Skitouren im Kaukasus mit Besteigung des Elbrus (5.642 m)
Gut vorbereitet und akklimatisiert auf den Elbrus
Die Skibesteigung des Elbrus gehört sicher zu den Top-Zielen eines Skibergsteigers, steht man doch nicht weniger als auf dem Dach Europas und einem der Seven Summits. Der Elbrus ist jedoch nicht zu unterschätzen: Kälte und Wind erwartet uns im Aufstieg zum Gipfel. Damit es mit der Akklimatisation und Vorbereitung passt, unternehmen wir im Vorfeld ausgedehnte Skitouren auf knapp 4.000 m und haben einen Reservetag mit eingeplant. Belohnt werden wir nebenbei mit traumhaften Abfahrten im wilden Kaukasus und einer genauso wilden Landschaft.
Hinweis:
Wir möchten Dich darüber informieren, dass die Europäische Union am 23. Oktober 2025 das 19. Sanktionspaket gegen die Russische Föderation verabschiedet hat. Mit dieser Verschärfung wurde ein ausdrückliches Verbot für Dienstleistungen im Zusammenhang mit touristischen Aktivitäten in Russland eingeführt (Artikel 5n (2) der Verordnung (EU) Nr. 833/2014 in der Fassung der Verordnung (EU) 2025/2033).
Zu den untersagten Dienstleistungen zählen insbesondere:
Dienstleistungen von Reisebüros und Reiseveranstaltern, einschließlich von Reisebüros und Reiseveranstaltern erbrachter Dienstleistungen für Personenbeförderung und ähnlicher Dienstleistungen; Reiseauskunfts-, Reiseplanungs- und Reiseberatungsleistungen; Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Organisation von Reisen, der Unterbringung und der Beförderung von Personen und Gepäck; Fahr- bzw. Flugscheinausstellungsdienste;
Dienstleistungen von Fremdenführern;
Werbedienstleistungen im Zusammenhang mit den oben genannten Dienstleistungen.
Als in der EU ansässiges Unternehmen sind wir an diese Vorgaben unmittelbar gebunden. Seit Inkrafttreten der Verordnung dürfen keine der sanktionierten Dienstleistungen mehr im Rahmen unserer Zusammenarbeit erbracht werden.
Dieses Programm ist daher NICHT buchbar und stellt ausdrücklich keine Werbedienstleistung dar! Kundenanfragen werden nicht bearbeitet.
Um sicherzustellen, dass wir den Vorgaben in vollem Umfang entsprechen, wurde für dieses Programm bereits archiviert und am 17. November 2025 ein De-Indexierungsantrag bei Google gestellt.
Reiseablauf
Reiseablauf
1. Tag – Flug über Istanbul und Moskau nach Mineralnye Vody
Mit einem Zwischenstopp in Istanbul und Moskau fliegen wir nach Mineralny Vody in die nordkaukasische Region Stawropol. Übersetzt heißt die Stadt "Mineralwasser". Hier werden wir bereits von unseren russischen Partnern erwartet. Mit dem Bus fahren wir weiter nach Pjatigorsk in unser Hotel.
2. Tag – Ins Baksan Tal und weiter zum Ullu Tau Camp
Mit dem Bus fahren wir weiter ins rund 200 km entfernte Ullu Tau Camp auf 2.330 m im Adyrsu Tal. Die Fahrt ist bereits ein kleines Abenteuer. Vorbei an alten Plattenbausiedlungen und endlosen Feldern führt uns die Fahrt ins Baksantal und weiter ins Adyrsu Tal. Das Tal liegt an der Grenze zu Georgien und ist mit Fahrzeugen nur per "Aufzug" zu erreichen. Entsprechend einsam geht es dann weiter hinten zu. Die zweistöckige Hütte liegt auf 2.200 m eingebettet in einem Pinienhain und wird von steil aufragenden Granittürmen und Gletschern umrahmt. Im Camp beziehen wir unser Quartier in Mehrbettzimmern und richten uns für die nächsten Skitourentage ein. Abendessen und Übernachtung in der Hütte.
3. bis 4. Tag – Skitouren im Adyrsu Tal
In den nächsten beiden Tagen unternehmen wir ausgedehnte und einsame Skitouren im Adyrsu Tal. Der Granovskovo-Pass mit seinen 3.900 m Höhe oder der Koiavgan-Pass (3.500 m), Gumachi-Pass (3.540 m) und weitere Dreitausender sind Ziele, die wir über weite Gletscher anpeilen können. Je nach Wetter- und Schneelage suchen wir uns die lohnendsten Gipfel aus. Belohnt werden wir mit traumhaften Ski-Abfahrten bis zu 1.000 m über weite und unverspurte Gletscherhänge sowie dem grandiosen Fernblick über den Kaukasus und auf den Elbrus, der mit seiner weiten Gletscherflanke zu uns herüber schaut. Am Abend genießen wir die gute Verköstigung mit traditionellen russischen Gerichten, bevor es ins Bett geht. Zwei Übernachtungen im Ullu Tau Camp.
Auf- und Abstieg:
1000-1500 hm
Gehzeit
4-7 h
5. Tag – Weiter nach Terskol (2.100 m)
Wir unternehmen eine letzte kurze Skitour in der Umgebung der Hütte. Am Spätnachmittag fahren wir mit dem Bus nach Azau. Azau ist der am höchsten gelegene Ort am Ende des Baksan Tals und ein bekannter Skiort. Hier beziehen wir Quartier in einem Hotel. Wer Lust hat, kann am Abend noch den Ort erkunden. Abendessen und Übernachtung im Hotel.
Auf- und Abstieg:
1000 hm
Gehzeit
4-5 h
6. Tag – Elbrus Skitour zur Prijuthütte (4.157 m)
Heute geht es in Richtung Elbrus los. Mit der Seilbahn fahren wir zur Station Mir auf ca. 3.500 m. Je nachdem, ob der Sessellift zu den Botschkihütten in Betrieb ist oder nicht, müssen wir die letzten 250 Höhenmeter auch mit Ski überwinden. Nachdem wir unsere Unterkunft in den Botschkis (beheizte Wohnröhren) bezogen haben, steigen wir mit Ski noch zur auf 4.100 m hoch gelegenen Prijut II Hütte auf. Ihren Namen verdankt die Hütte 11 Wissenschaftlern, die die Hütte 1929 errichteten. Mit weiten Schwüngen fahren wir wieder zurück zur Hütte. Die Aussicht ist wieder einmal überwältigend. Sollten die Wetterbedingungen für die Folgetage schlecht sein, so nutzen wir diesen Tag auch bereits für den Akklimatisationsreiz zu den Pastuhovfelsen. Abendessen und Übernachtung auf den Botschkihütten (3.750 m).
Auf- und Abstieg:
250 hm
Gehzeit
1-2 h
7. Tag – Elbrus Skitour zu den Pastuhovfelsen (4.700 m)
Einen letzten Höhenreiz setzen wir heute mit dem Aufstieg zu den Pastuhovfelsen. Die Felsen befinden sich auf dem Weg zum Elbrusgipfel am Fuß der Flanke. Unsere Skiabfahrt endet wieder bei den Botschkihütten, wo wir aufgrund der besseren Ausstattung wieder übernachten. Sollten die Wetterbedingungen für die Folgetage schlecht sein, so nutzen wir diesen Tag auch bereits für einen ersten Gipfelversuch. Abendessen und Übernachtung auf den Botschkihütten (3.750 m).
Auf- und Abstieg:
950 hm
Gehzeit
4 h
8. Tag – Gipfelaufstieg mit Ski zum Elbrus
Noch in der Nacht gegen 03:00 Uhr brechen wir auf und machen uns an den langen und beschwerlichen Aufstieg zum höchsten Berg Europas. Vorbei an den vom Vortag bekannten Pastuhov Felsen ziehen wir unsere Spur dem Elbrus Gipfel entgegen. Solange die Sonne noch nicht aufgangen ist, muss mit entsprechender Kälte gerechnet werden. Optional können wir uns diese Etappe auch mit einer Fahrt mit dem Snowcat Mobil erleichtern (Aufpreis). Über einen endlos erscheinenden Firnhang kommen wir in die Sedlowina Firnmulde auf 5.300 m. Von hier geht es weiter noch 350 Höhenmeter zum Westgipfel auf 5.642 m. Das Ziel ist erreicht, mit Ski auf einem der Seven Summits und auf dem Dach Europas zu stehen. Die nun folgende Abfahrt hat es in sich. Sie ist einfach nur lang und anstrengend nach den Strapazen des Aufstiegs. Wir fahren zurück zu den Botschkihütten und feiern den Gipfelerfolg.
Auf- und Abstieg:
1900 hm
Gehzeit
10-12 h
9. Tag – Reservetag für den Elbrus
Dieser Tag dient als Reservetag, sollten die Wetterbedingungen vorab eine Besteigung des Elbrus nicht zulassen. Alternativ nutzen wir diesen Tag für die morgendliche Abfahrt mit Ski und der Seilbahn ins Tal und unternehmen eine Skitour vom Hotel aus. Hierzu eignet sich hervorragend der Tscheget, den wir von Terskol zum Teil mit Liftunterstützung bis auf 2.700 m erreichen. Die letzen 750 Höhenmeter zum 3.461 m hohen Gipfel werden mit einer traumhaften letzten Skiabfahrt über 1.200 Höhenmeter belohnt. Letzte Übernachtung in Azau in unserem bekannten Hotel.
Auf- und Abstieg:
750 hm
Gehzeit
4 h
10. Tag – Rückflug nach Deutschland
Mit dem Bus fahren wir am Morgen zurück nach Mineralny Vody. Über Moskau fliegen wir wieder nach Deutschland. Wer möchte kann auch in Moskau oder St. Petersburg eine Zusatznacht einlegen, um die Stadt zu besichtigen.