Skitouren

Skitouren auf der Potsdamer Hütte

Mittelschwere Skitouren von einer kleinen aber feinen Hütte im Tourengebiet 

Die ambitioniert geführte Potsdamer Hütte liegt mitten in einem abwechslungsreichen Tourengebiet in dem als schneesicher bekannten Sellrain. Das Gebiet liegt nahe an Innsbruck und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen. Dennoch ist das "Fotscher Tal" um die Potsdamer Hütte noch nicht überlaufen. Im Süden begrenzen die schroffen Stubaier Berge das eher sanfte Tourengebiet. Mit der Skitour auf den "Roten Kogel" haben wir eine Tour in Programm, die lange Zeit als die schönste Skitour Tirols galt. Mit etlichen weiteren Gipfeln ist hier ein vielfältiges Skiourenwochenende garantiert. Die Aussicht von den Gipfeln reicht weit in den Alpenhauptkamm und zurück nach norden ins Karwendel.      

 

Reiseablauf

Tourbeginn:

10.30 Uhr Waldparkplatz Eisbrücke

Tourende:

17.00 Uhr Waldparkplatz Eisbrücke

1. Tag – Aufstieg zur Potsdamer Hütte und Auffrischung LVS

Wir treffen uns am späten Vormittag am Parkplatz Eisbrücke. Von hier aus starten wir direkt unseren Aufstieg zur Potsdamer Hütte. Der Weg führt einfach auf einem Forstweg durch das Fotscher Tal. Rechts von uns erspähen wir schon das Fotscher Windegg (2577 m) - ein mögliches Ziel für den letzten Tag. Nach gut zwei Stunden ist die Seealm erreicht. Die Potsdamer Hütte ist schon in Sicht. Ein paar Höhenmeter steigen wir noch auf und richten uns auf der urigen Hütte ein. In direkter Umgebung der Unterkunft frischen wir unsere Kenntnisse in der Verschüttetensuche auf.

Auf- und Abstieg:

900 hm

Gehzeit

3 h

2. Tag – Die "schönste Skitour Tirols": Der Rote Kogel (2.834 m)

Ob es nun wirklich die schönste Skitour Tirols ist, sei dahingestellt. Unser heutiges Ziel gehört aber sicher zu den beliebtesten der direkten Hüttenumgebung. Direkt von der Hütte weg überwinden wir zuerst eine steilere Stufe. Nun erreichen wir die sanft geneigten Hänge der Schafalm und der Rote Kogel ist schon zu sehen. Kurz vor Schluss wird die Route nochmals etwas steiler und bald stehen wir auf dem meist abgeblasenen Gipfel. Hier reicht die Sicht von den Kalkkögel hinein in die Stubaier Alpen und das Tourengebiet von Lüsens. Die Abfahrt wählen wir nach Lust und Laune, immer den besten Schnee suchend, direkt zur Hütte zurück.

Auf- und Abstieg:

950 hm

Gehzeit

4-5 h

3. Tag – Der versteckte Gipfel: Auf den Wildkopf (2.720 m)

Zusammen mit der Hohen Villerspitze (3092 m) bildet der Wildkopf den Talabschluß des Fotscher Tals und bietet einen herrlichen Blick hinüber in das Gebiet um die Franz Senn Hütte. Doch dieser muss sich mit einer etwas längeren Gehstrecke erarbeitet werden. Eine kurze Abfahrt bringt und von der Hütte ins Tal, dann beginnt der Anstieg zum Wildkopf. Wir streifen den ehemaligen Gletscher unter der Villerspitze und erreichen ein sanftes Nordkar, das uns zum zurück gesetzten Gipfel führt. Die letzten 150 Höhenmeter bewältigen wir meist ohne Ski in leichtem Blockgelände. Genauso geht es zurück und im idealen Skigelände bis in den Talgrund. Nur schade, dass jetzt noch der kurze Schlussanstieg zur Hütte folgen muss. Die Brotzeit will verdient sein.

Auf- und Abstieg:

1000 hm

Gehzeit

5-6 h

4. Tag – Über das Fotscher Windegg (2.577 m) zurück zum Parkplatz

Am letzten Tag gehen wir das Fotscher Windegg an. Der Berg liegt praktisch über unserem Parkplatz und mit etwas Glück können wir bis zu den Fahrzeugen schwingen. Wir überwinden die uns schon bekannte Steilstufe hinter der Hütte und wenden uns auf sanft geneigtem Almgelände dem Windegg im Nordosten zu. Dazu durchqueren wir die Mulde zwischen dem Schellenberg (2.100 m) und dem Wenten (2.641 m): Dann haben wir den Gipfelhang vor uns. Jetzt reicht die Aussicht hinein in die Nordkette und bis nach Innsbruck. Die Abfahrt folgt nun nordseitig über die Sattelalm direkt zum Parkplatz.

Auf- und Abstieg:

1000 hm

Gehzeit

5 h

Highlights auf dieser Reise

Dorf 1.569 m

Gries

Gries liegt auf 1.569 m im Sulztal, einem Seitental des Ötztals in den Stubaier Alpen. Das Bergdorf dient als Ausgangspunkt für Skitouren zur Amberger Hütte und Wanderungen zur Freihut. Die Kaplaneikirche Maria Hilf aus dem Jahr 1655 beherbergte im Zweiten Weltkrieg das originale Cranach-Gemälde aus dem Innsbrucker Dom.

Gipfel 3.235 m

Hoher Seeblaskogel

Der Hohe Seeblaskogel erhebt sich auf 3.235 m zwischen Winnebachjoch und Bachfallenscharte in den Stubaier Alpen. Das eigenständige Bergmassiv liegt zwischen drei Gletschern und bietet ausgesetzte Kletterei am Ostgrat. Der Berg beherrscht das gesamte Sellraintal mit weitreichender Gipfelaussicht.

Dorf 2.017 m

Kühtai

Das Kühtai liegt auf 2.017 m am Kühtaisattel zwischen Nedertal und Sellraintal in den Stubaier Alpen. Der Ort zählt zu den höchstgelegenen Wintersportorten Österreichs. Erreichbar über die Sellraintalstraße aus dem Inntal oder die Kühtaistraße aus dem Ötztal.

Gipfel 3.182 m

Winnebacher Weißkogel

Der Winnebacher Weißkogel erhebt sich auf 3.182 m in den Stubaier Alpen an der österreichisch-italienischen Grenze. Der Berg gilt als klassischer Skitourengipfel mit moderatem technischem Anspruch. Vom Winnebachjoch führt der heutige Normalweg über den Südostkamm im Schwierigkeitsgrad I zum Gipfel.

Gipfel 3.348 m

Windacher Daunkogel

Der Windacher Daunkogel erhebt sich auf 3.348 m in den Stubaier Alpen an der österreichisch-italienischen Grenze. Der vollständig vergletscherte Berg liegt im Gebiet Hochstubai zwischen Sulztalferner, Warenkarferner und Wütenkarferner. Der Normalweg führt von der Hochstubaihütte über den Wütenkarferner zur Warenkarscharte und den Südwestgrat.

Gipfel 2.875 m

Lampsenspitze

Die Lampsenspitze erhebt sich mit 2.875 m in den nördlichen Stubaier Alpen über dem Sellrain. Der Gipfel gilt als beliebter Skitourenberg mit relativ lawinensicherer Route von Praxmar. Ein Tourenlehrpfad informiert über Tourenplanung und Lawineneinschätzung.

Gipfel 2.631 m

Egesengrat

Der Egesengrat erhebt sich auf 2.631 m in den Stubaier Alpen nahe dem Stubaier Gletscher. Der aussichtsreiche Gipfel ist Endpunkt des anspruchsvollen Fernau Klettersteigs. Vom Gipfel überblickt man das gesamte Stubaier Gletschergebiet.

Gipfel 3.474 m

Ruderhofspitze

Die Ruderhofspitze erhebt sich mit 3.474 m als vierthöchster Berg der Stubaier Alpen. Der dominante Gipfel zählt zu den meistbegangenen Bergen des Stubai und sendet nach Osten den fast zwei Kilometer langen Grawawand-Grat aus.

Sattel 2.846 m

Windachscharte

Die Windachscharte liegt auf 2.846 m an der österreichisch-italienischen Grenze in den Stubaier Alpen. Der Pass verbindet das steinige Windachtal mit der grünen Südalpenseite und markiert den Übergang nach Südtirol. Historisch diente die Scharte als Schmugglerpfad bei Alpenüberquerungen.

Sattel 2.650 m

Schneebergscharte

Die Schneebergscharte liegt auf 2.650 m zwischen Ridnauntal und Passeiertal. Der Pass verbindet als historischer Übergang die österreichischen Stubaier Alpen mit Südtirol. Das historische Bergbaugebiet Schneeberg mit seinen Stollen und Bergwerksrelikten prägt die Umgebung.

Stadt 937 m

Fulpmes

Fulpmes liegt auf 937 m im mittleren Stubaital und bildet das Zentrum der traditionellen Stubaier Werkzeugindustrie. Der Marktort dient als strategischer Ausgangspunkt für Klettersteige und Skitouren in den Stubaier Alpen. Von hier erschließt die Schlick2000-Gondel das gleichnamige Skigebiet mit alpinen Übungsanlagen.

Sonstige

Stubaier Gletscher

Der Stubaier Gletscher erstreckt sich zwischen 1.695 m und 3.170 m Höhe in den Stubaier Alpen nordöstlich der Stubaier Wildspitze. Das Gletscherskigebiet umfasst fünf Gletscher: Daunferner, Eisjochferner, Gaiskarferner, Fernauferner und Windachferner. Von Oktober bis Juni gilt das Gebiet als schneesicher.