Trekking

Kilimandscharo | Northern Circuit

Über den Northern Circuit auf den Kilimanjaro

Die Route über den Northern Circuit auf den Kilimanjaro beginnt wie die Lemosho Route im Westen, biegt dann nach dem Lava Tower, welchen wir zur besseren Akklimatisierung noch mitnehmen, aber in nördliche Richtung ab und umrundet den Kilimanjaro im Uhrzeigersinn, während die anderen Routen südlich des Gipfels weiterführen. Damit eröffnen sich den Bergaspiranten noch ganz andere Ausblicke auf den höchsten Gipfel Afrikas. Zudem wird die Route wenig begangen und ist vergleichsweise einsam - und das, obwohl die Landschaft beeindruckend und abwechslungsreich sowie die Akklimatisierung für den anstrengenden Gipfelaufstieg optimal ist. Wie auch auf unseren anderen Kilimanjaro Touren übernachten wir auf dem Northern Circuit ausschließlich in Zelten.

Trekkingreise in Kleingruppe bereits ab 2 bis maximal 8 Personen!!!

Für wen ist die Reise geeignet

  • • Akklimatisation durch Routenführung

Schwierigkeit

3.5

Anforderung

Kondition
Ernsthaftigkeit

Durchschnittlich 4 - 7 Stunden Gehzeit pro Tag; am Gipfeltag 12 - 15 Stunden mit ca. 1.250 m Aufstieg und 2.800 m Abstieg. Du bist teamfähig, offen gegenüber fremden Religionen und Kulturen, bereit auf westlichen Komfort zu verzichten; Hilfsbereitschaft und Toleranz in der Gruppe sind selbstverständlich.

Reiseablauf

Tourbeginn:

13.00 Uhr ist am 2. Tag am Kilimandscharo Airport bei Arusha / Ausgang aus dem Sicherheitsbereich.

Tourende:

17.00 Uhr ist am 2. Tag am Kilimandscharo Airport bei Arusha / Ausgang aus dem Sicherheitsbereich.

1. Tag – Flug nach Tansania zum Kilimanjaro

Flug über Nacht von München oder Frankfurt nach Arusha zum Kilimanjaro Airport.

2. Tag – Fahrt nach Arusha

Unsere einheimischen Partner erwarten uns bereits am Flughafen. Von dort aus machen wir uns auf den Weg zu unserer komfortablen Lodge, die als Ausgangspunkt in Arusha dient. Wir legen bewusst Wert auf zwei Übernachtungen vor Beginn unseres Trekkings am Kilimanjaro. Da es hier so viele Eindrücke zu verarbeiten gibt, ist es sinnvoll, zunächst in dieser für uns fremden Welt anzukommen, um dann ausgeruht auf das Trekking am Kilimanjaro zu starten. Den restlichen Tag haben wir zur freien Verfügung.

3. Tag – Unsere Basis in Arusha: Ilboru Safari Lodge

Nach dem Frühstück steht uns der ganze Tag für Unternehmungen zur Verfügung. Wir können gemeinsam mit unserem Partner Arusha erkunden und letzte Einkäufe für die Kilimanjaro-Besteigung tätigen. Wir besuchen den Soko Kuu Bazaar nahe der Moschee, wo man das bunte Treiben hervorragend beobachten kann, sowie den Maasai-Markt, auf dem wir erste Souvenirs erwerben können. Den Ausflug runden wir mit einer guten Tasse Kilimanjaro-Kaffee in einem Café in der Stadt ab, wo wir die Kilimanjaro-Besteigung, die am nächsten Tag startet, besprechen. Zurück in der Lodge treffen wir schließlich die letzten Vorbereitungen.

4. Tag – Über das Londorossi Gate zum Big Tree Camp (2.780 m)

Heute geht es los! Am Morgen werden wir im Hotel abgeholt und wir fahren zum Parkeingang des Kilimandscharo Nationalparks am Londorossi Gate auf 2.250 m Höhe. Hier erfolgt die Registrierung bei der Nationalparkbehörde, das Verpacken und Verteilen der Ausrüstung auf unsere Trägermannschaft und dann geht es durch dichten, tropischen Regenwald in moderater Steigung hinauf. Unser erstes Ziel ist das Big Tree Camp auf 2.780 m Höhe, welches wir nach etwa vier Stunden erreichen. Unser Camp ist dann bereits errichtet und wir verbringen die erste Nacht im Zelt.

Auf- und Abstieg:

550 hm

Gehzeit

4 h

5. Tag – Aufstieg zum Shira Camp 1 (3.500 m)

Nachdem wir uns mit einem leckeren Frühstück gestärkt haben, brechen wir auf und wandern zunächst noch im dichten Bergregenwald, der sich allmählich nach oben hin ausdehnt. Dann wechselt die Landschaft etwas oberhalb in eine Moorregion mit großen Heidekraut- und Erika-Gewächsen. Sobald wir das Shira-Plateau, das zum UNESCO Weltnaturerbe gehört, erreichen, eröffnet sich ein beeindruckender Blick über die weiten Ebenen auf das mächtige Gipfelmassiv des Kibo. Die Übernachtung in unseren Zelten erfolgt im Shira Camp, das sich mitten auf dem Plateau auf 3.500 Metern Höhe an einem Bach auf einer Moorwiese befindet.

Auf- und Abstieg:

850 hm

Gehzeit

5-6 h

6. Tag – Weiter zum Shira Camp 2 (3.900 m)

Mit einer heißen Tasse Kaffee oder Tee werden wir geweckt und können diese mit Blick auf den Mount Meru und den Kibo genießen. Im Anschluss packen wir zusammen und brechen auf. Die abgeschiedene und weniger frequentierte Route über die Hochebene sorgt für eine ruhige und unberührte Atmosphäre und ist zudem ideal für unsere Akklimatisierung. Die Shira Caldera ist der dritte Vulkankegel des Kilimanjaro und hat sich vor etwa 500.000 Jahren mit Lava vom Kibo gefüllt. Am Shira Camp 2 auf 3.900 m angekommen, haben wir noch genügend Zeit zum Entspannen. Den Uhuru Peak im Abendlicht zu sehen ist magisch und so lassen wir den Tag ausklingen.

Auf- und Abstieg:

500 hm

Gehzeit

4 h

7. Tag – Zum Lava Tower und Moir Camp (4.150 m)

Wir setzen unsere Kilimanjaro Besteigung durch die karge Lava-Landschaft nach Osten fort und durchqueren dabei den faszinierenden "Garden of Senecios" - Riesensenezien, die mehrere Meter hoch wachsen, bevor wir in die hochalpine Wüstenzone gelangen. Während unsere Begleitmannschaft auf direktem Weg zum Moir Camp geht, setzen wir am Westhang des Kibo Massivs einen weiteren Akklimatisationsreiz. Je nach Wetter und Bedingungen haben wir dabei die Möglichkeit bis zur markanten Felsformation Lava Tower auf etwa 4.600 m Höhe, auch als "Shark's Tooth" bekannt, aufzusteigen. Am Mittag haben wir uns eine Pause verdient und genießen unser Lunchpaket, das unser Koch bereits am Morgen für uns vorbereitet hat. Anschließend verlassen wir schließlich die Lemosho Route, die bis hierher gleich verläuft, und folgen nun dem Northern Circuit nördlich hinab zum Moir Camp (4.150 m). Ganz nach dem Prinzip "walk high, sleep low" ist der heutige Tag wichtig für unsere Höhenanpassung und weitere Vorbereitung auf unseren Gipfeltag. Das Moir Camp liegt in der oberen Heidezone und bietet wunderbare Ausblicke auf die Western Breach. Gleichzeit ist es aufgrund seiner abgeschiedenen Lage noch weniger frequentiert als die vorherigen Camps.

Auf- und Abstieg:

750 hm

Gehzeit

6-7 h

8. Tag – Vom Moir Camp zum Buffalo Camp (4.150 m)

Nach dem Frühstück verlassen wir das Moir-Tal und machen einen kurzen Abstecher auf den kleinen Gipfel des Lent Hill (4.375 m). Dieser Aufstieg bietet nicht nur eine schöne Aussicht, sondern trägt wieder einmal mehr zu einer besseren Akklimatisierung bei. Danach kehren wir zurück auf den Hauptpfad des Northern Circuit Trails, der ostwärts durch ein Gebiet mit großen Felsplatten führt. Bis zum Buffalo Camp genießen wir einen einzigartigen Blick auf die nördlichen Gletscher des Kibo. Dieser Ausblick ist nur den Wanderern vorbehalten, die sich für diesen Routenabschnitt entscheiden. Am Camp angekommen, spüren wir die schier unendliche Weite, denn das kenianische Tiefland breitet sich vor uns weit nach Norden aus. Wir genießen die Stille, die uns hier auf diesem Teil unseres Kilimanjaro Trekkings umgibt.

Auf- und Abstieg:

450 hm

Gehzeit

6 h

9. Tag – Weiter durch den einsamen Norden zum Third Cave Camp (3.900 m)

Noch einmal heißt es heute Pole Pole. Es geht zunächst zum Buffalo Grat hinauf und weiter östlich durch die spärliche Vegetation der alpinen Wüste und durch Moorland, den Uhuru Peak immer zu unserer Rechten. Die Ruhe und Abgeschiedenheit begleitet uns den ganzen Tag und ist fast meditativ. Wir erreichen das Third Cave Camp auf 3.900 m Höhe unterhalb des Kibo Sattels, welches auch von den Aspiranten über die Rongai Route genutzt wird. Da aber auch diese Route wenig begangen wird, werden wir auch hier wieder nahezu unter uns sein.

Auf- und Abstieg:

150 hm

Gehzeit

5 h

10. Tag – Vom Third Cave Camp zur Kibo-Hütte (4.600 m)

Heute stehen wieder einige Höhenmeter auf dem Programm. Wir folgen dem Pfad durch eine mondähnliche Landschaft zwischen den Gipfeln des Kibo und des markanten Mawenzi. Wir steigen hinauf zum Kibo-Sattel und setzen unseren Weg dann stetig bergauf fort, bis wir zur Kibo-Hütte kommen. Da wir die Hütte bereits am frühen Nachmittag erreichen, haben wir die Möglichkeit, uns auszuruhen und uns gut auf den bevorstehenden Gipfelanstieg am nächsten Tag vorzubereiten.

Auf- und Abstieg:

850 hm

Gehzeit

5-6 h

11. Tag – Gipfeltag am Kilimandscharo | Uhuru Peak (5.895 m)

Die Besteigung beginnt mit wärmendem Tee und einigen Keksen zur Stärkung gegen Mitternacht. Im Schein der Stirnlampe geht es die steilen Ascheflanken des Kibos hinauf. Nach 6 - 7 Stunden erreichen wir den Gilman's Point (5.730 m) am Kraterrand des Kilimanjaro. Während die ersten wärmenden Sonnenstrahlen die Gipfelregion erreichen, ziehen wir über den Stella Point (5.745 m) dem Uhuru Peak auf 5.895 m entgegen. Und dann ist es geschafft - wir stehen auf dem höchsten Punkt Afrikas! Ein unbeschreibliches Gefühl, den Gipfel eines der Seven Summits erreicht zu haben! Nach den obligatorischen Gipfelfotos steigen wir zum Stella Point ab und folgen von hier der Mweka Route zurück ins Tal. Nach etwa 2 Stunden erreichen wir das Barafu Camp (4.600 m). Hier treffen wir auf unsere restliche Mannschaft und werden mit einer warmen Mahlzeit versorgt. Nach der verdienten Pause steigen wir schließlich noch bis ins Mweka Camp (3.100 m) ab, wo wir unsere letzte Nacht im Zelt am Kilimanjaro verbringen.

Auf- und Abstieg:

1250 hm

Gehzeit

12-15 h

12. Tag – Abstieg zum Mweka Gate - Weiter nach Moshi (1.800 m)

Ein letztes Mal packen wir unsere Sachen am Kilimanjaro zusammen und steigen schließlich durch den Regenwald ab bis zum Mweka Gate. Mit der Überreichung der Gipfel-Urkunde und einer kleinen Zeremonie endet hier unser Kilimanjaro Trekking und wir verabschieden uns von unserer Begleitmannschaft. Anschließend fahren wir in unser Hotel nach Moshi, um uns eine wohlverdiente Dusche zu gönnen und den Nachmittag entspannt am Swimmingpool der Lodge zu verbringen. Das Abendessen nehmen wir im Hotel ein. Gäste, die ein Anschlussprogramm gebucht haben, fahren unter Umständen bereits heute zurück nach Arusha und übernachten dort, um am nächsten Morgen früh zu ihrem nächsten Abenteuer starten zu können und eine kürzere Anreise zu haben.

Gehzeit

4 h

13. Tag – Land und Leute, Heimflug oder Anschlussprogramm

Heute heißt es noch einmal Afrika kennenlernen. Am Vormittag besuchen wir ein einheimisches Dorf und erleben hautnah die Gastfreundschaft des Chagga Stamms. Wir besichtigen eine Kirche in Old-Moshi, die während der Kolonialzeit vom deutschen Missionar Bruno Gutmann gebaut wurde, und besuchen eine Grundschule. Wir sind hier abseits der Haupttouristenrouten, bekommen einen ganz authentischen Einblick in das normale Leben und erfahren sehr viel über Land und Leute. Am Mittag lassen wir unsere Reise schließlich in einem Café in Moshi ausklingen und nehmen langsam Abschied von Afrika. Der Landcruiser bringt uns zurück zum Kilimanjaro Airport, von wo wir gegen Abend nach Hause fliegen. Für Gäste, die einen Anschlussaufenthalt mit Safari oder auf Zanzibar gebucht haben, startet heute unter Umständen bereits früh das Programm, so dass der kleine Kulturausflug in dem Fall entfällt.

14. Tag – Zurück in der Heimat

Ankunft am Vormittag in Deutschland.

Unsere Empfehlungen im Anschluss:

Die schönsten Nationalparks Tansanias (5-tägige Safari mit Serengeti)

Kurzsafari im Norden Tansanias (3-tägige Safari in der Nähe von Arusha)

Sansibar - Trauminsel Ostafrikas (6-tägiger Badeanschluss)

Highlights auf dieser Reise

Sonstige

Moshi

Moshi liegt auf 890 m Höhe am Südhang des Kilimandscharo in Tansania. Die Stadt dient als wichtigster Ausgangspunkt für alle Kilimandscharo-Routen und als logistisches Zentrum für Trekkingtouren zum höchsten Berg Afrikas. Sieben offizielle Routen führen vom Stadtgebiet auf den 5.895 m hohen Uhuru-Gipfel.

Schutzgebiet

Kilimanjaro National Park

Der Kilimandscharo-Nationalpark umfasst das gesamte Kilimandscharo-Massiv mit den drei Vulkanen Kibo, Mawenzi und Shira auf 1.800 bis 5.895 m Höhe. Das 1.668 km² große Schutzgebiet wurde 1987 zum UNESCO-Welterbe erklärt. Ausgangspunkt für Trekkingtouren zum höchsten Gipfel Afrikas über verschiedene Routen wie Machame und Umbwe.

Dorf

Machame

Machame war das größte und mächtigste der historischen Chagga-Königreiche am Kilimandscharo. Das Königreich lag im fruchtbaren Kikafu-Flussbecken an den Südhängen des Berges. Heute ist Machame Ausgangspunkt der gleichnamigen Trekkingroute auf den Gipfel.

Vulkan 5.149 m

Kibo

Der Kibo bildet mit 5.149 m den höchsten Gipfel des Kilimandscharo-Massivs und ist Teil des ruhenden Stratovulkans in Tansania. Als größter der drei Vulkankegel überragt er Mawenzi und Shira deutlich. Der Normalweg führt über steile Ascheflanken zum Kraterrand.

Vulkan 2.962 m

Shira

Der Shira erhebt sich auf 3.962 m als dritthöchster Berg des Kilimandscharo-Massivs in Tansania. Als ältester der drei erloschenen Vulkane ist sein Gipfel durch jahrmillionenlange Erosion zu einem plateauartigen Haupt abgetragen. Der Berg liegt etwa 15 km westlich des Kibo und ist über einen ausgedehnten Sattel mit diesem verbunden.

Vulkan 5.149 m

Mawenzi

Der Mawenzi erhebt sich auf 5.148 m als zweithöchster Gipfel des Kilimandscharo-Massivs in Tansania. Der erloschene Vulkan gilt als technisch anspruchsvoll und wesentlich schwieriger zu besteigen als der benachbarte Kibo. Seine stark verwitterte Gipfelregion trägt steile Felswände und brüchiges Gestein.

Stadt

Marangu

Marangu ist einer der Hauptzugangsorte zum Kilimandscharo in der Region Moshi. Der Ort liegt 39 km von Moshi entfernt und ist Ausgangspunkt der populären Marangu-Route. Die viereinhalbTage-Route gilt als technisch einfachste Aufstiegsroute auf den höchsten Berg Afrikas.

Stadt

Loitokitok

Loitokitok liegt in den Ausläufern des Mount Kilimandscharo an der Grenze zwischen Kenia und Tansania. Die kleine Stadt dient als strategischer Ausgangspunkt für Kilimandscharo-Besteigungen von der kenianischen Seite. Der Ort bietet direkten Blick auf Afrikas höchsten Berg.

Wasserfall

Materuni Waterfall

Der Materuni-Wasserfall liegt auf 1.540 m Höhe am Mware-Fluss im Dorf Materuni. Der Wasserfall befindet sich am Rand des Kilimandscharo-Nationalparks in Nordost-Tansania.

Gipfel 4.689 m

Lava-Turm

Der Lava-Turm erhebt sich auf 4.689 m am Westhang des Kibo-Massivs als markante vulkanische Felsformation. Der auch als Shark's Tooth bezeichnete, 90 m hohe Plug entstand vor über 150.000 Jahren aus erstarrter Lava in einem Vulkanschlot. Zentrale Akklimatisierungsstation für alle großen Kilimandscharo-Routen.

Gipfel 5.895 m

Uhuru-Gipfel

Der Uhuru-Gipfel bildet mit 5.895 m den höchsten Punkt des Kilimandscharo-Vulkans und ganz Afrikas. Der Gipfel liegt am südlichen Kraterrand des ruhenden Stratovulkans Kibo. Mit einer Prominenz von 5.885 m zählt er zu den markantesten Bergen der Erde.

Höhle

Shira-Höhle

Die Shira-Höhle liegt auf dem Shira-Plateau am Kilimandscharo und diente frühen Bergsteigern als Notunterkunft. Der nahegelegene Lagerplatz Shira Cave Camp auf 3.840 m ist nach dieser historischen Höhle benannt.