Alpenüberquerungen

Alpenüberquerung von Meran an den Gardasee

Die ruhige Verlängerung der bekannten Alpenüberquerungen | Von Meran zum Gardasee

Unsere Fortsetzung der bekannten E5 Alpenüberquerung führt vergleichsweise ruhig und genussvoll von Meran bis zum Gardasee. Durch das malerische Vinschgau, vorbei an einer hochalpinen Kulisse der Ortlergruppe und tief hinein ins Trentino und die Brenta-Dolomiten führt uns diese Alpenüberquerung, deren landschaftliche Vielfalt kaum zu überbieten ist. 6 spannende Wandertage führen uns durch verschiedene Vegetationszonen vorbei an mächtigen 3.000-ern, über aussichtsreiche Pässe und zu urigen Hütten. Wir lernen auch die liebliche Seite dieser Region kennen wie z. B. dem Molvenosee. Unterstützt duch Bus und Taxitransfer haben wir die Möglichkeit in wenigen Tagen, möglichst viele Bereiche dieser Region zu entdecken. Mit einem guten Mix an Hütten- und Hotelübernachtungen kommt auch das Urlaubsfeeling nicht zu kurz. Begleite uns auf dieser einzigartigen Bergwanderung von Meran zum Gardasee!

Reiseablauf

Tourbeginn:

12.00 Uhr ist am Eingang zum Bahnhofsgebäude

Tourende:

14.00 Uhr ist am Eingang zum Bahnhofsgebäude

1. Tag – Panoramawandern rund um Meran und Aufstieg zur Zufallhütte

Individuelle Anreise und Begrüßung in Meran am Bahnhof durch Deinen Bergwanderführer. Direkt aus der Stadt heraus beginnt unsere Wanderung: durch die Gassen von Meran wandernd, gelangen wir auf den Tappeiner und Algunder Waalweg. Mit weitläufigen Panoramablicken und landschaftlicher Vielfalt ist dies der perfekte Start in unsere gemeinsame Wanderwoche. In Algund bringt uns ein kurzer Taxitransfer durch das malerische Vinschgau direkt ins Martelltal. Von der Zufallhütte (2.265 m) trennen uns jetzt nur noch ca. 200 Höhenmeter Aufstieg. Mit einem einzigartigen Panorama empfängt uns die gemütliche Hütte, die zugleich Ausgangspunkt für Hochtouren wie den Cevedale (3.769 m) und die Zufallspitze (3.757 m) ist. Für uns ist sie aber vor allem eine sonnige Aussichtskanzel in herrlicher Bergwelt, bei der schnell Urlaubsfeeling aufkommt. Gemütlich lassen wir so diesen ersten Tag auf der Sonnenterrasse oder im Liegestuhl ausklingen.

Auf- und Abstieg:

450 hm

Gehzeit

4 h

2. Tag – Auf knapp 3.000 m übers Sallentjoch zur Dorigonihütte

Am heutigen Tag steht unsere Wanderung über das Sallentjoch bis zur Dorigonihütte auf dem Programm. Von der Zufallhütte wandern wir zunächst sanft, dann steiler ansteigend auf einem Panoramaweg in Richtung Joch. Im glitzernden Bergsee spiegelt sich die umliegende Bergwelt - ein idealer Ort, um kurz inne zu halten und die Landschaft zu genießen! Nach weiteren kurzen Anstieg ist es geschafft und wir stehen auf 2.965 m am höchsten Punkt der heutigen Etappe. Wir sind umgeben von einer herrlichen 3.000er Gipfelparade, wie der Hinteren Gramsenspitz (3.157 m), Hinteren Rostpitze (3.347 m) und Salentspitze (3.214 m) inmitten des beeinduckenden Nationalparks Stilfser Joch. Ohne weitere Gegenanstiege wandern wir hinab zu unserer nächsten Unterkunft, dem gemütlichen Rifugio Silvio Dorigoni (Dorigonihütte) auf 2.436 m.

Auf- und Abstieg:

900 hm

Gehzeit

6 h

3. Tag – Wasserfallwanderung ins Rabbital und Transfer nach Madonna di Campiglio

Entlang des Sentiero di Cascate wandern wir am frühen Morgen talabwärts in Richtung des Val di Rabbi (Rabbital) im Nationalpark Stilfser Joch. Dieses Tal ist vor allem durch seine vielfältigen Gewässer bekannt und so passieren auch wir auf unserem Weg zahlreiche Wasserfälle die sich ihren Weg durch die Felsen bahnen. Angekommen im Dorf nutzen wir ein Taxi für den ca. einstündigen Transfer nach Madonna di Campiglio. Mit der Bergbahn gewinnen wir wieder an Höhe und am Passo del Grostè (2.442 m) genießen wir das Panorama der uns umgebenden Gebirgsketten der Brenta und des Adamello. Über einen spektakulären Panoramaweg mit Ausblick auf unzählige schroffe Felswände gelangen wir in nach ca. einer Stunde zur Tuckethütte auf 2.268 m, unserem heutigen Etappenziel. Gemütlich lassen wir den Tag ausklingen und genießen die letzten Sonnenstrahlen des Tages in dieser einmalig imposanten Bergwelt.

Auf- und Abstieg:

120 hm

Gehzeit

6 h

4. Tag – Im Herzen der Brenta zur Tosahütte

Eine eher entspannte und landschaftlich wieder wunderschöne Etappe liegt heute vor uns. Nach dem Frühstück brechen wir auf in Richtung Tosahütte. Zunächst wandern wir über den Sentiero Bogani unterhalb der Bergflanke des Punte die Campiglio (2.969 m) bis zur Brenteihütte. Hier, mitten im Herzen der Brenta, gönnen wir uns eine Pause und bestaunen die mächtigen Felsmassive der 3.000er die um uns herum steil in den Himmel ragen. Über einen versicherten Steig erreichen wir die Bocca die Brenta, einen Passübergang auf 2.570 m Höhe. Nun ist es nur noch ein kurzer Abstieg zu unserem Tagesziel, der ältesten Schutzhütte der Brenta: Das Rifugio Tosa (Tosahütte) auf 2.460 m!

Auf- und Abstieg:

770 hm

Gehzeit

5 h

5. Tag – Abstieg zum Lago die Molveno und weiter nach Fiavè

Bereits der fünfte Wandertag unserer Alpenüberquerung bricht an und wir lassen das alpine Gelände immer mehr hinter uns. Auf dem heutigen Abstieg zum Molvenosee werden wir aber die Bergvielfalt noch einmal voll genießen. Über den "Passo di Creda" führt unser Weg vorbei an beeindruckenden Felsformationen immer weiter talwärts, bis wir die Waldgrenze oberhalb des Molvenosees erreichen. Nach ca. 1.800 Höhenmetern Abstieg stehen wir an dem glitzernden See, der als einer der schönsten ganz Italiens gilt. In ihm spiegeln sich die schroffen Felstürme und Spitzen der Brentagruppe und der umliegenden Bergwelt. Am Ufer machen wir erstmal eine ausgiebige Pause, hängen die Füße in den See und genießen das kühle Nass. Unser Tagesziel, das nette idyllisch gelegene Hotel La Pineta erreichen wir mit einem kurzen Transfer nach Fiavè. Hier warten bereits leckere Pizzen und gemütliche Doppelzimmer auf uns!

Auf- und Abstieg:

200 hm

Gehzeit

6 h

6. Tag – Besteigung Monte Misone und Ankunft am Gardasee

Nach dem gemütlichen Frühstück machen wir uns direkt vom Hotel an die Besteigung des Monte Misone (1.803 m). Mit ein wenig Glück haben wir vom Gipfel einen umwerfenden Blick auf den Gardasee. Hier oben können wir die Seele baumeln lassen und langsam Abschied nehmen vom alpinen Gelände der vergangenen Tage. Der anschließende Abstieg führt Richtung Süden durch den Wald über das mittelalterliche und sehr gut erhaltene Dorf Canale, weiter zum herrlich gelegenen Tennosee. Das kühle Nass lädt noch einmal ein, unsere müden Füße hineinzuhängen. Ein Transfer bringt uns nun nach Riva del Garda in eines der guten 4-Sterne-Hotels direkt am Hafen. Hier genießen wir das italienische Flair des kleinen, aber feinen Städtchens. Mit seinen Cafés und schicken Boutiquen lädt es zum Schlendern durch die Gassen und zum Shopping von Mitbringseln ein. Stolz und zufrieden verbringen wir unseren letzten gemeinsamen Abend in einem Restaurant in der Stadt und stoßen auf diese einzigartige Wanderwoche voller Erlebnisse an!

Auf- und Abstieg:

1100 hm

Gehzeit

6-7 h

7. Tag – Rückfahrt vom Gardasee nach Meran

Heute heißt es Abschied nehmen. Mit Bus und Zug fahren wir nach dem Frühstück zurück nach Meran, wo unsere Bergwanderwoche endet. Verabschiedung und Heimreise am frühen Nachmittag.

Highlights auf dieser Reise

Dorf 1.906 m

Sulden

Sulden liegt auf 1.906 m im inneren Suldental und gilt als wichtigstes Basecamp für den Ortler. Das Bergdorf mit 400 Einwohnern bietet direkten Zugang zu den höchsten Gipfeln der Ortlergruppe. Vier Seilbahnen erschließen das Skigebiet zwischen 1.900 und 3.250 m.

Gipfel 3.769 m

Monte Cevedale

Der Monte Cevedale erhebt sich auf 3.769 m im Ortlergebiet an der Grenze zwischen Lombardei und Trentino-Alto Adige. Als dritthöchster Gipfel der Ortler-Alpen bildet er einen wichtigen orographischen Knotenpunkt zwischen vier Tälern. Der Normalweg führt vom Rifugio Casati über den Gletscher zum Gipfel.

Gipfel 3.905 m

Ortler

Der Ortler erhebt sich mit 3.905 m als höchste Erhebung Südtirols und der Ortler-Alpen. Der größtenteils aus Hauptdolomit aufgebaute, stark vergletscherte Berg gilt als bedeutendstes Gipfelziel der Ostalpen. Seine Erstbesteigung 1804 zählt zu den wichtigsten alpinistischen Ereignissen jener Zeit.

Gipfel 3.376 m

Suldenspitze

Die Suldenspitze erhebt sich mit 3.376 m im Hauptkamm der Ortler-Alpen an der Grenze zwischen Südtirol und der Lombardei. Der vergletscherte Gipfel liegt strategisch zwischen Suldental, Val Cedec und Martelltal. Als beliebtes Skitourenziel und Übergangsstation zwischen den Schutzhütten gilt er als technisch wenig anspruchsvoll.

Dorf 1.660 m

Tschierv

Tschierv liegt auf 1.660 m am Ofenpass im Val Müstair. Das romanische Bergdorf dient als Ausgangspunkt für Skitouren auf Piz Daint und Piz Dora. Die Gemeinde fusionierte 2009 mit anderen Talorten zu Val Müstair.

Gipfel 3.678 m

Punta San Matteo

Die Punta San Matteo erhebt sich auf 3.678 m im Ortlergebiet an der Grenze zwischen Lombardei und Trentino-Südtirol. Der vergletscherte Gipfel gehört zur Cevedale-Pizzo Tresero Kette und gilt als einer der schönsten Skiberge der Region. Vom Gipfel entspringt ein Teil des Fornigletschers.

Gipfel 3.594 m

Pizzo Tresero

Der Pizzo Tresero erhebt sich auf 3.594 m im Ortlergebiet der Lombardei. Der Gipfel bildet den südöstlichen Abschluss der Kette der 13 Gipfel, die den Fornigletscher umrahmt. Die Nordwand gilt als eine der anspruchsvollsten der Region.

Gipfel 3.276 m

Cima San Giacomo

Die Cima San Giacomo erhebt sich auf 3.276 m im Ortlergebiet an der italienisch-schweizerischen Grenze. Der Gipfel liegt in der Fornigruppe zwischen Punta San Matteo und Brancahütte. Die Nordrinnen bieten pulvrige Abfahrten für erfahrene Skitourengeher.

Gipfel 3.703 m

Palon de la Mare

Der Palon de la Mare erhebt sich auf 3.703 m im Ortlergebiet als zweithöchster Gipfel des Trentino. Der vergletscherte Dreitausender ist ein begehrtes Skitourenziel mit anspruchsvoller Route über den Fornigletscher. Vom Gratrücken reicht der Blick über die gesamte Ortlergruppe.

Gipfel 3.553 m

Monte Pasquale

Der Monte Pasquale erhebt sich auf 3.553 m in den Ortler-Alpen als beliebtes Skitourenziel. Der firnbedeckte Dom liegt vollständig von Gletschern umgeben im Nationalpark Stilfserjoch. Der Normalweg führt über den Ostgrat vom Col Pasquale.

Gipfel 3.346 m

Köllkuppe

Die Köllkuppe (italienisch Cima Marmotta) ist ein 3.346 m hoher Gipfel im Zufrittkamm der Ortler-Alpen an der Grenze zwischen Südtirol und Trentino. Der leicht erreichbare Berg bietet eine gute Rundumsicht und zählt im Frühjahr zu den oft besuchten Zielen für Skibergsteiger.

Gipfel 3.128 m

Tabarettaspitze

Die Tabarettaspitze erhebt sich auf 3.128 m am Tabarettakamm nördlich des Ortlers in den Ortler-Alpen. Der Gipfel liegt im Nationalpark Stilfserjoch und fällt ostseitig mit 500 m hohen Felswänden zum Suldental ab. Der Tabaretta-Klettersteig gilt als einer der schwierigsten alpinen Klettersteige Europas.