Alpenüberquerungen

Alpenüberquerung Salzburg - Triest | Teil 2

Über die Karawanken ins Herz der Julischen Alpen

Der mittlere Teil dieser Alpenüberquerung weit im Osten des Hauptalpenkammes beginnt noch in Kärnten. Über die majestätische Bergkette der Karawanken geht es hinein nach Slowenien. Der kleine Alpenstaat überrascht mit grandiosen Gipfeln, wilder Karstlandschaft, sattgrünen Almen und türkisfarbenen Flüsse in einsamen Tälern. Vom Bergdorf Kranjska Gora aus, dem Zentrum des slowenischen Skisports, durchqueren wir den Triglav Nationalpark. Eine Herausforderung in beeindruckendem Ambiente, denn nicht umsonst wird der Nationalpark als der „Garten Eden“ bezeichnet.

Reiseablauf

Tourbeginn:

09.00 Uhr ist am Parkplatz vor dem Baumgartnerhof

Tourende:

18.00 Uhr ist am Parkplatz vor dem Baumgartnerhof

1. Tag – Von Kärnten nach Slowenien

Hoch oben auf der Baumgartnerhöhe, mit weitem Blick hinaus nach Kärnten, startet unsere heutige Etappe. Über den Jepza-Sattel erreichen wir die österreichisch-slowenische Grenze und wandern auf dem Grenzpfad der uns hier schon fantastische Fernblicke bietet: im Norden nach Kärnten, im Süden in die Julischen Alpen, die wir in den nächsten Tagen durchqueren. Durch das Zeleznica Tal steigen wir ab bis nach Kanjska Gora.

Auf- und Abstieg:

1200 hm

Gehzeit

7 h

2. Tag – Von Kranjska Gora ein Abstecher nach Italien

Heute steht wieder eine Grenzwanderung an und wir machen noch einen kurzen Abstecher nach Italien. Über das Zelenci Naturreservat erreichen wir die Grenze und steigen auf zu den Laghi di Fusine. Die beeindruckende Nordwand des Mangart (2677m) ständig im Blick, steigen wir auf zum Rifugio Luigi Zacchi. Die kleine Hütte mit nur 20 Schlafplätzen lädt zum Träumen und Verweilen ein.

Auf- und Abstieg:

850 hm

Gehzeit

6 h

3. Tag – Triglav Nationalpark

Ein kurzer Aufstieg bringt uns zur La Porticina. Durch diese Scharte gelangen wir in den Triglav Nationalpark, welchen wir die nächsten Tage durchstreifen. Es folgt ein langer Abstieg auf teils schmalem Steig mit grandiosen Ausblicken in die Felskulisse. Allerdings fordert das geröllige und teils weglose Gelände unsere Konzentration und Trittsicherheit bis wir die Hütte Planinski Dom Tamar erreicht haben. Nach der Mittagspause beginnt von hier der Aufstieg auf die gegenüberliegende Talseite und hinauf zum Vršič-Pass. Die heutige Nacht verbringen wir im Poštarski Dom na Vršiču.

Auf- und Abstieg:

1400 hm

Gehzeit

7 h

4. Tag – Hoch über dem Soca Tal

Mit Bus oder Taxi fahren wir hinunter in das Trentatal. Von dem kleinen Örtchen Trenta geht es zunächst flach auf der Via Alpina in Richtung Triglav. Doch bald beginnt der gut ausgebaute Steig der uns in vielen Serpentinen hinauf zur Pogačnikov Dom na Kriskih Podih Hütte bringt. Sie liegt einsam und dabei wunderbar exponiert über dem darunterliegenden Soca Tal. Die Aussicht über den Triglav Nationalpark ist atemberaubend. Und wir erahnen bereits einen Teil von dem was uns in den nächsten Tagen erwartet.

Auf- und Abstieg:

1450 hm

Gehzeit

6 h

5. Tag – Vorbei am Triglav (2.864m)

Ausgeruht und mit frischen Kräften gehen wir unseren nächsten anspruchsvollen Wandertag an, den man durchaus als Königsetappe bezeichnen kann und ganz im Zeichen des Triglav steht. Zunächst wandern wir direkt auf seine 1500m hohe Nordwand zu, bis wir letztendlich fast direkt vor dem bekannten, 2.864 m hohen Berg stehen. Über abwechslungsreiches alpines Gelände und alte Militärpfade erreichen wir unsere heutige Unterkunft, die Koča na Doliču. In der spartanischen Bergsteigerhütte auf 2.151m lassen wir den Abend ausklingen.

Auf- und Abstieg:

1500 hm

Gehzeit

7 h

6. Tag – Durch das 7 – Seen- Tal zurück in die Zivilisation

Wir lassen den Triglav hinter uns und durchqueren zunächst eine einsame und bizarre Karstlandschaft, eine Trümmerwüste aus Fels und Stein. Noch ein letzter Abstieg und endlich öffnet sich vor uns das 7 Seen Tal und die Landschaft wird mit jedem Schritt grüner und saftiger. Die Seen glitzern in unterschiedlichen Grüntönen und wir freuen uns an den teils üppigen Blumenwiesen. Die 7 Seen Hütte lädt ein zur Mittagsrast bevor wir durch Kiefernwald zurück in die Zivilisation kommen.

Auf- und Abstieg:

700 hm

Gehzeit

7 h

7. Tag – Letzter Wandertag und Abstieg nach Tolmin

Heute steht die letzte Etappe unserer Alpenüberquerung an. Noch einmal steigen wir über die Baumgrenze hinaus, die Landschaft wird wieder karger und am höchsten Punkt genießen wir ein letztes mal die Aussicht. Unser letzter Abstieg führt uns durch Kulturlandschaft, vorbei an Almen erreichen wir den Weiler Tolminski Ravne. Nach einer kurzen Rast geht es mit dem Bus zurück zu unserem Ausgangspunkt, wo unsere Wanderwoche endet.

Auf- und Abstieg:

650 hm

Gehzeit

5 h

Highlights auf dieser Reise

Sattel 1.438 m

Sedlo Jepca

Der Jepzasattel liegt auf 1.438 m Höhe im Grenzkamm der Karawanken zwischen Österreich und Slowenien. Der Pass verbindet die Baumgartnerhöhe in Kärnten mit dem slowenischen Savetal und Kranjska Gora. Er bildet eine wichtige Etappe des Alpe-Adria-Trails mit Fernblicken nach Kärnten und in die Julischen Alpen.

Gipfel 180 m

Breg

Der Breg erhebt sich auf 180 m in der slowenischen Gemeinde Brda nahe der italienischen Grenze. Der bewaldete Hügel liegt im Weinbaugebiet Goriška Brda zwischen den Friaulischen Ebenen und den Julischen Alpen. Als Etappenziel der Alpenüberquerung bietet er Einblick in die Kulturlandschaft des Collio-Weinbaugebiets.

Gipfel 1.166 m

Sleme

Der Sleme liegt auf 1.166 m Höhe in den Julischen Alpen zwischen Slowenien und Italien. Der lärchenbestandene Sattel bildet einen wichtigen Wegpunkt am Alpe-Adria-Trail. Von hier eröffnen sich weite Blicke über das Tamartal und die Nordwand des Mojstrovka.

Gipfel 513 m

Golo brdo

Das Golo brdo erhebt sich auf 513 m an der slowenisch-italienischen Grenze in den Julischen Alpen. Der bewaldete Hügel liegt im Weinanbaugebiet Collio zwischen Kastanienwäldern und Friaulischen Weinbergen. Die Region war im Ersten Weltkrieg umkämpftes Grenzgebiet.

Gipfel 1.376 m

Planica

Die Planica erhebt sich auf 1.376 m über dem berühmten Skisprungzentrum in den Julischen Alpen. Der Gipfel liegt oberhalb der weltgrößten Skiflugschanze und bildet den Ausgangspunkt ins alpine Tamartal. Von hier führen Wege zu den Nordwänden der Mojstrovka-Gipfel.

Gipfel 1.897 m

Vršič

Der Vršič erhebt sich auf 1.897 m über dem gleichnamigen Pass in den Julischen Alpen. Der Gipfel liegt oberhalb von Sloweniens höchstem asphaltierten Gebirgspass. Vom Aussichtspunkt reicht der Blick über die schroffen Kalkgipfel der Julischen Alpen.

Gipfel 1.977 m

Bogatin

Der Bogatin erhebt sich auf 1.977 m als erster Gipfel des Grats Spodnje Bohinjske in den Julischen Alpen. Der Berg liegt westlich des Bohinjer Sees über dem Hochplateau Komna. Vom Gipfel reicht der Blick über den zurückgelegten Alpe-Adria-Trail bis zum Triglav.

Gipfel 2.333 m

Mala Mojstrovka

Die Mala Mojstrovka erhebt sich auf 2.333 m in den Julischen Alpen an der slowenisch-italienischen Grenze. Der Berg bietet eine der ersten Klettersteig-Routen Sloweniens durch die 400 m hohe Nordwand. Vom Gipfel reicht der Blick über das Triglav-Massiv und die umliegenden Zweitausender.

Gipfel 2.392 m

Bovški Gamsovec

Der Bovški Gamsovec erhebt sich auf 2.392 m im Grat zwischen Stenar und Pihavec in den Julischen Alpen. Der topografische Gipfel grenzt östlich an das Vrata-Tal und westlich über den Pihavec an das Zadnjica-Tal. Planische Anstiege führen über den Luknjapass mit 5 Stunden 15 Minuten Gehzeit aus dem Zadnjica-Tal.

Gipfel 2.547 m

Prisojnik

Der Prisojnik erhebt sich als 2.547 m hoher Gipfel der Julischen Alpen direkt über dem Vršič-Pass. Der Berg ist berühmt für seine zwei natürlichen Felsfenster und den spektakulären Fenstersteig. Das größere Prednje Okno erreicht eine Höhe von etwa 50 m.

Dorf

Šmartno

Šmartno ist ein mittelalterliches Dorf in den Goriška Brda mit vollständig erhaltenem Mauerring. Das Kulturdenkmal Sloweniens liegt im Herzen der Weinbauregion unweit der italienischen Grenze. Der markante Kirchturm der Martinskirche prägt das geschlossene Ortsbild.

Aussichtspunkt

Kredarica

Aussichtspunkt in den Julischen Alpen unterhalb des höchsten Gipfels Sloweniens. Dient als Zwischenstation auf dem Normalweg zum Terglou über Klettersteig. Ausgangspunkt für den finalen Gipfelaufbau des 2.864 m hohen Nationalbergs.