Skitouren

Skitouren für 3.000er Sammler auf der Brancahütte

Skitouren in der Lombardei | Veltlin

Die Brancahütte ist für Skialpinisten der Ort an dem zahlreiche Superlative aufeinandertreffen. Zunächst ist sie relativ leicht erreichbar. Die Lage selbst ist ein Gedicht. Umrahmt von zahlreichen Dreitausendern bildet unser Stützpunkt das Eingangstor für unzählige Skihochtouren im Fornikessel. Die von uns anvisierten Gipfel stellen daher nur eine Auswahl an Tourenmöglichkeiten dar. Berühmt ist auch das südliche Flair, gepaart mit einer außergewöhnlichen Gastfreundschaft und hervorragender lobardischer Küche. Wenn es draußen nicht so schön wäre, würde man die Hütte gar nicht verlassen.

Für wen ist die Reise geeignet

  • • Anstieg mit Steigeisen / Klettern UIAA II

Schwierigkeit

3.5

Anforderung

Kondition
Ernsthaftigkeit

Reiseablauf

Tourbeginn:

14.00 Uhr Im Cafe Santa Catherina in Valfurva

Tourende:

15.00 Uhr Im Cafe Santa Catherina in Valfurva

1. Tag – Anreise und Aufstieg zur Brancahütte (2.493 m)

Am frühen Nachmittag treffen wir uns im Café in Santa Caterina in Valfurva. Gemeinsam fahren wir weiter über eine kleine Bergstraße zur Fornihütte. Von hier können wir bei guter Schneelage das Gepäck mit Skidoo auf die Hütte transportieren lassen. Mit Ski steigen wir weiter auf zur Brancahütte, wo uns die Hüttenwirte bereits erwarten. In der gemütlichen Gaststube oder an der Bar besprechen wir die kommenden Tage. Sollte noch Zeit sein, dann unternehmen wir eine kleine Skitour in Richtung des Monte Pasquale, um zumindest eine erste Abfahrt einzuheimsen. Am Abend genießen wir zum ersten Mal die italienische Küche und lassen uns bei einem guten Glas Wein überraschen, was auf den Tisch kommt.

Auf- und Abstieg:

310 hm

Gehzeit

1 h

2. Tag – Skitour auf den Monte Pasquale (3.553 m)

Zum Einstieg suchen wir uns mit dem Monte Pasquale die kürzeste Skitour des Gebiets aus. Direkt hinter der Brancahütte ziehen wir die Felle auf und steigen über das Val di Rosole südwestseitig zunächst steil und dann flacher mit einer letzten steilen Passage zum Sattel zwischen Monte Pasquale und dem gegenüberliegenden Cevedale (3.769 m). Steigeisen und Pickel kommen hier auf den letzten Metern zum Einsatz. Die letzten 150 Hm führen unschwierig zur weißen Kuppe des Gipfels. Von hier erhebt sich nun gleich gegenüber die Königsspitze / Gran Cebru, mit 3.859 m der zweithöchste Gipfel der Ortlergruppe. Auf der anderen Seite zeichnen die Gipfel des Forno Kessels das Panorama und vermitteln uns Vorfreude auf die kommenden Tage. Eine traumhafte Abfahrt führt uns mit einer hohen Chance auf Firn zurück zur Brancahütte.

Auf- und Abstieg:

1050 hm

Gehzeit

4-5 h

3. Tag – Skitour auf die Punta San Mateo (3.679 m)

Heute wenden wir uns den nord- und ostseitigen Hängen der Punta San Mateo zu. Von der Hütte fahren wir zunächst am See vorbei etwas ab und ziehen dann die Felle auf. Diese Passage begleitet uns die nächsten Tage noch öfters. Nun ziehen wir unsere Spur über "Le Guglie" (benannt nach den Türmchen des Mailänder Doms) hinauf zum Fornigletscher und flach weiter bis in die Flanke des Berges auf 2.900 m. Gewaltige und eindrückliche Hängegletscher begleiten uns auf dem weiteren Anstieg über den rampenartigen Gletscherhang. Die nun folgende Steilstufe hat es mit 40° noch einmal in sich. Unser Bergführer sichert diese bei Bedarf zusätzlich ab, so dass sie mit Steigeisen und Pickel gut überwunden werden kann. Die letzten Meter sind wieder gemütlich bis zum Gipfel. Von hier genießen wir den Blick in die Presanella - Adamello Bergregion. Die Abfahrt führt über die Aufstiegsstrecke wieder zurück zur Hütte und dürfte neben konzentriertem Fahren sicher auch mit einer hohen Chance auf Pulverschnee aufwarten. Das frisch gezapfte Bier auf der Brancahütte haben wir uns verdient.

Auf- und Abstieg:

1280 hm

Gehzeit

5 h

4. Tag – Skitour auf den Palon de la Mare (3.703 m)

Mit Ski den Palon della Mare zu erreichen, bedeutet den zweithöchsten Punkt des gesamten Trentino zu erobern. Von der Hütte geht es zunächst wieder nach Südwesten zum Gletscher. Nun biegen wir links ab und steigen über eine sehr große Steilmulde und einen Gletscherhang hinauf bis zum Plateau, das uns anschließend zum Gratrücken des Palon de la Mare führt. Die Abfahrt von hier oben gehört bei guten Bedingungen sicher zum Besten, was man im gesamten Fornikessel erleben kann. Auf der Terrasse der Brancahütte lassen wir den Tag ausklingen und genießen ein weiteres herrliches Abendessen. Wer weiß, vielleicht gibt es ja Fisch auf 2.493 m.

Auf- und Abstieg:

1200 hm

Gehzeit

5 h

5. Tag – Skitour auf die Cima de Pejo (3.549 m)

Die Cima de Pejo gehört zu den wahren Schmankerln im Gebiet und gleichzeitig ist sie eher entlegen und wird weniger begangen. Je nach Bedingungen wählen wir einen der zwei besten Aufstiege zum Gipfel. Von der Hütte folgen wir zunächst der Aufstiegsroute zum Palon de la Mare und biegen auf dem Gletscher rechts ab. Eine kleine Steilrampe führt uns auf das Gletscherplateau des Monte Vioz. Dieses queren wir bis zum Fornigletscher und steigen über diesen mit einer weiteren Steilstufe aufs Haupt des Cima die Pejo. Von hier haben wir noch einmal eine traumhafte Aussicht auf unsere Gipfelanstiege und den gegenüber liegenden Palo de la Mare. Über den Gletscher fahren wir nun nordseitig ab und erreichen über eine weitere Steilflanke den Westhang zum Fornogletscher. Diese steilere Flanke ist noch einmal ein wahrer Skigenuss. Sanfte Schwünge und der obligatorische Gegenanstieg bringen uns wieder zurück zur Brancahütte. Die Bar lässt abends grüßen.

Auf- und Abstieg:

1050 hm

Gehzeit

4-5 h

6. Tag – Skitour auf den Pizzo Tresero (3.594 m)

Unseren letzten Tag krönen wir mit einer Skitour auf den Pizzo Tresero. Über den Fornigletscher geht es hinauf bis auf 2.750 m. Hier ziehen wir nach rechts weiter hinauf zu einem Sattel. Begleitet werden wir dabei ein letztes Mal von zahlreichen Spaltenzonen. Über einen ausgesetzten, aber bei guten Bedingungen unschwierig zu begehenden Grat erreichen wir den Gipfel. Bekannt ist der Pizzo Tresero übrigens auch aufgrund seines kunstvollen Gipfelkreuzes, das auf einem Foto sicher nicht fehlen darf. In der nordseitigen Abfahrt sind hier oft noch lange beste Pulverschneeverhältnisse anzutreffen. Mit einem kurzen Zwischenstopp verabschieden wir uns von unseren Hüttenwirten und treten die letzte Abfahrt ins Tal an. Verabschiedung und Heimreise.

Auf- und Abstieg:

1100 hm

Gehzeit

5-6 h

Highlights auf dieser Reise

Gipfel 3.769 m

Monte Cevedale

Der Monte Cevedale erhebt sich auf 3.769 m im Ortlergebiet an der Grenze zwischen Lombardei und Trentino-Alto Adige. Als dritthöchster Gipfel der Ortler-Alpen bildet er einen wichtigen orographischen Knotenpunkt zwischen vier Tälern. Der Normalweg führt vom Rifugio Casati über den Gletscher zum Gipfel.

Dorf 1.906 m

Sulden

Sulden liegt auf 1.906 m im inneren Suldental und gilt als wichtigstes Basecamp für den Ortler. Das Bergdorf mit 400 Einwohnern bietet direkten Zugang zu den höchsten Gipfeln der Ortlergruppe. Vier Seilbahnen erschließen das Skigebiet zwischen 1.900 und 3.250 m.

Gipfel 3.905 m

Ortler

Der Ortler erhebt sich mit 3.905 m als höchste Erhebung Südtirols und der Ortler-Alpen. Der größtenteils aus Hauptdolomit aufgebaute, stark vergletscherte Berg gilt als bedeutendstes Gipfelziel der Ostalpen. Seine Erstbesteigung 1804 zählt zu den wichtigsten alpinistischen Ereignissen jener Zeit.

Gipfel 3.376 m

Suldenspitze

Die Suldenspitze erhebt sich mit 3.376 m im Hauptkamm der Ortler-Alpen an der Grenze zwischen Südtirol und der Lombardei. Der vergletscherte Gipfel liegt strategisch zwischen Suldental, Val Cedec und Martelltal. Als beliebtes Skitourenziel und Übergangsstation zwischen den Schutzhütten gilt er als technisch wenig anspruchsvoll.

Gletscher

Suldenferner

Der Suldenferner erstreckt sich mit 5,7 km² an den Ostflanken von Ortler, Monte Zebrù und Königspitze. Der stark schuttbedeckte Gletscher reicht bis unter 2.500 m hinab und liegt im Nationalpark Stilfserjoch.

Gletscher

Rosimferner

Der Rosimferner liegt zwischen Italien und der Schweiz im Ortlergebiet. Der Gletscher bildet den Zugang zum Rosimjoch und zur Vertainspitze. Über seine Firnfelder führt eine klassische Skitourenroute mit 1.700 Höhenmetern Abstieg.

Gipfel 3.678 m

Punta San Matteo

Die Punta San Matteo erhebt sich auf 3.678 m im Ortlergebiet an der Grenze zwischen Lombardei und Trentino-Südtirol. Der vergletscherte Gipfel gehört zur Cevedale-Pizzo Tresero Kette und gilt als einer der schönsten Skiberge der Region. Vom Gipfel entspringt ein Teil des Fornigletschers.

Gipfel 3.594 m

Pizzo Tresero

Der Pizzo Tresero erhebt sich auf 3.594 m im Ortlergebiet der Lombardei. Der Gipfel bildet den südöstlichen Abschluss der Kette der 13 Gipfel, die den Fornigletscher umrahmt. Die Nordwand gilt als eine der anspruchsvollsten der Region.

Gipfel 2.968 m

Piz Daint

Der Piz Daint (2.968 m) erhebt sich in der Umbrailgruppe westlich des Münstertals in Graubünden. Der Berg bildet die Wasserscheide zwischen dem nach Norden zum Inn entwässernden Val Mora und dem südwärts zur Etsch fließenden Val Müstair. Seine markante Gipfelpyramide macht ihn zu einem beliebten Skitourenziel.

Gipfel 3.276 m

Cima San Giacomo

Die Cima San Giacomo erhebt sich auf 3.276 m im Ortlergebiet an der italienisch-schweizerischen Grenze. Der Gipfel liegt in der Fornigruppe zwischen Punta San Matteo und Brancahütte. Die Nordrinnen bieten pulvrige Abfahrten für erfahrene Skitourengeher.

Gipfel 2.951 m

Piz Dora

Der Piz Dora erhebt sich auf 2.951 m zwischen Val Müstair und Val Mora im Kanton Graubünden. Der Berg gehört zur Umbrailgruppe und wird den Ortler-Alpen zugerechnet. Der Name wandelte sich von Piz d'Ora (Äußerer Gipfel) zum heutigen Piz Dora.

Gletscher

Schranferner

Der Schranferner liegt an den Veneziaspitzen in der Ortlergruppe im Martelltal. Der Gletscher dient als Aufstiegsroute zur Östlichen Veneziaspitze und führt durch teilweise spaltiges Gletschergelände. Unterhalb der Gletscherzunge befinden sich malerische Bergseen.