6.000er

Mt. Mc. Kinley - Denali Expedition (6.190 m) | Seven Summits

Expedition zum kältesten Berg der Welt | Alaska

Es ist der Berg mit dem höchsten Relief der Erde. Kein anderer Berg der Erde ragt so weit über sein Umfeld hinaus. Umringt von den namhaften Gipfeln Mt. Foraker und Mt. Hunter ragt der Denali noch mehr als tausend Meter höher in die Luft. Aber nicht nur diese Besonderheit macht den Denali zu einem Traumziel für Alpinisten. Mit seinen 6.190 Metern Höhe ist er der höchste Gipfel Nordamerikas und gehört damit zu den begehrten Seven Summits, den sieben höchsten Bergen der sieben Kontinente. Seine Lage rund 320 km vom nördlichen Polarkreis macht ihn auch zum kältesten Berg der Erde. Wer ihn besteigen möchte, muss sich auf eine entbehrungsreiche Zeit einstellen. Die Aufstiegsroute über die West Buttress ist zwar technisch nicht schwierig, das Expeditionsleben vor Ort mit dem Aufbau der Lagerlogistik und den Wetterbedingungen fordern allerdings den widerstandsfähigen und hartnäckigen Alpinisten.

 

Für wen ist die Reise geeignet

Schwierigkeit

4.6

Anforderung

Kondition
Ernsthaftigkeit

Ziemlich schwierige Hochtour (AD und ZS nach der Hochtourenbewertung). Die Denali Expedition eignet sich für sehr konditionsstarke Alpinisten mit Erfahrung aus den Westalpen sowie idealerweise auf ersten Hochtouren und Expeditionen über der 5.000 m Grenze. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sowie das sichere Gehen mit Steigeisen und Pickel im anspruchsvollen Gelände sind Voraussetzungen. Aufgrund der vorherrschenden Kälte mit Temperaturen bis zu -30° C, wird von jedem Teilnehmer ein hohes Maß an mentaler und physischer Stärke gefordert. Im Aufstieg muss das gesamte Gruppenmaterial mit bis zu 50 kg schweren Zugschlitten selbst transportiert werden. In technischer Hinsicht müssen Firnflanken bis 50° selbständig und mit schwerem Rucksack begangen werden können. Teilweise werden diese Passagen mit Fixseilen versichert. Die Tagesetappen liegen bei 6 bis 8 Stunden, wobei am Gipfeltag mit einer Gehzeit von 12 Stunden gerechnet werden muss, so dass eine hervorragende Kondition ebenfalls gegeben sein muss.

Reiseablauf

Tourbeginn:

15.00 Uhr mit dem Bergführer ist am Flughafen Anchorage / Ausgang aus dem Sicherheitsbereich

Tourende:

15.00 Uhr mit dem Bergführer ist am Flughafen Anchorage / Ausgang aus dem Sicherheitsbereich

1. Tag – Flug nach Anchorage

Eigenanreise oder gemeinsamer Flug von Europa in die größte Stadt Alaskas nach Anchorage. Die Stadt wurde 1915 als Teil der Alaska Railroad gegründet und bildet heute das Eingangstor für nahezu alle Unternehmungen im nördlichsten Bundesstaat der USA. Ein Taxi bringt uns in die Stadt, wo wir im Hotel unser erstes Quartier aufschlagen. Der restliche Tag steht zur freien Verfügung, um die Stadt zu erkunden. Abendessen in einem Restaurant in der Stadt.

2. Tag – Fahrt nach Talkeetna | Expeditionsvorbereitung und Briefing

Am frühen Vormittag fahren wir ca. 2 Stunden in den 185 km nördlich von Anchorage gelegenen Ort Talkeetna. Für den bevorstehenden Flug muss nun die gesamte Expeditionsausrüstung entsprechend vorbereitet und sortiert werden. Zusätzlich erfolgt hier die Registrierung beim Nationalparkservice. Am Vormittag finden ein Briefing und ein Check der Ausrüstung bei unserem Partner vor Ort statt. Am Abend genießen wir noch einmal ein gutes Abendessen in einem Restaurant in der Stadt.

3. Tag – Flug zum Kahiltna-Gletscher (2.200 m)

Eine kleine Twin Otter fliegt uns anschließend über Gebirgspässe mit beeindruckender Sicht auf die Berge der Alaska Range ins Baislager des Denali auf dem Kahiltna-Gletscher (2.200 m). Rund 4 km über uns türmt sich jetzt der Denali in erfürchtiger Form auf und verdeutlicht die Größe der Unternehmung. Im Basislager beziehen wir unsere Zelte und richten uns ein.

4. Tag – Aufstieg mit Pulka ins Camp 1 (ca. 2.380 m)

Nachdem wir die Ausrüstung für den Materialtransport in die Hochlager auf die Schlitten verladen haben, geht es den unangenehmen Heartbreak Hill hinunter auf den Kahiltna-Gletscher. Der Gletscher selbst weist zahlreiche Spalten auf. Zu Beginn der Saison lassen sich diese aber noch sehr gut überqueren, später können zahlreiche Passagen durchaus heikel werden. Mit den schwer bepackten Schlitten geht es weiter den Gletscher hinauf. Auf ca. 2.400 m Höhe schlagen wir das Camp 1 im Bereich des Ski Hills auf und verbringen hier die Nacht.

Auf- und Abstieg:

390 hm

Gehzeit

5-6 h

5. Tag – Aufstieg mit Pulka von Camp 1 zum Kahiltna-Pass (ca. 3.400m)

Mit einem weiteren Materialtransport verschieben wir den ersten Teil unseres Gruppenmaterials über den Ski Hill möglichst weit nach oben. Im Bereich des Kahiltna-Passes richten wir ein erstes Depot ein und kehren zurück ins Camp 1.

Auf- und Abstieg:

980 hm

Gehzeit

6-8 h

6. Tag – Erneuter Aufstieg ins Camp 2 und Übernachtung am Kahiltna-Pass

Heute wird der restliche Anteil an Vorräten und Ausrüstung verladen und ebenfalls hinauf zum Depot transportiert. Je nachdem wie wir vorankommen, versuchen wir bei guten Bedingungen noch etwas höher zu kommen, wo wir unser Camp 2 einrichten. Sollte das nicht der Fall sein, dann nutzen wir den morgigen Ruhetag dazu. Übernachtung am Kahiltna-Pass.

Auf- und Abstieg:

1050 hm

Gehzeit

5-7 h

7. Tag – Ruhetag am Kahiltna-Pass

Die letzten Tage hatten es in sich, weshalb wir uns einen Ruhetag gönnen. Eventueller kleiner Transport des naheliegenden Materials zum Camp 2. Übernachtung am Kahiltna-Pass bzw. im Camp 2.

Auf- und Abstieg:

150 hm

Gehzeit

1-2 h

8. Tag – Erneute Depoteinrichtung am Windy Corner (4.050 m)

Vom Kahiltna-Pass biegen wir nach Osten ab. Zwei Steilstufen müssen heute überwunden werden. Am 300 m hohen Motorcycle Hill haben wir es mit Schnee und Gletscherspalten zu tun. Der darauf folgende Squirrell Hill zeigt sich aufgrund seiner Windexponiertheit meist in eisigen Bedingungen. Mit einer letzten Querung erreichen wir den Bereich des Windy Corner. Hier richten wir wieder ein Depot ein und machen uns auf den Rückweg ins Camp 2, wo wir übernachten.

Auf- und Abstieg:

600 hm

Gehzeit

6-7 h

9. Tag – Erneuter Aufstieg zum Windy Corner und weiter ins Medical Camp (4.330 m)

Mit dem restlichen Material machen wir uns wieder auf den bekannten Aufstieg und sind froh, wenn er heute zu Ende ist. Vom Windy Corner steigen wir weiter ins Medical Camp auf. Hier wird die gesamte Saison über von Rangern und Ärzten ein stationäres Camp betrieben. Das Camp liegt im Genet Basin und ist den Höhenstürmen ausgesetzt. Entsprechend viel Wert müssen wir auf die Verankerungen der Zelte achten.

Auf- und Abstieg:

920 hm

Gehzeit

4 h

10. Tag – Ruhe- und Akklimatisationstag im Medical Camp (4.330 m)

Ein weiterer Ruhe- und Akklimatisationstag steht an, um neue Kräfte zu sammeln. Im Verlauf des Tages holen wir aber noch die verbliebene Ausrüstung vom Windy Corner.

Auf- und Abstieg:

280 hm

Gehzeit

1-2 h

11. Tag – Depoteinrichtung an der West Buttress (5.250 m)

Kurz oberhalb des Medical Camps erwartet uns die Headwall, die gleichzeitig die technisch schwierigste Stelle der Denali Besteigung darstellt. Über rund 200 Höhenmeter führt eine mit Fixseilen versicherte Route durch eine 50° steile Schnee- und Eisflanke zur Gratschneide des West Buttress hinauf. Am Grat selbst erwarten uns weitere kleinere Steilstufen sowie exponierte Passagen, die wir in leichter Kletterei überwinden. Am Ende dieser Schwierigkeiten errichten wir unser Camp 4 auf ca. 5.250 m Höhe. Anschließend steigen wir wieder ins Medical Camp ab.

Auf- und Abstieg:

920 hm

Gehzeit

7-8 h

12. Tag – Ruhe- und Akklimatisationstag im Medical Camp (4.330 m)

Ein weiterer Ruhetag steht an. Gleichzeitig bereiten wir uns für den finalen Gipfelanstieg auf den Denali vor.

13. Tag – Über den West Buttress ins Camp 4 (5.250 m)

Wenn das Wetterfenster passt, steigen wir heute über den West Buttress mit dem restlichen Gepäck ins Camp 4 auf und richten uns auf dem breiten Schneesattel vollständig ein. Das "Highcamp" ist für seine eiskalten Temperaturen und starken Stürme bekannt. Entsprechend Wert legen wir auf einen guten Platz und eine solide Verankerung der Zelte.

Auf- und Abstieg:

920 hm

Gehzeit

7-8 h

14. Tag – Ruhe- und Akklimatisationstag im Camp 4 (5.250 m)

Ein weiterer Ruhe- und Akklimatisationstag steht zur Verfügung. Bei guten Bedingungen und entsprechender Konstitution unseres Teams starten wir aber auch bereits mit der Besteigung des Denali. Übernachtung im Camp 4 auf 5.250 m.

15. Tag – Auf den höchsten Gipfel Nordamerikas | Mt. McKinley - Denali (6.190 m)

Für die Besteigung müssen die Bedingungen ideal sein. Der Aufstieg zum Denali beginnt zunächst mit einer langen Querung durch eine 40° steile Flanke bis zum Denali Pass (5.546 m). Einige Sicherungspunkte erleichtern die Durchsteigung. Im weiteren Aufstieg führen uns kleinere Aufschwünge bis auf 5.950 m zum markanten Arch Deacon Tower. Anschließend queren wir das Footballfield und steigen über eine weitere 40° steile Flanke zum Kahiltna Horn (6.133 m) auf. Dieser Schneedom ist gleichzeitig der Vorgipfel des Denali. Ein letzter exponierter Firngrat führt zum Hauptgipfel und zum begehrten Seven Summit auf 6.190 m Höhe. Von hier reicht der Blick weit über die Berge der Alaska Range hinaus. Auf dem selben Weg steigen wir wieder ins Camp 4 ab.

Auf- und Abstieg:

1050 hm

Gehzeit

10-12 h

16. bis 17. Tag – Abstieg über das Medical Camp und Basislager nach Talkeetna

Für die kommenden beiden Tage muss ebenfalls das Wetter passen. Wir bauen unser Hochlager ab und steigen über das Medical Camp weit hinab ins Basislager. Die letzten 250 Höhenmeter am Hardbreak Hill fordern noch einmal das letzte Körnchen. Mit der Twin Otter geht es bei guten Flugbedingungen so schnell wie möglich zurück nach Talkeetna.

Auf- und Abstieg:

250 hm

18. bis 22. Tag – Reservetage für die Denali Besteigung

Jede Denali Besteigung hängt ganz besonders von den Wetterbedingungen vor Ort ab. Ganze sieben Reservetage stehen zur Verfügung, um individuell auf alle Eventualitäten reagieren zu können. Dies bringt uns die notwendige Flexibilität für diesen Berg.

23. Tag – Zurück nach Anchorage

Mit dem Bus fahren wir zurück nach Anchorage und damit zurück in die Zivilisation. In unserem komfortablen Hotel ruft erst einmal die Dusche, bevor wir am Abend in einem Restaurant der Stadt unsere Denali Besteigung feiern und die Erlebnisse der Expedition noch einmal Revue passieren lassen. Übernachtung im komfortablen Hotel.

24. Tag – Rückflug nach Europa

Im Verlauf des Tages erfolgt der Rückflug nach Europa.

Highlights auf dieser Reise

Sattel

Kahiltna Pass

Der Kahiltna Pass verbindet Peters Basin mit dem Kahiltna Glacier in der Alaska Range. Der Pass liegt auf etwa 3.100 m Höhe und dient als strategischer Punkt für Denali-Expeditionen. Von hier führt die Route über Motorcycle Hill und Squirrell Hill zum Windy Corner.

Sattel 4.020 m

Windy Corner

Windy Corner (4.020 m) ist ein exponierter Felsgrat an der West Buttress Route zum Denali. Der Pass gilt als kritische Schlüsselstelle beim Aufstieg zum 14.200-Fuß-Camp. Extreme Fallwinde vom Südgesicht des Denali prägen die Bedingungen an diesem strategischen Übergangspunkt.

Sattel 5.547 m

Denali Pass

Der Denali Pass liegt auf 5.547 m in der Alaska Range und markiert einen kritischen Punkt auf der Standardroute zum höchsten Gipfel Nordamerikas. Die Passage erfordert eine 40° steile Querung durch exponiertes Firngelände. Von hier führt der Weg über das Football Field zum finalen Gipfelanstieg.

Gipfel 6.190 m

Denali

Der Denali erhebt sich mit 6.190 m als höchster Gipfel Nordamerikas in der Alaska Range. Mit einer Prominenz von 6.134 m zählt er zu den prominentesten Bergen der Erde. Der Granit-Pluton thront über weitläufigen Gletschersystemen im Denali-Nationalpark.

Gipfel 1.570 m

Polychrome Mountain

Der Polychrome Mountain erhebt sich auf 1.570 m im Denali-Nationalpark in der Alaska Range. Der Berg verdankt seinen Namen den vielfarbigen Lavaschichten und vulkanischen Gesteinen, die seine Flanken prägen. Vom Tal des Toklat River steigt er über 900 m steil empor.

Gletscher

Harper Glacier

Der Harper Glacier entspringt am Denali auf über 5.800 m Höhe zwischen North Peak und South Peak. Der Gletscher fällt nordostwärts über den Great Icefall ab und mündet in den Muldrow Glacier. Benannt wurde er 1913 nach Walter Harper, dem ersten Menschen auf dem Denali-Gipfel.

Gletscher

Jeffery Glacier

Der Jeffery Glacier liegt in der Alaska Range am Nordhang des Denali direkt unterhalb der Wickersham Wall. Der Gletscher fließt nordostwärts und vereinigt sich mit dem Peters Glacier.

Gletscher

Polychrome Glacier

Die Polychrome Glaciers sind fünf Gletscher in der Alaska Range im Denali-Nationalpark. Sie entspringen in parallel verlaufenden, vergletscherten Tälern nördlich des Polychrome Mountain. Das Gletschersystem liegt gegenüber dem Polychrome Pass.

See 605 m

Wonder Lake

Der Wonder Lake liegt auf 605 m Höhe im Denali-Nationalpark in Alaska. Der schmale See erstreckt sich in Nord-Süd-Richtung über eine Fläche von 2,63 km². Am Ostufer bietet ein Aussichtspunkt Blick auf den 43 km entfernten Denali.

Gipfel 3.560 m

Mount Russell

Mount Russell erhebt sich auf 3.560 m in der zentralen Alaska Range, etwa 56 km südwestlich des Denali. Der steile Gipfel überragt den Chedotlothna-Gletscher um 2.000 m auf nur 2,9 km Distanz. Mount Russell gilt als höchster Punkt im Einzugsgebiet des Kuskokwim River.

Gipfel 4.233 m

Mount Stevens

Mount Stevens erhebt sich auf 4.233 m in der Alaska Range südlich des Denali. Der nach Senator Ted Stevens benannte Gipfel war bis 2010 der höchste unbenannte Berg Alaskas. Er liegt zwischen Mount Hunter im Nordwesten und dem Tokositna-Gletscher im Osten.

Gipfel 5.303 m

Mount Foraker

Der Mount Foraker erhebt sich auf 5.303 m im Denali-Nationalpark und ist der zweithöchste Gipfel der Alaskakette. Mit einer Prominenz von 2.223 m dominiert der Berg die Vergletscherung zwischen Kahiltna- und Foraker-Gletscher. Die Erstbesteigung gelang 1934 über den Nordwestgrat.