E5 Fernwanderweg Trient - Verona | Friedensweg - Sentiero della Pace
Wandern auf dem E5 Friedensweg | Sentiero della Pace
Mit dieser Tour bieten wir eine eindrucksvolle Wanderwoche auf dem Friedensweg von Trento nach Verona an. Neben dem Wandern in einer einsamen Landschaft erwarten Dich dabei kulturelle und geschichtliche Höhepunkte mit Besichtigungen der Relikte des Ersten Weltkriegs. Auch kulinarisch wartet die Wanderwoche mit vielen Genüssen auf: Italien trifft die Alpen, Pasta und Braten.
Vor gut hundert Jahren brach der Erste Weltkrieg aus. Neben den bekannten Kriegsgeschehen an der französischen Front gab es auch heftige und lange Kämpfe in den Südalpen zwischen den italienischen Alpinisti und den österreichischen Kaiserjägern. Für die Versorgung der Truppen mit Waffen, Baumaterial und Lebensmitteln wurden in kürzester Zeit spektakuläre Wege im Gebirge angelegt. Auf diesen Pfaden und Steigen führt der Friedensweg über 500 km vom Stilfser Joch über den Adamello, das Pasubio-Gebirge und die Dolomiten bis in die slowenischen Alpen. Die Wegmarkierungen tragen eine weiße Friedenstaube. Viele Wegabschnitte sind deckungsgleich mit dem Fernwanderweg E5 Trient - Verona und dem E7 in den Lessiner Alpen.
Reiseablauf
Reiseablauf
Tourbeginn:
12.15 Uhr ist am Bahnhof in Trento am Eingang zum Busbahnhof (vom Bahnhofsausgang rechts in 1 Minute Gehzeit)
Tourende:
14.30 Uhr ist am Bahnhof in Trento am Eingang zum Busbahnhof (vom Bahnhofsausgang rechts in 1 Minute Gehzeit)
1. Tag – Gemütliche Eingehtour zum Passo Coe
Nach der individuellen Anreise treffen wir uns am Bahnhof in Trento. Eine kurze Busfahrt bringt uns nach Carbonare. Gemütlich, über Forstwege geht es an der Malga Clama vorbei zum Ex Forte Cherle, einer Festung aus dem Ersten Weltkrieg. Mit Stirnlampen können wir die Innengänge, deren Decken zum Teil mit Tropfsteinen geschmückt sind, erkunden. Bald erreichen wir einen schönen Hochwald und über Almwiesen den Passo Coe, wo wir im Rifugio La Stua auf 1.600m Höhe übernachten.
Auf- und Abstieg:
550 hm
Gehzeit
3 h
2. Tag – Über Monte Maggio und Höhenweg zum Rif. Lancia
Heute starten wir früh in den Tag, denn vor uns liegt gleich die längste Etappe der Wanderwoche. Durch lichte Wälder und über eine alte Militärstraße steigen wir auf zum Monte Maggio (1.853 m). Vom Gipfel haben wir bei guter Sicht ein prächtiges Panorama mit Blick auf die Ortlergruppe, die Ötztaler und Zillertaler Alpen sowie die Dolomiten. Ein schöner Höhenweg führt uns am Monte Borcoletta vorbei und steil hinab zum Passo Borcola. Die gastliche Malga Borcola bietet sich zur Mittagspause an. Ein langer steiler Aufstieg folgt und vom lieblichen Almgelände geht es über in zerklüftete Karstgebiete wo sich oft auch Gemsen aufhalten. Nach einem langen und abwechslungsreichen Tag auf dem südlichsten Teil des E5 erreichen wir das Rifugio Lancia.
Auf- und Abstieg:
1100 hm
Gehzeit
8 h
3. Tag – Gipfelüberschreitung und Pasubiomassiv
Der Friedensweg führt uns weiter über das Pasubio-Massiv. Am Dente Austriaco (2.079 m) und dem Dente Italiano (2.095 m) standen sich die österreich-ungarischen und italienischen Gebirgsjäger jahrelang gegenüber. Immer wieder führt unser Wanderweg an den ehemaligen Befestigungsanlagen vorbei. Die Überschreitung von drei Gipfeln mit dem Cima Palon (2.232 m) ist einer der Höhepunkte der Wanderwoche. Am Arco del Pasubio steigen wir am kleinen Pasubio-Denkmal vorbei zum Rifugio Papa ab, das damals die Generalität der italienischen Truppen beherbergte. Von dem historischen Bau bietet sich eine einmalige Aussicht auf die Piccoli Dolomiti.
Auf- und Abstieg:
550 hm
Gehzeit
3 h
4. Tag – Strada della 52 Galerie und Fugazze Pass
Ein weiteres Highlight steht heute auf dem Programm. Durch eine spektakuläre Tunnelstraße, die Strada della 52 Galerie, steigen wir zur Pass Bochetta Campiglia ab. Der Weg wurde in kürzester Zeit in den Fels geschlagen. Auf einer Strecke von 6,3 km werden 52 Tunnel mit einer Gesamtlänge von 2,3 km durchquert. Zwischen den Tunneln verläuft der Weg auf Felsbändern, deren Breite für Fuhrwerke ausreichend war. Bei guter Sicht sind der Apennin und der Golf von Venedig zu erkennen. Am Pass angekommen, fährt uns ein Taxibus zum Großen Pasubio-Denkmal, deren Beinhaus und Kapelle wir besichtigen. Nach einer Pause am Fugazze-Pass wechseln wir am Monte Cornetto vorbei zum Rifugio Campogrosso. Spezialität des Hauses sind hausgemachte Pasta mit diversen Saucen.
Auf- und Abstieg:
1050 hm
Gehzeit
5 h
5. Tag – Borchetta del Fondi und Rifugio Boschetto
Vom Rifugio haben wir einen beeindruckenden Ausblick auf die Piccoli Dolomiti, die kleinen Dolomiten. Manch Wanderer wird sich bei diesem Anblick fragen, ob es in diesem Bergmassiv der Lessiner Alpen überhaupt einen einfachen Übergang gibt. Mit einem langen Aufstieg zur Borchetta del Fondi wird die Frage beantwortet. Bei guten Verhältnissen können wir optional die Cima Carega (2.259 m) besteigen. Nach einer Mittagspause im Rifugio Scalorbi steigen wir über Almwiesen und Mischwald zum Rifugio Boschetto ab. Dort übernachten wir zum letzten Mal auf einer der italienischen Berghütten, bevor wir zurück in die Zivilisation kommen.
Auf- und Abstieg:
650 hm
Gehzeit
5 h
6. Tag – Vom Valle de Rivolto bis nach Erbezzo
Früh werden wir von einem Taxibus abgeholt, der uns nach Giazza bringt. Ein langer Anstieg führt aus dem Valle de Rivolto heraus. Wir verlassen das Gebirge und wandern weiter durch die idyllische, hügelige Landschaft, die hier von Wald und Wiesen bestimmt wird, vorbei an einsamen Gehöften bis nach Erbezzo, wo wir in einem Albergo übernachten. Am Abend belohnen wir uns für die Anstrengungen unserer Wanderwoche mit einem guten italienischen Rotwein, bevor wir müde ins Bett fallen.
Auf- und Abstieg:
1200 hm
Gehzeit
7 h
7. Tag – Ponte di Veja und Verona
In Erbezzo starten wir auf die letzte Etappe unserer Wanderwoche. Auf einfachen Wegen gehen wir zur Ponte di Veja, einer alten Felsenbrücke. Zur Mittagspause kehren wir ein und lassen auf der Sonnenterrasse die vergangen Tage noch einmal Revue passieren, bevor wir mit dem öffentlichen Bus zum Bahnhof in Verona fahren, wo unsere eindrucksvolle Wanderwoche endet. Von dort bieten sich gute Rückreisemöglichkeiten mit der Bahn nach Trento oder nach München.
Auf- und Abstieg:
100 hm
Gehzeit
3 h