7.000er

Muztagh Ata Expedition (7.546 m)

Muztagh Ata Besteigung mit Ski oder Schneeschuhen (7.546 m) | Der "Vater der Eisberge"

Der Muztagh Ata thront weit über der Taklamakan Wüste in der chinesischen Provinz Xingjiang. Durch seine gleichmäßig geneigten Flanken eignet sich der Berg perfekt für eine Besteigung mit Ski oder Schneeschuhen. Von Bishkek in Kirgistan führt Dich diese Expedition durch die "Schweiz Asiens" entlang der Seidenstraße zum Torungart Pass und weiter nach China. Erste kulturelle Höhepunkte erwarten Dich in der mehr als 2000 Jahre alten Provinzhauptstadt Kashgar. Von hier fahren wir ins Basislager und starten dann mit der Besteigung des 7.546 m hohen Gipfels mit Ski oder wahlweise mit Schneeschuhen. Drei Hochlager auf 5.400 m, 6.400 m und 6.900 m bilden dann unsere weiteren Stützpunkte für die Akklimatisation und den Aufstieg zum Gipfel.

Für die Expedition haben wir ausreichend Reservetage eingeplant. Die mit 20 Tagen am Berg deutlich längere Zeit sorgt für wirkliche Reserve, um Wetterumschwünge auszusitzen und ermöglicht mehrere Gipfelversuche.

 

Wichtiger Hinweis: Aufgrund der Permitgenehmigungen für die Besteigung ist für diese Expedition eine frühzeitige Anmeldung bis spätestens 3 Monate vor Expeditionsbeginn notwendig. Spätere Buchung können möglicherweise nicht mehr bearbeitet werden.

Aktuelle Info: Bereits 4 Anmeldungen = Nur noch zwei Teilnehmer bis zur Durchführungsgarantie der Expedition 2026

Für wen ist die Reise geeignet

Schwierigkeit

3.9

Anforderung

Kondition
Ernsthaftigkeit

Die Expedition zum Muztagh Ata eignet sich für konditionsstarke und erfahrene (Ski-)Bergsteiger mit erster Westalpenerfahrung. Die technischen Anforderungen sind gering. Durch die planmäßig geneigten Bergflanken eignet sich der Muztagh Ata perfekt für eine Besteigung mit Ski oder Schneeschuhen. Im Aufstieg müssen vergletscherte Passagen mit teilweise bis zu 35° steilen Flanken selbständig und eigenverantwortlich unter Anleitung des Bergführers begangen werden. Unser Bergführer begleitet die Gruppe nach Möglichkeit bis zum Gipfel, eine Führungstätigkeit wie in den Westalpen findet allerdings nicht statt. Die Gipfeletappe ist lang und erfordert eine ordentliche Portion Kondition und Durchhaltewillen. Du verfügst über eine Ausdauer für mehrtägige Aufstiege zwischen 1.000 bis 1.900 Höhenmeter in großer Höhe. Tägliche Gehzeiten von 5 bis 7, am Gipfeltag auch bis zu 11 Stunden liegen im Bereich des Möglichen. Gesundheitlich und physisch bist Du in bester Verfassung. Eine Erfahrung aus vorherigen Expeditionen ist nicht erforderlich, aber natürlich von Vorteil. Du bist neugierig auf fremde Kulturen, anpassungsfähig und bereit auf Komfort zu verzichten. Am Berg ist Teamfähigkeit und Kameradschaft von jedem Teilnehmer gefordert.

Reiseablauf

Tourbeginn:

14.00 Uhr Am Ausgang aus dem Sicherheitsbereich des Flughafens Kashgar

Tourende:

12.00 Uhr Am Ausgang aus dem Sicherheitsbereich des Flughafens Kashgar

1. Tag – Flug über Peking in die Provinz Xingjiang

Von Deutschland fliegen wir über die chinesische Hauptstadt Peking nach Kashgar in die Provinz Xingjiang.

2. Tag – Ankunft in Kashgar

Am Nachmittag kommen wir in Kashgar in der Provinz Xingjiang an. Hier erwartet uns bereits unsere uigurische Mannschaft am Flughafen. Mit dem Minibus fahren wir anschließend zu unserem Hotel in der in der Nähe der Altstadt. Am späten Nachmittag und Abend erkunden wir die Sehenswürdigkeiten der Stadt und essen gemeinsam in einem Restaurant zu Abend.

3. Tag – Über den Karakorum Highway zum Karakol See

Mit unserem Minibus fahren wir über den berühmten Karakorum Highway und die malerische und enge Ghez Schlucht nach Süden zum 200 km entfernten Karakol See und dem Dorf Subashi (3.600 m). Vom Karakol See genießen wir den herrlichen Ausblick zum Kongur (7.719 m) und zum Muztagh Ata. Nun wird auch klar, warum die Einheimischen den Berg "Vater der Eisberge" nennen. Oft können wir direkt bei den Uiguren in ihrem Jurtencamp direkt am See gelegen übernachten. Alternativ beziehen wir das Jurtencamp in Subashi und verbringen hier die Nacht in einer Jurte.

4. Tag – Akklimatisationstour rund um den Karakol See

Die Höhe von 3600m eignet sich sehr gut für einen Akklimatisationstag. Vom Camp unternehmen wir eine kleine Bergtour auf einen der umliegenden Gipfel und übernachten ein weiteres Mal.

5. Tag – Weiter ins Basislager des Muztagh Ata (4.500 m)

Am Morgen verstauen wir unser gesamtes Gepäck und die Ausrüstung wieder auf unsere Fahrzeuge. Während das Material ins Basecamp transportiert wird, erwartet uns eine gemütliche Wanderung dorthin. Hier beziehen wir das bereits errichtete Camp. Übernachtung im Zelt.

Auf- und Abstieg:

600 hm

Gehzeit

3-4 h

6. bis 25. Tag – Expedition auf den Gipfel des Muztagh Ata (7.546 m)

Für die Gipfelbesteigung des Muztagh Ata stehen nun 20 Tage zur Verfügung. Die eigentliche Besteigung erfolgt um den 21. bis 22. Tag, so dass wir noch 3 Reservetage zur Verfügung haben. Hierzu unterstützen wir unsere Begleitmannschaft bei der Errichtung der drei Hochlager auf 5.400 m (C1), 6.400 m (C2) und auf 6.900 m (C3).

Basislager (4.500 m) - Camp 1 (5.400 m)

Durch den frühen Termin im Jahr liegt zwischen dem Basislager und dem Camp 1 (5.400 m) meist noch eine gute Schneedecke, so dass wir den Aufstieg fast direkt mit Ski starten können. Bei späteren Terminen im Juli muss diese Strecke aufgrund der zunehmenden Erwärmung zu Fuß mit Unterstützung durch Kamele oder Träger gemeistert werden. Der Weg selbst ist unschwierig und gletscherfrei.

Camp 1 (5.400 m) - Camp 2 (6.400 m)

Unser Weg zum C2 führt uns zunächst über den mäßig geneigten Gletscher zu einer etwas steileren Firnflanke, die in einen Eisbruch mündet. Hier müssen immer wieder kleinere Steilaufschwünge und kleinere Spaltenbereiche umgangen werden. Insgesamt ist der Bereich aber gut begehbar und stellt keine größeren Anforderungen als bei normalen Westalpentouren. Bei guten Bedingungen ist das Gelände auch später in der Abfahrt ohne größere Schwierigkeiten befahrbar.

Dem Eisbruch schließt sich anschließend ein flacherer Bereich auf ca. 6.250 m an, der in die steiler werdende Westflanke des Berges führt. Auf ca. 6.400 m schlagen wir in einer Mulde das Camp 2 auf.

Climb High - Sleep Low, eine gute Einteilung der Kräfte und die richtige Taktik auch im Bezug auf das Wetter sind das Rezept für den gelungenen Gipfelaufstieg. Aus diesem Grund wird die Strecke zwischen Basislager und Camp 2 mehrmals begangen, bis wir ausrüstungstechnisch und körperlich für den Gipfeltag vorbereitet sind.

Camp 2 (6.400 m) - Camp 3 (6.900 m)

Vom Camp 2 führt die Route weiter über die 30 - 35° steile, fast gleichmäßige und rund 30 - 35° steile Westflanke hinauf bis auf eine Höhe von 6.900 m. Hier errichten wir unser Camp 3, das wir zur weiteren Akklimatisation nutzen. Die Zelte werden dazu möglichst tief und gerade in die Flanke eingegraben. Für Schneeschuhgeher wird dies später der Ausgangspunkt für die Gipfelbesteigung.

Camp 3 (6.900m) - Gipfel Muztagh Ata (7.546 m)

Die Gipfelbesteigung kann sowohl vom Camp 2 als auch vom Camp 3 erfolgen. Diese planen wir um den 19. - 20. Tag am Berg, so dass noch Reservetage bestehen. Der Muztagh Ata liegt geographisch in einer niederschlagsreichen Zone. Entsprechend ist vor allem am Nachmittag immer wieder mit stärkeren Neuschneefällen zu rechnen. Unser Bergführer entscheidet unter Betrachtung der Wetterlage und der Bedingungen, wann das beste Zeitfenster ist und von wo gestartet wird. Vom Camp 3 führt der weitere Anstieg zum Gipfel des Muztagh Ata zunächst weiter über die Westflanke nach oben bis das Gelände flacher wird und in ein weites Gletscherplateau mündet. Hier sind wir bereits weit über 7.000 m. Am Ende dieses Gletscherplateaus liegt zwischen einzelnen Felsen unser Ziel. Der "Vater der Eisberge" ist bezwungen. Vom Gipfel selbst sieht man nun weit in die Ferne. Das Karakorum türmt sich im Osten auf, der Pamir und die 3.000 km lange Kunlun Gruppe schmücken die Aussicht. Über die Aufstiegsroute fahren wir nun wieder zum Camp 3 ab und versuchen noch heute so weit wie möglich ins Tal abzufahren.

Auf- und Abstieg:

900 hm

Gehzeit

4-5 h

26. Tag – Über den Karakol See zurück nach Kashgar

Vom Basislager steigen wir ab und fahren mit dem Minibus über den Karakol See zurück nach Kashgar ins Hotel. Gemeinsames Abendessen und Gipfelfeier in einem Restaurant der Stadt.

Gehzeit

2-3 h

27. Tag – Stadtbesichtigung Kashgar

Kashgar bietet viele Sehenswürdigkeiten, die eine Besichtigung lohnen. Ob es nun die zum UNESCO Weltkulturebe erklärte Altstadt ist oder die im 15. Jahrhundert erbaute Heytgah Moschee. Für Kashgar sollte man einen Tag einplanen. Gleichzeitig ist dieser Tag aber auch noch als letzte Reserve für den Muztagh Ata geplant.

28. Tag – Rückflug über Peking nach Deutschland

Im Verlauf des Vormittags erfolgt der Transfer zum Flughafen und der Rückflug über Peking nach Deutschland. Gerne organisieren wir auf Wunsch einen Anschlussaufenthalt in der chinesischen Hauptstadt.

29. Tag – Ankunft in Deutschland

Mit unvergesslichen Eindrücken sowie einer großen Portion Stolz und Zufriedenheit landen wir wieder in Deutschland.

Highlights auf dieser Reise

See 3.255 m

Saressee

Der Saressee liegt auf 3.263 m Höhe im Rushon-Distrikt des tadschikischen Pamir. Der 75,8 km lange Bergsee entstand 1911 durch ein schweres Erdbeben, das den Murghab-Fluss aufstaute. Mit über 16 Kubikkilometern Wasservolumen zählt er zu den größten natürlichen Stauseen der Welt.

Nationalpark

Tadschikischer Nationalpark (Pamirgebirge)

Das größte Naturschutzgebiet Tadschikistans umfasst 2,6 Millionen Hektar im Pamir. Der Park schützt den Fedchenko-Gletscher, einen der längsten Gletscher der Welt, sowie 151 wilde Weizensorten. Seit 2013 zählt er zum UNESCO-Weltnaturerbe.

Gipfel 6.233 m

Pik Sovetskikh Ofitserov

Der Pik Sovetskikh Ofitserov erhebt sich auf 6.233 m als höchste Erhebung der Muskolkette im tadschikischen Pamir. Der vergletscherte Sechstausender wurde 1988 von einer Expedition unter V. Strygin erstbestiegen. Mit einer Prominenz von 1.982 m zählt er zu den markanten Gipfeln des zentralasiatischen Hochgebirges.

Gipfel 5.725 m

Pik Leipzig

Der Pik Leipzig erhebt sich auf 5.725 m im westlichen Transalaigebirge an der Grenze zwischen Kirgisistan und Tadschikistan. Der stark vergletscherte Gipfel wurde 1989 von einer Leipziger Expedition erstbestiegen und nach der sächsischen Stadt benannt. Er liegt 34 km westlich des Pik Lenin im nördlichen Pamir.

Gipfel

Pik Frunse

Der Pik Frunse erhebt sich auf 5.790 m im Zulumart-Kamm im nördlichen Pamir von Tadschikistan. Der Gipfel besteht aus Kalkstein und Schiefer und trägt mehrere Gletscher.

Sattel 4.282 m

Kyzyl-Art-Pass

Der Kyzyl-Art-Pass verbindet auf 4.282 m Höhe Kirgistan und Tadschikistan im Saalaisk-Gebirge. Der Pass liegt am Pamir-Trakt und bildet eine wichtige Verkehrsverbindung zwischen Osch und Chorog.

Gipfel 6.780 m

Pik Oktjabrskij

Der Pik Oktjabrskij erhebt sich auf 6.780 m in der Transalai-Kette des nördlichen Pamir. Der Berg liegt 8 km südöstlich des Pik Lenin auf einem Seitenkamm der Hauptkette. Die sowjetische Erstbesteigung gelang 1958 unter Führung von Jewgeni Belezki.

Dorf

Pshikharv

Pshikharv ist ein Dorf in der Gemeinde Vodhud im Vanj-Distrikt des tadschikischen Pamir. Das Dorf liegt in einer Region, die für ihre wilden Vorfahren heutiger Kulturpflanzen bekannt ist. Die Vanj-Region beherbergt seltene wilde Weizensorten und ursprüngliche Obstbaumarten.

Dorf

Roshorv

Roshorv liegt im oberen Bartang-Tal in der autonomen Region Gorno-Badakhshan im Südosten Tadschikistans. Das Dorf befindet sich auf einem Plateau mit bewirtschaftetem Land. Die tadschikische Bevölkerung spricht einen lokalen Dialekt der Rushani-Sprache.

Dorf

Karakul

Das Bergdorf Karakul liegt auf 3.934 m Höhe am östlichen Ufer des gleichnamigen Sees im tadschikischen Pamir. Der Ort dient als wichtiger Stützpunkt am Pamir Highway nahe der chinesischen Grenze. Die Siedlung ist Verwaltungszentrum einer Gemeinde mit rund 3.500 Einwohnern.

Gipfel 6.595 m

Garmo

Der Garmo erhebt sich auf 6.595 m im tadschikischen Pamir an der Kreuzung von Darwaz-Gebirge und Akademie-der-Wissenschaften-Gebirge. Die vergletscherte Pyramide war 1928 Schauplatz einer geografischen Verwechslung mit dem benachbarten Pik Stalin. Von den Flanken fließen der Garmo-Gletscher und der Gletscher der Geografischen Gesellschaft ins Tal.

Gipfel 6.785 m

Pik Moskwa

Der Pik Moskwa erhebt sich auf 6.785 m in der Peter-I-Kette des westlichen Pamir in Tadschikistan. Der Gipfel liegt etwa 10 km westlich des Ismail Samani, dem höchsten Berg Tadschikistans. Er gehört zu den markanten Sechstausendern des tadschikischen Pamir-Gebirges.