Hochtourenkurse

Alpiner Aufbaukurs Fels und Firn im Stubaital

Aufbaukurs Hochtouren im Stubaital

Du hast bereits die ersten eigenen Hochtouren gemeistert und möchtest Dich nun an die schwierigeren, kombinierten Hochtouren auf die hohen Gipfel der Alpen wagen? In diesem Aufbaukurs lernst Du, wie Du Felsgrate absicherst und verschiedene Kletter- und Sicherungstechniken auf felslastigen Hochtouren anwendest. Mit Bergführer begibst Du Dich auf alpine Felsgrate in vergletscherter Umgebung, wiederholst die Grundfertigkeiten einer Spaltenbergung und Kameradenrettung rund um den Ausbildungsstützpunkt der Franz Senn Hütte. Der Schwerpunkt des Kurses liegt im Bereich alpiner Felsgrate, und stellt die ideale Ergänzung zum Eiskurs für Fortgeschrittene Hochtourenkurs Level II in der Schweiz dar. 

Für wen ist die Reise geeignet

  • • Hochtourenerfahrung erforderlich

Schwierigkeit

3.0

Anforderung

Kondition
Ernsthaftigkeit

Die Teilnahme am Alpinen Aufbaukurs Fels im Stubaital eignet sich nur für Teilnehmer, die bereits über eigene Hochtourenerfahrung im Bereich WS verfügen, die gängigen Knoten beherrschen und in Zukunft kombinierte Hochtouren oder mit Bergführer schwerere Hochtouren wie das Matterhorn anstreben. Dies ist kein Kurs für Einsteiger!

Reiseablauf

Tourbeginn:

09.00 Uhr ist am Parkplatz Seduck beim Container der Franz-Senn-Hütte

Tourende:

15.00 Uhr ist am Parkplatz Seduck beim Container der Franz-Senn-Hütte

1. Tag – Aufstieg zur Hütte und erste Ausbildungsinhalte

Begrüßung durch den Bergführer und gemeinsamer Aufstieg zur Franz-Senn-Hütte auf 2.147m Höhe. Wer sein Gepäck nicht vollständig auf die Hütte tragen möchte, hat die Möglichkeit die kostenpflichtige Materialseilbahn der Hütte zu nutzen. Nach der Anmeldung auf der Franz-Senn-Hütte und der Besprechung der Kursinhalte beginnen wir gleich mit der Ausbildung. Erste Themen wie Material- und erweiterte Knotenkunde, das Abbinden des Seils und Grundausbildung Fels, Klettertechnik und Abseilen stehen auf dem Programm des ersten Kurstages. Nach dem Abendessen widmen wir uns noch in einer Theorieeinheit dem Thema Orientierung, mit dem Schwerpunkt auf der Interpretation von Führerliteratur für schwierige Hochtouren.

Gehzeit

1 h

2. Tag – Voller Ausbildungstag am Fels

Zunächst starten wir mit einer Wiederholung und Auffrischung der Spaltenbergungstechniken im Hüttenbereich. Am Nachmittag vertiefen wir die Ausbildungsinhalte vom Vortag im Fels auf einer Ausbildungstour nahe der Franz Senn Hütte. Dabei besprechen wir zum ersten Mal die verschiedenen Fixpunktsicherungen und mögliche Varianten zur Absicherung einer Seilschaft. Zahlreiche Methoden ähneln einander bzw. sind sowohl im Eis, als auch im Fels anwendbar. Auch am heutigen Abend beschäftigen wir uns nochmals mit den Themen " Tourenplanung" und "Alpine Gefahren".

Gehzeit

5-7 h

3. Tag – Voller Ausbildungstag am Fels

Felsausbildung auf Tour. Der Bergführer begleitet die eigenständigen Seilschaften beim Begehen und Absichern von Felsgraten. Themen welche in geeignetem Gelände vermittelt werden sind Fixpunkte im Fels, unter anderem mit mobilen Sicherungsmitteln. Das anspruchsvolle Klettern am gleitenden Seil sowie gestaffeltes Klettern schließen den Ausbildungstag am alpinen Felsgrat ab. Die Basis dafür wurde in den beiden vorhergehenden Kurstagen gelegt. Am Abend planst Du mit Tipps des Bergführers eigenständig die Tour für den nächsten Tag - parallel prüfen wir den Wetterbericht und lernen, wie man ihn interpretiert.

Gehzeit

5-7 h

4. Tag – Abschlusstour Hüttengratl

Vertiefung der Ausbildungsinhalte auf einer kombinierten Tour. Heute kannst Du das Erlernte voll unter Beweis stellen, und Dir vom Bergführer den letzten Schliff für eigene kombinierte Hochtouren holen. Die Teilnehmer können idealerweise bereits in Seilschaften Führen und der Bergführer ist lediglich zur "Überwachung" und für Tipps und Tricks mit dabei. Wichtig ist am Ende eines Kurses eine ausführliche Besprechung und eine Feedbackrunde! Am frühen Nachmittag dann folgt der Abstieg ins Tal und die Heimreise.

Gehzeit

5-7 h

Highlights auf dieser Reise

Dorf 1.569 m

Gries

Gries liegt auf 1.569 m im Sulztal, einem Seitental des Ötztals in den Stubaier Alpen. Das Bergdorf dient als Ausgangspunkt für Skitouren zur Amberger Hütte und Wanderungen zur Freihut. Die Kaplaneikirche Maria Hilf aus dem Jahr 1655 beherbergte im Zweiten Weltkrieg das originale Cranach-Gemälde aus dem Innsbrucker Dom.

Gipfel 3.235 m

Hoher Seeblaskogel

Der Hohe Seeblaskogel erhebt sich auf 3.235 m zwischen Winnebachjoch und Bachfallenscharte in den Stubaier Alpen. Das eigenständige Bergmassiv liegt zwischen drei Gletschern und bietet ausgesetzte Kletterei am Ostgrat. Der Berg beherrscht das gesamte Sellraintal mit weitreichender Gipfelaussicht.

Dorf 2.017 m

Kühtai

Das Kühtai liegt auf 2.017 m am Kühtaisattel zwischen Nedertal und Sellraintal in den Stubaier Alpen. Der Ort zählt zu den höchstgelegenen Wintersportorten Österreichs. Erreichbar über die Sellraintalstraße aus dem Inntal oder die Kühtaistraße aus dem Ötztal.

Gipfel 3.182 m

Winnebacher Weißkogel

Der Winnebacher Weißkogel erhebt sich auf 3.182 m in den Stubaier Alpen an der österreichisch-italienischen Grenze. Der Berg gilt als klassischer Skitourengipfel mit moderatem technischem Anspruch. Vom Winnebachjoch führt der heutige Normalweg über den Südostkamm im Schwierigkeitsgrad I zum Gipfel.

Gipfel 3.348 m

Windacher Daunkogel

Der Windacher Daunkogel erhebt sich auf 3.348 m in den Stubaier Alpen an der österreichisch-italienischen Grenze. Der vollständig vergletscherte Berg liegt im Gebiet Hochstubai zwischen Sulztalferner, Warenkarferner und Wütenkarferner. Der Normalweg führt von der Hochstubaihütte über den Wütenkarferner zur Warenkarscharte und den Südwestgrat.

Gipfel 2.875 m

Lampsenspitze

Die Lampsenspitze erhebt sich mit 2.875 m in den nördlichen Stubaier Alpen über dem Sellrain. Der Gipfel gilt als beliebter Skitourenberg mit relativ lawinensicherer Route von Praxmar. Ein Tourenlehrpfad informiert über Tourenplanung und Lawineneinschätzung.

Gipfel 2.631 m

Egesengrat

Der Egesengrat erhebt sich auf 2.631 m in den Stubaier Alpen nahe dem Stubaier Gletscher. Der aussichtsreiche Gipfel ist Endpunkt des anspruchsvollen Fernau Klettersteigs. Vom Gipfel überblickt man das gesamte Stubaier Gletschergebiet.

Gipfel 3.474 m

Ruderhofspitze

Die Ruderhofspitze erhebt sich mit 3.474 m als vierthöchster Berg der Stubaier Alpen. Der dominante Gipfel zählt zu den meistbegangenen Bergen des Stubai und sendet nach Osten den fast zwei Kilometer langen Grawawand-Grat aus.

Sattel 2.846 m

Windachscharte

Die Windachscharte liegt auf 2.846 m an der österreichisch-italienischen Grenze in den Stubaier Alpen. Der Pass verbindet das steinige Windachtal mit der grünen Südalpenseite und markiert den Übergang nach Südtirol. Historisch diente die Scharte als Schmugglerpfad bei Alpenüberquerungen.

Sattel 2.650 m

Schneebergscharte

Die Schneebergscharte liegt auf 2.650 m zwischen Ridnauntal und Passeiertal. Der Pass verbindet als historischer Übergang die österreichischen Stubaier Alpen mit Südtirol. Das historische Bergbaugebiet Schneeberg mit seinen Stollen und Bergwerksrelikten prägt die Umgebung.

Stadt 937 m

Fulpmes

Fulpmes liegt auf 937 m im mittleren Stubaital und bildet das Zentrum der traditionellen Stubaier Werkzeugindustrie. Der Marktort dient als strategischer Ausgangspunkt für Klettersteige und Skitouren in den Stubaier Alpen. Von hier erschließt die Schlick2000-Gondel das gleichnamige Skigebiet mit alpinen Übungsanlagen.

Sonstige

Stubaier Gletscher

Der Stubaier Gletscher erstreckt sich zwischen 1.695 m und 3.170 m Höhe in den Stubaier Alpen nordöstlich der Stubaier Wildspitze. Das Gletscherskigebiet umfasst fünf Gletscher: Daunferner, Eisjochferner, Gaiskarferner, Fernauferner und Windachferner. Von Oktober bis Juni gilt das Gebiet als schneesicher.