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SAR TRAINING Polarcode Svalbard

Handlungstraining für Schiffsbesatzungen nach Polarcode Vorgaben der IMO

Entsprechend der Polarcode Vorgaben müssen Schiffsbesatzungen in der Verwendung der zur Verfügung gestellten persönlichen und Gruppenüberlebensausrüstung an Land geschult sein. Während dieser einwöchigen Schulung wird der betreffende Personenkreis mit dem Umgang der nach SOLAS vorgeschriebenen Ausrüstung vertraut gemacht. Vorbereitende theoretische und praktische Trainings werden vorhandene Kenntnisse aufgefrischt und um die Besonderheiten der polaren Umgebung ergänzt. Anschließend werden diese Erfahrungen im Rahmen einer 48h Übung unter realistischen Bedingungen in der Wildnis Spitzbergens geübt um den Teilnehmer Handlungssicherheit für seine Tätigkeit in Extremsituationen zu schaffen. Hierbei wird der bevorstehende Untergang des Schiffes, die Evakuierung und das anschließende Überleben an Land / auf See Eis geübt und mit der Bergung durch SAR Schiffe & Abwinschen durch Hubschrauber beendet. Teilnehmende Reedereien erhalten nach Abschluss des Kurses ein Workbook mit den entsprechenden Handlungsanweisungen für den Notfall.

Für wen ist die Reise geeignet

Schwierigkeit

1.5

Anforderung

Kondition
Ernsthaftigkeit

Das SAR Training erfordert von allen Teilnehmern die Bereitschaft, sich physisch und psychisch zu belasten und eigene Grenzen zu überwinden. Teamwork und Kameradschaft sind ein unerlässliches Mittel zum Erfolg des Kurses. Während der 48h Übung befindet sich jeder Teilnehmer unter Nutzung seiner SOLAS Ausrüstung in polarer Umgebung mit entsprechenden Temperaturen z.T. deutlich unter dem Gefrierpunkt. Er wird mit den Gefahren von Unterkühlung, Wind, Kälte und eventuellen Eisbären konfrontiert und muss unter diesen Bedingungen noch handlungs- und ggf. führungsfähig sein.

Reiseablauf

Tourbeginn:

09.00 Uhr Treffpunkt mit dem Bergführer ist am Flughafen Longyearbyen / Ausgang aus dem Sicherheitsbereich

Tourende:

09.00 Uhr Treffpunkt mit dem Bergführer ist am Flughafen Longyearbyen / Ausgang aus dem Sicherheitsbereich

1. Tag – Longyearbyen

Begrüßung und Abholung am Flughafen entsprechend der gewählten Flugverbindung. Vorstellung des Kursablaufs und erste Praxisworkshops zu den Themen

PolarcodeSchutz vor PolarbärenPersönlicher Umgang mit ExtremsituationenSchutz vor UnterkühlungErste Hilfe bei UnterkühlungDas SAR System

Abendessen im Hotel

2. Tag – Raum Longyearbyen

Gemeinsames Frühstück und anschließende ganztägige Praxisworkshops zu den Themen

Die Rettungsausrüstung nach SOLASSinnvolle Ergänzungsmöglichkeiten der AusrüstungWiederholung Umgang mit den bordeigenen RettungsmittelnKaltwassertrainingHelitrainingSchießtraining

Abendessen im Hotel

3. Tag – Vorbereitung 48h Übung | Beginn 48h Übung

Am Vormittag erfolgt die Vorbereitung der Ausrüstung für die 48h Übung. Anschließend verlegen wir mit dem Schiff in den Raum der Area 10 ( je nach Bedingungen ) und starten mit der 48h Übung. Diese beinhaltet:

Vorbereiten der Rettungsausrüstung und Verlassen des Schiffs mittels RettungsinselnNutzen der gem. SOLAS vorhandenen AusrüstungSuche eines geeigneten Platzes zum Überleben an Land | Auf dem Packeis von SeeAnlanden und Sichern des Anlandeplatzes gegen PolarbärenUmgang mit PassagierenOrganisation des PlatzesArbeiten mit dem SchichtplanUmgang mit Stress und PanikAufgabenverteilung im TeamZubereiten von VerpflegungUmgang mit Stress und PanikKontaktaufnahme mit SARErste Hilfe MaßnahmenVerschiedene Szenarien

4. Tag – 48h Übung

Überleben an Land | Auf dem PackeisNutzen der gem. SOLAS vorhandenen AusrüstungSchutz vor PolarbärenOrganisation des PlatzesArbeiten mit dem SchichtplanZubereiten von VerpflegungUmgang mit Stress und PanikKontaktaufnahme mit SARKoordination und AufgabenverteilungErste Hilfe MaßnahmenVerschiedene Szenarien

5. Tag – Ende 48h Übung | Rückverlegung

Überleben an Land | Auf dem PackeisNutzen der gem. SOLAS vorhandenen AusrüstungSchutz vor PolarbärenOrganisation des PlatzesArbeiten mit dem SchichtplanUmgang mit Stress und PanikKoordination und AufgabenverteilungKontaktaufnahme mit SARNotsignalmittelAufnahme durch Rettungsboot

Rückverlegung nach Longyearbyen mit Schiff und Beendigung der Übung. Nachbesprechung. Abendessen und Übernachtung im Hotel.

6. Tag – Reservetag

Dieser Tag steht als Reservetag zur Verfügung um auf unvorhergesehene Wetterereignisse zu reagieren. Im Falle einer planmäßigen Durchführung nutzen wir den Tag für ein zusätzliches Schießtraining und widmen uns nochmals Themen zum Crewmanagement und zur Wiederholung einzelner Ausbildungsabschnitte.

7. Tag – Abreise

Verabschiedung und Rückreise

Das folgende Programm stellt den geplanten Ablauf dar ohne diesen zu garantieren. Aufgrund der Wetterbedingungen kann es vor Ort zu Änderungen im Tages-Gesamtablauf kommen.

Highlights auf dieser Reise

Sonstige

Longyearbyen

Longyearbyen ist mit rund 2.000 Einwohnern der größte Ort Spitzbergens und das Verwaltungszentrum der arktischen Inselgruppe. Die nördlichste Siedlung der Welt dient als Ausgangspunkt für Polarexpeditionen und Skitouren in die unberührte Arktis.

Dorf 7 m

Ny-Ålesund

Ny-Ålesund liegt auf 78° 55' N und ist die nördlichste dauerhaft bewohnte Forschungsstation der Welt. Die internationale Einrichtung beherbergt 18 Forschungsinstitute aus 11 Ländern auf der Brøgger-Halbinsel am Kongsfjord. Von hier starteten historische Polarexpeditionen zum Nordpol.

Gletscher

Königsbergbreen

Der Königsbergbreen ist ein 7,5 km langer Gletscher auf Spitzbergen und östlicher Ausläufer der größeren Nordmannsfonna. Der 17 km² große Gletscher fließt südostwärts durch das Sabine Land zur Mohnbukta am Storfjorden.

Gipfel 1.713 m

Newtontoppen

Der Newtontoppen erhebt sich mit 1.713 m als höchster Gipfel des Svalbard-Archipels im Atomfjella-Gebiet. Der nach Isaac Newton benannte Gipfel ist Ziel anspruchsvoller Skiexpeditionen durch die polare Hochgebirgslandschaft.

Dorf 30 m

Pyramiden

Pyramiden ist eine 1998 stillgelegte sowjetische Kohlesiedlung auf Spitzbergen, benannt nach dem gleichnamigen pyramidenförmigen Berg (939 m). Die Geisterstadt liegt am Billefjorden und dient heute als Touristenattraktion mit renoviertem Hotel.

Bucht

Grønfjorden

Der Grønfjorden erstreckt sich 16 km lang im westlichen Nordenskiöld Land auf Spitzbergen. Der Fjord wurde 1610 vom englischen Entdecker Jonas Poole als "Green Harbour" benannt. An seinem Ostufer liegt Barentsburg, die zweitgrößte Siedlung der Inselgruppe.

Bucht

Ymerbukta

Ymerbukta ist eine etwa 6 km lange Bucht an der Nordseite des Isfjords auf Spitzbergen. Der Esmarkbreen mündet hier als kalbender Gezeitengletscher ins Meer. Die Bucht liegt westlich von Longyearbyen und ist durch die Bergkette Värmlandryggen von der benachbarten Trygghamna getrennt.

Bucht

Mohnbukta

Die Mohnbukta ist eine 3 km breite Bucht an der Nordwestseite des Storfjordens in Sabine Land auf Spitzbergen. Sie wird im Norden vom Teistberget und im Süden vom Kroghfjellet begrenzt. In der Bucht mündet der Hayesbreen-Gletscher ins Meer.

Gipfel 849 m

Protektorfjellet

Der Protektorfjellet erhebt sich auf 849 m im Oscar II Land auf Spitzbergen. Der Gipfel bietet eine der klassischen Skitourenrouten der Arktis mit flexibler Routenwahl je nach Schnee- und Eisverhältnissen. Vom Gipfel eröffnet sich ein Panorama über Gletscher, Fjorde und die endlose arktische Weite.

Gipfel 617 m

Alkhornet

Der Alkhornet erhebt sich 617 m an der Westküste Spitzbergens im südlichen Oscar II Land. Der markante Felsen steht am Eingang zum Isfjorden nahe der Bucht Trygghamna. Seine Klippen beherbergen etwa 10.000 Brutpaare von Seevögeln.

Gipfel 850 m

Trollsteinen

Der Trollsteinen erhebt sich auf 850 m über Longyearbyen und ist ein markanter Skitourenberg auf Spitzbergen. Eine charakteristische Felsformation krönt den Gipfel und verleiht ihm seinen Namen. Der Normalweg führt über den Larsbreen-Gletscher zum aussichtsreichen Gipfel.

Gletscher

Tunabreen

Der Tunabreen ist ein Gletscher auf Spitzbergen zwischen Sabine Land und Bünsow Land. Er entspringt am Lomonosovfonna und mündet am innersten Punkt des Tempelfjord. Die Gletscherfront bildet eine markante Landmarke für Polarexpeditionen.