Bergwanderungen

Sellrain Durchquerung | Stubaier Alpen

Wandern auf der Sellrain Durchquerung

Erlebe eine eindrucksvolle Durchquerung in den Stubaier Alpen. Nur wenige Kilometer von Innsbruck entfernt liegt eine der ursprünglichsten Bergregionen Tirols: das Sellrain. Eingebettet zwischen Inntal, Ötztal sowie dem Stubai- und Wipptal erstreckt sich hier eine stille, kraftvolle Berglandschaft, die tief in die Stubaier Alpen hineinführt. Die Tour ist ideal für alle, die eine mehrtägige, geführte Hüttenwanderung in Tirol suchen.

In vier abwechslungsreichen Etappen überqueren wir aussichtsreiche Pässe, wandern durch stille Hochtäler und übernachten in gemütlichen Alpenvereinshütten. Unsere Wanderung beginnt hoch im Sellrain am Längental-Speicher bei der Dortmunder Hütte. Sobald wir das Skigebiet in Kühtai hinter uns gelassen haben, tauchen wir ein in die unberührte Natur des Naturparks Ötztal. In den folgenden Tagen durchwandern wir diese eindrucksvolle Bergwelt und genießen die imposanten 3.000er, die uns auf Schritt und Tritt umgeben.

Reiseablauf

Tourbeginn:

08.00 Uhr Vor der Dortmunder Hütte

Tourende:

15.00 Uhr Vor der Dortmunder Hütte

1. Tag – Aufstieg von Kühtai zur Schweinfurter Hütte

Von Kühtai aus, starten wir früh in den Tag. Unsere Route führt uns zunächst am beeindruckenden Finstertaler Speicher entlang, während wir stetig Richtung Talende aufsteigen. Das Gelände wird Schritt für Schritt steiler, bis wir schließlich die Finstertaler Scharte auf 2.777 m erreichen. Den höchsten Punkt der heutigen Etappe. Nach einer wohlverdienten Rast genießen wir den Ausblick auf die umliegende Bergwelt, bevor wir den Abstieg antreten. Der Weg führt uns hinunter zu unserem heutigen Etappenziel, der Schweinfurter Hütte (2.028 m), wo wir den ersten Tag der Sellrain-Durchquerung gemütlich ausklingen lassen.

Auf- und Abstieg:

950 hm

Gehzeit

7 h

2. Tag – Aufstieg zum Gleirschjöchl und Abstieg ins Zwieselbachtal

Der zweite Abschnitt führt zunächst ins Zwieselbachtal, bevor wir Richtung Gleirschjöchl abzweigen. Der Anstieg wird zunehmend anspruchsvoller, bis wir auf 2.751 Metern den Übergang erreichen. Während einer Pause bietet sich ein eindrucksvoller Ausblick über das gesamte Sellrain. Im Anschluss wandern wir über abwechslungsreiche Wege hinab zu unserem Tagesziel, der Pforzheimer Hütte, die wir am Nachmittag erreichen.

Auf- und Abstieg:

730 hm

Gehzeit

5 h

3. Tag – Lampsenspitze (2.876 m) und Satteljoch

Von der Hütte weg führt unsere Route ostwärts auf das Satteljoch, das auf 2.735 Metern einen aussichtsreichen Übergang bildet. Von dort steigen wir weiter zur Lampsenspitze, dem 2.876 Meter hohen Gipfel des Tages und zugleich höchstem Punkt der gesamten Durchquerung. Nach einer Rast am Gipfel beginnt der Abstieg durch vielfältiges Gelände, der uns direkt zum Alpengasthof Praxmar führt. Auf der Sonnenterrasse können wir schließlich den Abend und den Sonnenuntergang in entspannter Atmosphäre genießen.

Auf- und Abstieg:

690 hm

Gehzeit

6 h

4. Tag – Über die Freihut zurück nach Kühtai

Die Abschlussetappe führt zunächst bergauf zur Freihut, einem 2.625 Meter hohen Aussichtsgipfel hoch über Gries und St. Siegmund. Nach einer letzten Panoramasicht beginnt der Abstieg ins Tal nach St. Siegmund. Von dort bringt uns der Bus bequem zurück nach Kühtai, wo unsere Sellrain-Durchquerung ihren Abschluss findet.

Auf- und Abstieg:

950 hm

Gehzeit

6 h

Highlights auf dieser Reise

Dorf 1.569 m

Gries

Gries liegt auf 1.569 m im Sulztal, einem Seitental des Ötztals in den Stubaier Alpen. Das Bergdorf dient als Ausgangspunkt für Skitouren zur Amberger Hütte und Wanderungen zur Freihut. Die Kaplaneikirche Maria Hilf aus dem Jahr 1655 beherbergte im Zweiten Weltkrieg das originale Cranach-Gemälde aus dem Innsbrucker Dom.

Gipfel 3.235 m

Hoher Seeblaskogel

Der Hohe Seeblaskogel erhebt sich auf 3.235 m zwischen Winnebachjoch und Bachfallenscharte in den Stubaier Alpen. Das eigenständige Bergmassiv liegt zwischen drei Gletschern und bietet ausgesetzte Kletterei am Ostgrat. Der Berg beherrscht das gesamte Sellraintal mit weitreichender Gipfelaussicht.

Dorf 2.017 m

Kühtai

Das Kühtai liegt auf 2.017 m am Kühtaisattel zwischen Nedertal und Sellraintal in den Stubaier Alpen. Der Ort zählt zu den höchstgelegenen Wintersportorten Österreichs. Erreichbar über die Sellraintalstraße aus dem Inntal oder die Kühtaistraße aus dem Ötztal.

Gipfel 3.182 m

Winnebacher Weißkogel

Der Winnebacher Weißkogel erhebt sich auf 3.182 m in den Stubaier Alpen an der österreichisch-italienischen Grenze. Der Berg gilt als klassischer Skitourengipfel mit moderatem technischem Anspruch. Vom Winnebachjoch führt der heutige Normalweg über den Südostkamm im Schwierigkeitsgrad I zum Gipfel.

Gipfel 3.348 m

Windacher Daunkogel

Der Windacher Daunkogel erhebt sich auf 3.348 m in den Stubaier Alpen an der österreichisch-italienischen Grenze. Der vollständig vergletscherte Berg liegt im Gebiet Hochstubai zwischen Sulztalferner, Warenkarferner und Wütenkarferner. Der Normalweg führt von der Hochstubaihütte über den Wütenkarferner zur Warenkarscharte und den Südwestgrat.

Gipfel 2.875 m

Lampsenspitze

Die Lampsenspitze erhebt sich mit 2.875 m in den nördlichen Stubaier Alpen über dem Sellrain. Der Gipfel gilt als beliebter Skitourenberg mit relativ lawinensicherer Route von Praxmar. Ein Tourenlehrpfad informiert über Tourenplanung und Lawineneinschätzung.

Gipfel 2.631 m

Egesengrat

Der Egesengrat erhebt sich auf 2.631 m in den Stubaier Alpen nahe dem Stubaier Gletscher. Der aussichtsreiche Gipfel ist Endpunkt des anspruchsvollen Fernau Klettersteigs. Vom Gipfel überblickt man das gesamte Stubaier Gletschergebiet.

Gipfel 3.474 m

Ruderhofspitze

Die Ruderhofspitze erhebt sich mit 3.474 m als vierthöchster Berg der Stubaier Alpen. Der dominante Gipfel zählt zu den meistbegangenen Bergen des Stubai und sendet nach Osten den fast zwei Kilometer langen Grawawand-Grat aus.

Sattel 2.846 m

Windachscharte

Die Windachscharte liegt auf 2.846 m an der österreichisch-italienischen Grenze in den Stubaier Alpen. Der Pass verbindet das steinige Windachtal mit der grünen Südalpenseite und markiert den Übergang nach Südtirol. Historisch diente die Scharte als Schmugglerpfad bei Alpenüberquerungen.

Sattel 2.650 m

Schneebergscharte

Die Schneebergscharte liegt auf 2.650 m zwischen Ridnauntal und Passeiertal. Der Pass verbindet als historischer Übergang die österreichischen Stubaier Alpen mit Südtirol. Das historische Bergbaugebiet Schneeberg mit seinen Stollen und Bergwerksrelikten prägt die Umgebung.

Stadt 937 m

Fulpmes

Fulpmes liegt auf 937 m im mittleren Stubaital und bildet das Zentrum der traditionellen Stubaier Werkzeugindustrie. Der Marktort dient als strategischer Ausgangspunkt für Klettersteige und Skitouren in den Stubaier Alpen. Von hier erschließt die Schlick2000-Gondel das gleichnamige Skigebiet mit alpinen Übungsanlagen.

Sonstige

Stubaier Gletscher

Der Stubaier Gletscher erstreckt sich zwischen 1.695 m und 3.170 m Höhe in den Stubaier Alpen nordöstlich der Stubaier Wildspitze. Das Gletscherskigebiet umfasst fünf Gletscher: Daunferner, Eisjochferner, Gaiskarferner, Fernauferner und Windachferner. Von Oktober bis Juni gilt das Gebiet als schneesicher.