Hochtourenkurse

Gletscher Grundkurs in den Hohen Tauern mit Großvenediger

Grundkurs Eis am Großvenediger

Unser umfassender Basiskurs für den Einstieg ins vergletscherte Hochgebirge: Erfahrene Bergführer vermitteln Dir die grundlegenden Techniken für sichere Hochtouren. Inhalte wie Gehen mit Steigeisen, der Umgang mit Pickel, Seil und Eisschrauben, Spaltenbergung, Routenwahl im Gletschergelände sowie Tourenplanung bilden die Basis für eigenständige Unternehmungen. In kleinen Gruppen trainieren wir im Umfeld der Neuen Prager Hütte in der Venedigergruppe unter optimalen Bedingungen. Die mögliche Besteigung des Großvenedigers (3.657 m) und der hohe Praxisanteil sind die großen PLUSpunkte dieses Basiskurses Eis.

Für wen ist die Reise geeignet

  • • Bergschuh mit Kipphebelaufnahme

Schwierigkeit

2.2

Anforderung

Kondition
Ernsthaftigkeit

Unsere Hochtourenkurse richten sich an Bergsteiger und ambitionierte Wanderer ohne oder mit wenig Gletschererfahrung, die technische Fertigkeiten und theoretisches Wissen für eigenständige Hochtouren erlernen möchten.

Reiseablauf

Tourbeginn:

09.00 Uhr Matreier Tauernhaus

Tourende:

16.00 Uhr Matreier Tauernhaus

1. Tag – Zustieg zur Neuen Prager Hütte und erste Ausbildungseinheiten

Treffpunkt zum Grundkurs Eis ist am Vormittag im Tauer. Nach der Begrüßung durch den Bergführer wird die Ausrüstung kontrolliert und für den gemeinsamen Aufstieg vorbereitet. Die ersten 5 Kilometer fahren wir mit dem Taxi ins Innergschlöss. Anschließend beginnt der Zustieg zur Neuen Prager Hütte, die wir nach rund 4-5 Stunden erreichen. Bereits unterwegs werden erste Ausbildungsinhalte wie Gletscherkunde, Orientierung im Hochgebirge und Einweisung in die kommenden Tage vermittelt. Nach dem Bezug der Lager und einer kurzen Hütteninformation starten wir mit der Basisausbildung: Anseilen am Gletscher, Knoten- und Materialkunde sowie erste sicherheitsrelevante Grundlagen. Am Abend besprechen wir in gemütlicher Hüttenatmosphäre die Inhalte des Tages und geben einen Ausblick auf das weitere Kursprogramm.

Auf- und Abstieg:

1000 hm

Gehzeit

4 h

2. Tag – Voller Ausbildungstag im Gletschergelände

Der zweite Tag steht ganz im Zeichen der Eisausbildung im umliegenden Gletscherbereich. Schwerpunkte sind das Bewegen mit Steigeisen und Pickel, das sichere Gehen am Seil sowie die Spaltenbergung. Geübt werden zwei grundlegende Bergemethoden: die Lose Rolle und der Mannschaftszug, beides bewährte Techniken für einfache Spaltenstürze. Weitere Themen sind das richtige Verhalten in Spaltenzonen, Technik und Taktik im steileren Firn und Eis sowie das Abbremsen von Stürzen. Am Abend beschäftigen wir uns mit Erster Hilfe im alpinen Gelände, alpinen Gefahren und der Grundlagen der Tourenplanung.

Auf- und Abstieg:

400 hm

3. Tag – Vertiefung der Ausbildung am Gletscher

Heute heißt es: Üben, festigen und vertiefen. Die bereits erlernten Inhalte werden im Gletschergelände weiter ausgebaut. Dazu zählen das Halten eines Spaltensturzes, anspruchsvollere Varianten der Spaltenbergung (z. B. bei 2er-Seilschaften oder bewusstlosen Gestürzten) sowie weiterführende Steigeisentechniken mit Frontalzacken. Der Bergführer begleitet die Übungen intensiv und gibt wertvolle Tipps, um Dich Schritt für Schritt an selbständig durchgeführte Hochtouren heranzuführen. Am Abend folgt die Tourenplanung für die Ausbildungstour sowie Unterrichtseinheiten zur Orientierung im Hochgebirge.

Auf- und Abstieg:

400 hm

4. Tag – Ausbildungstour auf einen der umliegenden Gipfel

Heute setzen wir das Gelernte erstmals im Rahmen einer selbst geplanten Ausbildungstour um. Ein umliegender Gipfel in der Venedigergruppe dient als ideales Ziel für diese erste Hochtour. Der Aufstieg führt über vergletschertes Gelände und bietet Gelegenheit, das sichere Gehen am Seil, die Spurwahl sowie das Verhalten im Gletscherbruch praktisch anzuwenden. Je nach Situation kann unterwegs nochmals eine Spaltenbergung eingebaut werden. Nach der Rückkehr zur Hütte wird die Tour gemeinsam analysiert, besprochen und offene Fragen werden geklärt.

Auf- und Abstieg:

800-1000 hm

Gehzeit

6 h

5. Tag – Hochtour auf den Großvenediger (3.657 m)

Heute steht der Höhepunkt des Kurses auf dem Programm: die Hochtour auf den Großvenediger, einen der bekanntesten und schönsten Dreitausender der Ostalpen. Der lange Aufstieg führt über ausgedehnte Gletscherflächen und bietet nahezu alle Facetten einer klassischen Hochtour: Firnhänge, Spaltenzonen, steilere Passagen und zum Abschluss ein beeindruckender Gipfelanstieg. Im Vordergrund steht heute das Umsetzen der erlernten Inhalte unter realen Bedingungen. Die Tour ist lang und fordernd und verlangt Durchhaltevermögen sowie konzentriertes Arbeiten im Team.

Auf- und Abstieg:

1000 hm

Gehzeit

7 h

6. Tag – Intensivierung der Ausbildungsinhalte und Abstieg

Der letzte Kurstag dient der Festigung und Vertiefung aller Ausbildungsinhalte. Besonders die Spaltenbergung wird nochmals intensiv geübt, bis alle Abläufe sicher sitzen. Zusätzlich behandeln wir die Absicherung beim Auf- und Abstieg über leichte Fels- und Firngrate. Offene Fragen werden geklärt, individuelle Probleme besprochen und gelöst. Der Tag kann alternativ auch als Reservetag für den Großvenediger genutzt werden, ein Tausch mit dem Vortag ist je nach Wetter möglich. Am Nachmittag endet der Basiskurs Eis auf der Neuen Prager Hütte und der gemeinsame Abstieg ins Tal erfolgt.

Auf- und Abstieg:

400 hm

Gehzeit

5 h

Highlights auf dieser Reise

Gipfel 3.657 m

Großvenediger

Der Großvenediger erhebt sich mit 3.657 m als höchster Berg der Venedigergruppe in den Hohen Tauern. Der vollständig vergletscherte Gipfel thront direkt am Alpenhauptkamm an der Grenze zwischen Osttirol und Salzburg. Seine markanten Grate trennen vier große Gletscher, darunter das Schlatenkees und Obersulzbachkees.

Dorf 1.329 m

Hinterbichl

Hinterbichl liegt auf 1.329 m im Talschluss des Virgentals in Osttirol. Der Bergsteiger-Ort dient als Ausgangspunkt für Touren zum Großvenediger und in die Venedigergruppe. Das Dorf am Zusammenfluss von Isel und Dorferbach zieht Skitourengeher und Hochtourenalpinisten an.

Gletscher

Obersulzbachkees

Das Obersulzbachkees liegt im Obersulzbachtal nördlich des Hauptkamms der Hohen Tauern. Mit 11 km² Fläche und 4 km Länge ist es der größte Gletscher der Venedigergruppe. Der Gletscher besteht aus vier nordexponierten Firnmulden vom Großvenediger bis zu den Maurerkeesköpfen.

Gipfel 3.798 m

Großglockner

Der Großglockner erhebt sich auf 3.798 m als höchster Berg Österreichs in der Glocknergruppe der Hohen Tauern. Mit einer Schartenhöhe von 2.428 m zählt er zu den eigenständigsten Erhebungen der Alpen. Die Erstbesteigung erfolgte 1800 und gilt als Beginn des modernen Alpinismus.

Sattel 3.407 m

Venedigerscharte

Die Venedigerscharte liegt auf 3.407 m zwischen Klein- und Großvenediger in den Hohen Tauern. Der markante Sattel bildet den zentralen Übergangspass auf dem Normalweg zum Großvenediger. Von hier öffnet sich das Panorama über die Glocknergruppe bis zu den Dolomiten.

Gipfel 3.360 m

Großer Geiger

Der Große Geiger (3.360 m) erhebt sich als markante Pyramide am Alpenhauptkamm zwischen Tirol und Salzburg. Der Berg ist rundum von Gletschern umgeben und gilt als beliebtes Hochtourenziel. Die charakteristische Nordwestwand überragt das Obersulzbachkees um 350 m.

Sattel 2.934 m

Granatscharte

Die Granatscharte liegt auf 2.934 m in den Hohen Tauern und verbindet das Amertal mit dem Dorfertal. Der Pass bildet einen wichtigen Übergang im Tauernhöhenweg zwischen St. Pöltner Hütte und Rudolfshütte. Über die Scharte führt die Route auf den Stubacher Sonnblick und zur Granatspitze.

Sattel 3.228 m

Obere Ödenwinkelscharte

Die Obere Ödenwinkelscharte liegt auf 3.228 m in der Glocknergruppe zwischen Hoher Riffl und Johannisberg. Der Pass bildet einen wichtigen Übergang im Bereich des Pasterzengletschers. Von hier führt der Normalweg über die Hohe Riffl zum Johannisberg.

Dorf

Kals am Großglockner

Kals am Großglockner (1.325 m) liegt im Kalser Tal in den Hohen Tauern und gilt als traditionelles Basecamp für Großglockner-Besteigungen. Das Bergdorf in Osttirol ist umgeben von vergletscherten Dreitausendern der Glockner-, Granatspitz- und Schobergruppe. Seit 1855 starten hier Bergsteiger zum Normalweg auf Österreichs höchsten Gipfel.

Gipfel 3.310 m

Kristallwand

Die Kristallwand erhebt sich auf 3.310 m als östlicher Eckpfeiler des Venedigermassivs in den Hohen Tauern. Der markante Gipfel zeigt eine 550 m hohe Nordostwand und sanfte Gletscheranstiege von Süden. Vier Gletscher umgeben den Berg: Schlatenkees, Äußeres Mullwitzkees, Frosnitzkees und Kristallwandkees.

Gletscher

Krimmler Kees

Das Krimmler Kees liegt im Krimmler Tauerntal in den Hohen Tauern. Der Gletscher dient als zentrales Ausbildungsgelände für Hochtourenkurse mit Steigeisen- und Spaltenbergungstraining. Die Warnsdorfer Hütte auf 2.324 m fungiert als nahegelegener Stützpunkt.

Gipfel 2.573 m

Roßkopf

Der Roßkopf erhebt sich auf 2.573 m in den Hohen Tauern nahe der Roßkarscharte. Der Gipfel bietet ein weitreichendes Panorama über die Zillertaler und Venedigergruppe. Als Abstecher von der Roßkarscharte ist er in etwa einer Stunde erreichbar.