Hochtouren

Gut vorbereitet auf den Mont Blanc

Gut vorbereitet auf den Mont Blanc

Du bist Alpinist, hast bereits Hochtourenerfahrung und möchtest den höchsten Gipfel der Alpen besteigen? Unser Programm bereitet Dich Schritt für Schritt auf die Hochtour zum Mont Blanc vor. Die Akklimatisation für diese Hochtour ist der "Schlüssel zum Erfolg". Von Beginn an steigern wir die Schlafhöhe Stück für Stück. Mit den einfachen Gipfeln zu Beginn schaffen wir die optimale Akklimatisation und Eingewöhnung, um Deinen Bergsteiger-Traum zu erfüllen. Gut geführt von den absolut gebietserfahrenen Bergführern von Alpine Welten hast Du die Möglichkeit, die Hochtour zum höchsten Gipfel der Alpen zu bestreiten. Mit 4.810 Metern überragt der Mont Blanc alle anderen Alpengipfel. Die Aussicht am frühen Morgen ist atemberaubend und zählt zu den großen Momenten eines jeden Bergsteigers!

Für wen ist die Reise geeignet

  • • Klettern mit Steigeisen

Schwierigkeit

3.7

Anforderung

Kondition
Ernsthaftigkeit

Reiseablauf

Tourbeginn:

12.00 Uhr ist am Eingang zur Seilbahnstation in Le Tour.

Tourende:

19.00 Uhr ist am Eingang zur Seilbahnstation in Le Tour.

1. Tag – Treffen in Chamonix und Aufstieg zur Albert 1er Hütte (2.702 m)

Der Treffpunkt zur Hochtouren-Woche am Mont Blanc ist gegen Mittag an der Talstation der Seilbahn in Le Tour, etwa 8 km nördlich von Chamonix. Hier begrüßt Dich Dein Bergführer und bespricht mit Dir kurz die notwendige Ausrüstung, bevor wir uns mit der kleinen Seilbahn die ersten 400 Höhenmeter erleichtern. In traumhafter Lage gegenüber des Mont-Blanc-Massivs beginnen wir den gemeinsamen Aufstieg zum Refuge Albert Premier, das auf 2.702 m liegt.

Auf- und Abstieg:

500 hm

Gehzeit

2-3 h

2. Tag – Aiguille du Tour (3.542 m)

Wie es bei Hochtouren üblich ist, frühstücken wir früh und brechen noch vor Sonnenaufgang auf. Über den mäßig schwierigen Gletscher beginnt der erste Tag der Hochtourenwoche zunächst einfach. Etwas schwieriger erreichen wir unser erstes Gipfelziel in Chamonix, die Aiguille du Tour (3.542 m). Der Normalweg wartet mit leichten Kletterschwierigkeiten auf uns (Stellen I und II). Vom Gipfel aus beeindruckt der Blick auf die schwierigeren Gipfel des Massivs: Les Droites (4.000 m) und die Aiguille Verte (4.121 m) stehen mit ihren Nordwänden in direkter Nähe. Nach der ausgiebigen Gipfelrast geht es zur anderen Seite hinunter auf den Trientgletscher und weiter zur gemütlich renovierten Trienthütte auf 3.170 m Höhe. Hier befinden wir uns dann in der Schweiz.

Auf- und Abstieg:

900 hm

Gehzeit

5-6 h

3. Tag – Hochtour am Plateau du Trient und Glacier du Tour

Über das Plateau du Trient und den Glacier du Tour geht es zurück zur Albert 1er Hütte. Hierbei gibt es mehrere Möglichkeiten, noch den einen oder anderen Gipfel zu besteigen – die Tête Blanche (3.421 m) oder die Petite Fourche (3.512 m) bieten sich hier an. Dies entscheidet die Gruppe mit dem Bergführer vor Ort je nach Kondition und Verhältnissen. Im Anschluss steigen wir über den vom Vortag schon bekannten Weg nach Le Tour ab und fahren weiter zu unserem Hotel in Chamonix. Am Abend bleibt ausreichend Zeit, die einzigartige internationale Atmosphäre des Bergsteigermekkas Chamonix zu genießen. Im Restaurant genießen wir die französische Küche und den Komfort unseres Hotels.

Auf- und Abstieg:

200 hm

Gehzeit

5-6 h

4. Tag – Hochtour von der Aiguille du Midi zur Cosmiques-Hütte (3.613 m)

Am Morgen starten wir mit der Aiguille-du-Midi-Seilbahn zur hoch über Chamonix gelegenen Bergstation auf knapp 3.800 m, die zweithöchste Seilbahnstation der Alpen. Der Blick zum Mont Blanc und die atemberaubende Seilbahnfahrt über das Vallée Blanche hinüber zur italienischen Seite des Mont-Blanc-Massivs ist ein eindrucksvoller Einstieg in die Hochtouren rund um den Mont Blanc. Je nach Verhältnissen besteigen wir entweder die Tour Ronde (3.792 m) oder einen der anderen umliegenden Gipfel. Über den Glacier du Géant wandern wir am Nachmittag am Fuße der Ostwand des Montblanc du Tacul mit ihren tausend Pfeilern und Couloirs zurück auf die französische Seite und übernachten auf dem Refuge des Cosmiques auf immerhin 3.613 m.

Auf- und Abstieg:

1000 hm

Gehzeit

7 h

5. Tag – Weitere Vorbereitungstour für den Mont Blanc

Von der Cosmiques-Hütte haben wir zwei Möglichkeiten, die wir optimal je nach den Verhältnissen und den Wetterbedingungen nutzen: Möglich sind zum einen die Überschreitung der drei Lachenal-Gipfel (3.613 m) oder die schöne Kletterei und Parade-Hochtour schlechthin am Cosmiques-Grat hinauf zur Aiguille du Midi. Alternativ nutzen wir diesen Tag insbesondere bei unbeständigem Wetter bereits für die Mont Blanc Besteigung und erhöhen dadurch die Gipfelchancen. Bei normalem Verlauf übernachten wir noch einmal auf der Cosmique Hütte. Der Tag steht nun ganz im Zeichen der Vorbereitung auf die Besteigung Mont Blanc.

Auf- und Abstieg:

500 hm

Gehzeit

5 h

6. Tag – Besteigung des Mont Blanc

Der heutige Tagesablauf bestimmt sich nach den aktuellen Verhältnissen für die Aufstiegsroute am Mont Blanc. Dazu starten wir entweder in der Nacht oder am frühen Morgen. Über die Nordflanke des Mont Blanc du Tacul (4.248 m) führt die Spur zunächst hinauf zur Schulter im Westgrat des Berges. Der steile Aufstieg ist begleitet von tiefen, großen Spalten und Séracs (Eistürmen) - je nach Verhältnissen muss zur Überwindung der Schründe auch schon mal kurz senkrecht im Eis geklettert werden, immer gesichert am Seil des Bergführers. Von der Schulter steigt man hinab in eine Mulde, bevor es weiter zum steilen Aufschwung am Mont Maudit (4.465 m) geht, wo wir unter Zuhilfenahme der Fixseile die letzten meist 50 Meter sehr steil hinaufsteigen zu einer kleinen Scharte im Grat. Jetzt ist bereits der Gipfel des Mont Blanc sichtbar. Mit einer kurzen Traverse steigen wir hinüber in den Col de la Brenva, an der Mur de la Côte vorbei auf die letzten endlos weißen Hänge, die uns hinauf leiten zum Gipfel in 4.810 m Höhe - das Dach der Alpen! Hier wartet die traumhafte Aussicht zum Matterhorn und bis in die Südalpen auf Dich. Dies ist ganz sicher ein großer Augenblick in jeder Bergsteiger-Laufbahn. Der Abstieg erfolgt wieder den Bedingungen entsprechend entweder über den Bossesgrat zum Vallotbiwak und zum Mittagessen auf die Gouter Hütte. Ein letzter steiler Abstieg führt dann ins Grand Couloir und per Bahn ins Tal. Oder wir kehren über die Aufstiegsroute zur Cosmiques-Hütte zurück und nehmen von hier die Seilbahn von der Aiguille du Midi zurück nach Chamonix. Verabschiedung und Heimreise oder individuelle Übernachtung im Hotel.

Auf- und Abstieg:

1700 hm

Gehzeit

12 h

Highlights auf dieser Reise

Seilbahn

Mont Blanc

Die Aiguille-du-Midi-Seilbahn führt von Chamonix auf 3.842 m zur zweithöchsten Seilbahnstation der Alpen. Sie bildet den Schlüsselzugang für Hochtouren am Mont Blanc und ermöglicht die spektakuläre Überquerung des Vallée Blanche nach Italien.

Gipfel 3.842 m

Aiguille du Midi

Die Aiguille du Midi erhebt sich auf 3.842 m im Mont-Blanc-Massiv und ist direkt per Seilbahn von Chamonix erreichbar. Die Bahn überwindet 2.800 Höhenmeter in 20 Minuten und hält den Rekord als höchste Vertikal-Seilbahn der Welt. Der Gipfel dient als Ausgangspunkt für anspruchsvolle Hochtouren und Gletscherabfahrten.

Sattel 4.309 m

Col de la Brenva

Der Col de la Brenva auf 4.309 m bildet einen strategischen Übergang zwischen dem italienischen und französischen Versant des Mont-Blanc-Massivs. Der Pass verbindet die klassische Traversée des Trois Monts und dient als wesentlicher Punkt der Mont-Blanc-Normalroute. Seit 1865 hat er historische Bedeutung in der alpinistischen Erschließung des Massivs.

Gletscher

Glacier du Tour

Der Glacier du Tour liegt im Mont-Blanc-Massiv oberhalb des Weilers Le Tour im Chamonix-Tal. Als oberster Gletscher der Chamonix-Kette bildet er ein weitläufiges Firnbecken zwischen Aiguille du Tour und Aiguille du Chardonnet. Die Gletscherzunge endet heute auf etwa 2.200 m Höhe.

Gipfel 4.465 m

Mont Maudit

Der Mont Maudit (4.465 m) erhebt sich im Mont-Blanc-Massiv zwischen Mont Blanc und Mont Blanc du Tacul an der französisch-italienischen Grenze. Der Gipfel bildet eine Schlüsselpassage auf dem klassischen Normalweg zum Mont Blanc über die Route der drei Berge. Seine Nordwand ist stark vergletschert, während die Südseite schroff zum Brenva-Gletscher abfällt.

Gipfel 4.248 m

Mont Blanc du Tacul

Der Mont Blanc du Tacul erhebt sich auf 4.248 m im Mont-Blanc-Massiv zwischen Aiguille du Midi und Mont Blanc. Der Gipfel bildet die zentrale Passage der klassischen Mont-Blanc-Route über die italienische Seite. Die Erstbesteigung gelang 1855 einer führerlosen Seilschaft um Charles Hudson.

Stadt

Chamonix-Mont-Blanc

Chamonix liegt im französischen Arve-Tal am Fuße des Mont-Blanc-Massivs und gilt als Zentrum des französischen Alpinismus. Der Ort war Austragungsort der ersten Olympischen Winterspiele 1924. Die Aiguille-du-Midi-Seilbahn erreicht auf 3.842 m Höhe einen der höchsten Aussichtspunkte der Alpen.

Gletscher

Glacier du Trient

Der Glacier du Trient liegt im Kanton Wallis nahe der französischen Grenze. Der 4,5 km lange Gletscher ist ein zentraler Baustein der berühmten Haute Route. Das Plateau du Trient auf 3.000 bis 3.200 m dient als Akkumulationszone.

Sonstige

Courmayeur

Courmayeur liegt am Fuß des Mont Blanc im italienischen Aostatal und zählt zu den bedeutendsten Alpinismus-Zentren der Westalpen. Der Ort ist Sitz der ersten italienischen Bergführervereinigung und Ausgangspunkt für Hochtouren im Mont-Blanc-Massiv.

Gipfel 4.001 m

Aiguille de Rochefort

Die Aiguille de Rochefort erhebt sich auf 4.001 m an der französisch-italienischen Grenze im Mont-Blanc-Massiv. Der Gipfel liegt zwischen Dent du Géant und Dôme de Rochefort am weltberühmten Rochefortgrat. Der luftige Grat erfordert sichere Handhabung von Steigeisen und Pickel auf kombiniertem Gelände.

Gletscher

Glacier du Géant

Der Glacier du Géant liegt im Herzen des Mont-Blanc-Massivs oberhalb 3.000 m und erstreckt sich über 1.719 Hektar. Er speist über den Glacier du Tacul die berühmte Mer de Glace. Das Gletscherbecken wird von Viertausendern wie Mont Blanc du Tacul und Dent du Géant überragt.

Gletscher

Glacier du Mont Mallet

Der Glacier du Mont Mallet entspringt auf etwa 4.000 m Höhe am Nordhang des Mont Mallet und der Grandes Jorasses. Der zwei Kilometer breite Gletscherzirkus wird von mehreren Viertausendern überragt und fließt nordostwärts zum Glacier de Leschaux.