Alpenüberquerungen

Alpenüberquerung von Innsbruck nach Meran

Von Hütte zu Hütte | Alpenüberquerung von Innsbruck nach Meran

Bei dieser Alpenüberquerung überschreiten wir die Stubaier Alpen mit ihren imposanten 3.000-ern sowie deren Gletschern. Wir tauchen ein in das Bergbaugebiet am Schneeberg. Hier wurde bis 1985 wertvolles Silber, Blei und Zink abgebaut. Über den Naturpark Texelgruppe mit der Spronser Seen Platte erreichen wir mit einer beeindruckenden Aussicht in den Vinschgau schließlich Meran.  

Reiseablauf

Tourbeginn:

10.00 Uhr ist am Eingang vom Hauptbahnhof in Innsbruck

Tourende:

13.00 Uhr ist am Eingang vom Hauptbahnhof in Innsbruck

1. Tag – Willkommen in Innsbruck, der Landeshauptstadt von Tirol

Treffpunkt für unsere Alpenüberquerung ist am Hauptbahnhof mitten in Innsbruck. Nach einem kurzen Ausrüstungscheck fahren wir gemeinsam mit dem Bus ins Stubaital. Zu Beginn wandern wir angenehm über einen breiten Wirtschaftszweg bis zur Bsuchalm. Hier können wir bereits den beeindruckenden "Urfall" bestaunen, einen rauschenden Wasserfall. Wir gelangen schließlich in den Talschluss des Langentals, von wo sich der Weg hoch zur Nürnberger Hütte auf 2.278 m Höhe schlängelt. Hier haben wir unser erstes Tagesziel erreicht und wir lassen den Tag gemütlich auf der Hütte ausklingen.

Auf- und Abstieg:

900 hm

Gehzeit

3 h

2. Tag – Überschreitung des Stubaier Hauptkamm

Über Gletscherschliffplatten und Wasserläufe mit Wollgras gehen wir zu den Ferner Seen. Das Gelände wird hochalpin und führt vom ehemaligen Grübelferner über Geröll und Moränen zur Rotgratscharte (3.007 m). Wir stehen auf der Grenze zu Südtirol und der Weg über Blockgelände auf den Roten Grat (3.096 m) ist nicht weit. Ein grandioses Panorama erwartet uns auf den südlichen Teil der vergletscherten Stubaier Alpen. Der Abstieg erfolgt teilweise weglos und steil über den Gaiswandsee zur Teplitzer Hütte (2.586 m). Auf der Terrasse genießen wir den Blick in das Ridnaun Tal.

Auf- und Abstieg:

750 hm

Gehzeit

4 h

3. Tag – Durch das historische Bergbaugebiet

Nach dem Frühstück steigen wir zunächst an der Grohmannhütte vorbei in den Sandboden ab. Durch ein Hochtal, dass eine karge Steinwüste ist, anfänglich aber durch den Bewuchs des blühenden Wollgrases zu einer hochalpinen Traumlandschaft wird, gelangen wir über den Trüber See zum Egetjoch (2.695 m) mit Blick zum Botzer (3.251 m) und dem darunter liegenden Hängenden Ferner. Wir steigen zum klaren Moarer Egetensee ab, in dem sich der Himmel spiegelt. Auf dem Weg zur Schneeberg Scharte sind wir bereits mitten in dem historischen Bergbaugebiet vom Schneeberg. Das Schneeberghaus ist bereits zu sehen, unsere Unterkunft für die kommende Nacht.

Auf- und Abstieg:

1000 hm

Gehzeit

7 h

4. Tag – Abstieg in das Passeier Tal

Wir starten unsere Wanderung mit einem kleinen Abstieg, vorbei an historischen Bauwerken des Bergbaugebietes Schneeberg. Über Wiesen und abwechslungsreichen Gelände führt unser Weg unterhalb der Rinnenspitze und dem Ratschinger Weißen entlang in Richtung Hochwart (2.608 m). Der Gipfelbereich erfordert Konzentration. Wir überwinden die Ausgesetzten und zum Teil versicherten Passagen und erreichen den Gipfel mit einer Atemberaubenden Aussicht. Nach unserer Gipfelrast beginnen wir mit dem Abstieg und geht über das Refugio Hochalm auf halber Strecke bis kurz vor der Ortschaft Stuls. Ein kurzer Transfer bringt uns nach Pfelders im gleichnamigen Tal. Übernachtung im Hotel.

Auf- und Abstieg:

650 hm

Gehzeit

5-6 h

5. Tag – Durch die Texelgruppe zur Spronser Seen Platte

Heute können wir das Frühstück in vollen Zügen genießen. Gut gestärkt wandern wir durch das Faltschnaltal zum Faltschnaljöchl (2.417 m) und schließlich dem Spronser Joch (2.581 m). Die Landschaft auf der Südseite ist geprägt von zahlreichen Seen. An einen der Seen bietet sich eine wohlverdiente Pause an. Unser Weg führt uns weiter im Naturpark Texelgruppe in Richtung Meran. Bald haben wir unsere Unterkunft für den heutigen Tag erreicht, dass Schutzhaus Bockerhütte (1.700 m).

Auf- und Abstieg:

1000 hm

Gehzeit

5 h

6. Tag – Der Weg nach Meran

Heute startet unsere letzte Etappe der Alpenüberquerung von Innsbruck nach Meran. Nach einem kurzen Aufstieg entlang der Mutspitze, geht es über den Mutkopf (1.664 m), hoch über dem Meraner Becken, weiter über Waldwege in das Dorf Tirol. Unser Ziel, Meran auf 323 m ist jetzt nicht mehr weit entfernt. In Meran angekommen haben wir noch Zeit durch die Altstadt zu schlendern, bevor es zum Abendessen geht. Übernachtung im Hotel.

Auf- und Abstieg:

250 hm

Gehzeit

4-5 h

7. Tag – Rückfahrt nach Innsbruck

Mit der Bahn fahren wir über den Brenner zurück nach Innsbruck. Eine beindruckende Woche liegt hinter uns. Wir nehmen Abschied am frühen Nachmittag.

Highlights auf dieser Reise

Gipfel 3.768 m

Wildspitze

Die Wildspitze erhebt sich mit 3.768 m als höchster Berg Nordtirols und der Ötztaler Alpen. Nach dem Großglockner bildet sie den zweithöchsten Gipfel Österreichs. Der markante Doppelgipfel thront zwischen Pitztal und Venter Tal.

Gletscher

Taschachferner

Der Taschachferner liegt nördlich der Wildspitze in den Ötztaler Alpen und besteht aus einem östlichen und westlichen Teil. Seit 1970 zog sich die Gletscherzunge um über 250 m zurück. Am Zungenende bildete sich seit 2003 ein Gletschersee.

Stadt

Meran

Meran liegt im Burggrafenamt zwischen Vinschgau, Passeiertal und Etschtal am Fuße der Texelgruppe. Die Kurstadt war bis 1420 Hauptstadt der Grafschaft Tirol und entwickelte sich ab dem 19. Jahrhundert zum internationalen Kurort. Heute ist sie nach Bozen die zweitwichtigste Stadt Südtirols.

Dorf

Vent

Vent liegt auf 1.895 m am Ende des Venter Tales unterhalb der Wildspitze. Das Bergsteigerdorf des ÖAV gilt als Wiege des Alpinismus in Tirol. Hier wirkte Franz Senn, Mitgründer des Deutschen Alpenvereins.

Seilbahn 2.011 m

Gletscherbahn

Die Gletscherbahn auf 2.011 m erschließt das Pitztaler Gletscherskigebiet und dient als Ausgangspunkt für Skihochtouren. Sie ermöglicht den direkten Zugang zum Mittelbergjoch und den umliegenden Gletschern. Als Liftunterstützung verkürzt sie den Anstieg zu hochalpinen Zielen erheblich.

Sattel 3.414 m

Brochkogeljoch

Das Brochkogeljoch liegt auf 3.414 m zwischen Vernagtferner und Taschachferner in den Ötztaler Alpen. Der Pass verbindet als Schlüsselstelle die beiden großen Gletschersysteme. Von hier führt der Anstieg zur Wildspitze, dem höchsten Berg Tirols.

Sattel 3.166 m

Mittelbergjoch

Das Mittelbergjoch liegt auf 3.166 m zwischen Österreich und Italien in den Ötztaler Alpen. Der vergletscherte Sattel dient als strategischer Durchgangspunkt zum Taschachferner und zur Wildspitze. Über eine Gletscherbahn ist der Pass direkt erreichbar.

Dorf 1.628 m

Pfelders

Pfelders liegt auf 1.628 m im Pfelderer Tal, einem Seitental des Passeiertals in Südtirol. Das kleine Bergdorf ist vom Naturpark Texelgruppe umgeben und liegt am Fuße von Hinterem Seelenkogel und Hochwilde. Die Maria-Hilf-Kirche aus dem Jahr 1745 bildet den Ortskern.

Dorf 1.907 m

Obergurgl

Obergurgl liegt auf 1.907 m als höchstgelegenes Kirchdorf Österreichs in den Ötztaler Alpen. Das Bergdorf dient als strategisches Basecamp für Skitouren zu Dreitausendern wie Eiskögele und Schalfkogel. Die Hohe Mut Bergbahn ermöglicht komfortable Aufstiege zur hochalpinen Zone.

Aussichtspunkt

Krahberg

Der Krahberg erhebt sich auf 2.208 m in den Ötztaler Alpen an der österreichisch-italienischen Grenze. Der Gipfel dient als Ausgangspunkt für den Abstieg nach Wenns im Rahmen der E5 Alpenüberquerung. Von hier führt ein Panoramaweg mit weiten Ausblicken ins Inntal.

Gipfel 3.514 m

Finailspitze

Die Finailspitze erhebt sich auf 3.514 m an der österreichisch-italienischen Grenze in den Ötztaler Alpen. Der Gipfel liegt in der Bergkette zwischen Weißkugel und Similaun. Von hier reicht der Blick über die vergletscherten Hauptkämme der Ötztaler Alpen.

Gipfel 3.597 m

Similaun

Der Similaun erhebt sich auf 3.597 m im Grenzgebiet zwischen Österreich und Italien. Der Gipfel wurde 1834 erstbestiegen und erlangte durch die Entdeckung der Ötzi-Mumie 1991 Weltberühmtheit. Die Normalroute führt von der Similaunhütte über den Westgrat zum Gipfel.