Land

Tansania

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Tansania liegt im Osten Afrikas und grenzt im Norden an Uganda und Kenia, im Westen an die Demokratische Republik Kongo, Ruanda, Burundi und Sambia sowie im Süden an Malawi und Mosambik. Das Land erstreckt sich über 947.403 km² und besitzt eine rund 1.424 km lange Küste am Indischen Ozean. Das Nordöstliche Hochland beherbergt den Kilimandscharo — mit 5.895 m den höchsten freistehenden Berg der Erde über dem Meeresspiegel. Der tiefste Punkt des Landes liegt am Boden des Tanganjikasees, 1.471 m unter dem Meeresspiegel. Die vertikale Spanne zwischen diesem Tiefpunkt und dem Kilimandscharo-Gipfel beträgt damit 7.366 m. Die Höhenzonierung des Kilimandscharo reicht von tropischem Regenwald über alpine Heidelandschaft bis zur arktischen Gipfelzone.

Tansania ist eine präsidiale Verfassungsrepublik mit rund 67,5 Millionen Einwohnern. Die Regierungshauptstadt ist Dodoma; Daressalam gilt als größte Stadt und wirtschaftliches Zentrum des Landes. Rund 120 ethnische Gruppen und über 100 gesprochene Sprachen prägen die kulturelle Vielfalt — Tansania zählt damit zum sprachenreichsten Land Ostafrikas. Die Nationalsprache ist Suaheli, auf Sansibar ist Arabisch weit verbreitet. Die Bevölkerung bekennt sich mehrheitlich zum Christentum sowie zum Islam. Der Kilimandscharo war den Chagga und den Maasai seit Jahrhunderten als heiliger Berg bekannt. Die Erstbesteigung des Gipfels gelang Hans Meyer und Ludwig Purtscheller am 6. Oktober 1889. Ab den 1980er Jahren entwickelten sich geführte Besteigungen mit Pflichtführern und geregelten Nationalpark-Gebühren.

Bekannte Ziele und Gipfel in Tansania
Währung
Tansania-Schilling
Amtssprachen
Englisch, Suaheli
Zeitzone
UTC+03:00
Sommerzeitregel
Keine Sommerzeit (Ganzjährig gleicher UTC-Offset)
Einreise
Reisepass + Visum
Visum Art
Visa on Arrival

Einreise & Aufenthalt

Quelle: Auswärtiges Amt
Einreise Hinweise

letzte Aktualisierung: 21.05.26 16:39 Uhr durch das Auswärtiges Amt

Einreise-Stufe: Reisepass + Visum
Visum-Typ: Visa on Arrival
Visum-Kosten: keine genaue Information
Mindestgültigkeit Ausweisdokument: 6 Monate (ab Einreise)
Quelle: Auswärtiges Amt

Vollständiger Text vom Auswärtigen Amt

Siehe Aktuelles
Einreise- und Zollbestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Bitte erkundigen Sie sich daher vorab zusätzlich bei den Vertretungen Ihres Ziellandes. Nur dort erhalten Sie rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreise- und Zollbestimmungen Ihres Reiselandes. Der deutsche Zoll informiert über die aktuell geltenden Zollbestimmungen bei Einreise nach Deutschland.
Reisedokumente
Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:
- Reisepass: Ja
- Vorläufiger Reisepass: Ja
- Personalausweis: Nein
- Vorläufiger Personalausweis: Nein
- Kinderreisepass: Ja
Anmerkungen:
Reisedokumente müssen noch mindestens sechs Monate über die Reise hinaus gültig sein.
Infolge des Ebola-Ausbruches in der DR Kongo und Uganda hat Tansania folgende Regelungen erlassen:
Bei Einreise aus der DR Kongo und Uganda müssen Reisende ein Einreiseformular online vor Abreise oder als Papierformular an Bord ausfüllen. Dies gilt auch, wenn in den genannten Staaten nur ein Transitaufenthalt erfolgt ist. Bei Einreise (an allen Flughäfen, Landgrenzen und Häfen) werden Gesundheitschecks durchgeführt sowie ggf. weitere Maßnahmen getroffen. Rückfragen können unter der kostenlosen Rufnummer 199 gestellt werden.
Visum
Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise nach Tansania ein Visum. Es wird empfohlen, dieses vor der Einreise als E-Visum zu beantragen und zu bezahlen. Die Bearbeitungszeit beträgt mindestens zehn Arbeitstage. Die Deutsche Botschaft Daressalam kann zum Stand der Bearbeitung keine Auskunft erteilen. Weitere Informationen zum Verfahren erteilen das zuständige tansanische Immigration Department sowie die Tansanische Botschaft Berlin.
Daneben kann für touristische Reisen ein sogenanntes "Visa on Arrival" bei der Einreise beantragt werden. Die Ausstellung ist jedoch nicht garantiert; es muss mit Wartezeiten gerechnet werden. Die Kosten betragen zurzeit 50 USD pro Visum (auch für minderjährige Kinder), zahlbar bei Einreise per Kreditkarte oder in bar in passenden USD-Noten (50/100 USD), siehe auch Reiseinfos Geld/Kreditkarten.
Verpflichtende Versicherung bei Einreise nach Sansibar
Seit Oktober 2024 müssen alle Besucher Sansibars (ausgenommen Einwohner mit tansanischem Aufenthaltstitel) eine obligatorische Einreiseversicherung der Zanzibar Insurance Corporation (ZIC) für die Dauer ihres Aufenthalts (bis zu 92 Tage) abschließen.
Diese Versicherung kann nur bei der ZIC abgeschlossen werden. Andere internationale Reiseversicherungspolicen werden nicht akzeptiert. Die Kosten belaufen sich nach derzeitigem Stand auf 44 USD pro Person. Weitere Informationen bietet die Webseite von Visit Zanzibar. Zusätzlich kann die ZIC auch per E-Mail kontaktiert werden.
Die Einreise kann verweigert werden, wenn nicht die richtige Versicherung nachgewiesen wird.
- Schließen Sie zusätzlich für die Dauer des Auslandsaufenthaltes eine Auslandsreise-Kranken- und Rückholversicherung ab.
Minderjährige
Es sind keine besonderen Bestimmungen für die Einreise Minderjähriger bekannt.
- Beachten Sie ggf. die Hinweise für eine Einverständniserklärung für Minderjährige.
Erfassung biometrischer Daten
Am internationalen Flughafen in Daressalam werden bei der Aus- und/oder der Einreise an der Passkontrolle Fingerabdrücke genommen sowie digitale Passfotos gefertigt.
Nichtkooperation kann zu einer Verweigerung der Aus- oder Einreise führen.
Einfuhrbestimmungen
Devisen können maximal bis zur Höhe von 10.000 USD ohne Anmeldung eingeführt werden. Darüber hinausgehende Beträge müssen beim Zoll deklariert werden. Die Einfuhr pornographischen Materials und Drogen jedweder Art ist verboten. Jagdwaffen müssen bei der Einfuhr angemeldet werden. Im Übrigen ist die Einfuhr von Waffen untersagt.
Die Ein- und Ausfuhr von Plastiktüten ist verboten; kleine Plastiktaschen mit Zipp-Verschluss für Kosmetika und Flüssigkeiten im Handgepäck sind davon ausgenommen. Sonstige mitgeführte Plastiktüten müssen an der Gepäckkontrolle abgegeben werden.
Bei der Ausfuhr von Schmuck/Gegenständen, die z.B. aus Tierfellen/-häuten gemacht wurden, sind die Vorschriften des Washingtoner Artenschutzabkommens zu beachten (keine Ausfuhr von Gegenständen, die aus dem Material geschützter Tiere hergestellt sind). Aufgrund jüngster Verhaftungen wird davor gewarnt, Tiertrophäen oder Schmuck mit Bestandteilen von Tieren, die CITES-gelistet sind, zu erwerben oder auszuführen.
Empfindliche Haft- und Geldstrafen können verhängt werden.
Tiere
Für die Ein- und Ausfuhr von Haustieren wird eine besondere Erlaubnis des Ministry of Agriculture, Livestock and Fisheries, Veterinary Complex benötigt. Hierfür wird ein max. zehn Tage vor der Reise ausgestelltes Gesundheitsattest eines Tierarztes, das vom Gesundheitsamt zu beglaubigen ist, sowie eine Impfbescheinigung darüber, dass das Tier mindestens 21 Tage vor Einreise gegen Tollwut geimpft wurde, benötigt. Informationen und Formulare für die Beantragung der Erlaubnis bietet die Botschaft von Tansania in Berlin.

Quelle: Auswärtiges Amt der Bundesrepublik Deutschland. Eine Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit übernimmt das Auswärtige Amt nicht.

Gesundheitliche Empfehlungen
Pflichtimpfung bei Einreise
Keine
Empfohlene Impfungen
Hepatitis A Hepatitis B Typhus Tollwut Gelbfieber Meningokokken Cholera Polio Masern Dengue-Fieber
Quelle: Auswärtiges Amt
Siehe Aktuelles
Impfschutz
Bei der direkten Einreise aus Deutschland auf das Festland Tansanias und nach Sansibar sind keine Pflichtimpfungen, insbesondere keine Gelbfieberimpfung erforderlich. Dies gilt auch, wenn im Transit über ein Gelbfieber-Endemiegebiet eingereist wird, solange bei dem Zwischenstopp der Flughafen nicht verlassen wird und der Aufenthalt weniger als 12 Stunden beträgt.
Bei einer Einreise aus einem Gelbfiebergebiet (z.B. aus Nachbarländern) wird der Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung ab dem vollendeten ersten Lebensjahr verlangt.
Für längere Aufenthalte im Land und bei erhöhter Mückenexposition kann eine Gelbfieberimpfung auch aus medizinischen Gründen sinnvoll sein.
- Beachten Sie auch die Hinweise des sansibarischen Gesundheitsministeriums bzw. die Stellungnahme der Botschaft Tansanias in Berlin, die ggf. ausgedruckt mitgeführt werden sollte.
- Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender der STIKO auf aktuellem Stand befinden. Insbesondere sollte ein adäquater Impfschutz gegen Masern sichergestellt sein.
- Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A und Poliomyelitis, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Chikungunya-Fieber, Denguefieber, Hepatitis B, Gelbfieber, Typhus, Tollwut und Meningokokken-Krankheit (ACWY) empfohlen.
- Stellen Sie einen vollständigen Impfschutz gegen Poliomyelitis sicher. Bei Aufenthalten über 4 Wochen sollte laut WHO-Vorgaben eine Impfung 4 Wochen bis 12 Monate vor Ausreise aus dem betroffenen Land erfolgen. Bei einem Aufenthalt unter 4 Wochen ist eine Auffrischimpfung empfohlen, wenn die letzte Impfung vor mehr als 10 Jahren verabreicht wurde, siehe Poliomyelitis-Impfung.
Denguefieber
Dengueviren werden landesweit durch tagaktive Aedes-Mücken übertragen. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag sowie ausgeprägten Gliederschmerzen einher und betrifft zunehmend auch Reisende. In seltenen Fällen treten insbesondere bei Kindern schwerwiegende Komplikationen inklusive möglicher Todesfolge auf. Insgesamt sind Komplikationen bei Reisenden jedoch selten. Eine Chemoprophylaxe und eine spezifische Therapie existieren nicht. Eine Impfung ist verfügbar, siehe Denguefieber.
- Lassen Sie sich bezüglich einer Impfung von Tropen- und/oder Reisemedizinern beraten.
- Schützen Sie sich zur Vermeidung von Denguefieber im Rahmen einer Expositionsprophylaxe insbesondere tagsüber konsequent vor Mückenstichen.
Chikungunya-Fieber
Chikungunya-Viren werden von tagaktiven Aedes-Mücken übertragen. Die Erkrankung ist gekennzeichnet durch hohes Fieber und unter Umständen länger anhaltenden Gelenk- und Muskelschmerzen. Die Beschwerden können oft nicht eindeutig von anderen durch Mücken übertragenen Erkrankungen unterschieden werden. Chikungunya-Fieber heilt nicht immer folgenlos aus, selten kommt es zu lang anhaltenden rheuma-ähnlichen Beschwerden. Weitere Informationen siehe Chikungunya-Fieber.
- Schützen Sie sich zur Vermeidung von Chikungunya-Fieber im Rahmen einer Expositionsprophylaxe insbesondere tagsüber konsequent vor Mückenstichen.
Malaria
Malaria wird durch dämmerungs- und nachtaktive Anopheles-Mücken übertragen. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann noch Wochen bis Monate nach Aufenthalt im Risikogebiet ausbrechen, siehe Malaria.
- Stellen Sie sich beim Auftreten von Fieber während oder auch noch Monate nach einer entsprechenden Reise schnellstmöglich beim Arzt vor und weisen Sie ihn auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet hin.
Ein hohes Malariarisiko besteht ganzjährig landesweit inklusive der Städte (auch Daressalam), Nationalparks und auf den Inseln Sansibar, Mafia und Pemba. Der Anteil der Malaria tropica (P. falciparum) beträgt über 99%. Eine Karte der Risikogebiete stellt die DTG zur Verfügung.
Schützen Sie sich zur Vermeidung von Malaria im Rahmen einer Expositionsprophylaxe konsequent vor Insektenstichen. Speziell sollten Sie auf folgende Punkte achten:
- Tragen Sie körperbedeckende, helle Kleidung (lange Hosen, lange Hemden).
- Applizieren Sie wiederholt Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen tagsüber (Dengue) sowie in den Abendstunden und nachts (Malaria).
- Schlafen Sie ggf. unter einem imprägnierten Moskitonetz.
Neben der notwendigen Expositionsprophylaxe ist zudem eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) sinnvoll. Hierfür sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z. B. Atovaquon-Proguanil, Doxycyclin, Mefloquin) auf dem deutschen Markt erhältlich.
- Besprechen Sie die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner oder Reisemediziner.
- Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats wird empfohlen.
HIV/AIDS
HIV/AIDS ist im Land ein großes Problem und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen. Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes HIV-Übertragungsrisiko.
- Verwenden Sie stets Kondome, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften.
Durchfallerkrankungen
Bei Durchfallerkrankungen handelt es sich um häufige Reiseerkrankungen, siehe Durchfallerkrankungen. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und auch Cholera (s.u.) jedoch vermeiden. Zum Schutz Ihrer Gesundheit beachten Sie daher folgende grundlegende Hinweise:
- Trinken Sie ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs, nie Leitungswasser. Durch den Kauf von Flaschenwasser mit Kohlensäure kann eine bereits zuvor geöffnete Flasche leichter identifiziert werden.
- Benutzen Sie unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen möglichst Trinkwasser.
- Falls kein Flaschenwasser zur Verfügung steht, verwenden Sie gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser.
- Kochen oder schälen Sie Nahrungsmitteln selbst.
- Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern.
- Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, stets jedoch vor der Essenszubereitung und vor dem Essen.
- Wenn möglich, desinfizieren Sie Ihre Hände mit Flüssigdesinfektionsmittel.
Cholera
Regelmäßig kann es während der Regenzeit (Dezember bis März) zu lokal begrenzten Cholera-Ausbrüchen kommen. Es ist ausschließlich die einheimische Bevölkerung betroffen.
Cholera wird über ungenügend aufbereitetes Trinkwasser oder rohe Lebensmittel übertragen und kann daher gut durch entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene vermieden werden. Nur ein kleiner Teil der an Cholera infizierten Menschen erkrankt und von diesen wiederum die Mehrzahl mit einem vergleichsweise milden Verlauf. Die Indikation für eine Choleraimpfung ist nur sehr selten gegeben, in der Regel nur bei besonderen Expositionen wie z.B. der Arbeit im Krankenhaus mit Cholerapatienten, siehe Cholera.
- Lassen Sie sich hinsichtlich Ihres Risikoprofils ggf. durch einen Tropen- oder Reisemediziner beraten.
Afrikanisches Zeckenbissfieber
Die nach der Malaria häufigste fieberhafte Infektionskrankheit nach Aufenthalt in afrikanischen Nationalparks ist das afrikanische Zeckenbissfieber (African tick-bite fever).
Der Erreger, Rickettsia africae, wird durch z.T. sehr stechaggressive Zecken bei ungeschütztem Aufenthalt in Gras- und Savannenlandschaften übertragen. Die Erkrankung ist durch Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen und später durch einen Hautausschlag (Exanthem) gekennzeichnet. Charakteristisch ist die blutverkrustete Einstichstelle (Eschar), die oft zunächst nicht bemerkt wird. Doxyzyclin zur Behandlung ist gut wirksam.
- Schützen Sie sich durch adäquate Kleidung, Insektenabwehrmittel und Körperkontrolle auf Zecken nach Rückkehr.
Schlafkrankheit (Afrikanische Trypanosomiasis)
In der Serengeti und im Tarangire-Nationalpark sowie im Westen des Landes (Tabora, Rukwa, Kigoma) kann es zu einer Infektion mit dem Erreger der Schlafkrankheit kommen, die durch große tagaktive Fliegen (Tse-Tse) mit einem schmerzhaften Stich auch durch dünneren Stoff hindurch übertragen werden kann.
- Vermeiden Sie Fliegenstiche durch angemessenes Verhalten (u.a. Vorsicht bei Fahrten mit offenen Fahrzeugen) und entsprechende feste, lange Kleidung, auch stabiles Schuhwerk ist hier besonders angeraten.
Meningokokken-Krankheit (u. a. bakterielle Hirnhautentzündung)
Sie wird vorwiegend in den trockenen Monaten (vor allem Januar bis April) im Norden und Westen des Landes übertragen. Entsprechend der Reiseform und -zeit kann eine Impfung (Kombinationsimpfstoff gegen die vier Meningokokken-Typen ACWY) auch bei einer Aufenthaltsdauer von unter vier Wochen indiziert sein.
Leptospirose
Im Südwesten des Landes (Region Lindi) ist es zu mehreren Fällen von Leptospirose gekommen. Der Erreger wird durch Kontakt mit Süßwasser übertragen, das mit dem Urin von Nagetieren verunreinigt wurde, oder durch direkten Kontakt mit dem Nager-Urin. Es handelt sich um eine schwer verlaufende, hochfieberhafte Erkrankung, die zahlreiche Organe schädigen kann. Das Risiko für Reisende wird als gering eingeschätzt.
- Meiden Sie den intensiven Kontakt mit Süßwasser oder Hautkontakt mit feuchten Naturböden.
Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Bilharziose wird beim Baden, Waten oder anderen Freizeitaktivitäten im oder am Süßwasser (z.B. Victoria-See) durch das Eindringen der Wurmlarven durch die intakte Haut übertragen, siehe Schistosomiasis.
- Sehen Sie vom Baden in Süßwassergewässern in ganz Tansania konsequent ab.
Gifttiere
In allen tropischen Ländern kommen eine Reihe teilweise gefährlicher Giftschlangen vor, deren Biss schwere Körperschäden inkl. Todesfolge bewirken kann. Viele Schlangen sind nachtaktiv, daher nachts möglichst nicht im Freien umherlaufen. Nicht in Erdlöcher oder -spalten, unter Steine bzw. Reisig, Zweige und ähnlich unübersichtliches Material greifen. Auch kommen einige recht giftige Spinnen- und Skorpionarten, daneben auch andere Tiere mit potentiell starker Giftwirkung (z.B. bestimmte auffällig gefärbte Schmetterlingsraupen, Hundertfüßler) vor, siehe Erste Hilfe bei Schlangenbissen.
- Wie überall in den Tropen gilt: Vorsicht, wohin man greift, wohin man tritt und wohin man sich setzt oder legt.
- Entfernen Sie vor Benutzung von Bettdecken und -laken, Kleidungsstücken, Schuhwerk, Kopfbedeckungen evtl. vorhandene giftige "Untermieter" durch sorgfältiges Ausschütteln.
Höhenkrankheit
Sollten im Rahmen von touristischen Unternehmungen der Kilimandscharo oder der Mt. Meru bestiegen werden, sind gesundheitliche Probleme möglich (Höhenkrankheit). Eine Bergrettung ist so gut wie nicht vorhanden. Zu Symptomen der Höhenkrankheit siehe auch Höhenkrankheit.
- Lassen Sie sich vor Reisen in große Höhen (über 2.300 m) vor der endgültigen Reiseplanung individuell durch einen höhenmedizinisch erfahrenen Arzt beraten. Eine Reisekrankenversicherung, die das Bergerisiko (z.B. eine Hubschrauber-Evakuierung) mit abdeckt, ist unbedingt empfohlen.
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und häufig technisch, apparativ und/oder hygienisch problematisch. Vielfach fehlen auch europäisch ausgebildete, englisch sprechende Ärzte.
- Schließen Sie möglichst eine lokale Evakuierungsversicherung z.B. bei AMREF-Flying Doctors ab.
- Schließen Sie für die Dauer des Auslandsaufenthaltes eine Auslandsreise-Kranken- und Rückholversicherung ab.
- Nehmen Sie eine individuelle Reiseapotheke mit und schützen Sie diese unterwegs gegen hohe Temperaturen.
- Lassen Sie sich vor einer Reise durch reisemedizinische Beratungsstellen, Tropen- oder Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen. Entsprechende Ärzte finden Sie z. B. über die DTG.
Bitte beachten Sie neben dem generellen Haftungsausschluss auch den medizinischen Haftungsausschluss

Quelle: Auswärtiges Amt der Bundesrepublik Deutschland. Eine Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit übernimmt das Auswärtige Amt nicht.

Zoll Hinweise
Quelle: Auswärtiges Amt
Devisen können maximal bis zur Höhe von 10.000 USD ohne Anmeldung eingeführt werden. Darüber hinausgehende Beträge müssen beim Zoll deklariert werden. Die Einfuhr pornographischen Materials und Drogen jedweder Art ist verboten. Jagdwaffen müssen bei der Einfuhr angemeldet werden. Im Übrigen ist die Einfuhr von Waffen untersagt.
Die Ein- und Ausfuhr von Plastiktüten ist verboten; kleine Plastiktaschen mit Zipp-Verschluss für Kosmetika und Flüssigkeiten im Handgepäck sind davon ausgenommen. Sonstige mitgeführte Plastiktüten müssen an der Gepäckkontrolle abgegeben werden.
Bei der Ausfuhr von Schmuck/Gegenständen, die z.B. aus Tierfellen/-häuten gemacht wurden, sind die Vorschriften des Washingtoner Artenschutzabkommens zu beachten (keine Ausfuhr von Gegenständen, die aus dem Material geschützter Tiere hergestellt sind). Aufgrund jüngster Verhaftungen wird davor gewarnt, Tiertrophäen oder Schmuck mit Bestandteilen von Tieren, die CITES-gelistet sind, zu erwerben oder auszuführen.
Empfindliche Haft- und Geldstrafen können verhängt werden.

Quelle: Auswärtiges Amt der Bundesrepublik Deutschland. Eine Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit übernimmt das Auswärtige Amt nicht.

Offizielle Reisehinweise

Wähle deine Staatsangehörigkeit für die aktuellen Hinweise deines Außenministeriums.

🇦🇹
Österreich
BMEIA Österreich
🇨🇭
Schweiz
EDA Schweiz
🇮🇹
Italien
Farnesina Italien
🇩🇪
Deutschland
Auswärtiges Amt

Weiteres zum Reiseland Tansania

Neben den geographischen und alpinhistorischen Eckdaten oben gibt es praktische Aspekte, die das Bild des Reiselands abrunden: politische Lage, Zahlungsmittel auf der Route, Naturgefahren wie seismische Aktivität, Regenzeiten und Wildtierbegegnungen. Vieles davon ist in jeder Bergregion der Welt anders gelagert: In Tansania kommt die Regenzeit zweimal im Jahr, Bargeld dominiert abseits der Städte, und der Mobilfunkempfang endet am Kilimandscharo spätestens in den höheren Lagen. Einreise, Gesundheitsvorsorge und Impfempfehlungen folgen eigenen regionalen Regeln. Die folgenden Hinweise fassen den aktuellen Stand zusammen — direkt aus den offiziellen Reise- und Sicherheitsinformationen des Auswärtigen Amtes.

Aktuelles
Quelle: Auswärtiges Amt
Von nicht notwendigen Reisen in den südlichen Teil der Region Mtwara (unmittelbare Grenzregion zu Mosambik) sowie zu den Inseln und der Küstenregion südlich von Kisiju wird abgeraten.
Lassen Sie bei Reisen nach Tansania besondere Vorsicht walten und achten Sie auf Ihre persönliche Krisenvorsorge!
Sicherheitslage
Im Zusammenhang mit den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen im Oktober 2025 kam es in mehreren Landesteilen Tansanias zu teils gewaltsamen Protesten mit zahlreichen Toten. Das Internet war über mehrere Tage vollständig abgeschaltet, die Versorgungslage (Bargeld, Treibstoff, Lebensmittel) sowie der Flugverkehr waren erheblich beeinträchtigt. Die Situation hat sich seitdem stabilisiert, bleibt jedoch angespannt. Erneute Proteste, gewaltsame Auseinandersetzungen, kurzfristig verhängte Ausgangssperren, Internet- und Mobilfunkabschaltungen, Reisebeschränkungen sowie Einschränkungen im Fähr- und Flugverkehr – insbesondere nach Sansibar – können nicht ausgeschlossen werden. Auch Versorgungsengpässe (z.B. bei Treibstoff, Bargeld und Lebensmitteln) sind erneut möglich.
Die Krise im Nahen und Mittleren Osten hat auch Auswirkungen auf die Versorgungslage in Tansania. Die Treibstoffpreise sind seit Anfang April 2026 deutlich gestiegen, an einzelnen Tagen kam es zu kurzfristigen Versorgungsengpässen und Wartezeiten an Tankstellen. Weitere, auch kurzfristige Einschränkungen können nicht ausgeschlossen werden.
- Bleiben Sie weiterhin aufmerksam und achten Sie auf Ihre persönliche Krisenvorsorge!
- Meiden Sie Demonstrationen und Menschenansammlungen.
- Befolgen Sie Anweisungen der Sicherheitskräfte.
- Machen Sie keine Fotos von Sicherheitskräften, militärischen Einrichtungen, Protesten, Ausschreitungen, etc. Löschen Sie derartige Fotos ggf. von Ihren Geräten.
- Registrieren Sie sich in der Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amts (ELEFAND) und halten Sie Ihre Kontaktdaten aktuell. Geben Sie diese Empfehlung auch an andere, ggf. noch nicht registrierte Landsleute weiter.
Ebolafieber
Am 15. Mai 2026 wurde ein Ausbruch von Ebolafieber in der Provinz Ituri (Demokratische Republik Kongo) gemeldet. Uganda hat ebenfalls am 15. Mai 2026 den Ausbruch des Ebola-Bundibugyo-Virus bestätigt. Die WHO erklärte den aktuellen Ausbruch am 17. Mai 2026 zum „Public Health Emergency of International Concern (PHEIC)“. Laut WHO bestehen derzeit erhebliche Unklarheiten hinsichtlich der tatsächlichen Infektionszahlen, der geografischen Ausbreitung des Ausbruchs sowie der epidemiologischen Verknüpfungen zwischen bestätigten und vermuteten Fällen.
Bislang gibt es keine bestätigten Fälle in Tansania.
Die zuständigen Behörden haben entsprechende Vorsichtsmaßnahmen eingeleitet, siehe Einreise und Zoll.
Ebola-Impfstoffe werden grundsätzlich für Kontaktpersonen und Gesundheitspersonal verwendet. Für Reisende ist eine Impfung nicht vorgesehen. Im Gegensatz zu den Ebola-Zaire-Stämmen gibt es derzeit weder zugelassene spezifische Therapeutika noch Impfstoffe gegen das Ebola-Bundibugyo-Virus.

Quelle: Auswärtiges Amt der Bundesrepublik Deutschland. Eine Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit übernimmt das Auswärtige Amt nicht.

Sicherheit
Quelle: Auswärtiges Amt
Siehe Aktuelles
Von nicht notwendigen Reisen in den südlichen Teil der Region Mtwara (unmittelbare Grenzregion zu Mosambik) sowie zu den Inseln und der Küstenregion südlich von Kisiju wird abgeraten.
Lassen Sie bei Reisen nach Tansania besondere Vorsicht walten und achten Sie auf Ihre persönliche Krisenvorsorge!
Terrorismus
Es besteht ein Risiko für terroristische Anschläge in allen Regionen des Landes, insbesondere auch in der Stadt Daressalam. Als mögliche Ziele kommen besonders Orte mit Symbolcharakter in Frage. Dazu gehören bekannte Sehenswürdigkeiten, Regierungs- und Verwaltungsgebäude, ausländische Botschaften, Wirtschafts- und Tourismuszentren, Hotels, Märkte, religiöse Versammlungsstätten sowie generell größere Menschenansammlungen.
In der Vergangenheit gab es Anschläge sowohl auf dem Festland als auch auf Sansibar. Dabei wurden Gotteshäuser und religiöse Führer angegriffen. Die Hintergründe blieben häufig unklar. In der Region Mtwara nahe der Grenze zur Provinz Cabo Delgado in Mosambik besteht weiterhin die Gefahr terroristischer Angriffe; die Lage dort bleibt weiterhin volatil.
Weitere Anschläge können nicht ausgeschlossen werden.
- Beachten Sie den geltenden Sicherheitshinweis.
- Seien Sie angesichts der verschlechterten Sicherheitslage besonders vorsichtig, vor allem an belebten Orten, in internationalen Hotels, Einrichtungen mit internationalem Publikumsverkehr, ausländischen Botschaften, an bekannten Treffpunkten von Ausländern und bei unvorhergesehenen, nicht alltäglichen Ereignissen.
- Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
- Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
- Beachten Sie den weltweiten Sicherheitshinweis.
Innenpolitische Lage
Die Lage in Tansania bleibt nach den teils gewaltsamen Ausschreitungen im Zuge der Präsidentschafts- und Parlamentswahlen im Oktober 2025 volatil. Weitere Demonstrationen und gewaltsame Auseinandersetzungen können nicht ausgeschlossen werden.
Auf dem teilautonomen Sansibar ist die politische Lage derzeit stabil.
- Beachten Sie den geltenden Sicherheitshinweis.
- Informieren Sie sich über die lokalen Medien.
- Seien Sie auf öffentlichen Plätzen sowie beim Besuch von touristischen Sehenswürdigkeiten und religiösen Stätten – auf Sansibar insbesondere beim Besuch des Großraums Stone Town - besonders wachsam.
- Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
- Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
Kriminalität
Die Kriminalität ist im gesamten Land relativ hoch und ist weiter angestiegen. Neben Kleinkriminalität wie Taschendiebstahl, aber auch Überfällen häufen sich Entführungen mit Gelderpressung. Hierbei werden Ausländer von angeblich hilfsbereiten Passanten oder angeblichen Taxifahrern angesprochen und Unterstützung wie Mitfahrgelegenheiten angeboten, um sie anschließend auszurauben und/oder unter Androhung von Gewalt zu zwingen, Bargeld vom Geldautomaten abzuheben. Insbesondere Fahrten mit Kleinbussen und nicht näher bekannten Taxifahrern oder durch Bekannte vermittelte Taxifahrten sind gefährlich.
Fahrten mit dem Fahrrad und Spaziergänge sollten nach Einbruch der Dunkelheit vermieden werden - dies gilt auch für Strandspaziergänge auf Sansibar. Es sind mehrere Fälle bekannt, bei denen Ausländer gezwungen wurden, durch Anrufe bei Familie oder Bekannten Geldtransfers zu erwirken. Im ganzen Land und insbesondere in den Touristenhochburgen (Arusha, Sansibar, Daressalam und Morogoro) nimmt diese Art der Kriminalität signifikant zu. Bevorzugte Plätze sind Bahnhöfe, Fähranlegestellen und Busstationen, aber auch zunehmend Wohngebiete, etwa Oyster Bay und Masaki in Daressalam.
Bei Angriffen auf Fahrzeuge wird versucht, Wertsachen durch offene Fenster und nicht verriegelte Autotüren zu entwenden.
Nicht bewachte Strände und einsam gelegene Gegenden, aber auch Strände in den Küstenstädten sind besonders gefährlich (inklusive Sansibar).
Es häufen sich zudem Fälle, bei denen Fußgängern Taschen oder Rucksäcke von Dieben auf vorbeifahrenden Motorrädern oder aus Autos heraus gewaltsam entrissen werden, oft mit erheblicher Gefahr für Leib und Leben.
- Steigen Sie ausschließlich in registrierte Taxis ein (erkennbar an weißen Kennzeichen und einem grünen, gelben oder blauen Längsstreifen auf der weißen Karosserie), deren Fahrer Ihnen persönlich bekannt sind, durch Ihnen bekannte Personen vermittelt wurden oder deren Fahrten nachvollzogen werden können (z.B. per Uber).
- Selbst wenn Sie einen Taxifahrer, z.B. über ein Hotel gebucht haben, ist Vorsicht geboten: Fahrer registrierter Taxis holen ihre Fahrgäste innerhalb des Flughafenterminals ab.
- Steigen Sie außerhalb des Flughafengeländes in kein Taxi, auch nicht am Taxistand vor dem Terminal 2.
- Vermeiden Sie Überlandfahrten, Fahrten mit dem Fahrrad und Spaziergänge nach Einbruch der Dunkelheit.
- Halten Sie bei Fahrten in Mietwagen Fenster und Türen geschlossen und verriegelt; beobachten Sie Ihre Umgebung stets sorgfältig.
- Seien Sie auf öffentlichen Plätzen sowie beim Besuch touristischer Sehenswürdigkeiten und religiöser Stätten – auf Sansibar insbesondere beim Besuch des Großraums Stone Town - besonders wachsam.
- Lassen Sie in der Region Kilimandscharo besondere Vorsicht walten und befolgen Sie die Anweisungen der Bergführer.
- Achten Sie bei Übernachtungen, insbesondere auf Campingplätzen und in abgelegenen Gebieten auf vorhandene Sicherheitsvorkehrungen.
- Meiden Sie nicht bewachte Strände und einsam gelegene Gegenden, aber auch Strände innerhalb der Küstenstädte.
- Leisten Sie bei einem Überfall keinen Widerstand.
- Bewahren Sie Geld, Ausweise, Führerschein und andere wichtige Dokumente sicher auf; speichern Sie ggf. elektronische Kopien/Fotos. Dies erleichtert im Falle von Diebstahl oder Verlust die Ausstellung eines Ersatzdokuments.
- Geben Sie bargeldlosen Zahlungen den Vorzug und nehmen Sie nur das für den Tag benötigte Bargeld und keine unnötigen Wertsachen mit.
- Seien Sie in größeren Menschenmengen wie an Flughäfen, Bahnhöfen und im Bus, aber auch beim Geldabheben, besonders vorsichtig.
- Seien Sie bei ungewohnten E-Mails, Telefonanrufen, Gewinnmitteilungen, Angeboten und Hilfeersuchen skeptisch und vorsichtig. Teilen Sie keine Daten von sich mit, sondern vergewissern Sie sich ggf. persönlich der Glaubwürdigkeit oder wenden Sie sich an die Polizei.
Piraterie auf hoher See
Vor den Küsten Somalias und seiner Nachbarstaaten sowie in den angrenzenden Gewässern besteht weiterhin ein Risiko von Piratenangriffen und Kaperungen. Nach wie vor sind auch Schiffe tief im Indischen Ozean (um die Seychellen und Madagaskar) sowie vor Kenia, Tansania, Mosambik, Jemen und Oman gefährdet, angegriffen und gekapert zu werden.
Trotz der internationalen Bemühungen zur Eindämmung der Piraterie bleibt die Zahl der Piratenangriffe hoch; ein wirksamer Schutz kann nicht garantiert werden.
- Lassen Sie als Schiffsführer in den vorgenannten Gebieten höchste Vorsicht walten.
- Registrieren Sie sich bei Fahrten in den gefährdeten Gewässern beim Maritime Security Center.

Quelle: Auswärtiges Amt der Bundesrepublik Deutschland. Eine Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit übernimmt das Auswärtige Amt nicht.

Geld/Kreditkarten
Quelle: Auswärtiges Amt
Landeswährung ist der Tansania-Schilling (TZS). Kreditkarten als Zahlungsmittel werden meist in größeren Hotels akzeptiert, manchmal jedoch nur noch VISA.
Die Mitnahme von ausreichend Bargeld (EUR/USD) wird empfohlen. Bei Mitnahme von USD-Noten ist zu beachten, dass Banken und Wechselstuben meist nur USD-Noten mit Prägedatum ab dem Jahr 2006 annehmen.
Der Umtausch von EUR in Landeswährung bleibt auf die großen Städte und bestimmte Hotels beschränkt. Bargeldabhebungen mit deutschen Debitkarten (Girocard) sind an Geldautomaten kaum möglich. Empfehlenswert ist daher die Mitnahme (mehreren) gängiger Kreditkarten, die an den meisten Geldautomaten eingesetzt werden können. Insbesondere mit der weit verbreiteten VISA-Karte lässt sich bei verschiedenen Banken relativ zuverlässig Bargeld abheben. Geldautomaten unterliegen gelegentlich Störungen, daher wird eine Bargeldreserve empfohlen.
Auch kam es in der Vergangenheit des Öfteren zu unrechtmäßigen Bargeldabhebungen Dritter zu Lasten einer kurz vorher am Geldautomat benutzten Kreditkarte.
- Kontrollieren Sie Ihre Kreditkartenabrechnungen umgehend, gründlich und melden Sie verdächtige Doppelabhebungen bzw. Abbuchungen dem jeweiligen Kreditinstitut.

Quelle: Auswärtiges Amt der Bundesrepublik Deutschland. Eine Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit übernimmt das Auswärtige Amt nicht.

Natur & Klima
Quelle: Auswärtiges Amt
Es herrscht wechselfeuchtes, tropisches Klima mit ausgeprägten Trocken- und Regenzeiten.
Insbesondere Küstenregionen sind meist von Juni bis Oktober von monsunartigen Regenfällen und Überflutungen betroffen, so dass Straßen unpassierbar werden können.
Tansania liegt in einer seismisch aktiven Zone, weshalb es zu Erdbeben und vulkanischen Aktivitäten kommen kann.
- Beachten Sie stets Verbote, Hinweisschilder und Warnungen und folgen Sie stets den Anweisungen lokaler Behörden.
- Machen Sie sich mit den Verhaltenshinweisen bei Erdbeben und Vulkanausbrüchen des Deutschen GeoForschungsZentrums vertraut.

Quelle: Auswärtiges Amt der Bundesrepublik Deutschland. Eine Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit übernimmt das Auswärtige Amt nicht.

Gut zu wissen:

Der Kilimandscharo überrascht nicht nur durch seinen Gipfel auf 5.895 m. Tansania vereint auf seinem Staatsgebiet eine Höhendifferenz von rund 7.366 m — vom Gipfel des Kilimandscharo bis zum Boden des Tanganjikasees auf −1.471 m. Kein anderes Land Afrikas erreicht solche Extreme auf so engem Raum. Wer den Kilimandscharo besteigt, bewegt sich also innerhalb des vertikalen Rahmens, der zugleich den tiefsten Punkt des Kontinents einschließt — ein Maßstab, der alpine Dimensionen vollständig neu definiert.

Reisen in Tansania

Reisegebiete in Tansania

Bekannte Ziele und Gipfel in Tansania

Sonstige

Moshi

Moshi liegt auf 890 m Höhe am Südhang des Kilimandscharo in Tansania. Die Stadt dient als wichtigster Ausgangspunkt für alle Kilimandscharo-Routen und als logistisches Zentrum für Trekkingtouren zum höchsten Berg Afrikas. Sieben offizielle Routen führen vom Stadtgebiet auf den 5.895 m hohen Uhuru-Gipfel.

Schutzgebiet

Kilimanjaro National Park

Der Kilimandscharo-Nationalpark umfasst das gesamte Kilimandscharo-Massiv mit den drei Vulkanen Kibo, Mawenzi und Shira auf 1.800 bis 5.895 m Höhe. Das 1.668 km² große Schutzgebiet wurde 1987 zum UNESCO-Welterbe erklärt. Ausgangspunkt für Trekkingtouren zum höchsten Gipfel Afrikas über verschiedene Routen wie Machame und Umbwe.

Vulkan 4.562 m

Mount Meru

Mount Meru erhebt sich auf 4.562 m als achthöchster Berg Afrikas in Tansania. Der ruhende Stratovulkan liegt 70 km westlich des Kilimanjaro im Arusha Nationalpark. Der Gipfel trägt den Namen Socialist Peak.

Schutzgebiet

Arusha-Nationalpark

Der Arusha-Nationalpark liegt zwischen Mount Meru und Kilimandscharo im Nordosten Tansanias. Der 137 km² große Park umfasst den erloschenen Vulkan Mount Meru mit seinen Berghängen aus tropischem Regenwald. Ausgangspunkt für Trekkingtouren am zweithöchsten Berg Tansanias.

Dorf

Machame

Machame war das größte und mächtigste der historischen Chagga-Königreiche am Kilimandscharo. Das Königreich lag im fruchtbaren Kikafu-Flussbecken an den Südhängen des Berges. Heute ist Machame Ausgangspunkt der gleichnamigen Trekkingroute auf den Gipfel.

Vulkan 5.149 m

Kibo

Der Kibo bildet mit 5.149 m den höchsten Gipfel des Kilimandscharo-Massivs und ist Teil des ruhenden Stratovulkans in Tansania. Als größter der drei Vulkankegel überragt er Mawenzi und Shira deutlich. Der Normalweg führt über steile Ascheflanken zum Kraterrand.

Sonstige

Ngorongoro Krater

Der Ngorongoro Krater ist eine riesige Vulkankaldera im gleichnamigen Schutzgebiet in Tansania. Das UNESCO-Weltnaturerbe liegt 180 km westlich von Arusha City in den Crater Highlands. Der Kraterrand bietet spektakuläre Ausblicke auf die Tierwelt der Kaldera und bis zum Lake Manyara.

Sonstige

Arusha

Die Stadt Arusha liegt auf 1.400 m am Fuß des Mount Meru in Tansania. Als wichtigstes Basecamp der Region dient sie als Ausgangspunkt für Mount Meru, Kilimanjaro und die Nationalparks der Northern Circuit. Der Kilimanjaro International Airport befindet sich 60 km östlich der Stadt.

Vulkan 2.962 m

Shira

Der Shira erhebt sich auf 3.962 m als dritthöchster Berg des Kilimandscharo-Massivs in Tansania. Als ältester der drei erloschenen Vulkane ist sein Gipfel durch jahrmillionenlange Erosion zu einem plateauartigen Haupt abgetragen. Der Berg liegt etwa 15 km westlich des Kibo und ist über einen ausgedehnten Sattel mit diesem verbunden.

Vulkan 5.149 m

Mawenzi

Der Mawenzi erhebt sich auf 5.148 m als zweithöchster Gipfel des Kilimandscharo-Massivs in Tansania. Der erloschene Vulkan gilt als technisch anspruchsvoll und wesentlich schwieriger zu besteigen als der benachbarte Kibo. Seine stark verwitterte Gipfelregion trägt steile Felswände und brüchiges Gestein.

Schutzgebiet

Serengeti-Nationalpark

Die Serengeti erstreckt sich über 30.000 km² vom Norden Tansanias bis in den Süden Kenias. Die weite Savanne östlich des Victoriasees ist Schauplatz der großen Tiermigration mit 1,7 Millionen Gnus.

Sonstige

Karatu

Karatu ist ein Distrikt in der Arusha-Region Tansanias und strategisches Tor zum Ngorongoro-Schutzgebiet. Der Ort liegt zwischen dem Manyara-See im Osten und dem Eyasi-See im Südwesten. Die Hauptstraße T17 von Arusha zum Ngorongoro-Nationalpark führt durch das Gebiet.

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Häufig gestellte Fragen zum Reiseland Tansania

Brauchen EU-Bürger ein Visum für Tansania?

Ja, für die Einreise nach Tansania ist ein Visum erforderlich. Es kann bequem vorab als E-Visum online beantragt werden oder bei Ankunft (Visa on Arrival) erworben werden. Die Gebühr beträgt 50 USD, und das Visum wird je nach Beantragung für 30 oder 90 Tage ausgestellt. Wer aus einem Gelbfieberendemiegebiet einreist, muss einen gültigen Gelbfieber-Impfnachweis vorlegen. Für einen Besuch auf Sansibar ist kein separates Visum nötig, da die Insel zum gemeinsamen Staatsgebiet Tansanias gehört.

Wie lange muss mein Reisepass für die Einreise nach Tansania gültig sein?

Der Reisepass muss bei der Einreise nach Tansania noch mindestens 6 Monate gültig sein. Reisende sollten die Gültigkeit ihres Dokuments rechtzeitig vor Reiseantritt prüfen und gegebenenfalls erneuern lassen. Dies gilt unabhängig davon, ob das Visum online oder bei Ankunft beantragt wird.

Wann ist die beste Reisezeit für Tansania?

Die beste Reisezeit für Tansania liegt zwischen Juni und Oktober: In dieser Trockenzeit sind die Wege am Kilimandscharo gut passierbar, die Sicht ist klar und das Malaria-Risiko vergleichsweise geringer. Auch Januar und Februar gelten als gute Reisemonate, da sie zwischen den beiden Regenzeiten liegen. Unbedingt meiden sollte man die lange Regenzeit von März bis Mai, denn dann sind viele Wege schlammig oder unpassierbar, die Sicht am Kilimandscharo ist stark eingeschränkt und das Malaria-Risiko erhöht sich deutlich.

Welchen Einfluss haben die Regenzeiten auf Trekkingtouren in Tansania?

Tansania hat im Norden eine zweigeteilte Regenzeit: die kurzen Regen (Vuli) von Oktober bis Dezember und die langen Regen (Masika) von März bis Mai. Während der langen Regenzeit werden Kilimandscharo-Wege schlammig, Flussquerungen gefährlich und Nationalpark-Zufahrten im Süden schwierig. Das südliche Hochland und das Zentralplateau folgen einem anderen Muster mit unimodalen Regenfällen von Oktober bis April, was dort andere Trockenzeiten als im Norden bedeutet. Auf Sansibar ist Tauchen und Schnorcheln auch in der Nebensaison möglich.

Wie sicher ist Tansania als Reiseziel?

Tansania gilt als eines der stabilsten Länder Afrikas und hat seit der Unabhängigkeit keine ethnischen Bürgerkriege erlebt. Nach der Wahl 2025 kam es jedoch zu politischen Spannungen mit Protesten und Todesopfern, weshalb die aktuellen Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes vor Abreise geprüft werden sollten. In Großstädten wie Daressalam und in touristischen Gebieten ist Kleinkriminalität wie Taschendiebstahl und Überfälle möglich, daher sollten Wertsachen nicht offen getragen werden. Für Kilimandscharo-Touren und Safaris sind ausschließlich lizenzierte Veranstalter und zertifizierte Guides zu nutzen; auf Trekking-Routen ist ein Pflichtführer vorgeschrieben. Zudem sollte auf die Straßenzustände in ländlichen Gebieten geachtet werden, besonders während der Regenzeit.

Welche Gesundheitsrisiken sollte ich bei einer Reise nach Tansania kennen?

Am Kilimandscharo tritt Höhenkrankheit ab etwa 3.000 m auf, der Gipfel liegt auf 5.895 m; ein langsamer Aufstieg von maximal 300 bis 400 Höhenmetern pro Tag oberhalb von 3.000 m ist daher essenziell. Bei schweren Symptomen wie HACE oder HAPE ist sofortiger Abstieg notwendig, und eine Reisekrankenversicherung mit Helikopter-Rettung wird dringend empfohlen. Malaria besteht ganzjährig im gesamten Land einschließlich mittlerer Höhenlagen, weshalb Malariamedikamente und konsequenter Mückenschutz unverzichtbar sind. Trinkwasser muss im ganzen Land aufbereitet oder als Flaschenwasser gekauft werden. Die Gelbfieber-Impfung ist bei Einreise aus Endemiegebieten Pflicht.

Welche Währung gilt in Tansania und wie komme ich an Bargeld?

Die offizielle Währung Tansanias ist der Tansanianische Schilling (TZS). Geldautomaten sind in Daressalam, Arusha, Sansibar-Stadt und anderen größeren Städten vorhanden; in Nationalparks und auf Trekking-Routen gibt es kaum oder keine Möglichkeit, Bargeld abzuheben. In ländlichen Gebieten und auf Trekking-Routen dominiert Bargeld, da Träger, Guides und lokale Dienstleistungen bar bezahlt werden. Nationalpark-Gebühren am Kilimandscharo können teils in USD oder per Karte beglichen werden. USD und EUR lassen sich an den Flughäfen Daressalam, Kilimanjaro International Airport und Sansibar sowie in Banken und Wechselstuben der Städte gut tauschen.

Welche körperliche Fitness brauche ich für eine Kilimandscharo-Tour in Tansania?

Für den Kilimandscharo ist eine gute Grundkondition erforderlich, da die Tour je nach Route 5 bis 9 Tage dauert und täglich 4 bis 8 Stunden Gehzeit anfallen. Technisches Klettern ist nicht nötig, jedoch ist mehrtägige Ausdauerleistung auf großer Höhe gefordert, weshalb eine aktive Akklimatisierung unbedingt eingeplant werden muss. Safaris in Tansania stellen dagegen keine besonderen körperlichen Anforderungen.

Benachbarte Länder

Kenia Uganda