Durchquerung des Sarek Nationalparks in Schweden | Winterexpedition
Von Nord nach Süd durch eine der schönsten und entlegensten Gebirgsregionen Europas
Der Sarek Nationalpark liegt im Norden Schwedens und wird zu Recht die letzte Wildnis Europas genannt. Zusammen mit den benachbarten Nationalparks Padjelanta und Stora Sjöfallet ergibt sich eine einmalige Gebirgsregion mit unzähligen Tourenmöglichkeiten. Eine Skidurchquerung des Sarek gehört zu den anspruchsvollsten, aber auch herausragendsten Touren Lapplands.
Der Sarek ist ein wildes und nahezu unberührtes Gebirge mit schroffen Felsen, imposanten Gletschern und tief eingeschnittenen Hochtälern. Es gibt keine Wanderwege oder bewirtschaftete Hütten. Alles was wir für die Tour benötigen, wird von uns in Pulkaschlitten mitgeführt. Unterwegs rasten und übernachten wir an Plätzen mit einmaliger Aussicht auf die umliegenden Berge. Der März ist die beste Jahreszeit, die Tage sind schon wieder länger und das Wetter meist stabil. Trotzdem sind wir Wind und Wetter jeden Tag ausgesetzt. Am Ende werden wir aber mit einem einmaligen Wintererlebnis belohnt.
Für wen ist die Reise geeignet
Schwierigkeit
Anforderung
Leichte Skiwanderung bis 25° (L). Die Winterdurchquerung des Sarek Nationalparks eignet sich für physisch und psychisch belastbare Teilnehmer mit Erfahrung im Langlaufen, auf Skitouren oder im Skiabfahrtsbereich. Die technischen Anforderungen sind nicht sehr hoch - ein Training vorab können wir auf Wunsch organisieren. Während der Durchquerung befinden wir uns aber in einem entlegenen, von der Zivilisation abgeschlossenen Gebiet mit arktischen Verhältnissen und Temperaturen bis zu -30°C. Diese Bedingungen erfordern eine hohe psychische Stabilität von jedem Teilnehmer und ein gewisses Maß an Härte und Disziplin gegen sich selbst. Die konditionellen Anforderungen beschränken sich auf tägliche Gehzeiten von rund 8 Stunden und etwas mehr als 20 km. Insgesamt sind bei dieser Tour ca. 160 km sowie 1.800 Höhenmeter zu bewältigen. Dabei muss das gesamte Gepäck und anteilige Gruppenausrüstung (Zelte, Verpflegung, Kocher usw.) selbständig mit bis zu 30 kg schweren Zugschlitten (Pulkas) transportiert werden. Bei der Anreise muss das gepäck ebenfalls von den Teilnehmern mitgeführt werden.Bei den Übernachtungen teilen sich 2 Teilnehmer jeweils ein Drei-Personen-Zelt und das zugehörige Equipment.
Reiseablauf
Reiseablauf
Tourbeginn:
12.00 Uhr ist am Ausgang aus dem Sicherheitsbereich des Flughafens
Tourende:
17.00 Uhr ist am Ausgang aus dem Sicherheitsbereich des Flughafens
1. Tag – Anreise nach Lappland
Flug von Deutschland in die schwedische Haupstadt Stockholm. Bei Ankunft am Mittag haben wir noch etwas Zeit, um letzte Besorgungen zu machen, bevor wir am späten Nachmittag in den Nachtzug nach Gällivare einsteigen.
2. Tag – Weiter zur Fjällstation Ritsem
Der kleine Bergbauort Gällivare bildet das Tor zu den Bergen der Provinz Schwedisch Lappland. Hier kommen wir am Vormittag an. Nach einer Stärkung genießen wir einen letzten Bummel in der Zivilisation und fahren mit dem Bus am Store Lulevatten entlang bis an den nördlichen Rand des Sarek Nationalparks. Die Fjällstation Ritsem bildet den Ausgangspunkt für die Durchquerung. Hier machen wir uns mit der Ausrüstung vertraut und übernachten noch einmal, bevor wir uns in die Wildnis wagen.
3. Tag – In die Wildnis des Sarek Nationalparks
Heute geht es schließlich los und wir tauchen in den wilden Sarek Nationalpark ein. Unsere Route führt von Ritsem zunächst entlang des markierten Weges über den zugefrorenen See Akkajaure immer mit Blick auf das imposante Akka Massiv. Nach ca. 3 - 4 Stunden erreichen wir die STF Akka Fjällstuga. Hier werden wir übernachten und haben somit genug Zeit uns an die Umgebung und das Gehen mit Ski und Pulka zu gewöhnen.
Auf- und Abstieg:
100 hm
Gehzeit
3-4 h
4. bis 13. Tag – Mit dem Zelt durch die letzte Wildnis Europas
Die kommenden Tage und der gesamte Routenverlauf hängen stark von den Wetter- und Schneebedingungen ab. Zunächst queren wir den Fluss Vuojatädno an einer geeigneten Stelle und folgen noch ca. 10 km dem Padjelantaleden. Um in die Hochtäler des Sarek Nationalparks zu gelangen, wählen wir die längere, aber flachere Variante westlich des Berges Sjnjuvtjudis. Als Wegweiser dient uns der markante Berg Niják. Später gelangen wir über das Ruohtesvágge in das Herz des Sarek Nationalparks. Hier steht auch die offene Rentierwächterhütte Mikkastugan. Wenn es die Wetter- und Schneebedingungen zulassen, erkunden wir in den darauffolgenden Tagen die einsamen Hochtäler Álggavágge und Njoatsosvágge. Vorbei an 2.000 m hohen, vergletscherten Bergen gelangen wir schließlich zur Samensiedlung Pårek. Hier suchen wir uns einen Weg hinunter zu den gefrorenen Seen Unna- und Stuor Dáhtá, wo wir die letzte Nacht im Zelt verbringen.
Auf- und Abstieg:
150-200 hm
Gehzeit
6-7 h
14. Tag – Über den Kungsleden nach Kvikkjokk
Unsere letzte Etappe führt über den markierten und bekannten Fernwanderweg Kungsleden zur Kvikkjokk Fjällstation. Nach 11 Tagen im Zelt freuen wir uns besonders auf eine heiße Dusche, Sauna und ein leckeres Abendmenü. Dabei können wir die Erlebnisse unserer Sarek Durchquerung noch einmal Revue passieren lassen, bevor wir müde, aber zufrieden in die Betten fallen.
Auf- und Abstieg:
100 hm
Gehzeit
5-6 h
15. Tag – Zurück in die Zivilisation
Mit dem Bus geht es von Kvikkjokk zurück in die Zivilisation und ins Zentrum der samischen Kultur Schwedens: nach Jokkmokk. Hier haben wir noch einmal etwas Zeit, um durch den Ort zu schlendern und die letzten Souvenirs zu besorgen. Am späten Nachmittag setzen wir unsere Heimreise fort und fahren über Nacht zurück nach Stockholm.
16. Tag – Ankunft in Stockholm und Weiterflug nach Deutschland
In Stockholm angekommen, geht es von der Bahn ins Flugzeug. Ein unvergessliches Winterabenteuer geht zu Ende, von dem wir ganz sicher noch lange erzählen werden, und wir fliegen heim nach Deutschland. Alternativ organisieren wir gerne einen zusätzlichen Aufenthalt in Stockholm zur Besichtigung der Stadt.