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Advanced Polar Expedition Course for Scientist

Mit Sicherheit forschen |  Fortgeschrittenentraining für AWI-Expeditionen

Der 3-tägige Advanced Polar Expedition Course for Scientist richtet sich an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Alfred-Wegener-Instituts, die bereits den Basiskurs erfolgreich absolviert haben. Aufbauend auf den grundlegenden Kenntnissen vermittelt dieser Kurs die notwendigen Fähigkeiten, um selbstständig Gletscher zu überqueren und in einem Team leichte Spaltenbergungssituationen sicher zu bewältigen. Auch die Selbstrettung aus einer Gletscherspalte ist integraler Bestandteil des Trainings.

Der Schwerpunkt liegt auf der realitätsnahen Anwendung von Rettungstechniken bei typischen Unfallszenarien im Gletschergelände. Dazu gehört insbesondere der sichere und effiziente Abtransport verletzter Personen unter extremen Bedingungen. Die Schulung fördert gezielt das eigenverantwortliche Handeln und die Teamkoordination in kritischen Situationen.

Ein weiterer zentraler Aspekt ist das Training unter feldrealistischen Bedingungen: Die Übernachtung erfolgt im Gelände unter Verwendung der AWI-eigenen Survivalboxen. Neben der Navigation mit GPS wird auch der professionelle Einsatz von Funk und Iridium-Satellitenkommunikation geübt – essentielle Fähigkeiten für den sicheren wissenschaftlichen Einsatz in abgelegenen Polarregionen.

Für wen ist die Reise geeignet

  • • Bergschuh mit Kipphebelaufnahme

Schwierigkeit

2.0

Anforderung

Kondition
Ernsthaftigkeit

Für den Advanced Polar Expedition Course for Scientist solltest Du über Schwindelfreiheit und Trittsicherheit verfügen. Die Abschlusstour erfordert Kondition für Gehzeiten bis 5 Stunden und ca. 1.000 Höhenmeter im Aufstieg. Kenntnisse in der Knotentechnik sind von Vorteil, aber nicht zwingend erforderlich.

Reiseablauf

Tourbeginn:

09.00 Uhr an der Talstation der Dachstein Gletscherbahn

Tourende:

15.00 Uhr an der Talstation der Dachstein Gletscherbahn

1. Tag – Begrüßung und Aufstieg zum Ausbildungsort

Treffpunkt am Vormittag am Parkplatz an der Talstation der Dachstein Gletscherbahn. Begrüßung, Materialabgabe für den Gepäcktransport und gemeinsame Auffahrt mit der Seilbahn zum Dachsteingletscher. Im Anschluß erfolgt bder Materialtransport mit Pulkas zum Ausbildungsort. Campaufbau - und Auffrischung der Inhalte vom Basic Safety Course. Am Nachmittag erste Übungen im Gehen auf Gletschern und der Handhabung leicher Spaltensturzsituationen. Abends praktische Schulung zur Nutzung der Camputensilien, sowie Übernachtung im Zelt.

Auf- und Abstieg:

200 hm

Gehzeit

2 h

2. Tag – Voller Ausbildungstag am Dachsteingletscher

Ausbildung im Gletscherbereich, Spaltenbergung mittels Loser Rolle und Mannschaftszug. Technik und Taktik beim Begehen von Spaltenbrüchen. Üben realistischer Unfallszenarien. Dazu Erste Hilfe Techniken, Abtransport von Verletzten, sowie Kommunikation mit Rettungskräften. Übernachtung im Zelt.

Auf- und Abstieg:

400 hm

3. Tag – Vertiefung der Ausbildung am Dachsteingletscher

Vertiefung der Ausbildungsinhalte und Gletschertour mit Orientierungs- und Bergrettungseinlagen, Ausbildung Orientieren mit Kompass und Karte. Abbau des Camps und Rückverlegung ins Tal.

Auf- und Abstieg:

400 hm

Highlights auf dieser Reise

Sattel 2.029 m

Tor

Das Tor ist ein markanter Sattel auf 2.029 m im Dachsteinmassiv. Der natürliche Felseinschnitt zwischen Raucheck und Torstein markiert die Bundesländergrenze. Eine Gedenktafel erinnert an die besondere Bedeutung des Übergangs.

Dorf

Ramsau am Dachstein

Ramsau am Dachstein liegt auf einem Hochplateau zwischen 1.100 und 1.700 m Höhe direkt unter den Südwänden des Dachsteinmassivs. Der steirische Luftkurort ist strategischer Ausgangspunkt für Wanderungen und Bergtouren zum Hohen Dachstein und den umliegenden Gipfeln.

See 933 m

Vorderer Gosausee

Der Vordere Gosausee liegt auf 933 m am Nordfuß des Dachsteinmassivs. Der natürliche Gletscherrückzugsee wurde 1913 um 12 m aufgestaut und dient als Speichersee für das Kraftwerk Gosau. Der Blick vom Seeausfluss Richtung Dachstein gilt als eines der berühmtesten Bergmotive Österreichs.

Gletscher

Hallstätter Gletscher

Der Hallstätter Gletscher erstreckt sich unterhalb des Hohen Dachsteins bis zu den Eisseen bei der Simonyhütte auf 2.205 m. Als typischer Karstgletscher besitzt er keinen oberirdischen Abfluss. Das Schmelzwasser verschwindet unterirdisch und tritt am Waldbachursprung wieder zutage.

Gipfel 2.995 m

Hoher Dachstein

Der Hohe Dachstein erhebt sich als Hauptgipfel des Dachsteingebirges auf 2.995 m und bildet mit 2.133 m Prominenz den höchsten Gipfel von Oberösterreich und Steiermark. Der Doppelgipfel mit seinem nördlich vorgelagerten Niederen Dachstein thront über ausgedehnten Gletscherfeldern und der berühmten rötlichen Südwand aus Dachsteinkalk.

Klettern

Dachstein

Das ehemalige Skigebiet Dachsteingletscher lag zwischen 2.296 m und 2.680 m auf dem Dachsteinmassiv. Die Dachstein-Südwandbahn führt zur Bergstation am Hunerkogel auf 2.687 m. 2023 wurde der Skibetrieb aufgrund des Gletscherschwundes endgültig eingestellt.

Archäologische Stätte

Gräberfeld

Das Gräberfeld im Salzbergtal oberhalb von Hallstatt gilt als eine der wichtigsten archäologischen Fundstellen Europas. Die außergewöhnlich reichen Grabbeigaben aus der Zeit von 800 bis 400 v. Chr. gaben der gesamten älteren Eisenzeit ihren Namen.

Sattel 993 m

Pötschenpass

Der Pötschenpass (993 m) verbindet Bad Goisern mit Bad Aussee zwischen Hohem Sarstein und Sandling. Die Salzkammergut Straße B 145 folgt einer historischen Handelsroute, die seit der Römerzeit begangen wird.

See 1.154 m

Hinterer Gosausee

Der Hintere Gosausee liegt auf 1.154 m am Nordfuß des Dachsteinmassivs. Der naturnahe Gebirgssee besitzt eine seltene Estavelle, durch die je nach Wasserstand unterschiedliche Fließrichtungen entstehen. Bei Hochwasser kann der Wasserspiegel um bis zu 15 m schwanken.

Gletscher

Schladminger Gletscher

Der Schladminger Gletscher liegt im österreichischen Dachsteingebirge und zählt nach Hallstätter Gletscher und Großem Gosaugletscher zu den drei größten Gletschern des Massivs. Seit 1850 hat er über zwei Drittel seiner Fläche verloren und zeigt kaum noch Fließbewegung.

Gletscher

Schneelochgletscher

Der Schneelochgletscher liegt am Wandfuß des Hohen Kreuzes im Dachsteinmassiv auf 2.300 m Höhe. Mit 13 ha Fläche zählt er zu den kleineren Dachsteingletschern. Als Karstgletscher führt er das Schmelzwasser über unterirdische Höhlensysteme ab.

Gipfel 2.351 m

Grimming

Der Grimming (2.351 m) erhebt sich als isolierter Gebirgsstock zwischen Ennstal und Hinterberger Tal in der Obersteiermark. Mit einer Prominenz von 1.516 m gilt er als markanter Aussichtsberg und wurde früher als höchster Berg der Steiermark bezeichnet.