Die Perle am Gepatschferner
Das Brandenburger Haus thront auf 3.277 m Höhe zwischen Gepatsch- und Kesselwandferner in den Ötztaler Alpen. Die höchstgelegene Schutzhütte der DAV Sektion Berlin liegt am lawinensicheren Südhang der Dahmannspitze – umgeben von vergletscherten Dreitausendern und eisigen Karen. Von hier eröffnen sich anspruchsvolle Hochtouren auf die umliegenden Gipfel.
Das Brandenburger Haus dient als Ausgangspunkt für anspruchsvolle Hochtouren in den zentralen Ötztaler Alpen. Die exponierte Lage zwischen mächtigen Gletschern macht die Hütte zum Stützpunkt für die Besteigung der Dahmannspitze (3.397 m) und der Ehrichspitze (3.420 m). Auch die Kesselwandspitze und der Fluchtkogel liegen im direkten Tourenbereich – allesamt vergletscherte Gipfel, die Erfahrung in der Spaltenbergung und sicheren Umgang mit Steigeisen erfordern.
Übernachten auf dem Brandenburger Haus
Die Berghütte bietet 60 Schlafplätze und wird von der DAV Sektion Berlin bewirtschaftet. Durch die geschützte Lage am Südhang bleibt auch bei schlechten Wetterverhältnissen ein sicherer Aufenthalt gewährleistet. Der ursprünglich vorhandene Winterraum musste bereits 1921 wegen wiederholten Vandalismus geschlossen werden.
Zustieg zum Brandenburger Haus
Von Vent führt der Hauptzustieg über den Gepatschferner zur Hütte – eine ca. 10 km lange Gletscherwanderung durch hochalpines Gelände, die entsprechende Ausrüstung erfordert. Alternative Zustiege über das Pitztal oder von der Südtiroler Seite sind möglich, wobei alle Varianten Gletschererfahrung und Trittsicherheit voraussetzen.
Gut zu wissen:
Das zwischen 1905 und 1909 erbaute Brandenburger Haus blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Während des Ersten Weltkriegs nutzte die österreichische k.k. Gebirgstruppe die Hütte für Skikurse – Luis Trenker war hier als Ausbilder tätig. Die Baukosten von 47.000 Mark plus weitere 40.000 Mark für die Wegeanlage stellten damals eine beträchtliche Investition der Sektion Mark Brandenburg dar.