Hochtourenkurse

Hochtourenkurs

Bergsteigen lernen auf dem Taschachhaus

Mont Blanc, Wallis, Berner Oberland oder die Bernina - Traumziele in Hülle und Fülle. Wenn da nicht Spalten und viele andere Herausforderungen wären, die diese Berge aber auch so reizvoll machen. Wir vermitteln Dir in diesem 4-tägigen Hochtourenkurs die notwendigen Basics, welche Du zum Start deiner hochalpinen Laufbahn und zur weiteren Erfüllung Deiner alpinistischen Ziele brauchst. Das Taschachhaus als Ausbildungsstützpunkt bietet uns hierfür beste Voraussetzungen. Die Hütte bietet neben einem sehr guten Essen weitere zahlreiche Annehmlichkeiten und Seminarräume. Auf dem nahen Gletscher lernst Du die elementare Steigeisentechnik, das Gehen am Seil, Spaltenbergung und vieles mehr, bevor Du Deine erste selbst geplante Tour auf einen der nahen 3.000er des Gebiets machst. Natürlich immer unterstützt durch unsere Bergführer.

Für wen ist die Reise geeignet

  • • Bergschuh mit Kipphebelaufnahme

Schwierigkeit

2.0

Anforderung

Kondition
Ernsthaftigkeit

Unsere Hochtourenkurse richten sich an Bergsteiger und ambitionierte Wanderer ohne oder mit wenig Gletschererfahrung, die technische Fertigkeiten und theoretisches Wissen für eigenständige Hochtouren erlernen möchten.

Reiseablauf

Tourbeginn:

10.00 Uhr ist am Hotel Gundolf in Tieflehn.

Tourende:

16.00 Uhr ist am Hotel Gundolf in Tieflehn.

1. Tag – Aufstieg zum Taschachhaus und erste Ausbildungsinhalte

Treffpunkt ist am Vormittag am Parkplatz des Hotel Gundolf in Tieflehn im Pitztal. Hier begrüßt der Bergführer alle Teilnehmer, wir verladen das Material für den Gepäcktransport und fahren gemeinsam weiter zum Ausgangspunkt in Mandarfen. Gemütlich steigen wir auf zum Taschachhaus, den Aufstieg nutzen wir bereits für erste Ausbildungsinhalte. Nach Ankunft auf der Hütte eine kurze Rast und Stärkung, kurze Programmbesprechung - denn danach beginnt bereits die Ausbildung mit Material- und Knotenkunde sowie ersten Trockenübungen zur Spaltenbergung an der Hütte. Abends widmen wir uns dann der Orientierung im Gebirge sowie alpiner Wetterkunde.

Auf- und Abstieg:

700 hm

Gehzeit

2 h

2. Tag – Voller Ausbildungstag am Taschachferner

Heute starten wir gleich in die Eisausbildung im Gletscherbereich des Taschachferner. Schwerpunkt am ersten Tag ist die Spaltenbergung und das Bewegen mit Steigeisen und Pickel auf dem Gletscher. Es werden zwei Möglichkeiten zur Spaltenbergung vorgestellt und geübt: Das Verfahren der "Losen Rolle" und der "Mannschaftszug". Beides sind die üblichen Bergemethoden für den Einstieg bei einem unkomplizierten Spaltensturz. Weitere Themen sind Technik und Taktik beim Begehen von Spaltenbrüchen, Steigeisen und Pickel-Techniken auch im steileren Eis und nicht zuletzt das Üben von Abbremsen von Stürzen im Firn.

Abends widmen wir uns denn Themen Erste Hilfe, Alpine Gefahren und Tourenplanung.

Auf- und Abstieg:

400 hm

3. Tag – Vertiefung der Ausbildung am Taschachferner

Heute ist der Tag, in der Spaltenbergung das Gelernte zu verfestigen und blind zu können: Im Ernstfall kommt der Stress hinzu, dann muss jeder Handgriff sitzen. Aber auch neue Impulse, wie Orientieren mit Kompass und Karte oder Spuranlage auf einem Gletscher lassen wir auf uns wirken. Abends planst Du dann unter Hilfestellung des Bergführers die Folgetour am nächsten Tag.

Auf- und Abstieg:

400 hm

4. Tag – Ausbildungstour auf einen 3.000er

Der Höhepunkt des Kurses steht an: Heute gehen wir die am Vorabend gemeinsam geplante Tour auf einen der umliegenden 3.000er mit Hilfestellung durch Deinen Bergführer. Hier bietet sich die Nördliche Sexergertenspitze (3.348 m) an, oder aber bei einer sehr fitten Gruppe die Petersenspitze (3.472 m). Bei beiden Gipfeln führt die Tour über facettenreiche Gletscher mit allem, was dazugehört: Blankes Eis, Spaltenzonen bis hin zu Eisbrüchen, Firnhänge und steilere Passagen wechseln sich ab. Nach einem letzten Mittagessen auf dem Taschachhaus geht es wieder im gemeinsamen Abstieg ins Tal. Verabschiedung und Heimreise am Nachmittag.

Auf- und Abstieg:

1000 hm

Gehzeit

8 h

Highlights auf dieser Reise

Gletscher

Taschachferner

Der Taschachferner liegt nördlich der Wildspitze in den Ötztaler Alpen und besteht aus einem östlichen und westlichen Teil. Seit 1970 zog sich die Gletscherzunge um über 250 m zurück. Am Zungenende bildete sich seit 2003 ein Gletschersee.

Gipfel 3.768 m

Wildspitze

Die Wildspitze erhebt sich mit 3.768 m als höchster Berg Nordtirols und der Ötztaler Alpen. Nach dem Großglockner bildet sie den zweithöchsten Gipfel Österreichs. Der markante Doppelgipfel thront zwischen Pitztal und Venter Tal.

Stadt

Meran

Meran liegt im Burggrafenamt zwischen Vinschgau, Passeiertal und Etschtal am Fuße der Texelgruppe. Die Kurstadt war bis 1420 Hauptstadt der Grafschaft Tirol und entwickelte sich ab dem 19. Jahrhundert zum internationalen Kurort. Heute ist sie nach Bozen die zweitwichtigste Stadt Südtirols.

Dorf

Vent

Vent liegt auf 1.895 m am Ende des Venter Tales unterhalb der Wildspitze. Das Bergsteigerdorf des ÖAV gilt als Wiege des Alpinismus in Tirol. Hier wirkte Franz Senn, Mitgründer des Deutschen Alpenvereins.

Seilbahn 2.011 m

Gletscherbahn

Die Gletscherbahn auf 2.011 m erschließt das Pitztaler Gletscherskigebiet und dient als Ausgangspunkt für Skihochtouren. Sie ermöglicht den direkten Zugang zum Mittelbergjoch und den umliegenden Gletschern. Als Liftunterstützung verkürzt sie den Anstieg zu hochalpinen Zielen erheblich.

Sattel 3.414 m

Brochkogeljoch

Das Brochkogeljoch liegt auf 3.414 m zwischen Vernagtferner und Taschachferner in den Ötztaler Alpen. Der Pass verbindet als Schlüsselstelle die beiden großen Gletschersysteme. Von hier führt der Anstieg zur Wildspitze, dem höchsten Berg Tirols.

Sattel 3.166 m

Mittelbergjoch

Das Mittelbergjoch liegt auf 3.166 m zwischen Österreich und Italien in den Ötztaler Alpen. Der vergletscherte Sattel dient als strategischer Durchgangspunkt zum Taschachferner und zur Wildspitze. Über eine Gletscherbahn ist der Pass direkt erreichbar.

Sattel 2.590 m

Spronserjoch

Das Spronserjoch auf 2.590 m verbindet die Ötztaler Alpen mit der Texelgruppe zwischen Pfelders und dem Meraner Raum. Der seit alters her genutzte Übergang führt zur seenreichen Spronser Seen Platte im Naturpark Texelgruppe.

Gipfel 3.475 m

Hinterer Seelenkogel

Der Hinterer Seelenkogel erhebt sich mit 3.475 m an der österreichisch-italienischen Grenze in den Ötztaler Alpen. Der Gipfel gilt als aussichtsreicher Dreitausender mit Panoramablick von den Hohen Tauern bis zur Bernina. Die Besteigung erfolgt meist als Skitour von der Langtalereckhütte.

Sattel 3.375 m

Schalfkogeljoch

Das Schalfkogeljoch liegt auf 3.375 m in den Ötztaler Alpen an der österreichisch-italienischen Grenze. Der Pass verbindet das Niedertal bei Vent mit dem Gurgler Ferner bei Obergurgl. Das Joch bildet einen zentralen Übergangspunkt für anspruchsvolle Skitouren und die klassische Ötztaler Skidurchquerung.

Gipfel 3.514 m

Finailspitze

Die Finailspitze erhebt sich auf 3.514 m an der österreichisch-italienischen Grenze in den Ötztaler Alpen. Der Gipfel liegt in der Bergkette zwischen Weißkugel und Similaun. Von hier reicht der Blick über die vergletscherten Hauptkämme der Ötztaler Alpen.

Gipfel 3.597 m

Similaun

Der Similaun erhebt sich auf 3.597 m im Grenzgebiet zwischen Österreich und Italien. Der Gipfel wurde 1834 erstbestiegen und erlangte durch die Entdeckung der Ötzi-Mumie 1991 Weltberühmtheit. Die Normalroute führt von der Similaunhütte über den Westgrat zum Gipfel.