Alpenüberquerungen

Alpenüberquerung Salzburg - Triest | Teil 1

Von den Berchtesgadener Alpen in die Hohen Tauern

Die Alpenüberquerung Salzburg – Triest führt in 3 Teilen durch Österreich, Slowenien und Italien. Dieser erste Teil beginnt vor den Toren Salzburgs mit der Auffahrt auf den sagenumwobenen Untersberg. Weiter geht es über den Königssee vorbei an der imposanten Watzmann Ostwand ins Steinerne Meer. Der weitere Weg bringt uns ins Herz der Hohen Tauern, wo wir unsere erste Etappe dieses noch wenig bekannten Fernwanderweges beenden.

      

Reiseablauf

Tourbeginn:

10.00 Uhr ist der Wanderparkplatz zur Toni Lenz Hütte und der Schellenberger Eishöhle an der B305

Tourende:

18.00 Uhr ist der Wanderparkplatz zur Toni Lenz Hütte und der Schellenberger Eishöhle an der B305

1. Tag – Über den Untersberg zum Stöhrhaus

Treffpunkt am Vormittag am Wanderparkplatz in Markt Schellenberg. Nach einem kurzen Ausrüstungscheck begeben wir uns zur Talsation der Untersbergseilbahn, mit der wir uns den Aufstieg verkürzen. Die anschließende Wanderung über das Hochplateau des sagenumwobenen Untersbergs gibt einen Vorgeschmack auf die kommenden Wandertage. Als perfekter Stützpunkt dient uns das Stöhrhaus. Bei traditioneller Küche und einheimischen Spezialitäten lassen wir den Abend auf der Panoramaterrasse gemütlich ausklingen. Unser Blick schweift über den Berchtesgadener Talkessel und König Watzmann thront majestätisch vor uns.

Auf- und Abstieg:

600 hm

Gehzeit

4 h

2. Tag – Über den Königssee in den Nationalpark Berchtesgaden

Nach dem Frühstück steigen wir ab vom Untersberg. Vorbei am Reißenkaser führt uns unser Weg nach Bischofswiesen. Von hier nehmen wir den Bus zum Königssee. Mit dem Schiff geht es über den See, mitten hinein ins Herz des Nationalparks Berchtesgaden. Der Blick schweift über die legendäre Watzmann Ostwand und die Wallfahrtskapelle St. Bartholomä könnte keinen besseren Kontrast dazu geben. Über die vielen Serpentinen der Saugasse erreichen wir das Kärlingerhaus, unser heutiges Etappenziel.

Auf- und Abstieg:

1300 hm

Gehzeit

6-7 h

3. Tag – Durch das Steinerne Meer zum Riemannhaus

Vor uns liegt das Steinerne Meer! Vorbei an Zirbelkiefern, die wir sicher auch in flüssiger Form verkosten werden, geht es mitten hinein in das schroffe Gelände. Am Riemannhaus angekommen machen wir eine kurze Rast und setzen unseren Weg auf den Spuren der Wallfahrer fort. Nach unserem steilen Abstieg nach Maria Alm verkürzen wir uns den Aufstieg zum Statzerhaus mit dem Taxi. Über Almgelände und einfache Wege erreichen wir das Statzerhaus, genießen die letzten Sonnenstrahlen und lassen den Tag ganz entspannt ausklingen.

Auf- und Abstieg:

1500 hm

Gehzeit

7 h

4. Tag – Von Taxenbach ins Rauriser Tal und Goldberggruppe

Vom Statzerhaus schlängelt sich der Weg vorbei am Hundsteinsee und durch die fantastische Landschaft hinab nach Taxenbach. Von hier verkürzen wir noch einmal den Weg ins Rauriser Tal mit dem Taxi. Das Rauristal zählt zu den schönsten Talschlüssen der Ostalpen, ruhig und einsam ist es hier. Wir treten den Weg zum Schutzhaus Neubau an und genießen den Ausblick auf die umliegenden mächtigen Gipfel der Goldberggruppe. Über abwechslungsreiches Almgelände führt uns der Weg zu unserer gemütlichen Unterkunft.

Auf- und Abstieg:

800 hm

Gehzeit

7 h

5. Tag – Vorbei am Hohen Sonnblick zum Fraganter Schutzhaus

Über die Fragranter Scharte erreichen wir heute Kärnten. Mit 2.754m ist sie der höchste Punkt der Alpenüberquerung von Salzburg nach Triest. Die heutige Etappe ist unserer längste auf diesem Teil der Alpenüberquerung. Wir machen viele Höhenmeter im Auf- und Abstieg und am Ende dieser langen Etappe werden wir mit leckerem Essen auf unserer heutigen Berghütte begrüßt und für die Anstrengungen des Tages belohnt.

Auf- und Abstieg:

1200 hm

Gehzeit

6-7 h

6. Tag – Kreuzeckgruppe und Feldnerhütte

Vom Fraganter Schutzhaus steigen wir ab nach Innerfragant. Hier bringt uns ein Taxi ins nächste Tal wo wir unseren Weg fortsetzen. Der abwechslungsreiche Aufstieg führt uns in Richtung Kreuzeck, den höchsten Berg der Kreuzeckgruppe. Nach dem Glenktörl erreichen wir nach einem kurzen Abstieg unser heutiges Ziel - die Feldnerhütte. Den letzten Abend lassen wir in gemütlicher Atmosphäre ausklingen und lassen das Erlebte noch einmal Revue passieren.

Auf- und Abstieg:

950 hm

Gehzeit

6 h

7. Tag – Über den Höhenweg und Abstieg ins Tal

Heute steht die letzte Etappe unserer Wanderung an. Über den Höhenweg vorbei am Stawipfel und Salzkofel steigen wir immer weiter ab ins Tal. Von hier genießen wir die Fernblicke ins Drautal und die Gailtaler Alpen. Immer näher kommen wir unserem Ziel und damit unserem letzten gemeinsamen Tag. Der lange Abstieg bietet die perfekte Gelegenheit, die erste Etappe unserer Wanderung abzuschließen.

Wer auf dem Teil 2, von Villach nach Tolmin, weiterwandert fährt ins nahegelegene Villach an die Grenze von Kärnten und Slowenien.

Auf- und Abstieg:

500 hm

Gehzeit

6 h

Highlights auf dieser Reise

Gipfel 3.657 m

Großvenediger

Der Großvenediger erhebt sich mit 3.657 m als höchster Berg der Venedigergruppe in den Hohen Tauern. Der vollständig vergletscherte Gipfel thront direkt am Alpenhauptkamm an der Grenze zwischen Osttirol und Salzburg. Seine markanten Grate trennen vier große Gletscher, darunter das Schlatenkees und Obersulzbachkees.

Gipfel 2.713 m

Watzmann-Mittelspitze

Die Watzmann-Mittelspitze erreicht 2.713 m und bildet den höchsten Punkt im deutschen Teil der Berchtesgadener Alpen. Der markante Gipfel erhebt sich über der berühmten Watzmann-Ostwand, der höchsten Felswand der Ostalpen. Als Teil des Watzmanngrates verbindet er Hocheck und Südspitze zur klassischen Überschreitung.

Gipfel 2.275 m

Schneibstein

Der Schneibstein erhebt sich auf 2.276 m im Hagengebirge an der deutsch-österreichischen Grenze. Als leichtester Zweitausender der Berchtesgadener Alpen bietet er einen mittelschweren Bergweg zum Gipfel. Der markante Aussichtsberg gilt als beliebtes Ziel für Ski- und Wandertouren.

Stadt 572 m

Berchtesgaden

Berchtesgaden (572 m) liegt im Talkessel der gleichnamigen Alpen und bildet das strategische Basecamp für Watzmann, Hochkönig und Steinernes Meer. Der historische Markt ist Ausgangspunkt für Klettersteige, Hochtouren und alpine Wanderungen.

See 603 m

Königssee

Der Königssee liegt auf 603 m zwischen den steilen Wänden von Watzmann und Hagengebirge. Der fjordartige See ist mit 190 m Tiefe einer der saubersten Deutschlands. Mit der Elektrobootfahrt nach St. Bartholomä ist er Ausgangspunkt für Touren ins Steinerne Meer.

Gipfel 3.360 m

Großer Geiger

Der Große Geiger (3.360 m) erhebt sich als markante Pyramide am Alpenhauptkamm zwischen Tirol und Salzburg. Der Berg ist rundum von Gletschern umgeben und gilt als beliebtes Hochtourenziel. Die charakteristische Nordwestwand überragt das Obersulzbachkees um 350 m.

Gipfel 3.798 m

Großglockner

Der Großglockner erhebt sich auf 3.798 m als höchster Berg Österreichs in der Glocknergruppe der Hohen Tauern. Mit einer Schartenhöhe von 2.428 m zählt er zu den eigenständigsten Erhebungen der Alpen. Die Erstbesteigung erfolgte 1800 und gilt als Beginn des modernen Alpinismus.

Dorf 1.329 m

Hinterbichl

Hinterbichl liegt auf 1.329 m im Talschluss des Virgentals in Osttirol. Der Bergsteiger-Ort dient als Ausgangspunkt für Touren zum Großvenediger und in die Venedigergruppe. Das Dorf am Zusammenfluss von Isel und Dorferbach zieht Skitourengeher und Hochtourenalpinisten an.

Sattel 3.407 m

Venedigerscharte

Die Venedigerscharte liegt auf 3.407 m zwischen Klein- und Großvenediger in den Hohen Tauern. Der markante Sattel bildet den zentralen Übergangspass auf dem Normalweg zum Großvenediger. Von hier öffnet sich das Panorama über die Glocknergruppe bis zu den Dolomiten.

Gletscher

Obersulzbachkees

Das Obersulzbachkees liegt im Obersulzbachtal nördlich des Hauptkamms der Hohen Tauern. Mit 11 km² Fläche und 4 km Länge ist es der größte Gletscher der Venedigergruppe. Der Gletscher besteht aus vier nordexponierten Firnmulden vom Großvenediger bis zu den Maurerkeesköpfen.

Dorf 630 m

Schönau am Königssee

Schönau am Königssee liegt auf 630 m am nördlichen Ufer des fjordartigen Königssees. Der Ort ist wichtigster Ausgangspunkt für Touren in die Berchtesgadener Alpen und zum Watzmann. Die Gemeinde umfasst auch die berühmte Wallfahrtskirche St. Bartholomä.

Gipfel 1.304 m

Grünstein

Der Grünstein erhebt sich auf 1.304 m nordöstlich des Watzmannstocks in den Berchtesgadener Alpen. Der Berg bietet mehrere Klettersteige unterschiedlicher Schwierigkeit, darunter den Isidor-Klettersteig im Grad C und schwierigere Varianten bis Grad D/E. Vom Gipfel reicht der Blick über den Berchtesgadener Talkessel bis zu Göll, Untersberg und Lattengebirge.