Hochtouren Dreitausender im Ötztal
Hochtouren-Durchquerung im Ötztal
Im Sommer auf einer der bekanntesten Skirouten im Ötztal unterwegs, der Venter Runde – zu Fuß! Diese ist im Frühjahr der Klassiker unter den Skidurchquerungen in den Ostalpen und wird auch als "Haute Route der Ostalpen" bezeichnet. Aber auch ohne Tourenski begeistert diese für den Sommer leicht abgewandelte Runde mit eindrucksvollen Hochtourengipfeln und einer stets traumhaften Aussicht! Auf unserem Weg durch die Ötztaler Gletscherlandschaft besuchen wir die Fundstelle des "Ötzi" und besteigen Similaun, Finailspitze, die Weißkugel und Wildspitze - die höchsten Gipfel Tirols. Die Unterkünfte verwöhnen mit einmaligem Ambiente und sehr guter Verpflegung.
Reiseablauf
Reiseablauf
Tourbeginn:
13.00 Uhr ist am Gasthof Weißkugel in Vent.
Tourende:
15.00 Uhr ist am Gasthof Weißkugel in Vent.
1. Tag – Durchs Niedertal zur Martin-Busch-Hütte (2.501 m)
Treffpunkt für die Hochtouren Woche im Ötztal ist gegen Mittag im geschichtsträchtigen Bergsteigerdorf Vent im Ötztal. Hier wirkte im 19. Jahrhundert der Gletscherpfarrer Franz Senn und entwickelte seine ersten Konzepte, wie der Tourismus das Leben der Einheimischen verbessern könne. Seine Ideen führten zur Gründung des Deutschen Alpenvereins und standen am Beginn der Erschließung der Alpen. Von Vent aus starten wir also unsere Hochtourenwoche und machen uns an den schönen Aufstieg durch das weite Niedertal zu unserem ersten Ziel, der Martin-Busch-Hütte auf 2.501 m.
Auf- und Abstieg:
600 hm
Gehzeit
3 h
2. Tag – Besteigung des Similaun (3.599 m)
Früh brechen wir auf und machen uns an den Aufstieg. Zügig erreichen wir den Marzellkamm und folgen diesem hinüber zum Niederjochferner - schon vom Marzellkam aus beeindruckt die Aussicht hinüber in den Gletscherkessel des Marzellferners mit den Nordwänden rund um die Hintere Schwärze (3.624 m). Am Ende des Marzellkamms betreten wir erstmals das Eis der Ötztaler Alpen und steigen hinauf zum Westgrat des Similaun, über den wir schließlich den Gipfel auf 3.599 m erreichen. Nach einer bei schönem Wetter ausgiebigen Gipfelrast folgt der relativ kurze Abstieg nach Westen hinunter zur Similaunhütte auf 3.019 Metern Höhe.
Auf- und Abstieg:
1180 hm
Gehzeit
6 h
3. Tag – Über den Nordgrat auf die Finailspitze (3.514 m)
Heute darf natürlich ein Besuch an der Fundstelle der Eismumie des "Ötzi" unterhalb des Hauslabjochs nicht fehlen, wir besuchen einen der bekanntesten Orte im ganzen Ötztal und schauen uns die Gegebenheiten vor Ort an - warum konnte ein Mensch hier so lange überdauern? Weiter geht es dann hinauf ins Hauslabjoch und über den Nordgrat auf die Finailspitze auf 3.514 m mit beeindruckender Aussicht auf unser gestriges Ziel, aber auch auf die Ziele der kommenden Tage. Wir steigen über den Gletscher hinunter und erreichen mit einem kurzen Gegenanstieg die "Bellavista" im Hochjoch, unsere Unterkunft für heute auf 2.841 m. Wir befinden uns hier schon in Südtirol.
Auf- und Abstieg:
750 hm
Gehzeit
6-7 h
4. Tag – Besteigung der Weißkugel (3.738 m)
Heute steht Tirols zweithöchster Gipfel, die Weißkugel mit 3.738 m auf dem Programm. Wir passieren zunächst, ohne uns angesichts der Namen fürchten zu müssen das "Teufelsegg" und das "Steinschlagjoch", bevor wir den obersten Hintereisferner betreten und über ihn schließlich schon weit über dreitausend Metern das Hintereisjoch erreichen. Von hier weiter über den Südgrat zum Gipfel der Weißkugel mit ihrem markanten Gipfelkreuz. Hier reicht der Blick weit nach Westen und Süden, wo in der Ferne die Berninagruppe und der Ortler die Blicke auf sich ziehen. Es folgt ein langer Abstieg über die wie aus dem Lehrbuch ausgeprägte Gletscherzunge des Hintereisferners zum Hochjoch-Hospiz auf 2.412 m, wo wir die nächste Nacht verbringen.
Auf- und Abstieg:
1000 hm
Gehzeit
9 h
5. Tag – Fluchtkogel (3.494 m) und Abstieg zur Vernagthütte
Wir starten wieder früh, steigen über den Delorettenweg hinauf zum Kesselwandferner und erreichen über diesen das Obere Guslarjoch. Von hier ist es nur noch ein kurzes Stück zu unserem nächsten Hochtouren-Gipfel, dem Fluchtkogel auf 3.494 m. Hier befinden wir uns tief in den nach wie vor stark vergletscherten Ötztaler Alpen: Im Westen breiten sich unter uns die weiten Firnfelder des Gepatschferners aus, des zweitgrößten Gletschers Österreichs. Der Abstieg vom Fluchtkogel erfolgt dann zur Vernagthütte (2.755 m), unserem Ausgangspunkt für die Wildspitze.
Auf- und Abstieg:
1130 hm
Gehzeit
6 h
6. Tag – Auf den zweithöchsten Berg Österreichs - die Wildspitze (3.768 m)
Der im wahrsten Sinn des Wortes Höhepunkt der Woche folgt am letzten Tag: Wir besteigen die Wildspitze, die Königin der Ötztaler Alpen. Ein letzter Aufstieg führt uns von der Hütte aus über den Vernagtferner zum Brochkogeljoch (3.423 m) und von dort über die obersten Firnfelder des Taschachferner auf die Wildspitze (3.768 m). Von hier haben wir noch einmal eine letzte traumhafte Aussicht über die Ötztaler Alpen und unsere Hochtouren-Runde. Wir steigen über einen kurzen Klettersteig nach Süden hinunter auf die Reste des Mitterkarferners und über weites Blockgelände zur Breslauer Hütte. Dort ist eine gute Gelegenheit, uns nochmal zu stärken und die vergangenen Tage zu feiern. Von der Hütte geht es weiter bis nach Vent, für die letzen Meter können wir den Sessellift nutzen.
Auf- und Abstieg:
1180 hm
Gehzeit
9 h