Ein idyllisches Bergrefugium in den Südtiroler Alpen
Die Meraner Hütte thront auf 1.937 m am Sarntaler Westkamm und bildet einen wichtigen Stützpunkt für Bergwanderungen in den nördlichen Sarntaler Alpen. Das auch als Hermann-Gritsch-Haus bekannte Schutzhaus liegt strategisch günstig zwischen Hirzer und Ifinger – zwei der markantesten Gipfel des Gebiets. Von hier aus eröffnen sich weite Blicke über die Bergketten Südtirols bis zu den fernen Dolomiten.
Die Meraner Hütte entstand 1970 als Ersatz für die enteigneten Hütten Lodnerhütte und Hirzerhütte, wobei die AVS-Sektion Meran das neue Schutzhaus nach ihrem langjährigen Vorsitzenden Hermann Gritsch benannte. Das Schutzhaus dient heute als Station des Europäischen Fernwanderwegs E5 und der beliebten Sarntaler Hufeisentour – einer mehrtägigen Durchquerung auf einsamen, aber gut markierten Höhenwegen durch die gesamte Gebirgsgruppe.
Übernachten auf der Meraner Hütte
Das Schutzhaus bietet 65 Schlafplätze und wird von der AVS-Sektion Meran bewirtschaftet. Durch die Lage am Sarntaler Westkamm eignet sich die Hütte als Ausgangspunkt für Gipfelbesteigungen in alle Richtungen, wobei besonders die Übergänge über die Oswaldscharte zu Ifinger, Verdinser Plattenspitze und Hochplattspitze zu den landschaftlich reizvollsten Touren der Region zählen.
Zustieg zur Meraner Hütte
Von Villa-Campolasta, Scena und Sarentino führen die Hauptzustiege zur Berghütte, wobei der Aufstieg Trittsicherheit auf teils steilen Bergpfaden verlangt. Die gut ausgebauten Wege schlängeln sich durch die für die Sarntaler Alpen typische Landschaft aus Lärchen- und Zirbenwäldern, Almwiesen und felsigen Graten hinauf zum Schutzhaus.
Gut zu wissen:
Durch die exponierte Lage ermöglicht die Meraner Hütte Touren zu gleich fünf bedeutenden Gipfeln: Der Hirzer erhebt sich nördlich der Hütte, während Ifinger, Verdinser Plattenspitze und Hochplattspitze über die Oswaldscharte im Nordwesten erreichbar sind. Östlich des Schutzhauses liegt der Große Mittager, während die Anbindung an zahlreiche lokale Wege die Hütte zu einem wichtigen Knotenpunkt im Wegenetz der Sarntaler Alpen macht.