Der Banff-Nationalpark in den kanadischen Rocky Mountains erstreckt sich über 6.641 km² entlang der kontinentalen Wasserscheide zwischen Alberta und British Columbia. Als Kanadas erster Nationalpark und der drittälteste der Welt bildet er das Herzstück der Canadian Rocky Mountain Parks — einem UNESCO-Welterbe, das für seine glazialen Landformen mit Karen, Graten und U-förmigen Tälern berühmt ist. Seit der Gründung 1885 zieht die Region Bergsteiger und Alpinisten aus aller Welt an.
Das Spektrum reicht von moderaten Wanderungen im montanen Bereich bis zu anspruchsvollen Expeditionen auf die über 3.600 m hohen Gipfel wie Mount Forbes und Mount Assiniboine. Das Columbia Icefield bildet die größte zusammenhängende Eismasse der Rocky Mountains — über 100 Gletscher sind allein vom Icefields Parkway aus sichtbar. Skitouren von Februar bis März nutzen den bis zu 280 cm tiefen Schneemassen, während Hochgebirgstouren in den Sommermonaten Mai bis Juli ideale Bedingungen finden.
Die zwei Hauptgebirgszüge — die Main Ranges entlang der Wasserscheide und die Front Ranges im Osten — bestehen aus 600 bis 145 Millionen Jahre alten Sedimentgesteinen. Das subarktische Klima sorgt für schneereiche Winter mit Temperaturen bis -30°C und milde Sommer mit großen täglichen Temperaturschwankungen. Der Trans-Canada Highway und der legendäre Icefields Parkway erschließen diese Wildnis, in der 56 Säugetierarten leben.