Die großen 4.000er im Wallis
Geführte Hochtouren auf die großen 4.000er im Wallis
Lange Hochtouren auf die höchsten Gipfel in der Schweiz. Eine konditionell anspruchsvolle, aber ungemein lohnende Hochtouren-Woche im Herzen der Walliser Alpen: Nach der Akklimatisationstour am Alphubel geht es zum Dom auf 4.546 Meter, und als Finale der Woche steht der höchste Gipfel der Schweiz sowie der zweithöchste Gipfel der Alpen, die Dufourspitze mit 4.633 Metern auf dem Programm. Der lange Aufstieg über den Westgrat startet von der wunderbaren neue Monte-Rosa-Hütte aus. Geführt durch Deinen Bergführer ist die leichte Kletterei zum Gipfel eine machbare Herausforderung.
Reiseablauf
Reiseablauf
Tourbeginn:
13.00 Uhr ist an der Rezeption im Hotel Bergfreund in Herbriggen.
Tourende:
16.00 Uhr ist an der Rezeption im Hotel Bergfreund in Herbriggen.
1. Tag – Treffen im Wallis und Aufstieg zur Täschhütte (2.701 m)
Der Treffpunkt zur Hochtourenwoche im Wallis ist mittags im bewährten Hotel Bergfreund in Herbriggen. Hier findet die Begrüßung durch den Bergführer statt, wir gleichen die vorhandene Ausrüstung ab und fahren im Anschluss hinauf zur Täschalpe auf 2.214 m. Von hier führt eine gemütliche und schönen Wanderung als idealer Auftakt weiter zur Täschhütte auf 2.701 m, wo nach dem guten Abendessen die kommende Nacht verbringen.
Auf- und Abstieg:
500 hm
Gehzeit
1 h
2. Tag – Über den Alphubelgletscher auf den Alphubel (4.206 m)
Wie bei Hochtouren üblich und notwendig erfolgt der Aufbruch von der Täschhütte aus noch vor der Dämmerung. Vorbei am Alphubelsee steigen wir bis zum Gletscherrand und zum Anseilplatz. Über den Alphubelgletscher führt die Hochtour zum gleichnamigen und meist windigen Alphubeljoch auf 3.782 m. Von hier geht es über den SO-Grat zum Gipfel des Alphubel auf 4.206 m. Das Panorama auf dem massiven Eisriesen ist eindrucksvoll: Von hier sehen wir hinter dem Täschhorn (4.491 m) schon recht nahe unser nächstes Ziel, den Dom - von hier sieht er unbesteigbar aus, aber unsere Route führt ja auch von der "Rückseite" hinauf. Im Südosten blicken wir auf das gewaltige Massiv des Monte Rosa, der spätere Höhepunkt der Woche. Unser Abstieg vom Alphubel führt entlang der Aufstiegsroute wieder zur Täschhütte hinunter und weiter ins Tal. Im Hotel Bergfreund in Herbriggen genießen wir nochmals die Annehmlichkeiten eines Hotels.
Auf- und Abstieg:
1500 hm
Gehzeit
11 h
3. Tag – Aufstieg zur Domhütte (2.940 m)
Der Tag beginnt nach dem Frühstück mit einer kurzen Fahrt nach Randa, dem Ausgangspunkt für den langen Aufstieg zum Bergkristall der Domhütte (2.940 m). Die Hütte liegt einmalig schön mit Blick auf das Matterhorn (4.478 m) und das Weisshorn (4.505 m), der Anstieg dahin ist alle Mühe wert. Steil führt der Weg aus dem Mattertal zuerst durch Wälder hinauf, bis wir zunächst die Charles-Kuonen-Hängebrücke erreichen, mit 500 Metern eine der längsten Hängebrücken der Welt für Fußgänger. Der Weg führt aber an der Brücke vorbei (ein Abstecher ist trotzdem möglich) anspruchsvoll über Stufen und seilversichert zur Domhütte. Diese wurde 2015 nach einer umfangreichen Renovierung und Erweiterung erst neu eingeweiht.
Auf- und Abstieg:
1500 hm
Gehzeit
5 h
4. Tag – Über den Festigletscher und das Festijoch auf den Dom (4.546 m)
Die Hochtour zum Dom startet wegen ihrer Länge schon in der Nacht. Am Nordrand des Festigletschers führt die Tour bis zu den Felsen unterhalb des Festijoch (3.723 m), teilweise seilversichert wird dieses in leichter Kletterei (UIAA II)erreicht. Bei guten Verhältnissen kann man aus dem Joch direkt dem von hier steil aufstrebenden Festigrat folgen - ist dieser blank oder die Felsen vereist, ist es besser, jenseits des Festijochs abzusteigen und in einem großen Bogen dem Hohbärggletscher zu folgen. An gewaltigen Spalten und Séracs vorbei führt die Spur hier hinauf zur Scharte unter dem Gipfel. Wenige Meter oberhalb dann der Gipfel des Dom, 4.546 m hoch. Der Abstieg erfolgt in jedem Fall über den Hobärggletscher zunächst wieder zur Domhütte und weiter zurück ins Mattertal. Ein gewaltiger Tag in jeder Hinsicht - wir erholen uns bei einem guten Abendessen im Hotel in Herbriggen.
Auf- und Abstieg:
1600 hm
Gehzeit
12 h
5. Tag – Vom Rotenboden zur Monte-Rosa-Hütte (2.883 m)
Einen Ruhetag haben wir uns jetzt eigentlich verdient - aber ein wenig Bewegung muss doch sein: Nach dem gemütlichen Frühstück bringt uns das Shuttle des Hotels direkt nach Zermatt und wir fahren weiter mit der berühmten Gornergrat-Bahn zur Station Rotenboden. Von hier steigen wir auf einem Panoramapfad südlich des Gornergrats hinunter zum Gornergletscher - gegenüber die eindrucksvolle Parade der Viertausender vom Monte Rosa über Liskamm, Castor, Pollux und Breithorn. Wir queren den Gletscher und steigen über die Moränen und Platten hinauf zur futuristischen Monte-Rosa-Hütte (2.883 m) - ebenfalls eine recht neue Hütte, die als Forschungsprojekt für Nachhaltigkeit im Gebirge von Studenten der ETH Zürich konzipiert und 2009 eröffnet wurde. Von der Hütte aus ist der Sonnenuntergang hinter dem Mattehorn das Highlight am Abend. Die Monte-Rosa-Hütte ist ein komfortabler Hochtourenstützpunkt, die Verpflegung ist hervorragend.
Auf- und Abstieg:
500 hm
Gehzeit
4 h
6. Tag – Besteigung der Dufourspitze (4.633 m)
Endspurt zum höchsten Gipfel der Schweiz - wobei, vom "Spurt" darf keine Rede sein, denn angesichts des Höhenunterschieds und der zu erreichenden Zielhöhe ist es wichtig, die Kräfte von Anfang an gut einzuteilen. Sehr früh starten wir in tiefer Dunkelheit und steigen auf dem Monte-Rosa-Gletscher durch Spaltenlabyrinthe, den Eisbruch der "Scholle" hinauf zur oft windigen Satteltole und schließlich zum Sattel, wo der Westgrat beginnt. Vier längere Passagen von Firn und Fels wechseln sich jeweils ab, bevor man auf dem Gipfel des zweithöchsten Berges der Alpen und den höchsten Gipfel der Schweiz steht: Dufourspitze, 4.633 m. Der Abstieg folgt dem Aufstiegsweg, wobei man beim Rückweg zum Rotenboden nochmal zeigen muss, dass noch Kräfte vorhanden sind. Mit der Bahn geht es wieder hinunter nach Zermatt und zurück nach Herbriggen. Hier erfolgt die Verabschiedung und Heimreise.
Auf- und Abstieg:
2000 hm
Gehzeit
13 h