Kibo

Der Kibo bildet mit 5.149 m den höchsten Gipfel des Kilimandscharo-Massivs und ist Teil des ruhenden Stratovulkans in Tansania. Als größter der drei Vulkankegel überragt er Mawenzi und Shira deutlich. Der Normalweg führt über steile Ascheflanken zum Kraterrand.

Vulkan 2.962 m

Shira

Der Shira erhebt sich auf 3.962 m als dritthöchster Berg des Kilimandscharo-Massivs in Tansania. Als ältester der drei erloschenen Vulkane ist sein Gipfel durch jahrmillionenlange Erosion zu einem plateauartigen Haupt abgetragen. Der Berg liegt etwa 15 km westlich des Kibo und ist über einen ausgedehnten Sattel mit diesem verbunden.

Vulkan 5.149 m

Mawenzi

Der Mawenzi erhebt sich auf 5.148 m als zweithöchster Gipfel des Kilimandscharo-Massivs in Tansania. Der erloschene Vulkan gilt als technisch anspruchsvoll und wesentlich schwieriger zu besteigen als der benachbarte Kibo. Seine stark verwitterte Gipfelregion trägt steile Felswände und brüchiges Gestein.

Stadt

Marangu

Marangu ist einer der Hauptzugangsorte zum Kilimandscharo in der Region Moshi. Der Ort liegt 39 km von Moshi entfernt und ist Ausgangspunkt der populären Marangu-Route. Die viereinhalbTage-Route gilt als technisch einfachste Aufstiegsroute auf den höchsten Berg Afrikas.

Stadt

Loitokitok

Loitokitok liegt in den Ausläufern des Mount Kilimandscharo an der Grenze zwischen Kenia und Tansania. Die kleine Stadt dient als strategischer Ausgangspunkt für Kilimandscharo-Besteigungen von der kenianischen Seite. Der Ort bietet direkten Blick auf Afrikas höchsten Berg.

Wasserfall

Materuni Waterfall

Der Materuni-Wasserfall liegt auf 1.540 m Höhe am Mware-Fluss im Dorf Materuni. Der Wasserfall befindet sich am Rand des Kilimandscharo-Nationalparks in Nordost-Tansania.

Gipfel 4.689 m

Lava-Turm

Der Lava-Turm erhebt sich auf 4.689 m am Westhang des Kibo-Massivs als markante vulkanische Felsformation. Der auch als Shark's Tooth bezeichnete, 90 m hohe Plug entstand vor über 150.000 Jahren aus erstarrter Lava in einem Vulkanschlot. Zentrale Akklimatisierungsstation für alle großen Kilimandscharo-Routen.

Gipfel 5.895 m

Uhuru-Gipfel

Der Uhuru-Gipfel bildet mit 5.895 m den höchsten Punkt des Kilimandscharo-Vulkans und ganz Afrikas. Der Gipfel liegt am südlichen Kraterrand des ruhenden Stratovulkans Kibo. Mit einer Prominenz von 5.885 m zählt er zu den markantesten Bergen der Erde.

Höhle

Shira-Höhle

Die Shira-Höhle liegt auf dem Shira-Plateau am Kilimandscharo und diente frühen Bergsteigern als Notunterkunft. Der nahegelegene Lagerplatz Shira Cave Camp auf 3.840 m ist nach dieser historischen Höhle benannt.