Bergwanderungen

Dreitausender-Wanderwoche in der Ortler-Gruppe

Anspruchvolles Bergwandern mit Hüttenstützpunkt

Die geführte Wanderwoche rund um die Zufallhütte kombiniert eine atemberaubende Bergkulisse mit einer gemütlichen Hütte als Stützpunkt. Uns erwartet eine Landschaft geprägt von majestätischen Gipfeln, schroffen Felswänden, weiten Gletschern und malerischen Hochalmen. Die Ortler-Gruppe ist eine der höchsten Gebirgsgruppen der Ostalpen, und einige ihrer Gipfel ragen weit über 3.000 Meter hinaus.

Von der Zufallhütte aus erkunden wir eine atemberaubende Berglandschaft durch Tageswanderungen, die uns bis auf Höhen von über 3.000 Metern führen. Obwohl wir im alpinen Gelände unterwegs sind ist die Schwierigkeit der Wanderungen eher mäßig. Dennoch erfordern einige Passagen unsere Trittsicherheit welche jedoch von der Aussicht auf die atemberaubende Bergkulise belohnt wird.

Reiseablauf

Tourbeginn:

14.30 Uhr ist am Parkplatz der Zufallhütte am Talschluss des Martelltals

Tourende:

16.00 Uhr ist am Parkplatz der Zufallhütte am Talschluss des Martelltals

1. Tag – Aufstieg zur Zufallhütte

Wir treffen uns am Parkplatz am Talschluss des Martelltals. Von hier aus machen wir uns auf den Weg zu unserer Unterkunft, der Zufallhütte, die auf stolzen 2.265 Metern Höhe liegt. Der abwechslungsreiche Wanderpfad führt uns zunächst über wurzelige Waldwege und steinige Schotterpassagen. Schritt für Schritt gewinnen wir an Höhe und werden dabei von der beeindruckenden Bergkulisse begleitet. Nach rund einer Stunde erreichen wir die gemütliche Zufallhütte, die in den kommenden Tagen unser Zuhause sein wird. Die nächsten Tage bieten zahlreiche Tourenmöglichkeiten in der Umgebung. Die folgende Beschreibung soll als Inspiration dienen. Den genauen Ablauf und unsere Gipfelziele legen wir jeden Abend gemeinsam fest, angepasst an die jeweiligen Bedingungen vor Ort.

Auf- und Abstieg:

200 hm

Gehzeit

1 h

2. Tag – Vordere Rotspitze (3.033 m)

Unser erster Dreitausender wartet auf uns: die Vordere Rotspitze. Von der Zufallhütte steigen wir hinab zu einer Hängebrücke, die uns über einen rauschenden Bach führt. Der Weg schlängelt sich durch eine Geländestufe und weiter durch ein weites Becken, bevor er sich in zahlreichen Kehren zum Gipfelaufbau windet. Eine steile, mit Drahtseilen gesicherte Rinne und die letzten Meter über Geröll fordern unsere Kondition und Trittsicherheit. Oben angekommen, genießen wir eine wohlverdiente Rast und die beeindruckende Aussicht. Der Abstieg führt uns zurück zur Zufallhütte, wo ein leckeres Abendessen und ein gemütlicher Ausklang des Tages auf uns warten.

Auf- und Abstieg:

800 hm

Gehzeit

5-6 h

3. Tag – Madritschspitze (3.265 m)

Heute geht es auf die Madritschspitze. Von der Zufallhütte aus führt uns der Weg vorbei an einer kleinen Kapelle und einer alten Staumauer. Wir passieren die Casatihütte und queren den Butzenbach über eine Brücke. Der Steig wird steil und anspruchsvoll, aber die Mühe lohnt sich: Vorbei an einem idyllischen Bergsee führt uns der Weg bis zum Gipfel der Madritschspitze, wo uns eine unvergleichliche Aussicht erwartet.

Auf- und Abstieg:

1000 hm

Gehzeit

6 h

4. Tag – Hintere Schöntaufspitze (3.325 m)

Heute steht die Hintere Schöntaufspitze auf dem Programm. Nur wenige Wanderer wagen sich normalerweise bis zum Madritschjoch auf 3.123 Metern. Die letzten paar hundert Höhenmeter führen durch steiniges und steiles Gelände. Vom Joch aus geht es weiter über den Südgrat zum Gipfel. Hier oben erwartet uns eine atemberaubende Aussicht auf das berühmte Dreigestirn: Ortler, Königsspitze und Zebru. Nach einer wohlverdienten Pause steigen wir zurück zur Zufallhütte, wo uns ein köstliches Abendessen erwartet.

Auf- und Abstieg:

1050 hm

Gehzeit

6 h

5. Tag – Eisseepass (3.200 m)

Unsere heutige Tour führt uns über einen felsigen Riegel und vorbei an der alten Staumauer, die wir bereits kennen. Der Anstieg zum Eisseepass auf 3.200 Metern ist eine anspruchsvolle, aber lohnende Herausforderung. Oben angekommen, genießen wir eine ausgedehnte Rast und das spektakuläre Gipfelpanorama. Der Abstieg führt uns zurück zur Zufallhütte, wo wir den Abend entspannt und bei einem wohlverdienten Abendessen ausklingen lassen.

Auf- und Abstieg:

1050 hm

Gehzeit

7 h

6. Tag – Plattenspitze (3.422 m)

Der Höhepunkt unserer Bergwanderwoche ist die Besteigung der Plattenspitze, unseres höchsten Gipfels mit 3.422 Metern. Der Weg führt uns zunächst über felsiges Terrain, bevor wir den letzten Abschnitt über einen Grat erklimmen. Ein letztes Mal genießen wir die einzigartige und atemberaubende Aussicht auf die Ortler-Gruppe. Schließlich steigen wir ab bis hinunter zum Parkplatz Talschluss im Martelltal, wo unsere anspruchsvolle und unvergessliche Bergwanderwoche endet.

Auf- und Abstieg:

1100-1300 hm

Gehzeit

5-6 h

Highlights auf dieser Reise

Gipfel 3.769 m

Monte Cevedale

Der Monte Cevedale erhebt sich auf 3.769 m im Ortlergebiet an der Grenze zwischen Lombardei und Trentino-Alto Adige. Als dritthöchster Gipfel der Ortler-Alpen bildet er einen wichtigen orographischen Knotenpunkt zwischen vier Tälern. Der Normalweg führt vom Rifugio Casati über den Gletscher zum Gipfel.

Dorf 1.906 m

Sulden

Sulden liegt auf 1.906 m im inneren Suldental und gilt als wichtigstes Basecamp für den Ortler. Das Bergdorf mit 400 Einwohnern bietet direkten Zugang zu den höchsten Gipfeln der Ortlergruppe. Vier Seilbahnen erschließen das Skigebiet zwischen 1.900 und 3.250 m.

Gipfel 3.905 m

Ortler

Der Ortler erhebt sich mit 3.905 m als höchste Erhebung Südtirols und der Ortler-Alpen. Der größtenteils aus Hauptdolomit aufgebaute, stark vergletscherte Berg gilt als bedeutendstes Gipfelziel der Ostalpen. Seine Erstbesteigung 1804 zählt zu den wichtigsten alpinistischen Ereignissen jener Zeit.

Gipfel 3.376 m

Suldenspitze

Die Suldenspitze erhebt sich mit 3.376 m im Hauptkamm der Ortler-Alpen an der Grenze zwischen Südtirol und der Lombardei. Der vergletscherte Gipfel liegt strategisch zwischen Suldental, Val Cedec und Martelltal. Als beliebtes Skitourenziel und Übergangsstation zwischen den Schutzhütten gilt er als technisch wenig anspruchsvoll.

Gletscher

Suldenferner

Der Suldenferner erstreckt sich mit 5,7 km² an den Ostflanken von Ortler, Monte Zebrù und Königspitze. Der stark schuttbedeckte Gletscher reicht bis unter 2.500 m hinab und liegt im Nationalpark Stilfserjoch.

Gletscher

Rosimferner

Der Rosimferner liegt zwischen Italien und der Schweiz im Ortlergebiet. Der Gletscher bildet den Zugang zum Rosimjoch und zur Vertainspitze. Über seine Firnfelder führt eine klassische Skitourenroute mit 1.700 Höhenmetern Abstieg.

Gipfel 3.678 m

Punta San Matteo

Die Punta San Matteo erhebt sich auf 3.678 m im Ortlergebiet an der Grenze zwischen Lombardei und Trentino-Südtirol. Der vergletscherte Gipfel gehört zur Cevedale-Pizzo Tresero Kette und gilt als einer der schönsten Skiberge der Region. Vom Gipfel entspringt ein Teil des Fornigletschers.

Gipfel 3.594 m

Pizzo Tresero

Der Pizzo Tresero erhebt sich auf 3.594 m im Ortlergebiet der Lombardei. Der Gipfel bildet den südöstlichen Abschluss der Kette der 13 Gipfel, die den Fornigletscher umrahmt. Die Nordwand gilt als eine der anspruchsvollsten der Region.

Gipfel 2.968 m

Piz Daint

Der Piz Daint (2.968 m) erhebt sich in der Umbrailgruppe westlich des Münstertals in Graubünden. Der Berg bildet die Wasserscheide zwischen dem nach Norden zum Inn entwässernden Val Mora und dem südwärts zur Etsch fließenden Val Müstair. Seine markante Gipfelpyramide macht ihn zu einem beliebten Skitourenziel.

Gipfel 3.276 m

Cima San Giacomo

Die Cima San Giacomo erhebt sich auf 3.276 m im Ortlergebiet an der italienisch-schweizerischen Grenze. Der Gipfel liegt in der Fornigruppe zwischen Punta San Matteo und Brancahütte. Die Nordrinnen bieten pulvrige Abfahrten für erfahrene Skitourengeher.

Gipfel 2.951 m

Piz Dora

Der Piz Dora erhebt sich auf 2.951 m zwischen Val Müstair und Val Mora im Kanton Graubünden. Der Berg gehört zur Umbrailgruppe und wird den Ortler-Alpen zugerechnet. Der Name wandelte sich von Piz d'Ora (Äußerer Gipfel) zum heutigen Piz Dora.

Gletscher

Schranferner

Der Schranferner liegt an den Veneziaspitzen in der Ortlergruppe im Martelltal. Der Gletscher dient als Aufstiegsroute zur Östlichen Veneziaspitze und führt durch teilweise spaltiges Gletschergelände. Unterhalb der Gletscherzunge befinden sich malerische Bergseen.