Skidurchquerungen

Cevedale Skidurchquerung am Ortler

Skitouren-Woche im Ortler Nationalpark

Die Skitouren-Durchquerung des Ortler Nationalparks ist eines unserer weiteren Highlights im Bereich Skitouren in den Ostalpen. Die gesamten Aufstiege sind zumeist von wilden Gletschern oder steilen Felswänden gesäumt. Jeden Tag besteigen wir mindestens einen tollen Ski-3000er, der uns sicher eine mehr als 1.000 Höhenmeter lange Skiabfahrt vom besten bietet. Dazu kommt, dass die Unterbringung in den gemütlichen Südtiroler Hütten und die Verpflegung dort eine wahre Freude sind. Ganz sicher wirst Du diese Woche zwischen beeindruckender Landschaft, tollen und langen Abfahrten sowie der Südtiroler Gastfreundschaft nicht so schnell vergessen!

Reiseablauf

Tourbeginn:

08.00 Uhr ist am Parkplatz der letzten Seilbahn in Sulden zur Schaubachhütte.

Tourende:

15.00 Uhr ist am Parkplatz der letzten Seilbahn in Sulden zur Schaubachhütte.

1. Tag – Schöntaufspitz (3.325 m) und Abfahrt ins Martelltal

Wir treffen uns am Morgen am Parkplatz der Gondelbahn in Sulden. Nach einem Ausrüstungscheck und ggf. Ausgabe und Einstellen des Leihmaterials fahren wir mit dem Lift ins Skigebiet auf. Von dort führt unsere erste Skitour auf die Schöntaufspitz oberhalb des Madritschjoch. Die erste lange Abfahrt bringt uns zur ersten Hütte der Skidurchquerung. Die Zufallhütte liegt auf 2.265 m oberhalb des Martelltals

Auf- und Abstieg:

500 hm

Gehzeit

5 h

2. Tag – Skitour auf den Cevedale (3.778 m)

Heute steht der bekannteste Skigipfel der Region auf unserem Programm: der Cevedale (3.778 m). Der Aufstieg wird mit atemberaubenden Ausblicken auf die Ortlerregion und die majestätische Königspitze belohnt. Unser Weg führt über den weitläufigen Zufallferner, und je nach Verhältnissen wählen wir die optimale Aufstiegsroute zum beliebtesten Skigipfel der Ortlergruppe. Den krönenden Abschluss des Tourentages bildet eine über 1.000 Höhenmeter lange Abfahrt direkt hinunter zur Pizzinihütte. Hier genießen wir ein hervorragendes Abendessen und lassen den Tag in entspannter Atmosphäre ausklingen.

Auf- und Abstieg:

1500 hm

Gehzeit

6-7 h

3. Tag – Traumtour auf den San Matteo (3.678 m)

Von der Pizzinihütte geht es zunächst in einer kleinen Abfahrt zum Aufwachen ins Tal Forni. Von hier starten wir den Aufstieg auf den Hauptgipfel der Fornigruppe, die Punta San Matteo (3.678 m). Diese Augenweide von einem Skiberg ersteigen wir über eine tolle Gletscherlandschaft und bald haben wir wieder Aussicht auf alle Berge, die wir in dieser Woche besteigen. Nach einer Gipfelrast fahren wir auf dem Aufstiegsweg wieder ab und hängen nach Lust und Laune eine der meist pulverigen Nordrinnen der Cima San Giacomo dran. Alles in allem ein gewaltiger Skitag, bei dem wir am Ende von der Brancahütte aus unser gesamtes Tagwerk bis zum Sonnenuntergang betrachten können.

Auf- und Abstieg:

1400 hm

Gehzeit

5-6 h

4. Tag – Besteigung des Palon della Mare (3.703 m)

Heute lernen wir eine der unbekanntesten Ecken der Berge rund um den Ortler kennen. Von der Brancahütte starten wir in eine an die Westalpen erinnernde Landschaft, um über perfekte Skitouren-Hänge den Palon della Mare (3.703 m) zu besteigen. Dieser Parade-Skiberg steht etwas abseits und wird nicht so oft besucht wie andere Gipfel der Region. Zu Unrecht! Abfahrt zurück zur Brancahütte.

Auf- und Abstieg:

1300 hm

Gehzeit

5-6 h

5. Tag – Skitour auf den Monte Pasquale (3.553 m)

Wir starten an der Hütte und folgen dem Val d'Rossole in nordöstlicher Richtung. Der Weg führt stetig bergauf, bis uns der letzte, steile Gipfelhang des Monte Pasquale noch einmal fordert. Anschließend geht es weiter über das Langfernerjoch zum Eispass. Von hier genießen wir eine letzte lange Abfahrt hinunter nach Sulden. Zur optimalen Erholung übernachten wir heute komfortabel in einem Hotel in Sulden.

Auf- und Abstieg:

1360 hm

Gehzeit

7 h

6. Tag – Skitourenklassiker auf die Vertainspitze (3.554 m)

Eine der großartigsten Skitouren direkt von Sulden aus ist die 3.554 m hohe Vertainspitze. Von ihr aus hat man einen unglaublich guten Blick auf das große Dreigestirn Ortler, Zebru und Königspitze. Wir starten direkt vom Skizentrum aus durch kleine Bachläufe und kleinen Stauden. Bald aber öffnet sich das Gelände und über die stehts angenehme Steigung geht es der Vertainspitze entgegen. Über den Rosimferner geht es zum Rosimjoch und mittels des einfachen Südostgrat zum Gipfelhang. Bei guten Verhältnissen können die Ski bis kurz unter dem Gipfel benutzt werden. Die Gipfelrast hier oben ist das Highlight unserer Tour was den Ausblick angeht. Von den Ötztaler Alpen über die Silvretta streicht der Blick am Ortlermassiv vorbei bis weit hinein in die Brenta. Irgandwann muss man sich aber doch losreißen, den es wartet noch 1.700 Hm bestes Skigelände und im Regelfall griffiger Firn auf uns. So findet diese grandiose Woche einen überaus würdigen Abschluss.

Auf- und Abstieg:

1700 hm

Gehzeit

6-7 h

Highlights auf dieser Reise

Gipfel 3.769 m

Monte Cevedale

Der Monte Cevedale erhebt sich auf 3.769 m im Ortlergebiet an der Grenze zwischen Lombardei und Trentino-Alto Adige. Als dritthöchster Gipfel der Ortler-Alpen bildet er einen wichtigen orographischen Knotenpunkt zwischen vier Tälern. Der Normalweg führt vom Rifugio Casati über den Gletscher zum Gipfel.

Dorf 1.906 m

Sulden

Sulden liegt auf 1.906 m im inneren Suldental und gilt als wichtigstes Basecamp für den Ortler. Das Bergdorf mit 400 Einwohnern bietet direkten Zugang zu den höchsten Gipfeln der Ortlergruppe. Vier Seilbahnen erschließen das Skigebiet zwischen 1.900 und 3.250 m.

Gipfel 3.905 m

Ortler

Der Ortler erhebt sich mit 3.905 m als höchste Erhebung Südtirols und der Ortler-Alpen. Der größtenteils aus Hauptdolomit aufgebaute, stark vergletscherte Berg gilt als bedeutendstes Gipfelziel der Ostalpen. Seine Erstbesteigung 1804 zählt zu den wichtigsten alpinistischen Ereignissen jener Zeit.

Gipfel 3.376 m

Suldenspitze

Die Suldenspitze erhebt sich mit 3.376 m im Hauptkamm der Ortler-Alpen an der Grenze zwischen Südtirol und der Lombardei. Der vergletscherte Gipfel liegt strategisch zwischen Suldental, Val Cedec und Martelltal. Als beliebtes Skitourenziel und Übergangsstation zwischen den Schutzhütten gilt er als technisch wenig anspruchsvoll.

Gletscher

Suldenferner

Der Suldenferner erstreckt sich mit 5,7 km² an den Ostflanken von Ortler, Monte Zebrù und Königspitze. Der stark schuttbedeckte Gletscher reicht bis unter 2.500 m hinab und liegt im Nationalpark Stilfserjoch.

Gletscher

Rosimferner

Der Rosimferner liegt zwischen Italien und der Schweiz im Ortlergebiet. Der Gletscher bildet den Zugang zum Rosimjoch und zur Vertainspitze. Über seine Firnfelder führt eine klassische Skitourenroute mit 1.700 Höhenmetern Abstieg.

Gipfel 3.678 m

Punta San Matteo

Die Punta San Matteo erhebt sich auf 3.678 m im Ortlergebiet an der Grenze zwischen Lombardei und Trentino-Südtirol. Der vergletscherte Gipfel gehört zur Cevedale-Pizzo Tresero Kette und gilt als einer der schönsten Skiberge der Region. Vom Gipfel entspringt ein Teil des Fornigletschers.

Gipfel 3.594 m

Pizzo Tresero

Der Pizzo Tresero erhebt sich auf 3.594 m im Ortlergebiet der Lombardei. Der Gipfel bildet den südöstlichen Abschluss der Kette der 13 Gipfel, die den Fornigletscher umrahmt. Die Nordwand gilt als eine der anspruchsvollsten der Region.

Gipfel 2.968 m

Piz Daint

Der Piz Daint (2.968 m) erhebt sich in der Umbrailgruppe westlich des Münstertals in Graubünden. Der Berg bildet die Wasserscheide zwischen dem nach Norden zum Inn entwässernden Val Mora und dem südwärts zur Etsch fließenden Val Müstair. Seine markante Gipfelpyramide macht ihn zu einem beliebten Skitourenziel.

Gipfel 3.276 m

Cima San Giacomo

Die Cima San Giacomo erhebt sich auf 3.276 m im Ortlergebiet an der italienisch-schweizerischen Grenze. Der Gipfel liegt in der Fornigruppe zwischen Punta San Matteo und Brancahütte. Die Nordrinnen bieten pulvrige Abfahrten für erfahrene Skitourengeher.

Gipfel 2.951 m

Piz Dora

Der Piz Dora erhebt sich auf 2.951 m zwischen Val Müstair und Val Mora im Kanton Graubünden. Der Berg gehört zur Umbrailgruppe und wird den Ortler-Alpen zugerechnet. Der Name wandelte sich von Piz d'Ora (Äußerer Gipfel) zum heutigen Piz Dora.

Gletscher

Schranferner

Der Schranferner liegt an den Veneziaspitzen in der Ortlergruppe im Martelltal. Der Gletscher dient als Aufstiegsroute zur Östlichen Veneziaspitze und führt durch teilweise spaltiges Gletschergelände. Unterhalb der Gletscherzunge befinden sich malerische Bergseen.