Hochtouren

Mont Blanc Überschreitung und rassige Grate

Mont-Blanc-Überschreitung und die rassigen Grate hoch über Chamonix

Über die berühmtesten Grate des Gebiets, umgeben von einer absolut hochalpinen, fast schon unwirklich anmutenden Landschaft mit dem Top-Abschluss, der Längsüberschreitung des höchsten Alpengipfels Mont Blanc (4.810 m). Lang und hart, aber unvergesslich!

Für wen ist die Reise geeignet

  • • Trittsicher & schwindelfrei (erhöht)

Schwierigkeit

4.2

Anforderung

Kondition
Ernsthaftigkeit

Reiseablauf

Tourbeginn:

09.30 Uhr ist an der Talstation der Aiguille du Midi Seilbahn im Zentrum von Chamonix.

Tourende:

16.00 Uhr ist an der Talstation der Aiguille du Midi Seilbahn im Zentrum von Chamonix.

1. Tag – Über den Cosmiquesgrat zur Cosmiqueshütte (3.613 m)

Treffpunkt am Vormittag an der Talstation der Aiguille du Midi Bahn in Chamonix. Begrüßung und gemeinsame Auffahrt auf die Aiguille du Midi. Als Eingewöhnungstour starten wir mit einem der bekanntesten Alpengrate überhaupt, dem Cosmiquesgrat. Über den abwechslungsreichen und außerordentlich schönen Grat (eine Stelle IV+, 6 m, sonst II) klettern wir bis zur Bergstation der Aiguille du Midi. Abstieg über den Gletscher zur Cosmiqueshütte und Übernachtung auf 3.613 Metern Höhe.

Auf- und Abstieg:

600 hm

Gehzeit

4-5 h

2. Tag – Hochtourenklassiker Midi-Plan-Grat auf die Aiguille du Plan (3.673 m)

Hochtour über den Midi-Plan-Grat mit traumhaften Tiefblicken und einer Kletterstelle III zur Aiguille du Plan auf 3.673 m. Unterwegs genießen wir die Tiefblicke hinunter nach Chamonix. Fels- und Firnpassagen wechseln sich immer wieder ab und machen diese Tour zu einem der anspruchsvolleren Klassiker im Mont Blanc Gebiet. Gleicher Rückweg und über den Firngrat zur Aiguille du Midi. Weiterfahrt mit der Bahn über das Vallée Blanche und den Glacier du Géant zur Turiner Hütte (3.371 m).

Auf- und Abstieg:

300 hm

Gehzeit

8-10 h

3. Tag – Rochefortgrat zur Aiguille de Rochefort (4.001 m)

Von der Turiner Hütte startet die Tour gemächlich über den Gletscher, bis sich dieser aufsteilt und in eine kombinierte Flanke übergeht. Vorbei führt der Weg an der Mabrè zum Zahn des Riesen, der Dent du Géant, zum Brotzeitplatz. Von hier ist der Blick zum Weiterweg über den weltberühmten Rochefortgrat zur Aiguille de Rochefort (4.001 m) perfekt. Luftig und ausgesetzt ist der Grat und erfordert Sicherheit mit Steigeisen und Pickel. Der Rückweg ist identisch und am frühen Nachmittag erreichen wir wieder das Rifugio Torino. Übernachtung auf der Hütte. Der Blick von der Terrasse zum Mont Blanc und zum Gran Paradiso ist einmalig.

Auf- und Abstieg:

700 hm

Gehzeit

8 h

4. Tag – Besteigung der Tour Ronde (3.792 m)

Hochtour und Besteigung des Tour Ronde auf 3.792 m. Über den Col des Flambeaux (3.407 m) geht es auf den Col d'Entrèves (3.522 m) und von hier weiter in Block-Kletterei (II kombiniert) über den Südostgrat zum Gipfel des Tour Ronde (3.792 m). Die Madonna und die perfekte Aussicht auf den Peuterey-Grat laden zu einer ausgiebigen Rast ein. Abstieg über den Grat und weiter über den Glacier du Géant wieder zur Cosmiqueshütte (3.613 m). Von hier aus ist die Spur zum Mont Blanc du Tacul bestens einzusehen.

Auf- und Abstieg:

700 hm

Gehzeit

7 h

5. Tag – Auf das Dach der Alpen - den Mont Blanc (4.810 m)

Früher Aufbruch gegen 2:00 Uhr nachts! Aufstieg über die Flanke des Mont Blanc du Tacul (4.248 m) und weiter über ein anspruchsvolles Steilstück in die Scharte des Mont Maudit (4.465 m). Dieses Steilstück ist der Schlüssel zum Gipfel des Mont Blanc (4.810 m), dem "Top of the Alps". Die Aussicht am frühen Morgen im roten Licht kann nicht besser sein. Der Abstieg folgt dem Normalweg des Mont Blanc, dem Bossesgrat. Vorbei geht es am Vallot-Biwak und zum Frühstück auf die 2014 neu eröffnete Gouter Hütte. Nach einer Stärkung auf der Hütte folgt der zu Beginn anspruchsvolle Weitermarsch ins Tal nach Chamonix. Verabschiedung und Heimreise.

Auf- und Abstieg:

1200 hm

Gehzeit

12 h

Highlights auf dieser Reise

Seilbahn

Mont Blanc

Die Aiguille-du-Midi-Seilbahn führt von Chamonix auf 3.842 m zur zweithöchsten Seilbahnstation der Alpen. Sie bildet den Schlüsselzugang für Hochtouren am Mont Blanc und ermöglicht die spektakuläre Überquerung des Vallée Blanche nach Italien.

Gipfel 3.842 m

Aiguille du Midi

Die Aiguille du Midi erhebt sich auf 3.842 m im Mont-Blanc-Massiv und ist direkt per Seilbahn von Chamonix erreichbar. Die Bahn überwindet 2.800 Höhenmeter in 20 Minuten und hält den Rekord als höchste Vertikal-Seilbahn der Welt. Der Gipfel dient als Ausgangspunkt für anspruchsvolle Hochtouren und Gletscherabfahrten.

Sattel 4.309 m

Col de la Brenva

Der Col de la Brenva auf 4.309 m bildet einen strategischen Übergang zwischen dem italienischen und französischen Versant des Mont-Blanc-Massivs. Der Pass verbindet die klassische Traversée des Trois Monts und dient als wesentlicher Punkt der Mont-Blanc-Normalroute. Seit 1865 hat er historische Bedeutung in der alpinistischen Erschließung des Massivs.

Gletscher

Glacier du Tour

Der Glacier du Tour liegt im Mont-Blanc-Massiv oberhalb des Weilers Le Tour im Chamonix-Tal. Als oberster Gletscher der Chamonix-Kette bildet er ein weitläufiges Firnbecken zwischen Aiguille du Tour und Aiguille du Chardonnet. Die Gletscherzunge endet heute auf etwa 2.200 m Höhe.

Gipfel 4.465 m

Mont Maudit

Der Mont Maudit (4.465 m) erhebt sich im Mont-Blanc-Massiv zwischen Mont Blanc und Mont Blanc du Tacul an der französisch-italienischen Grenze. Der Gipfel bildet eine Schlüsselpassage auf dem klassischen Normalweg zum Mont Blanc über die Route der drei Berge. Seine Nordwand ist stark vergletschert, während die Südseite schroff zum Brenva-Gletscher abfällt.

Gipfel 4.248 m

Mont Blanc du Tacul

Der Mont Blanc du Tacul erhebt sich auf 4.248 m im Mont-Blanc-Massiv zwischen Aiguille du Midi und Mont Blanc. Der Gipfel bildet die zentrale Passage der klassischen Mont-Blanc-Route über die italienische Seite. Die Erstbesteigung gelang 1855 einer führerlosen Seilschaft um Charles Hudson.

Stadt

Chamonix-Mont-Blanc

Chamonix liegt im französischen Arve-Tal am Fuße des Mont-Blanc-Massivs und gilt als Zentrum des französischen Alpinismus. Der Ort war Austragungsort der ersten Olympischen Winterspiele 1924. Die Aiguille-du-Midi-Seilbahn erreicht auf 3.842 m Höhe einen der höchsten Aussichtspunkte der Alpen.

Gletscher

Glacier du Trient

Der Glacier du Trient liegt im Kanton Wallis nahe der französischen Grenze. Der 4,5 km lange Gletscher ist ein zentraler Baustein der berühmten Haute Route. Das Plateau du Trient auf 3.000 bis 3.200 m dient als Akkumulationszone.

Sonstige

Courmayeur

Courmayeur liegt am Fuß des Mont Blanc im italienischen Aostatal und zählt zu den bedeutendsten Alpinismus-Zentren der Westalpen. Der Ort ist Sitz der ersten italienischen Bergführervereinigung und Ausgangspunkt für Hochtouren im Mont-Blanc-Massiv.

Gipfel 4.001 m

Aiguille de Rochefort

Die Aiguille de Rochefort erhebt sich auf 4.001 m an der französisch-italienischen Grenze im Mont-Blanc-Massiv. Der Gipfel liegt zwischen Dent du Géant und Dôme de Rochefort am weltberühmten Rochefortgrat. Der luftige Grat erfordert sichere Handhabung von Steigeisen und Pickel auf kombiniertem Gelände.

Gletscher

Glacier du Géant

Der Glacier du Géant liegt im Herzen des Mont-Blanc-Massivs oberhalb 3.000 m und erstreckt sich über 1.719 Hektar. Er speist über den Glacier du Tacul die berühmte Mer de Glace. Das Gletscherbecken wird von Viertausendern wie Mont Blanc du Tacul und Dent du Géant überragt.

Gletscher

Glacier du Mont Mallet

Der Glacier du Mont Mallet entspringt auf etwa 4.000 m Höhe am Nordhang des Mont Mallet und der Grandes Jorasses. Der zwei Kilometer breite Gletscherzirkus wird von mehreren Viertausendern überragt und fließt nordostwärts zum Glacier de Leschaux.