Bergsteigen

Hochwanner - Höchste Nordwand der Ostalpen

Die höchste Wand des Wettersteins

Wenn unsere Zugspitzaspiranten durch das schöne Reintal dem höchsten Berg Deutschlands entgegensteigen, schweift der Blick immer wieder ehrfürchtig zur höchsten Nordwand der Ostalpen am Hochwanner. Über 1.400 m Wandhöhe und Schwierigkeiten bis zum oberen 4. Grad machen diese Wand zu einer der ganz großen Unternehmungen der nördlichen Kalkalpen. Nach einer Nacht auf der Reintalangerhütte und gemütlichem Einklettern steht ein Tag bevor, der nach langer Tour und nicht zu unterschätzendem Abstieg sicher unvergesslich bleiben wird.

Für wen ist die Reise geeignet

  • • Klettern bis zum III. Grad

Schwierigkeit

3.2

Anforderung

Kondition
Ernsthaftigkeit

Du kletterst leichtere Felspassagen (I - II) zügig und bewegst Dich sicher und schnell im Schrofengelände.

Reiseablauf

Tourbeginn:

12.00 Uhr ist an der Touristinformation am Olympia-Skistadion (Skisprungschanze) in Garmisch.

Tourende:

18.00 Uhr ist an der Touristinformation am Olympia-Skistadion (Skisprungschanze) in Garmisch.

1. Tag – Aufstieg zur Reintalangerhütte

Treffpunkt für eine der eindrucksvollsten Touren der Nordalpen ist das Olympia-Skistadion unterhalb der Eckbauernbahn in Garmisch-Partenkirchen. Vom Skistadion wandern wir durch das Reintal zur Reintalangerhütte auf 1.366 m. Von dort erkunden wir den Einstieg für den nächsten Tag und klettern uns abends an einem der Hüttenklettergärten noch etwas ein, bevor wir den Tag gemütlich ausklingen lassen.

Auf- und Abstieg:

600 hm

Gehzeit

12 h

2. Tag – Hochwanner - Höchste Nordwand der Ostalpen

Wir starten unseren Tourtag sehr früh von der Reintalangerhütte aus. Noch im Dunkeln gehen wir zum Einstieg und durch die Partnach unter die Wand. Unendlich erscheint von hier die gewaltige Wandflucht, die es zu bezwingen gilt. Über Latschen und steile Schrofen, Gehpassagen, die sich immer wieder mit leichten Kletterstellen abwechseln, geht es aufwärts. Nach dem ersten Kessel warten die Schlüsselstellen der Wand mit Passagen im oberen 4. Schwierigkeitsgrad. Lang und nicht enden wollend scheint die Kletterei durch die Wand. Interessante Passagen wie das Kriechband leiten in den Ausstiegskessel, über den man nach 1.550 m Kletterei den Gipfel des Hochwanners (2.744 m)erreicht. Doch noch steht ein dreistündiger Abstieg zu Knorrhütte zwischen uns und dem Tourenabschlussbier. Je nach Lust geht es dann noch hinunter nach Garmisch, wo unsere Tour endet. Optional kann auf der Knorrhütte übernachtet werden.

Auf- und Abstieg:

1500 hm

Gehzeit

12-14 h

Highlights auf dieser Reise

Gipfel 2.962 m

Zugspitze

Die Zugspitze ist mit 2.962 m der höchste Berg Deutschlands und des Wettersteingebirges. Der Gipfel markiert die Grenze zwischen Bayern und Tirol. Drei Normalwege führen über Höllental, Reintal und das österreichische Schneekar zum Gipfel.

Gipfel 2.628 m

Alpspitze

Die Alpspitze (2.628 m) erhebt sich als pyramidenförmiger Gipfel im Wettersteingebirge. Der markante Berg gilt als Wahrzeichen von Garmisch-Partenkirchen und zählt zu den bekanntesten Berggestalten der Nördlichen Kalkalpen.

Gipfel 2.144 m

Bernadeinkopf

Der Bernadeinkopf erhebt sich auf 2.144 m im Alpspitz-Massiv und bildet einen beliebten Ausbildungsgipfel. Die Nordwand durchzieht der Mauerläufersteig, ein anspruchsvoller Klettersteig der Schwierigkeit D-E.

Gipfel 2.060 m

Osterfelderkopf

Der Osterfelderkopf (2.057 m) ist ein Nebengipfel der Alpspitze im Wettersteingebirge. Die Bergstation der Alpspitzbahn macht ihn zum zentralen Ausgangspunkt für Klettersteige, Skitouren und den Jubiläumsgrat zur Zugspitze. Von der AlpspiX-Plattform reicht der Tiefenblick bis nach Garmisch.

Sonstige

Kreuzeckbahn

Die Kreuzeckbahn erschließt das Kreuzeck im Wettersteingebirge oberhalb von Garmisch-Partenkirchen. Die Luftseilbahn führt zum Kreuzeckhaus auf 1.652 m und dient als Aufstiegshilfe für alpine Touren. Von der Bergstation erreicht man die Alpspitze und weitere Gipfel des Wettersteins.

Sonstige

Alpspitzbahn

Die Alpspitzbahn ist eine Pendelbahn mit zwei 80-Personen-Kabinen von 748 m auf 2.033 m zum Osterfelderkopf. Sie erschließt das Skigebiet Garmisch Classic und bietet Zugang zu Wanderwegen, Klettersteigen und der Aussichtsplattform AlpspiX.

Stadt 708 m

Garmisch-Partenkirchen

Garmisch-Partenkirchen liegt auf 708 m im Wettersteingebirge zwischen Zugspitze und Alpspitze. Der Markt entstand 1935 aus den Gemeinden Garmisch und Partenkirchen. Austragungsort der Olympischen Winterspiele 1936 und wichtigster Stützpunkt für Touren im Werdenfelser Land.

Sattel 2.024 m

Gatterl

Das Gatterl liegt auf 2.024 m zwischen den Gatterlköpfen und dem Hochwanner im Wettersteinkamm. Der Pass bildet die Grenze zwischen Deutschland und Österreich. Er dient als wichtiger Übergang auf dem weniger begangenen Zugspitzweg von der österreichischen Seite.

Sattel 2.045 m

Feldernjöchl

Das Feldernjöchl liegt auf 2.045 m an der deutsch-österreichischen Grenze im Wettersteingebirge. Der Pass verbindet die Ehrwalder Alm mit dem Zugspitzplatt und der Knorrhütte. Eine drahtseilgesicherte Passage am Gatterl erfordert Trittsicherheit.

Sattel 1.750 m

Hupfleitenjoch

Das Hupfleitenjoch liegt auf 1.750 m im Wettersteingebirge und verbindet das Höllental mit der Kreuzeckbahn-Bergstation. Der Pass ist zentraler Punkt des historischen Knappensteigs, eines alten Minenwegs mit unbewirtschafteten Knappenhäusern. Vom Joch bietet sich ein direkter Blick ins Höllental und zur Zugspitze.

Gipfel 1.924 m

Stuibenkopf

Der Stuibenkopf erhebt sich auf 1.924 m im Wettersteingebirge nahe Garmisch-Partenkirchen. Der Berg gilt als idealer Ausbildungsgipfel für Bergwandern und Skitouren. Vom Gipfel reicht der Blick über das Reintal zum Wettersteingrat.

Sonstige

Ehrwald

Ehrwald liegt am Fuß des Wettersteingebirges mit der Zugspitze. Der österreichische Ort am Lermooser Moos ist zentraler Ausgangspunkt für Bergwanderungen und Hochtouren. Die Tiroler Zugspitzbahn erschließt das hochalpine Gelände.