Skitouren für Aufsteiger rund um die Amberger Hütte
Einfache Skihochtouren auf der gemütlichen und gut geführten Amberger Hütte
Mit den Skihochtouren für Aufsteiger sind wir auf der Amberger Hütte in einem idealen Gelände unterwegs. Hier vertiefen wir unsere Routine im Hochtourengehen mit Ski. Die Aufstiege zu den Gipfeln sind angenehm kurz und bieten wunderschöne, übersichtliche Tagestouren. Zudem sind die Gletscher in dieser Region nicht allzu anspruchsvoll, was optimale Bedingungen für Einsteiger schafft.
Reiseablauf
Reiseablauf
Tourbeginn:
11.00 Uhr Parkplatz Amberger Hütte am Ortsende von Gries
Tourende:
17.00 Uhr Parkplatz Amberger Hütte am Ortsende von Gries
1. Tag – Aufstieg zur Amberger Hütte (2.133 m) mit Übungen zur Spaltenbergung
Nach einem kurzen Materialcheck geht es schon los. Auf einem gut gespurten Fahrweg steigen wir zur Amberger Hütte (2.1353m) hoch. Der Weg im Sulztal wird gerne auch als Rodelbahn benutzt und stellt uns auf den kommenden zwei Stunden vor keinerlei Herausforderung. Gemütlich können wir uns auf die kommenden Tage einstimmen. Ist die Hintere Sulztalalm erreicht, sind es nur noch ein paar Minuten bis zur Hütte. Diese liegt versteckt hinter einem Minigipfel - dem Sulzbichl (2.176 m). Den nehmen wir noch kurz mit und haben hier einen schönen Überblick über die Hütte und das hintere Sulztal. Nach dem Einchecken bleibt uns noch etwas Zeit, um in der Hüttenumgebung die Grundlagen der Spaltenbergung zu üben.
Auf- und Abstieg:
700 hm
Gehzeit
2-3 h
2. Tag – Die Überschreitung des Hinteren Daunkopf (3.225 m)
Der Hintere Daunkopf wird gerne auch als Abstecher vom Stubaier Skigebiet bestiegen. Ganz anders ist unsere einsamere Route über großartige Gletscherflächen. Von der Hütte starten wir in das flache Sulztal und laufen uns warm, der mächtige Schrankogel mit fast 3.500 Metern Höhe liegt links von uns. Auf etwa 2800 Metern erreichen wir den sanften Sulztalferner. Über den Gletscher ziehen wir nun einen weit ausgreifenden Linksbogen, und umgehen so die Spaltenzone. Im Blick haben wir bald den einzigen Durchschlupf zum Daunkopf: das Daunjoch (3.097 m). Für ein kurzes Stück müssen wir hier meist die Ski abschnallen. Dann erreichen wir den Gipfel. Neben der herrlichen Aussicht, bietet sich uns der Blick auf die bevorstehende Abfahrt. Im nördlich ausgerichteten Bockkar mit dem harmlosen Gletscher finden wir noch häufig gute Schneeverhältnisse unter unseren Tourenskiern.
Auf- und Abstieg:
1200 hm
Gehzeit
5-6 h
3. Tag – Zur Aussichtsplattform, dem Schrankarkogel (3.327 m)
Wenn es einen idealen Skitourengletscher gibt, dann den sanft geneigten Schwarzenbergferner. Von drei Tourengipfeln wir er umrahmt. Wir schnappen uns den einfachsten des Dreigestirns: Den Schrankarkogel. Ihn kann man in der Regel komplett mit Ski besteigen. Von der Hütte geht es schnell hinauf nach Osten. Wir kommen dem Schrankogel ziemlich nahe, werden ihn aber nicht besteigen, denn oft versperrt eine mächtige Wächte den Weg zum Gipfel. Auf 2900 Meter erreichen wir dann den Schwarzenbergferner. Eventuell müssen wir hier das Seil anlegen, bevor es nach Nordwesten direkt zum Schrankarkogel geht. Mit wenigen Spitzkehren erreichen wir den Gipfel. Die Sicht reicht hinüber in das Tourengebiet der Franz Senn Hütte mit dem Hinteren Wilden Turm (3.294 m). Für die Abfahrt haben wir genügend Platz in dem riesigen Gletscherbecken und auf der Hütte warten dann Lydia und Serafin mit einem guten Kuchen auf uns.
Auf- und Abstieg:
1200 hm
Gehzeit
5 h
4. Tag – Der Hüttenklassiker die Kuhscheibe (3.190 m)
Zum Finale unserer Tourentage haben wir uns den Klassiker an der Amberger Hütte aufgehoben: Die Kuhscheibe (3.190 m). Der Name der Gipfels klingt nicht sonderlich attraktiv. Doch das täuscht. Eine herrliche hochalpine Landschaft und ein spannender Schlussanstieg machen die Skihochtour auf den Gipfel zu einer Paradetour in der direkten Hüttenumgebung. Ein kurzes Stück gehen wir wieder die obligatorische Strecke in das Sulztal hinein. Bald schwenken wir nach Westen in Richtung Jägerstein und das Rosskar. Die Osthänge unter dem Roten Kogel (3.037 m) bieten meist gute Schneeverhältnisse. In Sichtweite des Atterkarjöchels wenden wir uns nach Süden. Es folgen kurze Stellen bei denen wir die Spitzkehrentechnik benötigen. Kurz unter dem Gipfel tauschen wir die Ski gegen die Steigeisen und mit einer kurzen unschwierigen Kletterei erreichen wir den Gipfel. Ein letzte Blick auf die umliegenden Gipfel des Ötztales, dann geht es entlang des Aufstieges zurück zur Amberger Hütte. Hier schnappen wir das restliche Gepäck, stärken uns nochmals und dann fahren wir auf der Radtrackspur zurück nach Gries.
Auf- und Abstieg:
1060 hm
Gehzeit
5-6 h