Bergsteigen

Große Zinne Normalweg

Über den Normalweg auf die Große Zinne (2.999 m)

Die Drei Zinnen - das Wahrzeichen der Dolomiten! Eine der beeindruckendsten Felsformationen, die jedes Jahr viele Alpininisten und Kletterer in ihren Bann zieht. Mystisch und von Alpingeschichte geprägt präsentieren sich diese drei Türme mit ihren senkrecht abfallenden Nordwänden, deren Anordnung kaum schöner sein könnte. Bereits im Jahr 1869 wurde die Große Zinne südseitig über den Normalweg erstbestiegen, 1890 erstmals durch die Nordwand. Noch heute verläuft der Anstieg in weiten Teilen auf den Spuren der ehemaligen Pioniere und ist einer der schönsten und zugleich schwierigsten Normalwege auf einen Gipfel dieser Gebirgsregion. Komplexe Wegfindung, Kletterpassagen bis zum unteren IV. Schwierigkeitsgrad und nur seltene Gehpassagen machen dieses Abenteuer zu einer alpinen Herausforderung. So ist es kein Wunder, dass die Zinnen über die Jahre hinweg schon immer im Zeichen des "Extremen" standen. Denn genau diese schwere Erreichbarkeit und Ernsthaftigkeit ist der Grund für den Mythos und die Anziehungskraft dieser Berge. Den 2.999 m hohen Gipfel des größten Turmes zu erreichen ist ein einmaliges Erlebnis, eine Herausforderung an sich selbst und das Eintauchen in die einzigartige Alpingeschichte einer einzigartigen Bergwelt!

 

Für wen ist die Reise geeignet

  • • Klettern bis zum IV. Grad

Schwierigkeit

2.5

Anforderung

Kondition
Ernsthaftigkeit

Erfahrung in Klettertouren im III. bis IV. Grad nach UIAA sollte vorhanden sein, die Sicherungstechnik mittels HMS ist Dir vertraut.

Reiseablauf

Tourbeginn:

06.30 Uhr Auronzo Hütte

Tourende:

15.00 Uhr Auronzo Hütte

1. Tag – Besteigung der Großen Zinne über den Normalweg

Gut ausgeschlafen treffen wir uns am Morgen auf dem Drei-Zinnen-Parkplatz an der Auronzo Hütte. Nach einem kurzen Matieralcheck geht's dann auch schon direkt los. Dafür folgen wir zunächst dem gut ausgebauten Wanderweg Richtung Rifugio Lavaredo. Von dort zweigen wir ab in Richtung der Scharte zwischen Großer und Kleiner Zinne. Nach ca. 1 Stunde Gehzeit erreichen wir auf knapp 2.600 m Höhe den Einstieg unserer Tour. Der Normalweg auf die Große Zinne ist ein alpines Abenteuer, das nicht unterschätzt werden sollte. Viele Kletterstellen bis zum unteren vierten Schwierigkeitsgrad machen diese Bergtour zu einer ernsthaften Unternehmung. Der nicht immer logisch erscheinende Wegverlauf führt über Rinnen, Rampen und Kamine bis hinauf zum Gipfel dieses magischen Berges. Wer diesen Anstieg meistert, den erwartet zur Belohnung eine unglaubliche Aussicht über die Bergwelt der Dolomiten, von der Marmolada, über die Cinque Torri, den Monte Cristallo und weit darüber hinaus. Ein kurzer Luftsprung auf dem 2.999 m hohen Gipfel und schon ist auch die magische 3.000-er Marke überschritten. Dort oben lernen wir zu verstehen, welche entscheidende Rolle die Zinnen in der Entwicklung der Alpingeschichte eingenommen haben und bekommen einen Einblick in die Faszination dieses Berges. Nach einer ausgiebigen Gipfelrast machen wir uns an den Abstieg, dessen Wegverlauf in großen Teilen gleich des Aufstiegs verläuft. Verabschiedung am Nachmittag an der Auronzo Hütte.

Auf- und Abstieg:

800 hm

Gehzeit

7 h

Highlights auf dieser Reise

Sattel 2.240 m

Sellajoch

Das Sellajoch verbindet auf 2.240 m das Val di Fassa mit dem Grödner Tal zwischen Sellagruppe und Sassolungo. Der Pass ist zentraler Ausgangspunkt für Klettersteige und Wanderungen in beide Dolomiten-Massive.

Sattel 2.734 m

Santnerpass

Der Santnerpass liegt auf 2.734 m zwischen Eggental und Vajolettal im Rosengarten-Massiv. Der gleichnamige Klettersteig gilt als Dolomiten-Klassiker mit technisch anspruchsvoller Route durch Absturzgelände. Der Pass verbindet mehrere Täler und bietet Zugang zu den berühmten Vajolet-Türmen.

Sattel 2.277 m

Forcella Ambrizzola

Die Forcella Ambrizzola liegt auf 2.277 m zwischen Val Fiorentina und Val del Boite. Der Pass bildet einen strategischen Knotenpunkt der Alta Via 1 der Dolomiten. Von hier eröffnet sich das Panorama auf Monte Pelmo und Becco di Mezzodì.

Gipfel 2.371 m

Monte Castello

Der Monte Castello erhebt sich auf 2.371 m in der Fanesgruppe der Dolomiten. Der markante Felsgipfel zählt zu den beliebten Zielen für Skitouren und Schneeschuhwanderungen. Von der Südflanke eröffnet sich ein weiter Blick zur Tofana und den dahinter liegenden Dolomitengipfeln.

Schutzgebiet

Naturpark Drei Zinnen

Der Naturpark Drei Zinnen erstreckt sich über 11.891 ha in den östlichen Dolomiten zwischen Pustertal und Sextental. Das 1981 gegründete Schutzgebiet umfasst die namensgebenden Drei Zinnen und die Dreischusterspitze als höchsten Gipfel mit 3.145 m. Seit 2009 ist der Park Teil des UNESCO-Welterbes Dolomiten.

Sattel

Molignonpass

Der Molignonpass auf etwa 2.600 m verbindet die Tierser Alpl Hütte mit der Grasleitenpasshütte im Rosengarten-Gebiet. Die Route führt über seilgesicherte Felsstellen und erfordert Trittsicherheit. Der Pass dient als Knotenpunkt zwischen der Seiser Alm und dem Val di Vaiolet.

Gipfel 2.655 m

Antoniusspitze

Die Antoniusspitze erhebt sich auf 2.655 m in der Fanesgruppe der Dolomiten. Der Berg mit seinen markanten Schuttflanken zählt zu den auffälligsten Gestalten oberhalb der Kleinfanesalm. Das Massiv steht im Naturpark Fanes-Sennes-Prags unter Schutz.

See 2.159 m

Limosee

Der Limosee liegt auf 2.159 m in einem Almkessel im Fanestal der Dolomiten. Der türkisgrün schimmernde Bergsee ist etwa 250 m lang und 120 m breit. Er bildet eine beliebte Wanderstation am Dolomiten Höhenweg 1.

Sattel 1.636 m

Kreuzbergpass

Der Kreuzbergpass liegt auf 1.636 m zwischen Südtirol und Venetien und verbindet das Sextental mit dem Cadore. Der Pass bildet die Wasserscheide zwischen Sextner Bach und Padola. Die Via Claudia Augusta Altinate führte bereits in römischer Zeit über diesen strategisch wichtigen Übergang.

Sattel 2.685 m

Langkofelscharte

Die Langkofelscharte liegt auf 2.685 m zwischen Langkofel und Plattkofel in den Dolomiten. Der Pass dient als wichtiger Übergang im Wanderwegenetz und Ausgangspunkt für Klettersteige. Auf der Scharte steht die Toni Demetz Hütte, errichtet 1954 zum Gedenken an einen verunglückten Bergführer.

See 1.494 m

Pragser Wildsee

Der Pragser Wildsee liegt auf 1.494 m im Naturpark Fanes-Sennes-Braies. Das türkisfarbene Gewässer gilt als einer der schönsten Bergseen der Dolomiten. Der See dient als Ausgangspunkt für Wanderungen zur Sennes-Hochfläche.

Gipfel 3.225 m

Tofana di Rozes

Die Tofana di Rozes erhebt sich auf 3.225 m als südlichster der drei Tofana-Gipfel westlich von Cortina d'Ampezzo. Der Berg ist berühmt für seine imposante 800 m hohe Südwand, eine der eindrucksvollsten Felswände der Dolomiten.