Die vermutlich charmanteste Hütte im Schweizer Nationalpark
Die Chamanna Cluozza liegt auf 1.882 m inmitten des Schweizerischen Nationalparks. Die vollständig aus Holz erbaute Berghütte thront im wilden Val Cluozza und zählt zu den charakteristischsten Unterkünften der Livigno-Alpen. Seit über einem Jahrhundert dient sie als wichtiger Stützpunkt für mehrtägige Wanderungen durch die unberührte Naturlandschaft des Engadins.
Die Chamanna Cluozza wurde 1910 im Auftrag der Schweizerischen Naturforschenden Gesellschaft errichtet und steht seit 2021 unter Denkmalschutz. Als eine der ältesten Hütten im Nationalpark verkörpert sie alpinen Pioniergeist – ihre massiven Holzbalken und die urige Atmosphäre versetzen Bergwanderer in vergangene Zeiten zurück.
Übernachten auf der Chamanna Cluozza
Die Hütte bietet 61 Schlafplätze in traditionellen Lagern, wobei der rustikale Charme des historischen Holzbaus das Übernachtungserlebnis prägt – von den knarzenden Dielen bis zu den gemütlichen Aufenthaltsräumen. Als SAC-Hütte verfügt sie über die notwendige Grundausstattung für Bergwanderer, die auf der mehrtägigen Tour "Durchs wilde Engadin" hier Station machen.
Zustieg zur Chamanna Cluozza
Der Hauptzustieg erfolgt von Zernez über Prasüra, Il Pra und Fops in ca. 3 Stunden. Ein anspruchsvollerer Alternativzustieg führt über das Val Trupchun und die Fuorcla Val Sassa (2.857 m) in etwa 8 Stunden zur Hütte. Von der Chamanna Cluozza aus lassen sich Übergänge über den Murter-Grat (2.545 m) sowie Touren auf den Piz Quattervals (3.164 m) unternehmen.
Gut zu wissen:
Die besondere Lage im streng geschützten Nationalparkgebiet macht die Hütte zu einem außergewöhnlichen Ausgangspunkt für Naturbeobachtungen. Wildtiere wie Steinböcke, Gämsen und Murmeltiere zeigen sich hier besonders häufig, während die vollständige Holzkonstruktion und die Grundrenovierung von 1993 den ursprünglichen Charakter der Berghütte bewahrt haben.