Bergsteigen

Hochkalter | über den Blaueisgletscher

Der Hochkalter steht völlig zu Unrecht im Schatten von König Watzmann. Mit 2.607 m Höhe ist er zwar gut 100 Meter niedriger als der Paradegipfel Berchtesgadens, der Watzmann, dafür beherbergt er den einzigen "Gletscher" im Berchtesgadener Land. Auch wenn der Gletscher nur noch ca. 400 Höhenmeter misst, so kommt doch Hochtourenfeeling auf, wenn die Steigeisen am Gletscherrand angelegt werden und es auf die "niedrigste Hochtour der Alpen" geht... Der Übergang vom Gletscher an den Fels ist die Krux bei dieser alpinen Tour und erfordert beherzten Einsatz. Ab der Blaueisscharte führt schöne Kletterei im 2-er und 3-er Gelände bis zum aussichtsreichen und exponierten Gipfel! Alles in allem eine ganz besondere Tour in den Berchtesgadener Alpen, die nicht häufig begangen wird!

Für wen ist die Reise geeignet

  • • Klettern bis zum III. Grad
  • • Gehen mit Steigeisen bis 40°

Schwierigkeit

3.0

Anforderung

Kondition
Ernsthaftigkeit

40 Grad mit Steigeisen sind mit Seilsicherung möglich. Die Tour ist auch als ideale Einschätzungstour für die Watzmann Ostwand zu sehen.

Reiseablauf

Tourbeginn:

05.00 Uhr ist am Parkplatz der Blaueishütte auf der rechten Straßenseite direkt nach der Engstelle (Bushaltestelle Holzlagerplatz, ca. 500 m vor dem See).

Tourende:

16.00 Uhr ist am Parkplatz der Blaueishütte auf der rechten Straßenseite direkt nach der Engstelle (Bushaltestelle Holzlagerplatz, ca. 500 m vor dem See).

1. Tag – Blaueishütte - Blaueisgletscher - Hochkalter

Treffpunkt zum alpinen Geheimtipp in Berchtesgaden ist am sehr frühen Morgen in Ramsau am Parkplatz der Blaueishütte. Von hier geht es in steilen Serpentinen durch den Wald hinauf zur Blaueishütte. Nach einer kurzen Pause geht es zum Rand des Firngletschers. Ab hier werden Steigeisen benötigt, um den immer steiler werdenden Gletscher bis zum höchsten Punkt zu begehen. 40° - 45° Grad wird die Steilheit zum Ende und am Übergang an den Fels erreichen. Hier beginnt ein Kamin, der bis in die schöne Blaueisscharte führt. In der Scharte angekommen, ist es Zeit für eine Pause und wir bereiten uns auf die Kletterei im 2-er und 3-er Gelände bis zum Gipfel des Hochkalter auf 2.607 m vor, welcher erhaben über dem Blaueisgletscher thront. Vom Gipfel genießen wir einen phantasischen Ausblick über das Berchtesgadener Land und auf König Watzmann. Der Abstieg führt zurück über den Schönen Fleck und die Blaueishütte ins Tal. Eine Einkehr mit einem großen Stück Kuchen auf der Hütte ist obligatorisch und redlich verdient!

Auf- und Abstieg:

1900 hm

Gehzeit

10 h

Highlights auf dieser Reise

See 603 m

Königssee

Der Königssee liegt auf 603 m zwischen den steilen Wänden von Watzmann und Hagengebirge. Der fjordartige See ist mit 190 m Tiefe einer der saubersten Deutschlands. Mit der Elektrobootfahrt nach St. Bartholomä ist er Ausgangspunkt für Touren ins Steinerne Meer.

Gipfel 2.275 m

Schneibstein

Der Schneibstein erhebt sich auf 2.276 m im Hagengebirge an der deutsch-österreichischen Grenze. Als leichtester Zweitausender der Berchtesgadener Alpen bietet er einen mittelschweren Bergweg zum Gipfel. Der markante Aussichtsberg gilt als beliebtes Ziel für Ski- und Wandertouren.

Gipfel 2.713 m

Watzmann-Mittelspitze

Die Watzmann-Mittelspitze erreicht 2.713 m und bildet den höchsten Punkt im deutschen Teil der Berchtesgadener Alpen. Der markante Gipfel erhebt sich über der berühmten Watzmann-Ostwand, der höchsten Felswand der Ostalpen. Als Teil des Watzmanngrates verbindet er Hocheck und Südspitze zur klassischen Überschreitung.

Stadt 572 m

Berchtesgaden

Berchtesgaden (572 m) liegt im Talkessel der gleichnamigen Alpen und bildet das strategische Basecamp für Watzmann, Hochkönig und Steinernes Meer. Der historische Markt ist Ausgangspunkt für Klettersteige, Hochtouren und alpine Wanderungen.

See 1.601 m

Funtensee

Der Funtensee liegt auf 1.601 m in einer Karstsenke des Steinernen Meeres. Der abflusslose Bergsee ist bekannt für extreme Kälteereignisse und gilt als kältester Ort Deutschlands. Das nahegelegene Kärlingerhaus dient als Stützpunkt für Wanderungen durch das Steinerne Meer.

Dorf 630 m

Schönau am Königssee

Schönau am Königssee liegt auf 630 m am nördlichen Ufer des fjordartigen Königssees. Der Ort ist wichtigster Ausgangspunkt für Touren in die Berchtesgadener Alpen und zum Watzmann. Die Gemeinde umfasst auch die berühmte Wallfahrtskirche St. Bartholomä.

Kirche

St. Bartholomä

Die barocke Wallfahrtskirche liegt auf der Halbinsel Hirschau am Westufer des Königssees. Mit ihren zwei Zwiebeltürmen und roten Kuppeldächern gleicht ihr Grundriss dem Salzburger Dom. Die 1134 geweihte Kirche ist Ziel der ältesten Gebirgswallfahrt Europas.

Gipfel 1.874 m

Jenner

Der Jenner erhebt sich auf 1.874 m als seilbahnerschlossener Gipfel des Göllstocks in den Berchtesgadener Alpen. Die Jennerbahn führt von Schönau am Königssee zur Bergstation auf 1.800 m. Vom Gipfel reicht der Blick über den Watzmann und 1.200 m tiefer zum Königssee.

Gipfel 1.304 m

Grünstein

Der Grünstein erhebt sich auf 1.304 m nordöstlich des Watzmannstocks in den Berchtesgadener Alpen. Der Berg bietet mehrere Klettersteige unterschiedlicher Schwierigkeit, darunter den Isidor-Klettersteig im Grad C und schwierigere Varianten bis Grad D/E. Vom Gipfel reicht der Blick über den Berchtesgadener Talkessel bis zu Göll, Untersberg und Lattengebirge.

See 789 m

Hintersee

Der Hintersee liegt auf 789 m in der Gemeinde Ramsau bei Berchtesgaden. Ein Felssturz aus dem Hochkaltermassiv staute vor 3.500 Jahren den Klausbach und schuf gleichzeitig den Zauberwald. Das 16,4 Hektar große Gewässer erreicht eine maximale Tiefe von 18 Metern.

Dorf 615 m

Bischofswiesen

Bischofswiesen liegt auf 615 m im Berchtesgadener Talkessel. Die Gemeinde dient als strategischer Ausgangspunkt für Wanderungen zum Watzmann und in den Nationalpark Berchtesgaden. Der Bahnhof verbindet das Dorf mit Bad Reichenhall und dem Königssee.

Sattel 2.117 m

Dießbachscharte

Die Dießbachscharte liegt auf 2.117 m im Steinernen Meer an der deutsch-österreichischen Grenze. Die Scharte bildet den Standort des Ingolstädter Hauses mit 360-Grad-Panorama. Der Pass verbindet das Steinerne Meer mit dem Hochkönigstock.