Stützpunkt in den 4000ern von Saas Fee
Die Britannia-Hütte thront auf 3.030 m Höhe im Herzen der Walliser Alpen. Oberhalb von Saas-Fee gelegen, bietet die SAC-Hütte einen spektakulären Rundblick auf sieben Viertausender – darunter das Allalinhorn und das Strahlhorn. Als einer der meistbesuchten Stützpunkte der Region dient sie als idealer Ausgangspunkt für Skitouren und Hochtouren im vergletscherten Hochgebirge.
Die Britannia-Hütte zählt zu den wichtigsten alpinen Stützpunkten im Wallis und dient als Basislager für anspruchsvolle Hochtouren. Von der nahegelegenen Felskinn-Bergstation erreichen Tourengeher die Hütte in nur 1¼ Stunden über einen markierten Weg, wobei die exponierte Lage auf einem Felssporn zwischen Klein Allalin und Hinter Allalin optimale Zugänge zu den großen Skitourenzielen der Umgebung bietet. Mehrtägige Skitouren-Wochen durch das Wallis nutzen die Britanniahütte als wichtige Etappe zwischen Saas-Fee und dem Monte-Rosa-Gebiet.
Übernachten auf der Britannia-Hütte
Die von der SAC Sektion Genf betriebene Berghütte bietet 101 Schlafplätze in verschiedenen Lagern, während eine moderne Solaranlage das Haus mit Strom für Licht und grundlegende Geräte versorgt. Der großzügige Gastraum und die Sonnenterrasse laden nach anstrengenden Touren zum Verweilen ein – ein Winterraum mit 12 Plätzen steht ganzjährig zur Verfügung und erweist sich als wichtig für Skitourengeher in der Nebensaison.
Zustieg zur Britannia-Hütte
Der Hauptzugang erfolgt über die Seilbahnen von Saas-Fee zur Station Felskinn auf 2.991 m, von wo ein gut markierter Weg in etwa 75 Minuten zur Hütte führt. Alternativ steigen Bergwanderer vom Berggasthaus Plattjen in 2 Stunden 20 Minuten auf oder nehmen den längeren Weg von Saas Almagell in etwa 4 Stunden – alle Zustiege verlaufen über technisch einfaches Gelände ohne Gletscherberührung.
Gut zu wissen:
Die Geschichte der Britanniahütte reicht bis 1912 zurück, als britische SAC-Mitglieder den Bau finanzierten und damit den Grundstein für einen der bedeutendsten Bergstützpunkte des Wallis legten. Nach mehreren Erweiterungen und einer Totalrenovierung 1996/97 präsentiert sich die Hütte heute als moderner Bergstützpunkt mit 16.000-Liter-Wassertank und getrennter Abfallentsorgung per Hubschrauber. Die exponierte Lage ermöglicht Aufstiege auf gleich mehrere Viertausender – Allalinhorn (4.027 m), Rimpfischhorn (4.199 m), Strahlhorn (4.190 m) und Alphubel (4.206 m) liegen in Reichweite ambitionierter Hochtourengeher.