Albanien liegt im Südwesten der Balkanhalbinsel in Südosteuropa. Das Land grenzt im Norden und Nordwesten an Montenegro, im Nordosten an Kosovo, im Osten an Nordmazedonien und im Süden an Griechenland. Die Westküste öffnet sich zur Adria, die Südwestküste zum Ionischen Meer. Das Bergland prägt den größten Teil des 28.748 km² großen Landes. Im Norden erheben sich die Albanischen Alpen, auch Prokletije genannt, mit wilden Schluchten, schneebedeckten Graten und vier Gletschern auf rund 2.000 m Höhe — für diese südliche Breite eine alpinistische Besonderheit. Im Osten dominiert das Korab-Gebirge mit dem Mount Korab als höchstem Punkt des Landes auf 2.764 m. Die Höhenspanne reicht vom Meeresspiegel am Mittelmeer bis auf 2.764 m, überbrückt auf einer Ost-West-Ausdehnung von nur 148 km.
Albanien ist seit 1998 eine souveräne parlamentarische Verfassungsrepublik mit Tirana als Hauptstadt. Die Albaner bilden die dominante ethnische Gruppe des Landes und leiten ihre Herkunft historisch von den Illyrern ab. Die Amtssprache ist Albanisch, auch Shqip genannt. Die Albaner bezeichnen ihr Land als Shqipëria — 'Land der Adler' — eine Bezeichnung mit Wurzeln im 14. Jahrhundert. Der Islam ist historisch dominant, seit der Osmanisierung im 17. und 18. Jahrhundert. Im Norden ist der Katholizismus verbreitet, im Süden das orthodoxe Christentum. Die Berge des Landes spielten über Jahrhunderte eine zentrale kulturelle Rolle: Die unzugänglichen Hochlagen der Albanischen Alpen boten der Bevölkerung Schutz vor osmanischer Herrschaft und bewahrten eigenständige Stammeskulturen. Skanderbeg nutzte die albanischen Bergregionen im 15. Jahrhundert strategisch für seinen Widerstand.