Alpenüberquerungen

Alpenüberquerung von Garmisch nach Meran

Die Alpenüberquerung von Garmisch nach Meran

Alpenüberquerungen von Hütte zu Hütte gibt es mittlerweile zuhauf. Meist haben sie überfüllte Hütten und eine Völkerwanderung gemein. Abseits der "Massen", die die Alpen vor allem auf dem E5 von Oberstdorf nach Meran überqueren, führt diese Alpenüberquerung vom Gipfel der Zugpitze bis auf die Alpensüdseite nach Meran. Malerische Hütten, abgelegene Täler und einen Gletscher erwandern wir auf den insgesamt sechs Wander-Etappen.

Begleitet werden wir dabei von Gämsen und Murmeltieren. Für unsere Bergwanderführer ist diese Variante der Alpenüberquerung eine der ganz besonderen Art und macht sie zur perfekten Alternative.

Reiseablauf

Tourbeginn:

07.45 Uhr Treffpunkt zur Tour ist vor dem Zugspitzbahnhof

Tourende:

14.00 Uhr Treffpunkt zur Tour ist vor dem Zugspitzbahnhof

1. Tag – Von der Zugspitze übers Gatterl zur Coburger Hütte

Die Alpenüberquerung nach Meran auf der Alternative zum E5 startet in Garmisch-Partenkirchen mit der Auffahrt zum höchsten Gipfel in Deutschland, der Zugspitze (2.962 m). Mit der Bahn geht es zum Sonnalpin und hier beginnt die Tour von Hütte zu Hütte mit der Wanderung zur Knorrhütte. Auf der Knorrhütte stärken wir uns, bevor die Wandertour über die Hochfedernalm und den Seebensee weiter zur Coburger Hütte führt, wo wir übernachten.

Auf- und Abstieg:

650 hm

Gehzeit

6 h

2. Tag – Durch die Grünsteinscharte ins Inntal

Früh verlassen wir die Coburger Hütte und brechen auf zur Grünstein-Scharte. Ziel ist das Inntal und die Überquerung des tiefen Einschnitts. Mit dem Taxi kommen wir zum nächsten Etappenziel, dem Alpengasthof Lüsens am Ende des gleichnamigen Tals. In dem urigen Gasthof nächtigen wir heute und bereiten uns für die nächste Etappe vor, die uns wieder fast bis auf 3.000 Meter bringt.

Auf- und Abstieg:

400 hm

Gehzeit

4-5 h

3. Tag – Vom Sellrain über den Schafgrübler zur Franz-Senn-Hütte

Umringt von den 3.000er Bergen und den Gletschern starten wir über Wiesen und Wald steil nach oben in das Horntal hinauf. In der Ferne ist bereits der Gipfel des Schafgrüblers (2.922 m) sichtbar. Serpentinen führen uns durch ein letztes Schuttkar zum großen Horntaler Joch. Nicht selten haben wir hier oben noch Schneekontakt und wandern somit in fast schon hochalpinem Ambiente weiter zur Franz-Senn-Hütte. Nicht nur die Umgebung ist klasse, sondern auch die Bewirtung auf der einladenden Hütte.

Auf- und Abstieg:

1250 hm

Gehzeit

6 h

4. Tag – über den Stubaier Höhenweg zum Hotel Waldcafe

Die heutige Etappe gehört zum Stubaier Höhenweg und bietet beste Aussicht auf den Stubaier Hauptkamm. Über historisches Almgebiet, begleitet von grasenden Kühen und Birkhühnern im Hochwald leitet uns der Weg mit einigen Serpentinen über das Schrimmennieder weiter zum Basslerjoch. Unterwegs lassen sich Gämsen beim Klettern in den umliegenden Felsen beobachten. Von hier folgt mit vielen Kehren der Talabstieg über die neue Regensburger Hütte und weiter nach Falbeson zum gemütlichen Hotel Waldcafe, wo wir den Tag bei einem zünftigen Abendessen ausklingen lassen.

Auf- und Abstieg:

700 hm

Gehzeit

5-6 h

5. Tag – Über den Stubaier Gletscher zur Siegerlandhütte

Die heutige Etappe der Alpenüberquerung führt uns auf die stille Seite des Stubais. Zuerst geht es mit dem Linienbus zur Talstation der Stubaier Gletscherbahn. Von hier werden wir mit der Seilbahn die ersten 500 Hm zur 2.300 Meter hoch gelegenen Dresdner Hütte überwinden. Je nach Verhältnissen zu Fuß, oder mit der Seilbahnfahrt zum Schaufeljoch und hinein in die Gletscherwelt des Stubaier Gletschers. Über den Gletscher geht es unschwierig, aber eindrucksvoll weiter zur Hildesheimer Hütte. Nach einer kurzen Rast ziehen wir über das Gamsplatzl weiter und knacken hierbei die 3.000 m Grenze. Mit ein wenig Glück lässt sich hier oben auch einer der rund 20 Steinböcke blicken, die das stille Gebiet ebenfalls für sich entdeckt haben. Ziel der heutigen Bergwanderung ist die 2.710 m hoch gelegene, abgeschiedene und von großen Touristenströmen verschonte Siegerlandhütte. Im imposanten Steinbau verbringen wir die Nacht.

Auf- und Abstieg:

790 hm

Gehzeit

5-7 h

6. Tag – Übergang auf die Südalpenseite nach Südtirol und Meran

Unsere Alpenüberquerung geht in die Endphase. Der letzte Tag führt uns über die Windachscharte zum Großen Timmler. Oben angekommen offenbart sich uns ein Fest für die Augen. Zurück liegt das steinige und karge Windachtal und vor uns zeigt sich nun das satte Grün der Südalpenseite. Von unzähligen Blumen und Murmeltierpfiffen begleitet geht es über den Schwarzsee weiter zum alten Bergwerk. Über den Güterweg erreichen wir die Straße, von wo uns ein Taxi nach Meran bringt. Ausgiebig feiern wir am Abend die intensiven Eindrücke der Hüttenwanderung und genießen unseren Erfolg bei einem Glas Wein. Übernachtung im Hotel.

Auf- und Abstieg:

400 hm

Gehzeit

6 h

7. Tag – Rückfahrt nach Garmisch-Partenkirchen

Mit dem Kleinbus fahren wir über den Brenner zurück nach Garmisch-Partenkirchen. Mit zahlreichen Eindrücken und Erlebnissen im Gepäck, verabschieden wir uns am frühen Nachmittag von der Zugspitze.

Highlights auf dieser Reise

Gipfel 3.768 m

Wildspitze

Die Wildspitze erhebt sich mit 3.768 m als höchster Berg Nordtirols und der Ötztaler Alpen. Nach dem Großglockner bildet sie den zweithöchsten Gipfel Österreichs. Der markante Doppelgipfel thront zwischen Pitztal und Venter Tal.

Gletscher

Taschachferner

Der Taschachferner liegt nördlich der Wildspitze in den Ötztaler Alpen und besteht aus einem östlichen und westlichen Teil. Seit 1970 zog sich die Gletscherzunge um über 250 m zurück. Am Zungenende bildete sich seit 2003 ein Gletschersee.

Gipfel 2.962 m

Zugspitze

Die Zugspitze ist mit 2.962 m der höchste Berg Deutschlands und des Wettersteingebirges. Der Gipfel markiert die Grenze zwischen Bayern und Tirol. Drei Normalwege führen über Höllental, Reintal und das österreichische Schneekar zum Gipfel.

Gipfel 2.628 m

Alpspitze

Die Alpspitze (2.628 m) erhebt sich als pyramidenförmiger Gipfel im Wettersteingebirge. Der markante Berg gilt als Wahrzeichen von Garmisch-Partenkirchen und zählt zu den bekanntesten Berggestalten der Nördlichen Kalkalpen.

Gipfel 2.144 m

Bernadeinkopf

Der Bernadeinkopf erhebt sich auf 2.144 m im Alpspitz-Massiv und bildet einen beliebten Ausbildungsgipfel. Die Nordwand durchzieht der Mauerläufersteig, ein anspruchsvoller Klettersteig der Schwierigkeit D-E.

Gipfel 2.060 m

Osterfelderkopf

Der Osterfelderkopf (2.057 m) ist ein Nebengipfel der Alpspitze im Wettersteingebirge. Die Bergstation der Alpspitzbahn macht ihn zum zentralen Ausgangspunkt für Klettersteige, Skitouren und den Jubiläumsgrat zur Zugspitze. Von der AlpspiX-Plattform reicht der Tiefenblick bis nach Garmisch.

Stadt 708 m

Garmisch-Partenkirchen

Garmisch-Partenkirchen liegt auf 708 m im Wettersteingebirge zwischen Zugspitze und Alpspitze. Der Markt entstand 1935 aus den Gemeinden Garmisch und Partenkirchen. Austragungsort der Olympischen Winterspiele 1936 und wichtigster Stützpunkt für Touren im Werdenfelser Land.

Sonstige

Kreuzeckbahn

Die Kreuzeckbahn erschließt das Kreuzeck im Wettersteingebirge oberhalb von Garmisch-Partenkirchen. Die Luftseilbahn führt zum Kreuzeckhaus auf 1.652 m und dient als Aufstiegshilfe für alpine Touren. Von der Bergstation erreicht man die Alpspitze und weitere Gipfel des Wettersteins.

Sonstige

Alpspitzbahn

Die Alpspitzbahn ist eine Pendelbahn mit zwei 80-Personen-Kabinen von 748 m auf 2.033 m zum Osterfelderkopf. Sie erschließt das Skigebiet Garmisch Classic und bietet Zugang zu Wanderwegen, Klettersteigen und der Aussichtsplattform AlpspiX.

Stadt

Meran

Meran liegt im Burggrafenamt zwischen Vinschgau, Passeiertal und Etschtal am Fuße der Texelgruppe. Die Kurstadt war bis 1420 Hauptstadt der Grafschaft Tirol und entwickelte sich ab dem 19. Jahrhundert zum internationalen Kurort. Heute ist sie nach Bozen die zweitwichtigste Stadt Südtirols.

Dorf

Vent

Vent liegt auf 1.895 m am Ende des Venter Tales unterhalb der Wildspitze. Das Bergsteigerdorf des ÖAV gilt als Wiege des Alpinismus in Tirol. Hier wirkte Franz Senn, Mitgründer des Deutschen Alpenvereins.

Seilbahn 2.011 m

Gletscherbahn

Die Gletscherbahn auf 2.011 m erschließt das Pitztaler Gletscherskigebiet und dient als Ausgangspunkt für Skihochtouren. Sie ermöglicht den direkten Zugang zum Mittelbergjoch und den umliegenden Gletschern. Als Liftunterstützung verkürzt sie den Anstieg zu hochalpinen Zielen erheblich.