Hochtouren

Hochtourenwoche Ortlergruppe

Einfache Hochtouren rund um Südtirols Wahrzeichen „König-Ortler“

Beeindruckende, lange Grate, luftige, steile Kletterstellen und atemberaubende Weitblicke über die Alpen lassen Dein Bergsteigerherz auf dieser Hochtourenwoche höher schlagen. Sie führt Dich durch die Ortler-Alpen in Südtirol und bietet Dir ein einmaliges Bergerlebnis. Sie ist auch für Einsteiger mit ersten Hochtourenerfahrungen geeignet, die ihre Fertigkeiten vertiefen möchten. Highlights der Woche sind die Besteigungen des Monte Cevedale und des Ortlers, die nicht nur zu den höchsten, sondern auch zu den schönsten Gipfeln Südtirols zählen.

Reiseablauf

Tourbeginn:

13.00 Uhr ist am Kassenhaus der Schaubachbahn in Sulden.

Tourende:

12.00 Uhr ist am Kassenhaus der Schaubachbahn in Sulden.

1. Tag – Aufstieg zur Düsseldorferhütte (2.721 m)

Treffpunkt ist am frühen Nachmittag in Sulden. Aufstieg zur Düsseldorferhütte (2.721 m), von der wir bereits einen wunderbaren Ausblick auf die umliegenden Berge genießen. Den Tag lassen wir in gemütlicher Runde bei Südtiroler Küche und einer Tourenbesprechung ausklingen.

Auf- und Abstieg:

860 hm

Gehzeit

3 h

2. Tag – Hochwand Klettersteig (3.375 m) und Abstieg nach Sulden

Gut gestärkt nehmen wir heute zunächst den Tschengelser Hochwand Klettersteig (3.375 m) in Angriff. Der sehr gut abgesicherte Steig ist einer der höchstgelegensten Klettersteige der Alpen und gewöhnt uns an die spätere Kletterei am Ortler. An den schwierigeren Passagen im Bereich C unterstützt unser Bergführer bei Bedarf. Auf dem Gipfel angekommen, eröffnet sich bei gutem Wetter ein atemberaubendes Panorama bis weit in die Bernina. Im Norden kann man dann die Gipfel der Weiskugel und viele weitere Dreitausender sehen. Über die Scharte steigen wir anschließend wieder ab und erreichen kurze Zeit später wieder die Düsseldorfer Hütte. Von hier geht es wir ins Tal, wo wir die Klettersteigsets zurücklassen. In Sulden genießen wir in unserer Unterkunft das Abendessen in gemütlicher Runde.

Auf- und Abstieg:

650 hm

Gehzeit

6-7 h

3. Tag – Eisseespitze (3.230 m) und Suldenspitze (3.376 m)

Nach dem Frühstück beginnen wir den Aufstieg über die Schaubachhütte zum Stecknersteig zur Eisseespitze (3.230 m). Von hier überqueren wir den Grat hinunter zur ehemaligen Halleschen Hütte. Unterwegs passieren wir bereits die ersten Stellungen aus dem Ersten Weltkrieg und genießen das Panorma auf Ortler, Königsspitze und Gran Zebru. Unschwierig geht es auf den Gletscher angeseilt hinauf zur Casatihütte (3254m). Die Casatihütte lag im Ersten Weltkrieg direkt an der Front und es sind noch heute Kriegsspuren entlang des Weges zur Hütte zu entdecken. Mit einem kleinen Abstecher können wir am Nachmittag noch die größere Kriegsstellung an der Suldenspitze besichtigen und den Gipfel besteigen.

Auf- und Abstieg:

1560 hm

Gehzeit

6-7 h

4. Tag – Besteigung Cevedale (3.679 m)

Heute steht die Besteigung des Monte Cevedale (3.679 m), dem dritthöchsten Gipfel der Ortler-Alpen, auf unserem Programm! Früh am Morgen brechen wir mit leichtem Gepäck auf und steigen über den Gletscher hinauf zur Randkluft. auf den Gipfel. Der Abstieg erfolgt über die Aufstiegsroute. Nach einer Rast in der Casatihütte setzen wir unseren Weg über die Suldenspitze fort und steigen über den Suldenferner ab zu Schaubachhütte. Über den Gletscher Panoramaweg erreichen wir die kleine und sehr gemütliche Hintergrathütte (2.661 m). Mit einem herzhaften Abendessen und vielleicht sogar einem Bad im Hintergratsee geht der Tag zu Ende.

Auf- und Abstieg:

900 hm

Gehzeit

6 h

5. Tag – Übergang Bärenkopfscharte zur Payerhütte

Mit dem Übergang zur Payerhütte (3.029 m) liegt ein entspannter Tourentag vor uns, an dem wir uns von den Anstrengungen der letzten Tage erholen und die Kräfte für die Ortlerbesteigung am nächsten Tag mobilisieren. Der Weg führt uns über den Morosiniweg oberhalb von Sulden bis zur Tabarettahütte, die zu einer Rast einlädt. Von hier geht es weiter über die Bärenkopfscharte (2.871 m) bis zur Payerhütte, unserem heutigen Etappenziel. Von der Terrasse der Hütte haben wir einen phantastischen Blick auf den Ortler und den Oberen Ortlerferner. Am Abend erwarten wir unseren weiteren Bergführer für die Besteigung des Ortlers.

Auf- und Abstieg:

750 hm

Gehzeit

5 h

6. Tag – Besteigung Ortler (3.905 m)

Noch in der Dunkelheit starten wir das große Highlight unserer Hochtourenwoche und steigen über den Normalweg in Richtung Ortler-Gipfel (3.905 m) auf. Der Weg führt uns durch zum Teil seilversicherte Felskletterpassagen und spaltenreiches Gletschergelände steil ansteigend bis zum Ortlerplateau. Einzelne größere Spalten werden umgangen oder überwunden. Der Anstieg wird hier etwas mäßiger bis zum Gipfel, auf dem uns ein unvergleichliches Gipfelpanorama erwartet. Nach einer ausgiebigen Gipfelrast erfolgt der Abstieg über die Aufstiegsroute, vorbei an der Payerhütte bis zur Tabarettahütte (2.556 m). Von der Terrasse können wir noch einmal den Blick auf die Ortler-Nordwand genießen und die Erlebnisse des Tages in gemütlicher Runde Revue passieren lassen.

Auf- und Abstieg:

900 hm

Gehzeit

7 h

7. Tag – Abstieg ins Tal

Nach einem letzten Frühstück steigen wir wieder ins Tal ab. Auf dem Weg lässt sich noch einmal die Natur genießen. Verabschiedung und Heimreise.

Gehzeit

2 h

Highlights auf dieser Reise

Gipfel 3.769 m

Monte Cevedale

Der Monte Cevedale erhebt sich auf 3.769 m im Ortlergebiet an der Grenze zwischen Lombardei und Trentino-Alto Adige. Als dritthöchster Gipfel der Ortler-Alpen bildet er einen wichtigen orographischen Knotenpunkt zwischen vier Tälern. Der Normalweg führt vom Rifugio Casati über den Gletscher zum Gipfel.

Dorf 1.906 m

Sulden

Sulden liegt auf 1.906 m im inneren Suldental und gilt als wichtigstes Basecamp für den Ortler. Das Bergdorf mit 400 Einwohnern bietet direkten Zugang zu den höchsten Gipfeln der Ortlergruppe. Vier Seilbahnen erschließen das Skigebiet zwischen 1.900 und 3.250 m.

Gipfel 3.905 m

Ortler

Der Ortler erhebt sich mit 3.905 m als höchste Erhebung Südtirols und der Ortler-Alpen. Der größtenteils aus Hauptdolomit aufgebaute, stark vergletscherte Berg gilt als bedeutendstes Gipfelziel der Ostalpen. Seine Erstbesteigung 1804 zählt zu den wichtigsten alpinistischen Ereignissen jener Zeit.

Gipfel 3.376 m

Suldenspitze

Die Suldenspitze erhebt sich mit 3.376 m im Hauptkamm der Ortler-Alpen an der Grenze zwischen Südtirol und der Lombardei. Der vergletscherte Gipfel liegt strategisch zwischen Suldental, Val Cedec und Martelltal. Als beliebtes Skitourenziel und Übergangsstation zwischen den Schutzhütten gilt er als technisch wenig anspruchsvoll.

Gletscher

Suldenferner

Der Suldenferner erstreckt sich mit 5,7 km² an den Ostflanken von Ortler, Monte Zebrù und Königspitze. Der stark schuttbedeckte Gletscher reicht bis unter 2.500 m hinab und liegt im Nationalpark Stilfserjoch.

Gletscher

Rosimferner

Der Rosimferner liegt zwischen Italien und der Schweiz im Ortlergebiet. Der Gletscher bildet den Zugang zum Rosimjoch und zur Vertainspitze. Über seine Firnfelder führt eine klassische Skitourenroute mit 1.700 Höhenmetern Abstieg.

Gipfel 3.678 m

Punta San Matteo

Die Punta San Matteo erhebt sich auf 3.678 m im Ortlergebiet an der Grenze zwischen Lombardei und Trentino-Südtirol. Der vergletscherte Gipfel gehört zur Cevedale-Pizzo Tresero Kette und gilt als einer der schönsten Skiberge der Region. Vom Gipfel entspringt ein Teil des Fornigletschers.

Gipfel 3.594 m

Pizzo Tresero

Der Pizzo Tresero erhebt sich auf 3.594 m im Ortlergebiet der Lombardei. Der Gipfel bildet den südöstlichen Abschluss der Kette der 13 Gipfel, die den Fornigletscher umrahmt. Die Nordwand gilt als eine der anspruchsvollsten der Region.

Gipfel 2.968 m

Piz Daint

Der Piz Daint (2.968 m) erhebt sich in der Umbrailgruppe westlich des Münstertals in Graubünden. Der Berg bildet die Wasserscheide zwischen dem nach Norden zum Inn entwässernden Val Mora und dem südwärts zur Etsch fließenden Val Müstair. Seine markante Gipfelpyramide macht ihn zu einem beliebten Skitourenziel.

Gipfel 3.276 m

Cima San Giacomo

Die Cima San Giacomo erhebt sich auf 3.276 m im Ortlergebiet an der italienisch-schweizerischen Grenze. Der Gipfel liegt in der Fornigruppe zwischen Punta San Matteo und Brancahütte. Die Nordrinnen bieten pulvrige Abfahrten für erfahrene Skitourengeher.

Gipfel 2.951 m

Piz Dora

Der Piz Dora erhebt sich auf 2.951 m zwischen Val Müstair und Val Mora im Kanton Graubünden. Der Berg gehört zur Umbrailgruppe und wird den Ortler-Alpen zugerechnet. Der Name wandelte sich von Piz d'Ora (Äußerer Gipfel) zum heutigen Piz Dora.

Gletscher

Schranferner

Der Schranferner liegt an den Veneziaspitzen in der Ortlergruppe im Martelltal. Der Gletscher dient als Aufstiegsroute zur Östlichen Veneziaspitze und führt durch teilweise spaltiges Gletschergelände. Unterhalb der Gletscherzunge befinden sich malerische Bergseen.