Stützpunkt auf der Skidurchquerung Tour du Ciel
Die Turtmannhütte liegt auf 2.519 m Höhe im hinteren Turtmanntal der Walliser Alpen. Umgeben von vergletscherten Viertausendern und schroffen Dreitausendern, thront die SAC-Hütte auf einem Felssporn oberhalb des Turtmanngletschers. Das abgeschiedene Tal zwischen Mattertal und Val d'Anniviers zählt zu den stillsten Winkeln der Walliser Bergwelt.
Übernachten auf der Turtmannhütte
Die Turtmannhütte bietet 72 Schlafplätze in einer der abgelegensten Lagen aller SAC-Hütten. Vor dem Bau der Seilbahn von Turtmann nach Oberems im Jahr 1958 galt sie als schwierigst erreichbare Hütte des Schweizer Alpen-Clubs. Die 1928 mit nur 30 Plätzen eröffnete Unterkunft liegt nahe der deutsch-französischen Sprachgrenze und bildet einen kulturellen Treffpunkt im hochalpinen Gelände.
Zustieg zur Turtmannhütte
Vom Hotel Schwarzhorn in Gruben führt der Hauptzustieg in ca. 2 Stunden über einen gut markierten Bergweg zur Hütte. Alternative Zustiege verlängern die Gehzeit um 1–2 Stunden. Ein anspruchsvoller Übergang führt zur Topalihütte über Schöllijoch und Schölligletscher – eine 4- bis 5-stündige Gletschertour für erfahrene Alpinisten.
Gut zu wissen:
Als Ausgangspunkt für bedeutende Gipfelziele dient die Turtmannhütte Hochtourengehern zum Bishorn (4.151 m) und zum Brunegghorn (3.833 m). Das Barrhorn (3.610 m) gilt als höchster Wandergipfel der Schweiz. Zusätzlich fungiert die Hütte als Stützpunkt für Hochtouren und die mehrtägige Tour du Ciel – eine anspruchsvolle Walliser Skidurchquerung durch die Viertausender-Arena.