Alpenüberquerungen

Grande Traversata delle Alpi | 4. Etappe

Auf diesem Abschnitt durchwandern wir die einsamen Landschaften der wilden und steilen Stura- und Lanzotäler. Diese imposanten Täler gelten auch als die Wiege des italienischen Alpinismus. Uralte archaische Bergdörfer, Alpen und in den Tälern immer wieder gastliche Unterkünfte mit der besonderen piemontesischen Küche prägen diese Woche. Aber auch der höchste Wallfahrtsgipfel der Alpen! Bei gutem Wetter besteigen wir diese markante Felspyramide des Rocciamelone mit über 3.500 m Höhe und erreichen schließlich das kleine Alpinstädtchen Susa mit seinem mittelalterlichen Flair.

Reiseablauf

Tourbeginn:

17.00 Uhr ist im Albergo Gran Paradiso

Tourende:

15.00 Uhr ist im Albergo Gran Paradiso

1. Tag – Anreise nach Noasca

Treffpunkt am späten Nachmittag im kleinen Dörfchen Noasca. Beim Abendessen im Restaurant besprechen wir unsere kommende Wanderwoche.

2. Tag – Noasca – Ceresole Reale

Diese unschwierige Etappe ist der ideale (Wieder-)Einstieg in diese knackige GTA-Woche. Wir lassen es erstmal gemütlich angehen und genießen den Höhenweg. Wir haben Zeit die teils verlassenen Dörfer im Wald zu erkunden. Beeindruckend ist auch das restaurierte Schulzimmer im verlassenen Weiler Maison. Nach der einsamen Wanderung überrascht uns Ceresole Reale mit schon fast pulsierendem Tourismus.

Auf- und Abstieg:

980 hm

Gehzeit

5 h

3. Tag – Ceresole Reale - Pialpetta

Auf geht's in Richtung Süden! Unser heutiges Tagesziel ist das Val Grande, das nördlichste der 3 imposanten Lanzo Täler. Durch Lärchenwald geht es hinauf zu aussichtsreichen Terrassen mit einmaligen Ausblicken in die Gran Paradiso Gruppe von der Colle della Crocetta mit 2641m. Nach genussreicher Aussicht und Pause geht's über Alpgelände hinab, wir passieren die kleine Kirche von Rivotti und erreichen nach langem Abstieg das kleine Örtchen Pialpetta.

Auf- und Abstieg:

1170 hm

Gehzeit

6 h

4. Tag – Pialpette - Balme

Ein langer Aufstieg von Alp zu Alp verspricht einen abwechslungsreichen Tag. Die Trione Seen laden zur Rast ein bevor wir eine letzte Felsstufe zum Pass auf schmalem Pfad umgehen. Während unseres Abstiegs haben wir die Uia di Mondrone – das markante "Matterhorn der Lanzotäler" immer im Blick. Die rassigen Gipfel zogen schon früh namhafte Alpinisten nach Balme, wobei das kleine Dorf auch zu Entdeckungen einlädt. So soll sogar das Turiner Grabtuch eine Zeit lang hier verwahrt worden sein.

Auf- und Abstieg:

1670 hm

Gehzeit

8 h

5. Tag – Balme - Usseglio

Noch ein Tag der unsere Kräfte fordert. Aber auch heute entschädigt der wunderbare Aufstieg über die Laghi Verdi alle Mühen. Nach gut 3 Stunden ist der Passo Paschiet erreicht und gleich folgt mit dem Colle Costa Fiorita noch ein weiterer. Hier genießen wir erst einmal den überwältigenden Blick ins Tal. Der Abstieg ist steil und der Weg gut, aber erfordert unsere volle Konzentration. In Usseglio angekommen empfängt uns das Albergo Rocciamelone mit seinem originalen Charme der 20er Jahre.

Auf- und Abstieg:

1150 hm

Gehzeit

7 h

6. Tag – Usseglio – Rif. Vulpot

Nach den anspruchsvollen und steilen Etappen der letzten Tage ist die kurze Tour hinauf zum Rifugio Vulpot schon fast ein Erholungstag. Direkt am Lago di Malciaussia gelegen können wir den Nachmittag am See genießen.

Auf- und Abstieg:

800 hm

Gehzeit

4 h

7. Tag – Rif. Vulpot – Rifugio Cà d’Asti

Vom Rifugio Vulpot am Lago di Malciaussia starten wir unseren Aufstieg zum Rifugio Cà d'Asti (2.854m) Italiens älteste Alpenvereinshütte ist der ideale Ausgangspunkt für die Besteigung des Rocciamelone – dem höchsten Wallfahrtsberg der Alpen.

Auf- und Abstieg:

1000 hm

Gehzeit

5 h

8. Tag – Rifugio Cà d’Asti – Rocciamelone - Trucco

Nur bei gutem Wetter brechen wir heute in den frühen Morgenstunden zum Gipfel des Rocciamelone auf. Der Sonnenaufgang hier oben, 3000 m über dem Susa-Tal bleibt uns sicher lange unvergessen. Es geht zurück zum Refugio und wir treten den weiteren Abstieg nach Trucco an. Ein letztes Mal auf diesem GTA Abschnitt bekommen wir ein feines piemontesisches Abendessen in unserem Agriturismo oberhalb von Susa.

Auf- und Abstieg:

700 hm

Gehzeit

5 h

9. Tag – Trucco - Susa

Ein letzter Abstieg durch Wald und über Wiesenwege bringt uns hinunter nach Susa. Ein hübsches römisches Städtchen wo wir auf unseren Abschluss der Wanderung gebührend anstoßen können.

Rückfahrt via Turin nach Noasca.

Gehzeit

3 h

Highlights auf dieser Reise

Gipfel 3.538 m

Rocciamelone

Der Rocciamelone erhebt sich auf 3.538 m in den Grajischen Alpen an der Grenze zwischen Piemontesischer Valle di Susa und Valle di Viù. Der markante Gipfel galt im Mittelalter als höchste Spitze der Alpen und ist seit 1358 bedeutendster Wallfahrtsberg des Alpenraums.

Sattel 2.435 m

Passo Paschiet

Der Passo Paschiet liegt auf 2.435 m in den Grajischen Alpen an der französisch-italienischen Grenze. Der Pass verbindet das Valle di Viù mit dem Val d'Ala zwischen Torre d'Ovarda und Punta Golai. Über den Sattel führt eine Etappe der Grande Traversata delle Alpi.

Sattel 2.641 m

Colle della Crocetta

Die Colle della Crocetta verbindet auf 2.641 m das Valle Orco mit dem Val Grande di Lanzo. Der Pass ist Teil der Grande Traversata delle Alpi und bietet Ausblicke auf die Gran Paradiso Gruppe.

Dorf

Pialpetta

Pialpetta ist ein kleines Bergdorf im Val Grande, dem nördlichsten der drei Lanzotäler. Das Dorf liegt strategisch günstig als Etappenort der Grande Traversata delle Alpi. Von hier führen Wege durch Lärchenwald zur Colle della Crocetta mit Blick auf die Gran Paradiso Gruppe.

Kirche

San Lorenzo

San Lorenzo liegt im Gran Paradiso Nationalpark und bildet einen traditionellen Etappenort der Grande Traversata delle Alpi. Das Bergdorf empfängt Wanderer mit regionaler Gastlichkeit inmitten der wilden Landschaften des Nationalparks.

See 1.805 m

Lago di Malciaussia

Der Lago di Malciaussia liegt auf 1.805 m in der Valle di Viù in den Grajischen Alpen. Der künstliche Stausee entstand in den 1930er Jahren durch den Bau einer Staumauer zur Stromerzeugung. Das versunkene Dorf Malciaussia liegt noch heute unter dem Wasserspiegel.

Kirche

San Nicolao

San Nicolao liegt am Fuße des Majella-Gebirges in den italienischen Abruzzen. Der Ort dient als Ausgangspunkt für Skitouren in den Majella Nationalpark. Von hier führt eine sanft ansteigende Route zum Monte Rapina.

Gipfel 2.964 m

Uia di Mondrone

Die Uia di Mondrone erhebt sich auf 2.964 m in den Grajischen Alpen an der Grenze zwischen Frankreich und Italien. Der markante Gipfel überragt das Dorf Balme und wird wegen seiner spitzen Form als Matterhorn der Lanzotäler bezeichnet. Die Erstbesteigung gelang 1857 dem Katasteringenieur Antonio Tonini über die Südseite.

Gipfel 3.841 m

Monte Viso

Der Monte Viso erhebt sich mit 3.841 m als höchster Gipfel der Cottischen Alpen zwischen Italien und Frankreich. Mit einer Prominenz von 2.079 m überragt er die umliegenden Berge deutlich und ist weit in die Poebene sichtbar. An seinen Füßen entspringt der Po, Italiens längster Fluss.

Gipfel

Croce di Sanfront

Die Croce di Sanfront erhebt sich in den Cottischen Alpen oberhalb der gleichnamigen Gemeinde im Piemont. Der Gipfel liegt im westlichen Gebirgsbereich, wo der Po entspringt und sich das Valle Po zur Poebene öffnet.

Gipfel 1.307 m

Croce di Envie - Cima Bracco

Der Monte Bracco erhebt sich auf 1.307 m zwischen dem Po-Tal und der Ebene von Cuneo. Das kleine Bergmassiv besteht aus Gneis und gehört zum kristallinen Dora-Maira-Komplex. Vom Gipfel mit seiner charakteristischen Croce di Envie reicht der Blick weit über das Piemont.

Gipfel 1.276 m

Montoso

Der Montoso erhebt sich auf 1.276 m zwischen Val Pellice und Val Infernotto in den Cottischen Alpen. Der Gipfel liegt in der italienischen Provinz Cuneo im Piemont. Die Bergregion war während des Zweiten Weltkriegs ein bedeutendes Zentrum der Partisanenbewegung.