6.000er

Markha Valley Trekking | Ladakh

Ausgedehntes Trekking mit zwei 6.000er Gipfeln in Klein Tibet 

Wüstenähnliche Hochplateaus, schneebedeckte Gipfel, türkisblaue Seen, versteckte buddhistische Klöster und freundliche Menschen: Das ist Ladakh. Die Region im indischen Himalaya wird nicht umsonst auch „Klein-Tibet“ genannt. Die im Monsunschatten des Himalaya gelegene Hochregion bietet karge, spannende Landschaften und wunderschöne Gipfel. Sogar Fernsichten bis zum K2 sind möglich!

Auf über 3.500 m akklimatisieren wir uns in der Hauptstadt Leh und besuchen buddhistische Klöster, bevor wir unser Trekking beginnen. Der Markha Valley Trek steigt zuerst so gut wie nicht an und die ersten Tag nutzen wir zur aktiven Akklimatisierung. Durch das Markha Valley erreichen wir auch die beiden 6.000er: den technisch leichten Kangyatse 2 (6.150 m) und den eher unbekannten Dzo Jongo (6.200 m). Sie befinden sich direkt bei der malerischen Märchenwiese von Nimaling. Zum krönenden Abschluss des beliebten Markha Valley Treks kehren wir nach den beiden Gipfeln hierher zurück und überschreiten den über 5.000 m hohen Kongmaru La Pass. 

Für wen ist die Reise geeignet

Schwierigkeit

3.5

Anforderung

Kondition
Ernsthaftigkeit

Das Trekking durch das Markha Valley in Ladakh führt auf zum Teil schmalen Wanderwegen. Die einzelnen Etappen erfordern Trittsicherheit und eine hervorragende Kondition für Gehzeiten von 9 - 11 Stunden sowie bis 1.400 Höhenmeter im Aufstieg und im Abstieg. Meist liegt die reine Gehzeit deutlich darunter. Die Gipfelbesteigungen sind technisch unschwierig, erfordern jedoch das Gehen mit Steigeisen in zum Teil vergletschertem Gelände mit entsprechender Spaltengefahr. Dieser begegnen wir, indem wir angeseilt gehen. Hauptschwierigkeit des Trekkings ist die mehrtägige Höhenlage der Marschroute deutlich oberhalb von 4.000 m Höhe. Langsames Gehen und eine umsichtige Leitung der Gruppe sind hier das A und O für einen Erfolg der Reise. Hinzu können psychische Belastungen bei schlechten Witterungsverhältnissen kommen. Du bist offen und respektvoll gegenüber fremden Religionen und Kulturen und bereit, auf den üblichen westeuropäischen Komfort zu verzichten. Die gesamte Reise erfordert Teamgeist, aktive Mithilfe sowie gegenseitige Hilfsbereitschaft und Toleranz gegenüber den Einheimischen und Mitreisenden. Während der Übernachtungen im Zelt werden Mahlzeiten gemeinsam zubereitet. Das Camp wird von den Teilnehmern selbst auf- und abgebaut.

Reiseablauf

Tourbeginn:

10.00 Uhr ist am Flughafen in Leh / Ausgang aus dem Sicherheitsbereich

Tourende:

07.00 Uhr ist am Flughafen in Leh / Ausgang aus dem Sicherheitsbereich

1. Tag – Anreise über Delhi nach Ladakh

Von Frankfurt oder München fliegen wir über Delhi nach Leh.

2. Tag – Ankunft in Leh und Akklimatisation

Juley - herzlich Willkommen - in Ladakh! Nach einem kurzen, aber spektakulären Flug durch den Himalaya setzt unsere Maschine in Leh auf 3.500 m auf der Landebahn auf. Nicht nur die dünne Luft, sondern auch die hohen, spektakulären Gipfel ringsum rauben uns den Atem. Gut, dass wir früh ankommen und den ganzen Tag zum Ausruhen haben. Eine kleine Runde über den Markt und ins tibetische Viertel können wir uns aber gönnen. Dieser und der folgende Tag dienen der Akklimatisation.

3. Tag – Besichtigung Altstadt und Königspalast

Wir besuchen die Altstadt von Leh und beobachten die bunte Menge und die Auslagen der Händler. Danach steigen wir die ersten Höhenmeter zum Königspalast hinauf. Der über 400 Jahre alte Bau wurde nach dem Vorbild des berühmten Potala-Palastes in Lhasa gestaltet. Am Nachmittag steht das Spituk-Kloster auf dem Programm. Zum Abschluss des Tages erklimmen wir den Aussichtsberg mit der bekannten Shanti-Stupa und genießen einen wunderbaren Blick auf Leh im Abendlicht. Abendessen in Leh und Übernachtung im Hotel.

4. Tag – Trekkingbeginn im Markha Valley

Früh am Morgen laden wir unser Gepäck in die Geländewagen. Eine kurze Fahrt bringt uns in die Siedlung Hamurja im bekannten Markha Valley. Hier beginnt unser Trekking. Unser Team belädt die Mulis, während wir unsere Wanderstiefel schnüren. Der erste Tag wird ein gemütlicher Tag. Ohne große Höhenunterschiede gewöhnen wir uns an das Gehen in der abgelegenen Hochregion und erreichen nach gut drei Stunden die Gebäude der Siedlung Sarah. Hier finden unsere Mulis einen Platz zum Weiden – und wir für unsere Zelte.

Auf- und Abstieg:

150 hm

Gehzeit

3 h

5. Tag – Wanderung zur "Hauptstadt" des Tales

Man glaubt es kaum, aber der heutige Wandertag kann richtig heiß werden – und das auf über 3.600 Metern Höhe. Der Markha River ist unser ständiger Begleiter. Immer wieder sehen wir buddhistische Gebetsmauern und die für Ladakh typischen Chörten. Wir passieren Gerstefelder und beobachten Bauern und Hirten bei ihrer Arbeit zwischen den steil aufragenden Felswänden. Die Erntesaison ist kurz, die Zeit muss genutzt werden. Die Gebäude hier zeigen bereits den typisch tibetischen Baustil. An den vier Ecken der Flachdächer flattern die Gebetsfahnen im Wind, und der Stall unter dem Wohnraum sorgt für eine gewisse "Fußbodenwärme". Je nach Bedingungen schlagen wir unser Camp heute im Schulhof oder auf dem Fußballfeld des "größten" Dorfes des Tals auf.

Auf- und Abstieg:

150 hm

Gehzeit

4-5 h

6. Tag – Das Kloster auf dem Felsendom - der Weg nach Hangkar (4.000 m)

Schon zum Frühstückstee begleitet uns das Bimmeln der Yakglocken. Heute folgen wir weiter dem Fluss, zahlreiche schmale Holzbrücken sind zu überqueren. Die Felsen rücken immer näher ans Ufer. Oft finden wir unseren Weg nur im fast ausgetrockneten Flussbett. Vor uns taucht ein regelrechter Felsendom auf, ganz oben thront die kleine Tacha Gompa, das religiöse Zentrum im oberen Bereich des Markha Valleys. Klar, dass wir hier vor der Mittagspause akklimatisieren und die 20 Minuten zum Kloster aufsteigen. Unser heutiges Ziel liegt zwischen Lower und Upper Hangkar, die nur im Sommer von der halbnomadischen Bevölkerung bewohnt werden. Meist reicht die Zeit noch für den Besuch der Ruinen einer alten Burg in Upper Hangkar. Hier haben wir den ersten Blick auf den 6.000er, den wir besteigen werden: Die Schneekuppe des Kang Yatse II glänzt am Ende des Tals.

Auf- und Abstieg:

350 hm

Gehzeit

5-6 h

7. Tag – Zur Hochweide von Nimaling (4.700 m)

Wir lassen Upper Hangkar hinter uns und haben nun den Kang Yatse klar vor Augen. Wenn der Zeitplan es zulässt, ist ein Abstecher in ein Seitental auf der rechten Talseite möglich. Dort finden sich versteckte prähistorische Felsmalereien. Das ursprünglich enge Tal öffnet sich zu einer grünen Hochebene. Nimaling ist die Sommerweide der Bauern des Markha Tals. An einem kleinen Bergsee machen wir eine ausgedehnte Pause, bevor wir die letzten Höhenmeter zu unserem Camp zurücklegen. Hier genießen wir Ausblicke auf die umliegenden Berge der Zanskar Range – und mit etwas Glück zeigen sich Blauschafe oder sogar ein Wolf.

Auf- und Abstieg:

700 hm

Gehzeit

4 h

8. Tag – Aufstieg zum Kan Yatse Basislager (5.040 m)

Heute ist ein "aktiver Pausetag". Über grüne Wiesen steigen wir weiter an und erreichen bald unser Basislager. Zwischen grasenden Yaks richten wir unsere Zelte ein und erkunden am Nachmittag schon einmal den Weg, den wir in der Nacht gehen werden.

Auf- und Abstieg:

350 hm

Gehzeit

2-3 h

9. Tag – Gipfeltag am Kang Yatse II (6.150 m)

Der Start ist in der Nacht. Weit oben sehen wir schon die Schneefelder. Die Grasmatten gehen bald in grobes Geröll über, und wir sind froh, die Schneeflächen zu erreichen. Hier ziehen wir die Steigeisen an. Der Aufstieg ist gleichmäßig steil und wir gewinnen stetig Höhe. Rund 200 Meter unter dem Gipfel benötigen wir das Seil, um eine kurze Spaltenzone zu queren. Danach steht dem Gipfel des Kang Yatse II nichts mehr im Weg. Vom Gipfel auf 6.150 m Höhe reicht der Blick weit nach Tibet, der Stok Kangri über Leh ist zu sehen und im Süden erstrecken sich endlose Gipfelketten der Zanskar Range. Direkt vor uns baut sich der beeindruckende Grat zum Kang Yatse I auf. Zurück im Basislager wartet bereits unser Küchenteam mit heißer Suppe auf uns - genau das Richtige nach unserem ersten Gipfelerfolg.

Auf- und Abstieg:

1300 hm

Gehzeit

8-10 h

10. Tag – Querung zum Basislager des Dzo Jongo (5.100 m)

Nach einer langen entspannenden Nacht lassen wir es ruhig angehen. Über alpine Matten und Wiesen steigen wir etwas zur Hochebene von Nimaling ab und queren dann gemächlich ansteigend nach Osten zum Dzo Jongo Basislager. Das Tal wird enger und im hinteren Teil von steilen Gipfeln eingerahmt. Dahinter – für uns allerdings einige Tagesmärsche entfernt und nur als grobe Orientierung erwähnt – verläuft der berühmte und spektakuläre Manali-Leh-Highway. Wir richten unser Basislager gemütlich ein und genießen einen Rasttag.

Auf- und Abstieg:

400 hm

Gehzeit

3 h

11. Tag – Rast- und Pausetag

Auch der heutige Tag dient der Erholung. Wer möchte, kann die ersten Höhenmeter der morgigen Route erkunden. Ein kleiner Tipp des Alpine Welten Teams: Mit ein paar hungrigen Bergsteigerblicken lässt sich der Koch vielleicht zu einem Kuchen überreden…

12. Tag – Der zweite 6.000er: Der Dzo Yongo (6.200 m)

Wie auch am Gipfeltag des Kang Yatse ist es stockdunkel, wenn wir unsere Zelte in Richtung Dzo Yongo East verlassen. Der Tee dampft im Licht der Stirnlampen. Wir steigen langsam und gleichmäßig auf. Der Rücken ist nicht besonders steil, aber lang gezogen. Allmählich steigt die Sonne über die Berge der Manali-Leh-Strecke und spendet Wärme. Ob wir heute Steigeisen brauchen, hängt davon ab, ob der Rücken abgeblasen ist. Auf etwa 6.200 m erreichen wir den Gipfel und genießen die beeindruckende Aussicht, diesmal zusätzlich auf die selten besuchte Bergregion von Lahul und Spiti. Dann geht es zurück ins Camp – vielleicht ist ja noch Kuchen da.

Auf- und Abstieg:

1200 hm

Gehzeit

8-11 h

13. Tag – Über den Kongmaru La Pass (5.240 m) zurück in die Zivilisation

Nach der vorletzten Nacht im Zelt lassen wir uns Zeit. Wir genießen ein ausgiebiges Frühstück und wandern im Anschluss entspannt oberhalb der Weiden von Nimaling zum Kongmaru La. Ein letzter Blick zurück auf die Berge und Hochebenen, dann steigen wir in das schroffe, tief eingeschnittene Tal des Martselang hinab. Wir folgen dem Fluss nach Chokdo. Dort erreichen wir die ersten Steinhäuser, einen Kiosk sowie die ersten Traktoren und Geländewagen. Wir übernachten etwas unterhalb des Ortes das letzte Mal im Zelt.

Auf- und Abstieg:

150 hm

Gehzeit

6-7 h

14. Tag – Rückfahrt nach Leh und Entspannen

Am Morgen verabschieden wir uns von unserer Begleitmannschaft und steigen in die Fahrzeuge. Die Fahrt nach Leh dauert gut zwei Stunden. Wir freuen uns auf die erste richtige Dusche. Danach zieht es uns in die Stadt – die Gerüche, der Lärm und der Trubel der Ladakh-Metropole empfangen uns. Vielleicht ein Snack aus dem Tandoori-Ofen im Gartenrestaurant? Am Abend feiern wir gemeinsam mit unseren Guides die gelungene Tour bei einem Abschiedsessen.

15. Tag – Abschied von Ladakh und Rückflug

Am frühen Morgen fahren wir zum Flughafen und fliegen zurück nach Delhi.

16. Tag – Ankunft in Deutschland

Ankunft je nach Flugverbindung am frühen Morgen oder im Laufe des Tages in Frankfurt oder München.

Highlights auf dieser Reise

Dorf

Shey

Shey liegt auf 3.415 m im oberen Indus-Tal, 15 km östlich von Leh. Das Dorf war vom 10. bis 17. Jahrhundert Sommerresidenz der Könige von Ladakh. Heute bildet es einen strategischen Zwischenstopp auf dem Weg zu den Expeditionszielen des Westhimalaya.

Gipfel 6.534 m

Chakula

Der Chakula erhebt sich auf 6.534 m im westlichen Trans-Himalaya zwischen Chumathang und Chushul. Mit einer Prominenz von 1.517 m überragt der Gipfel die umliegende Hochgebirgswüste Ladakhs deutlich.

Gipfel 6.295 m

Peak 6295m

Der 6.295 m hohe Peak 6295m erhebt sich im indischen Ladakh. Der unbenannte Sechstausender liegt in der extremen Hochwüstenregion des Westhimalaya.

Gipfel 6.205 m

Peak 1 6205

Peak 1 6205 ist ein 6.205 m hoher Gipfel im Pologongka Range in Ladakh. Der Berg liegt nördlich des Pologongka La auf 5.000 m Höhe. Die Erstbesteigung gelang 2023 Divyesh Muni und Hemraj über lockeres Gestein ohne technische Schwierigkeiten.

Gipfel 6.200 m

Unclimbed Peak 6200

Der Unclimbed Peak 6200 erhebt sich auf 6.200 m im indischen Ladakh. Der namenlose Sechstausender gehört zu den zahlreichen unbestiegenen Gipfeln der abgelegenen Himalaya-Region.

Sattel 5.383 m

Chang La

Der Chang La liegt auf 5.383 m in der Ladakh Range und zählt zu den höchsten mit Fahrzeugen befahrbaren Pässen der Welt. Der Pass verbindet das Industal mit dem Pangong Tso an der tibetischen Grenze. Historisch bildete er eine wichtige Route zwischen Leh und Lhasa.

Sonstige

Pangong Tso

Der Pangong Tso liegt auf 4.241 m Höhe zwischen Tibet und Ladakh. Der 143 km lange See ist einer der höchstgelegenen Salzseen der Welt. Seine östlichen Bereiche führen Süßwasser, während der westliche Teil salzhaltig ist.

Sattel 5.359 m

Khardung La

Der Khardung La liegt auf 5.359 m zwischen Indus- und Shyok-Tal im Ladakh Range. Eine der höchstgelegenen befahrbaren Straßen der Welt verbindet Leh mit dem Nubra Valley und dem Siachen-Gletscher. Historisch wichtiger Karawanenweg nach Zentralasien.

Dorf

Nyoma

Nyoma ist das Verwaltungszentrum des Distrikts Changthang in Ladakh und liegt am Indus nach dessen 90-Grad-Biegung bei Dungti. Der Ort dient als strategischer Stützpunkt mit Militärflugplatz nur 23 km von der chinesischen Grenze entfernt. Das buddhistische Kloster Nyoma Gompa thront auf dem Hügel nördlich des Dorfes.

Dorf

Diskit

Diskit ist der Hauptort des Nubra-Tals in Ladakh und liegt am Ufer des Shyok-Flusses. Die Stadt dient als Verwaltungszentrum der Nubra-Region und beherbergt das bekannte Diskit-Kloster. Von hier aus sind die wichtigsten Ziele des Nubra-Tals wie Hunder mit seinen Dünen erreichbar.

Gipfel 5.343 m

Shangruti Top

Der Shangruti Top erhebt sich auf 5.343 m an der pakistanisch-indischen Kontrolllinie in Gilgit-Baltistan. Der Gipfel liegt am Shangruti-Kamm, der die de facto Grenze zwischen dem pakistanisch verwalteten Baltistan und dem indisch verwalteten Ladakh bildet.

Gipfel

Point 5310

Point 5310 ist ein Gipfel im Chorbat La-Gebiet nahe Kargil an der Line of Control zwischen Indien und Pakistan. Der strategisch wichtige Berg wurde 2000 von indischen Truppen erobert. Von hier lassen sich 12 Quadratkilometer des Karubar-Kessels kontrollieren.