Bergwanderungen

Dolomiten Höhenweg 1 - Wandern in Südtirol

Dolomiten Höhenweg 1 – von Pragser Wildsee ins Herz der Berge

Der Dolomiten Höhenweg 1 ist einer der bekanntesten und schönsten Weitwanderwege in Südtirol. Die Route führt auf rund 150 Kilometern vom Pragser Wildsee bis nach Belluno und verbindet beeindruckende Gebirgslandschaften, gut geführte Berghütten und zahlreiche kulturelle Eindrücke. Der Dolomiten Höhenweg 1 bietet eine ausgewogene Mischung aus alpiner Herausforderung, landschaftlicher Vielfalt und guter Infrastruktur – ideal für erfahrene Bergwanderer ebenso wie für ambitionierte Einsteiger. Auf abwechslungsreichen Etappen führt der Dolomiten Höhenweg 1 durch die Sennes-, Fanes-, Pragser und Ampezzaner Dolomiten. Weitläufige Hochflächen, markante Felsformationen und stille Almen prägen das Bild dieser klassischen Weitwanderung. Abseits der Hauptwege erlebst Du eine ursprüngliche Berglandschaft mit eindrucksvollen Ausblicken und gemütlichen Hütten.

Reiseablauf

Tourbeginn:

08.30 Uhr Vor dem Bahnhof in Toblach

Tourende:

15.00 Uhr Vor dem Bahnhof in Toblach

1. Tag – Vom Pragser Wildsee zur Sennesalm

Unsere erste Etappe auf dem Dolomiten Höhenweg 1 beginnt am Morgen am Toblacher Bahnhof. Mit einer kurzen Busfahrt erreichen wir den malerischen Pragser Wildsee, Ausgangspunkt unserer ersten Tagesetappe. Zunächst wandern wir flach entlang des Ufers und lassen den Blick über das türkisfarbene Wasser hin zu den imposanten Dolomiten Gipfeln schweifen. Am südlichen Ende des Sees beginnt der Weg allmählich anzusteigen in Richtung Forcella Sora Forno (2.388 m). Von der Scharte genießen wir einen beeindruckenden Blick auf die weite Sennes-Hochfläche. Der anschließende Abstieg führt uns vorbei an der Seekofelhütte und weiter über die Sennesalm zu unserem heutigen Etappenziel, der Senneshütte (2.126 m).

Auf- und Abstieg:

1100 hm

Gehzeit

6 h

2. Tag – Auf dem Höhenweg weiter zur Fanes Alpe

Die Etappe von der Senneshütte zur Faneshütte gehört zu den eindrucksvollsten Abschnitten des Dolomiten Höhenwegs 1. Der Weg beginnt auf der Hochfläche bei der Senneshütte zunächst gemütlich, führt dann jedoch entlang steiler Felsabbrüche zunehmend anspruchsvoller bergab nach Pederü (1.545 m). Nach rund eineinhalb Stunden Abstieg beginnt der Aufstieg durch das Fanestal – von den Einheimischen Valun de Fanes genannt – hinauf zur weiten Hochfläche von Fanes. Zwischen Almwiesen, Dolomitfelsen und markanten Gipfeln des Naturparks Fanes-Sennes-Prags verläuft eine abwechslungsreiche Tagesetappe, die Kondition und Trittsicherheit erfordert, aber technisch gut begehbar ist. Auf der Fanes Alpe (2.060 m) endet die Wanderung inmitten der typischen Landschaft des Pustertals. Am Nachmittag haben wir noch genügend Zeit für eine kurze Wanderung zum malerisch gelegenen Limosee (2.180 m).

Auf- und Abstieg:

900 hm

Gehzeit

5-6 h

3. Tag – Forcella di Lech und Lagazuoi

Nach einem guten Frühstück steigen wir auf zum Limojoch (2.174 m) und zum Limosee. Hier wechseln wir von der Klein Fanes Alm zum Gebiet der Groß Fanes Alm. Eingerahmt von hohen Felsgipfeln wie Croda Valon Bianco, Monte Castello, Monte Cavallo oder Piz dles Conturines wandern wir das breite Tal entlang und steigen dann auf steinigem Weg auf zur Forcella di Lech (2.486 m). Nun geht es steil und imposant zwischen den Felsen auf vielen engen Kehren bergab. Der Steig ist gut befestigt, schwindelfrei und trittsicher sollte man hier aber trotzdem sein. Bald queren wir oberhalb des Lago Lagazuoi auf den Hauptweg.Vorbei an alten Kriegsstellungen führt der Weg zum Rifugio Lagazuoi (2.752 m). Ein paar Minuten sind es nur noch zum Lagazuoi Pizo (2.778 m), der mit einer gigantischen Rundsicht auf viele der bekannten Dolomitengipfel wie Tofana, Monte Pelmo, Geislerspitzen, Marmolada und viele mehr besticht. Wir steigen ab und queren zur Forcella Travenanzes (2.507 m), dem Eingang zu einem der tiefsten Täler der Dolomiten. Unser Abstieg jedoch geht Richtung Süden zum Falzaregopass (2.105 m) und mit dem Bus in eine gemütliche Pension nach St. Kassian.

Auf- und Abstieg:

1100 hm

Gehzeit

6-7 h

4. Tag – Vom Falzaregopass auf den Nuvolau und Cinque Torri

Ein weiterer Tag mit traumhafter Aussicht erwartet uns. Nach einer kurzen Busfahrt zurück zum Falzaregopass (2.105 m) wandern wir in gemächlicher Steigung zum Rifugio Averau (2.413 m) und von dort noch ein kurzes Stück über den Gratrücken auf den Gipfel des Nuvolau (2.574 m) mit atemberaubender Aussicht. Die kleine Hütte auf dem Gipfel lädt zur Einkehr ein, bevor wir zum Rifugio Averau und zu unserer Unterkunft (2.137 m) der Hütte an den berühmten Cinque Torri absteigen. Hier haben wir noch Zeit uns in der Sonne vor der Hütte auszuruhen oder noch ein wenig um die "Türme" zu spazieren.

Auf- und Abstieg:

500 hm

Gehzeit

4-5 h

5. Tag – Zur Forcella Ambrizzola und Croda da Lago

Nach dem Start an der Hütte bei den Cinque Torri (2.137 m) führt der Weg zunächst über Wiesenpfade bergab in Richtung Ponte di Ru Curto (1.708 m). Durch lichten Lärchenwald und über sanft geneigte Almböden genießen wir den Wechsel von Felslandschaft und Wald. Von dort queren wir leicht ansteigend in das Val Formin, ein weites Tal, das von Bergsturzfeldern und markanten Felswänden geprägt ist.

Der Anstieg zur Forcella Ambrizzola (2.277 m) verläuft auf einem gut angelegten, teils steinigen Steig durch ehemaliges Bergsturzgelände. Oben öffnet sich ein großartiges Panorama: im Westen der Monte Pelmo, im Süden der Becco di Mezzodì und unter uns bereits der schimmernde Lago Federa.

Auf bequemen Wegen wandern wir anschließend hinunter zur Rifugio Croda da Lago (2.046 m), malerisch am See gelegen. Hier endet eine weitere genussreiche Etappe, die durch ihre Ruhe, Abwechslung und die eindrucksvolle Aussicht zu den schönsten Abschnitten des gesamten Weges zählt. Nach unserer Ankunft bietet sich ein Bad im nahegelegenen Wildsee durchaus an. Badesachen sind sehr zu empfehlen.

Auf- und Abstieg:

850 hm

Gehzeit

5-6 h

6. Tag – Abstieg durchs Val Federa nach Cortina d'Ampezzo

Von der Hütte führt uns der Weg zunächst gemütlich zur Malga Federa, wo sich ein herrlicher Ausblick über das Tal und auf Cortina eröffnet. Anschließend wandern wir durch die eindrucksvolle Klamm der Gores de Federa mit ihren kleinen Wasserfällen und Schluchtenpassagen. Ein echtes Naturabenteuer. Über den Lago Pianoze geht es schließlich weiter talwärts, bis wir in Cortina eintreffen. Dort endet unsere gemeinsame Wanderung über den Dolomiten Höhenweg Nummer 1. Wer möchte, kann in Cortina bleiben oder mit uns gemeinsam per Bus zurück nach Toblach fahren.

Auf- und Abstieg:

100 hm

Gehzeit

5 h

Highlights auf dieser Reise

Sattel 2.240 m

Sellajoch

Das Sellajoch verbindet auf 2.240 m das Val di Fassa mit dem Grödner Tal zwischen Sellagruppe und Sassolungo. Der Pass ist zentraler Ausgangspunkt für Klettersteige und Wanderungen in beide Dolomiten-Massive.

Sattel 2.734 m

Santnerpass

Der Santnerpass liegt auf 2.734 m zwischen Eggental und Vajolettal im Rosengarten-Massiv. Der gleichnamige Klettersteig gilt als Dolomiten-Klassiker mit technisch anspruchsvoller Route durch Absturzgelände. Der Pass verbindet mehrere Täler und bietet Zugang zu den berühmten Vajolet-Türmen.

Sattel 2.277 m

Forcella Ambrizzola

Die Forcella Ambrizzola liegt auf 2.277 m zwischen Val Fiorentina und Val del Boite. Der Pass bildet einen strategischen Knotenpunkt der Alta Via 1 der Dolomiten. Von hier eröffnet sich das Panorama auf Monte Pelmo und Becco di Mezzodì.

Gipfel 2.371 m

Monte Castello

Der Monte Castello erhebt sich auf 2.371 m in der Fanesgruppe der Dolomiten. Der markante Felsgipfel zählt zu den beliebten Zielen für Skitouren und Schneeschuhwanderungen. Von der Südflanke eröffnet sich ein weiter Blick zur Tofana und den dahinter liegenden Dolomitengipfeln.

Schutzgebiet

Naturpark Drei Zinnen

Der Naturpark Drei Zinnen erstreckt sich über 11.891 ha in den östlichen Dolomiten zwischen Pustertal und Sextental. Das 1981 gegründete Schutzgebiet umfasst die namensgebenden Drei Zinnen und die Dreischusterspitze als höchsten Gipfel mit 3.145 m. Seit 2009 ist der Park Teil des UNESCO-Welterbes Dolomiten.

Sattel

Molignonpass

Der Molignonpass auf etwa 2.600 m verbindet die Tierser Alpl Hütte mit der Grasleitenpasshütte im Rosengarten-Gebiet. Die Route führt über seilgesicherte Felsstellen und erfordert Trittsicherheit. Der Pass dient als Knotenpunkt zwischen der Seiser Alm und dem Val di Vaiolet.

Gipfel 2.655 m

Antoniusspitze

Die Antoniusspitze erhebt sich auf 2.655 m in der Fanesgruppe der Dolomiten. Der Berg mit seinen markanten Schuttflanken zählt zu den auffälligsten Gestalten oberhalb der Kleinfanesalm. Das Massiv steht im Naturpark Fanes-Sennes-Prags unter Schutz.

See 2.159 m

Limosee

Der Limosee liegt auf 2.159 m in einem Almkessel im Fanestal der Dolomiten. Der türkisgrün schimmernde Bergsee ist etwa 250 m lang und 120 m breit. Er bildet eine beliebte Wanderstation am Dolomiten Höhenweg 1.

Sattel 1.636 m

Kreuzbergpass

Der Kreuzbergpass liegt auf 1.636 m zwischen Südtirol und Venetien und verbindet das Sextental mit dem Cadore. Der Pass bildet die Wasserscheide zwischen Sextner Bach und Padola. Die Via Claudia Augusta Altinate führte bereits in römischer Zeit über diesen strategisch wichtigen Übergang.

Sattel 2.685 m

Langkofelscharte

Die Langkofelscharte liegt auf 2.685 m zwischen Langkofel und Plattkofel in den Dolomiten. Der Pass dient als wichtiger Übergang im Wanderwegenetz und Ausgangspunkt für Klettersteige. Auf der Scharte steht die Toni Demetz Hütte, errichtet 1954 zum Gedenken an einen verunglückten Bergführer.

See 1.494 m

Pragser Wildsee

Der Pragser Wildsee liegt auf 1.494 m im Naturpark Fanes-Sennes-Braies. Das türkisfarbene Gewässer gilt als einer der schönsten Bergseen der Dolomiten. Der See dient als Ausgangspunkt für Wanderungen zur Sennes-Hochfläche.

Gipfel 3.225 m

Tofana di Rozes

Die Tofana di Rozes erhebt sich auf 3.225 m als südlichster der drei Tofana-Gipfel westlich von Cortina d'Ampezzo. Der Berg ist berühmt für seine imposante 800 m hohe Südwand, eine der eindrucksvollsten Felswände der Dolomiten.