Alpenüberquerungen

Alpenüberquerung Salzburg - Triest | Teil 3

Alpenüberquerung von Salzburg nach Triest | Teil 3

Auf diesem letzten Teil der Alpenüberquerung von Salzburg nach Triest lassen wir die hohen Berge hinter uns. Von Tolmin bis nach Triest geht es durch fantastische Weinberge, auf einem Teil des Friedensweges und Übernachtungen in geschichtsträchtigen Städten wie dem Weltkulturerbe Castelmonte erwarten uns auf der Wanderung bis ans Meer. Nach vielen anstrengenden Wandermetern erwartet uns hier das fulminante Finale unserer Alpenüberquerung von Salzburg bis nach Triest.

Reiseablauf

Tourbeginn:

10.00 Uhr ist an der Kirche im Zentrum von Tolmin

Tourende:

17.00 Uhr ist an der Kirche im Zentrum von Tolmin

1. Tag – Auf dem Friedensweg durch aussichtsreiches Hügelland

Treffpunkt am Vormittag in Tolmin. Wir starten zwar in Slowenien doch der Weiterweg findet auf italienischem Boden statt. Von dem kleinen Alpenstädtchen steigen wir auf den aussichtsreichen Kamm des Kolvorat, der auch die Grenze zu Italien bildet. Wir wandern auf den Spuren großer Schlachten des ersten Weltkrieges und gehen auch einen Teil des bekannten Friedensweges. Die Nacht verbringen wir in einer gemütlichen Pension im beschaulichen Ort Tribil Superiore.

Auf- und Abstieg:

1300 hm

Gehzeit

7 h

2. Tag – Wallfahrtsort Castelmonte und die Friaulischen Weinberge

Nach dem Frühstück geht es über kupiertes Gelände durch stille Kastanienwälder und alte Weideflächen. Wir kommen dem populären Wallfahrtsort Castelmonte mit seinem Kapuzinerkloster immer näher und der beschauliche Ort ist der perfekte Platz für eine Rast. Wir verlassen die bewaldeten Hügel und tauchen ein in die Friaulischen Weinberge mit dem berühmten Weinanbaugebiet Collio. Die Nacht verbringen wir in Breg bei Golo Brdo.

Auf- und Abstieg:

400 hm

Gehzeit

6-7 h

3. Tag – Durch die Weinberge zurück nach Slowenien

Nach dem Frühstück setzen wir unseren Weg mitten durch die Goriška Brda fort. Die Region bietet viele kulturelle Highlights und der Weg führt uns ins Herz der Weinbaugebiete. Vorbei am Schloss Dobrovo erreichen wir Šmartno. Das kleine mittelalterliche Dorf lag früher an der venezianisch-österreichischen Grenze. Heute, als eines der Kulturdenkmäler Sloweniens, bietet es uns eine Vielzahl an Möglichkeiten, um den Abend in gemütlicher Atmosphäre ausklingen zu lassen.

Auf- und Abstieg:

600 hm

Gehzeit

6 h

4. Tag – Entlang des Flusses Isonzo

Wir beginnen den Wandertag mit einer kurzen Fahrt ins Örtchen Gradisca d'Isonzo. Hier überqueren wir die Soca bzw. den Isonzo, denn wir sind zurück in Italien. Wir lernen über die Licht- und Schattenseiten des Flusses und kommen mit jedem Schritt durch die Karstflächen dem Meer ein Stückchen näher. Immer intensiver riecht die Luft nach dem salzigen Meer, das plötzlich vor unseren Füßen liegt. Wir übernachten im Dörfchen Duino direkt am Meer.

Auf- und Abstieg:

350 hm

Gehzeit

6 h

5. Tag – Durch den Triestiner Karst nach Prosecco

Über den Rilkeweg, hoch auf den Klippen über der Steilküste gelangen wir nach Sistiana. Es geht weiter bergauf und nach kurzer Zeit erreichen wir den Triestiner Karst. Von hier haben wir immer wieder fantastische Weitblicke auf den Golf von Triest, während wir über fruchtbare rote Böden umgeben von Eichenwäldern wandern. Kleine Dörfchen und die rauhe Karstlandschaft prägen das Landschaftsbild. Zum Ende der Etappe, gehen wir wieder zum Meer und verbringen die letzte Nacht in Prosecco. Wo sonst, wenn nicht hier, sollten wir auf eine gelungene Wanderwoche mit südeuropäischem Flair mit dem gleichnamigen Getränk anstoßen?

Auf- und Abstieg:

450 hm

Gehzeit

6-7 h

6. Tag – Ankunft in Triest und an der Adria

Heute steht die letzte Etappe unserer Wanderung an. Wir sind schon vor den Toren Triests und die letzten Meter bis zum Ziel legen wir sicherlich mit gespaltenen Gefühlen zurück. Nicht nur diese Wanderwoche, sondern insbesondere alle drei Etappen der Alpenüberquerung von Salzburg bis Triest zusammen waren ein unvergessliches Erlebnis, das alle von uns prägt. Angekommen in Triest genießen wir die Adria, bevor es zurück nach Tolmin bzw. Villach geht.

Auf- und Abstieg:

150 hm

Gehzeit

3 h

Highlights auf dieser Reise

Gipfel 2.547 m

Prisojnik

Der Prisojnik erhebt sich als 2.547 m hoher Gipfel der Julischen Alpen direkt über dem Vršič-Pass. Der Berg ist berühmt für seine zwei natürlichen Felsfenster und den spektakulären Fenstersteig. Das größere Prednje Okno erreicht eine Höhe von etwa 50 m.

Gipfel 1.166 m

Sleme

Der Sleme liegt auf 1.166 m Höhe in den Julischen Alpen zwischen Slowenien und Italien. Der lärchenbestandene Sattel bildet einen wichtigen Wegpunkt am Alpe-Adria-Trail. Von hier eröffnen sich weite Blicke über das Tamartal und die Nordwand des Mojstrovka.

Sattel 2.058 m

Krnska škrbina

Der Sattel Krnska škrbina liegt auf 2.058 m zwischen den Gipfeln Krn und Batognica in den Julischen Alpen. Der Pass verbindet slowenisches und italienisches Gebiet und dient als wichtiger Übergang auf Rundwanderungen. Vom Sattel führt der Abstieg ins Tal nach Drežnica.

Gipfel 513 m

Golo brdo

Das Golo brdo erhebt sich auf 513 m an der slowenisch-italienischen Grenze in den Julischen Alpen. Der bewaldete Hügel liegt im Weinanbaugebiet Collio zwischen Kastanienwäldern und Friaulischen Weinbergen. Die Region war im Ersten Weltkrieg umkämpftes Grenzgebiet.

Gipfel 1.376 m

Planica

Die Planica erhebt sich auf 1.376 m über dem berühmten Skisprungzentrum in den Julischen Alpen. Der Gipfel liegt oberhalb der weltgrößten Skiflugschanze und bildet den Ausgangspunkt ins alpine Tamartal. Von hier führen Wege zu den Nordwänden der Mojstrovka-Gipfel.

Aussichtspunkt

Kredarica

Aussichtspunkt in den Julischen Alpen unterhalb des höchsten Gipfels Sloweniens. Dient als Zwischenstation auf dem Normalweg zum Terglou über Klettersteig. Ausgangspunkt für den finalen Gipfelaufbau des 2.864 m hohen Nationalbergs.

Gletscher

Triglav Glacier

Der Triglavski ledenik liegt unter der Nordwand des Triglav in den Julischen Alpen. Er ist heute der zweitgrößte Gletscher Sloweniens. Der Gletscher wurde früher als "Zeleni sneg" (Grüner Schnee) bezeichnet.

Dorf

Šmartno

Šmartno ist ein mittelalterliches Dorf in den Goriška Brda mit vollständig erhaltenem Mauerring. Das Kulturdenkmal Sloweniens liegt im Herzen der Weinbauregion unweit der italienischen Grenze. Der markante Kirchturm der Martinskirche prägt das geschlossene Ortsbild.

Gipfel 2.333 m

Mala Mojstrovka

Die Mala Mojstrovka erhebt sich auf 2.333 m in den Julischen Alpen an der slowenisch-italienischen Grenze. Der Berg bietet eine der ersten Klettersteig-Routen Sloweniens durch die 400 m hohe Nordwand. Vom Gipfel reicht der Blick über das Triglav-Massiv und die umliegenden Zweitausender.

Sattel 1.845 m

Vratica

Die Vratica liegt auf 1.845 m zwischen Slowenien und Italien in den Julischen Alpen. Die Scharte markiert den Eintritt in den Triglav Nationalpark. Der Pass verbindet das Vršič-Pass-Gebiet mit den zentralen Bereichen des Nationalparks.

Gipfel 1.897 m

Vršič

Der Vršič erhebt sich auf 1.897 m über dem gleichnamigen Pass in den Julischen Alpen. Der Gipfel liegt oberhalb von Sloweniens höchstem asphaltierten Gebirgspass. Vom Aussichtspunkt reicht der Blick über die schroffen Kalkgipfel der Julischen Alpen.

Stadt

Flitsch

Bovec liegt auf der höchsten Soča-Terrasse unter dem südlichen Abhang des Rombon. Die kleine Stadt ist strategischer Ausgangspunkt für Touren ins Kaningebirge und den Triglav-Nationalpark. Das smaragdgrüne Soča-Tal macht Bovec zu einem der landschaftlich reizvollsten Basecamps der Julischen Alpen.