Hochtouren

Hochtour auf den Großvenediger über die Johannishütte

Hochtour von der Johannishütte auf den Großvenediger (3.657 m)

Erlebe ein unvergessliches Hochtourenwochenende mit unseren erfahrenen Bergführern und besteige den höchsten Gipfel der Venedigergruppe an der Grenze zwischen Salzburg und Osttirol. Der Aufstieg von Süden über das Rainertörl auf den Großvenediger  erfolgt ohne große technische Schwierigkeiten, ist aber dennoch ein spannendes Abenteuer und erfordert eine sehr gute Kondition. Am Gipfelkreuz der "weltalten Majestät", wie Erstbesteiger Ignaz von Kürsinger den Großvenediger nannte, wirst Du mit einem atemberaubenden Panorama über die Hohen Tauern belohnt. Diese Tour ist ideal für Dich, wenn Du schon erste Bergluft geschnuppert hast und Dich nun an höhere Ziele wagen willst.

Reiseablauf

Tourbeginn:

14.30 Uhr Parkplatz Wiesenkreuz im Dorfertal

Tourende:

17.00 Uhr Parkplatz Wiesenkreuz im Dorfertal

1. Tag – Aufstieg zur Johannishütte (2.121 m)

Der Treffpunkt ist je nach Transferzeit gegen Mittag am Parkplatz Wiesenkreuz im Dorfertal bei Prägraten am Großvenediger. Von dort verkürzen wir uns mit dem Hüttentaxi den Aufstieg durch das Dorfertal zur Johannishütte. Auf der Hütte angekommen, können wir unsere Gletscherausrüstung anpassen und uns für den Aufstieg am nächsten Morgen vorbereiten.

Gehzeit

3 h

2. Tag – Besteigung des Großvenedigers (3.657 m)

Früh am Morgen steigen wir über einen Steig stetig bergauf Richtung Defreggerhaus auf 2.962 m. Über einen verblockten Felsrücken gelangen wir zum Mullwitzkees. "Kees" ist in den Tauern die Bezeichnung für Gletscher. Wir betreten hier also das Eis und steigen an zahlreichen Spalten vorbei hinauf zum weitläufigen Rainertörl (3.422 m). Über den Oberen Keesboden nach Nordwesten steuern wir jetzt steiler werdend auf die Gipfelkuppe zu. Schon hier öffnet sich nach Osten ein weites Panorama auf die spitzen Zacken der Gipfel der Glocknergruppe - vom Großen Wiesbachhorn (3.572 m) hinüber zum Großglockner (3.798 m). Nach einem ausgesetzten, kurzen Übergang am Firngrat stehen wir am Gipfelkreuz des Großvenedigers (3.657 m). Der Aufstieg ist geschafft! Bevor wir uns wieder an den Abstieg machen, genießen wir die wunderbare Aussicht auf die umliegende Bergwelt. Über die Aufstiegsroute steigen wir wieder bis zur Johannishütte ab. Nach einer Stärkung auf der Hütte geht es mit dem Taxi zurück zum Parkplatz. Hier folgt die Verabschiedung und Heimreise.

Auf- und Abstieg:

1550 hm

Gehzeit

8-10 h

Highlights auf dieser Reise

Gipfel 3.657 m

Großvenediger

Der Großvenediger erhebt sich mit 3.657 m als höchster Berg der Venedigergruppe in den Hohen Tauern. Der vollständig vergletscherte Gipfel thront direkt am Alpenhauptkamm an der Grenze zwischen Osttirol und Salzburg. Seine markanten Grate trennen vier große Gletscher, darunter das Schlatenkees und Obersulzbachkees.

Dorf 1.329 m

Hinterbichl

Hinterbichl liegt auf 1.329 m im Talschluss des Virgentals in Osttirol. Der Bergsteiger-Ort dient als Ausgangspunkt für Touren zum Großvenediger und in die Venedigergruppe. Das Dorf am Zusammenfluss von Isel und Dorferbach zieht Skitourengeher und Hochtourenalpinisten an.

Gletscher

Obersulzbachkees

Das Obersulzbachkees liegt im Obersulzbachtal nördlich des Hauptkamms der Hohen Tauern. Mit 11 km² Fläche und 4 km Länge ist es der größte Gletscher der Venedigergruppe. Der Gletscher besteht aus vier nordexponierten Firnmulden vom Großvenediger bis zu den Maurerkeesköpfen.

Gipfel 3.798 m

Großglockner

Der Großglockner erhebt sich auf 3.798 m als höchster Berg Österreichs in der Glocknergruppe der Hohen Tauern. Mit einer Schartenhöhe von 2.428 m zählt er zu den eigenständigsten Erhebungen der Alpen. Die Erstbesteigung erfolgte 1800 und gilt als Beginn des modernen Alpinismus.

Sattel 3.407 m

Venedigerscharte

Die Venedigerscharte liegt auf 3.407 m zwischen Klein- und Großvenediger in den Hohen Tauern. Der markante Sattel bildet den zentralen Übergangspass auf dem Normalweg zum Großvenediger. Von hier öffnet sich das Panorama über die Glocknergruppe bis zu den Dolomiten.

Gipfel 3.360 m

Großer Geiger

Der Große Geiger (3.360 m) erhebt sich als markante Pyramide am Alpenhauptkamm zwischen Tirol und Salzburg. Der Berg ist rundum von Gletschern umgeben und gilt als beliebtes Hochtourenziel. Die charakteristische Nordwestwand überragt das Obersulzbachkees um 350 m.

Sattel 2.934 m

Granatscharte

Die Granatscharte liegt auf 2.934 m in den Hohen Tauern und verbindet das Amertal mit dem Dorfertal. Der Pass bildet einen wichtigen Übergang im Tauernhöhenweg zwischen St. Pöltner Hütte und Rudolfshütte. Über die Scharte führt die Route auf den Stubacher Sonnblick und zur Granatspitze.

Sattel 3.228 m

Obere Ödenwinkelscharte

Die Obere Ödenwinkelscharte liegt auf 3.228 m in der Glocknergruppe zwischen Hoher Riffl und Johannisberg. Der Pass bildet einen wichtigen Übergang im Bereich des Pasterzengletschers. Von hier führt der Normalweg über die Hohe Riffl zum Johannisberg.

Dorf

Kals am Großglockner

Kals am Großglockner (1.325 m) liegt im Kalser Tal in den Hohen Tauern und gilt als traditionelles Basecamp für Großglockner-Besteigungen. Das Bergdorf in Osttirol ist umgeben von vergletscherten Dreitausendern der Glockner-, Granatspitz- und Schobergruppe. Seit 1855 starten hier Bergsteiger zum Normalweg auf Österreichs höchsten Gipfel.

Gipfel 3.310 m

Kristallwand

Die Kristallwand erhebt sich auf 3.310 m als östlicher Eckpfeiler des Venedigermassivs in den Hohen Tauern. Der markante Gipfel zeigt eine 550 m hohe Nordostwand und sanfte Gletscheranstiege von Süden. Vier Gletscher umgeben den Berg: Schlatenkees, Äußeres Mullwitzkees, Frosnitzkees und Kristallwandkees.

Gletscher

Krimmler Kees

Das Krimmler Kees liegt im Krimmler Tauerntal in den Hohen Tauern. Der Gletscher dient als zentrales Ausbildungsgelände für Hochtourenkurse mit Steigeisen- und Spaltenbergungstraining. Die Warnsdorfer Hütte auf 2.324 m fungiert als nahegelegener Stützpunkt.

Gipfel 2.573 m

Roßkopf

Der Roßkopf erhebt sich auf 2.573 m in den Hohen Tauern nahe der Roßkarscharte. Der Gipfel bietet ein weitreichendes Panorama über die Zillertaler und Venedigergruppe. Als Abstecher von der Roßkarscharte ist er in etwa einer Stunde erreichbar.